Wenn ich bei mir über die Straße gehe, kann ich direkt einen Waldweg hochlaufen - perfekt zum Gassi gehen.
Vor ziemlich genau 37 Jahren bin ich spät abends mit meinem ersten Hund (Mischling, kniehoch, damals knapp 2 Jahre alt) namens Schröder diesen Weg hoch. Ich habe ihn nach einigen Metern wie sonst auch abgeleint. Und warum auch immer, dreht der Hund um und läuft schnurstracks zurück; läuft auf die Straße und wird von einem Auto überfahren und mitgeschleift.
Der Hund hat gekreischt, die Bremsen gequietscht und ich war überzeugt, daß es das jetzt war... Das Auto setzte zurück und mit einem "Flupp" kam der Hund darunter frei und rannte auf und davon.
Ich hatte keine Chance, ihn irgendwie zu erwischen (zumal ich hochschwanger war). Also erstmal kurz dem Fahrer (der übrigens keine Chance gehabt hätte, den Unfall zu verhindern) meine Daten gegeben, falls am Auto was ist (der Frontspoiler war komplett demoliert). Dann bin ich losgezogen, den Hund suchen.
Eine Nachbarin, (die im Tierschutz engagiert war) hat noch mitgesucht, aber kein Hund weit und breit.
Irgendwann spät nachts habe ich dann aufgegeben und bin nach Hause.
Am nächsten Morgen kam die Nachbarin vom Abend und hat mir gesagt, der Hund wäre ein paar Häuser weiter abzuholen. Ich natürlich sofort los, dort geklingelt und gefragt, wie es ihm denn ginge... Die hatten aber überhaupt nicht bemerkt, daß der Hund irgendwas haben könnte, der wäre völlig ok.
Ich habe ihn dann mitgenommen und bin zum Tierarzt. Und was soll ich sagen: bis auf ein paar Prellungen und Abschürfungen hatte der tatsächlich NIX!