Ein Welpe zieht ein - Vereinbarkeit mit kleinen Kindern, Campingurlaub usw

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    Hallo!
    Wie schon in meiner Vorstellung geschrieben sind wir eine Familie mit 2 kleinen Mädels von 3 und 5 Jahren. Wir haben uns für einen Cavalier King Charles Spaniel Welpen angemeldet und werden den Züchter bald besuchen, eine Hündin vom aktuellen Wurf ist für uns bereits reserviert und nach dem Treffen wird endgültig entschieden. Zu den Kindern: Die Große ist sehr gewissenhaft und kann ich mir super vorstellen im Umgang mit dem Hund. Die Kleine ist noch eher etwas ungestüm und ihr fehlt oft noch das Gefühl wann der vierbeinige Freund genug von ihr hat, aber auch das wird immer besser und sie kümmert sich sehr hingebungsvoll und liebevoll um unsere Hasen mittlerweile. Sie kuschelt halt gerne....

    Wir haben auch noch 2 Katzen, die ganz generell am liebsten ihre Ruhe haben und eigentlich nur abends, wenn die Kinder im Bett sind, sich zu uns gesellen. Sie sind auch schon etwas älter.


    Jetzt zu meinen Fragen: wie kann ich mir den Alltag mit einem Welpen im Detail vorstellen? Mir ist klar dass es sein wird als hätte ich ein drittes Kind - aber wird es wirklich sooo schlimm :winking_face:

    Kommt bestimmt immer auf den Hund drauf an, aber auf was muss ich mich nachts einstellen? Wo schläft der Kleine am besten, ist es besser ihn gleich ans Alleine schlafen zu gewöhnen oder lieber erst später, oder gar nicht? :thinking_face:

    Also wie gesagt, die Nacht ist momentan mein größtes Fragezeichen, unter tags mache ich mir weniger Sorgen, wir sind sehr viel zu Hause, haben einen großen Garten und leben so wieso etwas "vom Schuss". Wir sind generell viel draußen und die größte Hürde wird unter tags wohl sein, dass der Welpe seine ungestörten Ruhephasen bekommen kann bzw. dass die Kinder dies eben auch akzeptieren.

    Trotzdem ist mir wichtig, dass der Hund auch mal 2, 3 Stunden, irgendwann, alleine bleiben kann aber ganz generell, soll und darf er uns möglichst 24 Stunden umgeben :upside_down_face:


    Wir sind Camper und sind auch heuer sicher wieder viel mit dem Wohnwagen unterwegs, hauptsächlich immer nur 2, 4 Tage und nicht ganz so weit weg. Aber im Juni ist unser Haupturlaub geplant, da wollen wir in Etappen auf Elba. Der Hund wäre da ca 5 Monate alt - ist das machbar? Ansonsten hätten wir meine Eltern, die den Hund in dieser Zeit nehmen würden, aber hätten ihn natürlich gerne dabei.


    Eigentlich habe ich mich ja schon entschieden, aber möchte einfach an alles gedacht und in Erwägung gezogen haben, nicht dass dann das große Erwachen kommt nachher...


    Ich bin sehr gespannt auf Erfahrungsberichte und freue mich!


    LG Greta

  • Mir kommt es grad so vor, wie mit einem Baby vom Aufwand her. Das Stubenreinheits Training, also ständig raus auch Nachts, erinnert mich ans Ständige Wickeln bei Babys. (Immerhin dauerts beim Hund nicht so lang, wie bei Kindern).
    Das Thema Beißhemmung und nicht alles was nicht Niet und Nagelfest ist, in der Wohnung zu Fressen, ist ca. wie das Krabbel und Lauf Lern Alter von kindern. Sie gehen überall dran, nehmen alles in den Mund(und Welpenzähne kriegen auch alles schnell kaputt). Also muss alles gesichert werden und Spielzeug meines Kindes muss auch gut gesichert sein, sonst wird es zerknabbert...
    Das zur ruhe kommen, wenn daneben Kinder wild Toben, ist wie wenn du ein Baby zu deinen Kindern dazu hättest und es in den Schlaf bringen müsstest, neben deinen Kindern. Bei unserem Hundekind hilft da nur wenn ich kurz Einschlafbegleite. Also neben dem Körbchen unserer Hündin hocke und sie etwas in den Schlaf Streicheln.
    Und wenn sie einmal schläft, kann ich mit meinem Sohn herumtoben.

    Und wo und wie der beste Schlafplatz ist, ist Individuell.
    Meine Hunde früher schließen in meinem Bett. Unsere Hündin jetzt muss lernen in ihrem Körbchen zu schlafen und später auch mal alleine im Zimmer, so wie es grad aussieht.
    Das muss jeder für sich entscheiden, wie es am besten zur Familie passt. Die Hunde lernen es dann schon. Eventuell schläft man die ersten Wochen dann noch mit dem Welpen gemeinsam im Wohnzimmer oderso, bis er da dann allein dort Schläft.

    Wohnwagen Urlaub ist doch Toll. Wird sich euer Hund sicher schnell dran gewöhnen und wenn man mit einem 5 Monate alten Hund, dann im Urlaub einfach mehr Örtlich beim Wohnwagen bleibt und ihn nicht zu lang rennen und überreizen lässt, sondern eher gemütlich macht klappt das bestimmt :) .
    Denke ihr werdet es dann schon gut einschätzen können, ob es im Sommer mit diesem Welpen dann funktioniert oder er doch lieber bei Eltern bleibt.

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  • Hi Greta,


    also ich denke, dass diejenigen, die schon Kinder großgezogen haben, weniger Probleme haben ;-)

    Wir haben keine Kinder und waren in den ersten Wochen oft ein wenig gestresst. Dabei ist unser Pudel nicht "schlimm", seit der 16. Woche stubenrein, recht still etc. Aber man hat halt viel zu tun und muss - je nach Wohnsituation und Lebensumständen - schon sehr viel aufpassen. Das kennen Kinderlose so nicht...


    Wir stehen in Kontakt mit einigen anderen Welpen-/ Junghundbesitzern, und alle die Welpen-Themen waren sooo unterschiedlich!

    Der eine pieselte bis er fünf Monate war ständig rein, war aber ansonsten total ruhig, der nächste kläfft in einer Tour, ist dafür in anderen Dingen wieder eher pflegeleicht, konnte von Anfang an echt total super alleine bleiben.


    Vieles hat man aber selbst im Griff. Man sollte sich meiner Erfahrung nach schon die ersten vier Wochen gut Zeit nehmen, um wichtige Grundsteine zu legen. Die ersten Wochen sind halt am wichtigsten.

    Das sind - neben dem häufigen Rausgehen und Füttern - Dinge wie Autofahren, Sozialisierung, Welpenschule, an Körperpflege gewöhnen etc.

    Aber wenn es mal läuft, dann läuft es!

    Bei uns waren die 16. Woche und jetzt die Zeit um 5-6 Monate Meilensteine. Jetzt läuft alles und wir brauchen kaum mehr Zeit als für unseren Ernsthund.

    Naja, jetzt warten wir auf die Pubertät :rolling_on_the_floor_laughing:


    Unseren haben wir im Schlafzimmer in einer abgetrennten Ecke, in der genug Platz für verschiedene Schlafplätze ist (Hunde wechseln gerne mal, brauchen was Wärmeres und was Kühleres, weil sie die Temperatur nicht so regulieren können wie wir). Wir wollen ihn derzeit noch nicht frei rumlaufen lassen, denn wir haben die Schlafzimmertüre wegen unseres Ersthundes offen. Deshalb die abgetrennte und abgegrenzte Ecke. Aber er nimmt das gut an und hat noch nie da reingepieselt. Überhaupt mussten wir in der ganzen Zeit insgesamt nur zweimal nachts raus - bei unseren Bekannten ist das wiederum ganz anders. Die gehen jetzt noch teilweise nachts raus, obwohl der Hund auch schon fast 5 Monate ist.

    Es ist einfach unterschiedlich.

    Am besten nicht so viele Erwartungen haben, viel mit Bauchgefühl machen, und sich Leute suchen, die in einer ähnlichen Situation sind.


    Unserer hat dafür relativ viel Angst (gehabt), da mussten wir einiges tun, damit er sich gut an all die Dinge gewöhnt (Fahrzeuge, Menschen, Mülltonnen, Geräusche...).

    Daher wäre ein Urlaub mit fünf Monaten für UNSEREN sicherlich Stress gewesen - andere wiederum hatten da überhaupt keine Probleme. Die Nachbarswelpin ist z.B. jetzt 17 Wochen und gerade mit dem Wohnmobil in Spanien ;-)


    Was rückblickend für uns am Wertvollsten war und sich jetzt auszahlt sind die folgenden Punkte (die wie gesagt jetzt für UNS gelten und bei anderen anders sein können!


    * Struktur reinbringen und Dinge wie "Training" erst nach und nach beginnen. Also fester Tagesablauf, damit der Welpe gleich versteht, was wann und wie läuft. Bei uns hat sich einiges, was wir sonst mühevoll hätten trainieren müssen (z.B. auf die Decke gehen, wenn wir mal in Ruhe essen wollen) durch diese Struktur automatisch ergeben.

    * Geduld und Konsequenz bei Dingen wie: Das darfst Du nicht, das ist meins, nein, Du bleibst jetzt auf Deiner Decke, in die Leine beißen gibt es bei uns nicht. Wir haben ihm das wirklich geduldig sehr oft mitgeteilt, und nach einer gewissen Zeit hatte er das verinnerlicht und sich nicht mal während des Zahnwechsels an irgendwas vergriffen. Aber hart war das anfangs zugegebenermaßen schon.

    * Einfühlsame Sozialisierung und Gewöhnung an Dinge: Dinge langsam zeigen, ihm Schutz geben, noch mal wiederholen...


    Alles Andere war für uns erst mal nachrangig. Sitz und Platz können Hunde auch später noch lernen. Bevor man den Hund stresst, würde ich persönlich die oben genannten Punkte immer priorisieren.



    Liebe Grüße,

    Ben

  • Ist halt ein Hundebaby und damit genauso individuell wie deine Kids. Die einen sind schnell - stubenrein, schlafen durch, verstehen die Beißhemmung und alle anderen Hausregeln - die anderen sind langsamer…


    Deine Kinder wirst du die nächsten Jahre anleiten müssen im Umgang mit dem Hund - kinderunverträgliche Hunde haben in einer Familie idR schlechte Erfahrungen mit den kleinen Zweibeinern gemacht… und die müssen noch nicht mal böse gemeint gewesen sein.

    Ansonsten wird aber auch gerne zusammen gekuschelt wie hier zB


    Ich hab es gern wenn der Hund mit mir in einem Raum pennt, damit ich zB gesundheitliche Dinge sehr fix mitkriegen kann, das funktioniert nicht wenn ein Stockwerk dazwischen liegt.


    Zwecks Urlaub musst schauen wie die jeweiligen Einreisebedingungen des Landes sind. Für die Rückreise wieder nach D wirst wahrscheinlich eine Tollwutimpfung brauchen (geht ab 12. Wochen und ist 21 Tage nach Impfung gültig).

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Kindererziehung und Welpenerziehung ähneln sich in vielen Bereichen. Man braucht Geduld, gute Nerven und ein bisschen Humor!


    Wichtig ist es dem Zwerg tagsüber zur Ruhe zu bringen. Gerade mit kleinen Kindern ist das nicht immer einfach.

    "Ach der schläft gerade so süß" und zack wird er bekuschelt. Das sollte man von Anfang an unterbinden - wenn der Hund ruht oder schläft hat man nix dort zu suchen.

    Genauso muss der Hund lernen dass Kinder nicht immer zum spielen da sind - denn so kommt er ja auch nicht zur Ruhe. Deswegen muss man die Interaktion von Hund und Kind teilweise wirklich begrenzen.


    Wo der Hund schläft müsst ihr entscheiden.

    Es gibt Hunde die schlafen im Wohnzimmer. Andere im Flur. Einige im Körbchen im Schlafzimmer. Andere Hunde dürfen ins Bett... Da gibt's kein richtig oder falsch.

    Unser Welpe hat recht schnell mit im Bett geschlafen, trotz Kind im Familienbett. Klappt wunderbar. Manchmal schläft er aber auch im Körbchen neben dem Bett. Oder im Wohnzimmer.



    Wisst ihr von den gesundheitlichen Problemen vom CKCS? Die aller aller wenigstens Tiere sind wirklich gesund. Viele davon sind sehr krank und leider sterben viele auch sehr früh.

    Unsere CKCS Hündin hatte Herzprobleme, Nierenprobleme, Wassereinlagerungen. Ab etwa 3 Jahren waren wir Dauergast beim ta und die Kosten beliefen sich am Ende auf über 10.000€ (diverse OP und ständige Untersuchungen, Spezialfutter, Medikamente usw - und die meisten kk zahlen dafür nichts da Qualzucht). Hätten wir das im Vorfeld gewusst hätten wir wahrscheinlich anders entschieden - denn neben den finanziellen Schwierigkeiten geht das auch psychisch ans Eingemachte wenn der Hund so schwer krank ist und man nie weiß ob er nicht bald stirbt.

  • Vielleicht mögt ihr über die Rasse nochmal nachdenken? Es gibt so viele tolle kleine Begleithunde die keine Qualzuchten sind.


    Welpen sehen soooo süß aus aber die Meisten sind kleine Piranhas die ganz sicher nicht ruhig kuscheln mögen. 😅 Das ist für Kinder oft enttäuschend. Dann sollen die viel schlafen um nicht völlig bekloppt zu werden. Auch das ist für Kinder oft enttäuschend.

    Daher glaube ich, dass die größte Herausforderung ist zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen und Wünschen zu vermitteln.


    Hier schlafen ja beide Hunde mit im Bett. Das müsste jetzt nicht zwingend sein. Aber im selben Raum wär mir wichtig. Ich möchte mitbekommen ob es wem schlecht geht.

  • Die Cavalier King Charles sind doch die Hunde, deren Gehirn nicht genug Platz im Schädel hat? Und auch sonst haben sie oft viele erblich bedingte Krankheiten.

    Das würde ich mir ehrlich gesagt auch nochmal gut überlegen.


  • Ich würde mir auch ne gesündere Rasse suchen. Das kann sehr schnell sehr unschön werden.


    Davon ab: Beim Urlaub mit Hund heißt es immer auf Einreisebestimmungen und im Süden auf Mittelmeerkrankheiten und entsprechende Prophylaxe zu achten. Wie das mit einen Welpen schon umsetzbar ist, weiß ich nicht auswendig. Nicht auf allen Campingplätzen sind Hunde erlaubt - muss man auch im Auge haben.


    Zum Alleine sein: damit man das üben kann, muss man den Welpen auch mal alleine lassen. Wenn immer jemand zu Hause ist, muss man gerade anfangs künstlich solche Situationen schaffen.

  • Die Krankheit heißt Syringomyelie, und ich würde mir ganz genau anhören, wie häufig die Nachzucht davon betroffen ist. Sie tritt auch bei anderen Rassen auf, aber soweit ich weiß, ist der Cavalier King Charles überdurchschnittlich häufig davon betroffen, und ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Zucht langfristig davon frei bleiben kann.


    Weißt Du überhaupt darüber Bescheid? Schaut Euch lieber vorher Videos darüber an, wie sie sich äußert.


    Caterina

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