Ein Welpe zieht ein - Vereinbarkeit mit kleinen Kindern, Campingurlaub usw

  • Immer wird empfohlen, einen Welpen nur vom VDH-Züchter zu holen. Ich hätte mich wahrscheinlich auch sicher gewähnt. Wenn diese Rasse so sehr krank ist, wieso wird das dann vom VDH "gedeckelt"? Gibt es da keine Auflagen? Die von euch verlinkten Berichte sind ja wirklich entsetzlich.

    Ja, das ist ein Problem. Schau mal in den Qualzucht-Thread, da geht es immer wieder genau darum.

  • Hallo ihr Lieben!

    Herzlichen Dank für die zahlreichen Beiträge.. dass die Thematik hier mittlerweile ein bisschen am Ursprungspost vorbei geht finde ich gar nicht schlimm, ich bin dankbar dafür und werde mich jetzt noch mal genauer in die Thematik einlesen. Ich werde mich auch in diversen Foren oder Facebook-Gruppen erkundigen um wirklich zu sehen, wie es in der Praxis ausschaut. Die Bedenken scheinen ja wirklich sehr berechtigt zu sein und ich finde es wichtig sich damit auseinander zu setzen. Das Letzte was man will ist einen jungen, aber schwer kranken Hund zu Hause zu haben und wie schon von euch erwähnt, wäre das wirklich ein Drama für uns, für die Kinder usw. Nichts desto trotz werde ich den Züchter besuchen, mir einen Eindruck von den Hunden machen und natürlich seeeehr viele Fragen stellen.


    Ich habe leider bisher noch keine Rasse gefunden die mir so zusagt. Vielleicht ist bei den etwas größeren Hunden etwas dabei... Habt ihr Tipps?

  • Als wir uns 2005/2006 konkret mit der Anschaffung eines Hundes beschäftigt haben und auf Rassesuche waren, hatte ich mir die Risikolisten der Tierkrankenversicherer und die In-Memoriam-Rubrik von Züchter-Homepages angeschaut. Auf den Züchterseiten bekommt man relativ schnell einen Überblick, ob regelmäßig Hunde im einstelligen oder gerade frisch erreichten zweistelligen Alter versterben. Bei einem Unfalltod steht das meistens dabei, so dass man eine solche Todesursachen „herausrechnen“ kann.


    Wichtig finde ich dabei noch, dass man auf eine relative Aktualität achtet. Wenn die Stammmutter der Zucht 1985 geboren und 15 Jahre alt wurde, die „heutigen“ Hunde jedoch mehrheitlich nur acht bis zehn Jahre alt werden, dann hat für mich der Zustand der Rasse von vor 37 Jahren keine Entscheidungsrelevanz mehr.

  • ist zwar schon genannt wurden, mögliche Rassen: Papillion, Pudel in klein, Malteser, Havaneser, Bolonka.

    Und wenn es ein Spaniel unbedingt werden soll, würde ich mir noch den Cocker ansehen. Bekommt man bestimmt auch in etwas kleiner, wenn man sucht.

  • Cocker Spaniel oder Kooikerhondje? Zweiterer könnten dir optisch zusagen, wenn dir CKCS gefallen.


    Vielleicht könntest du ja kurz schreiben, was dir optisch zusagt oder nicht zusagt und was ihr mit dem Hund vorhabt, ansonsten ist es schwierig, etwas passendes zu nennen.

  • Greta2022

    Eine interessante Nachfrage bei Deinem Züchter wäre sicherlich, wo seine 'älteren' Hunde sind, wie die so gesundheitlich sind, am schönsten natürlich wenn er Mütter und Großmütter noch präsentieren kann. Unter 'älter' würde ich Hunde ab 10 Jahren sehen.


    Entweder er kann sie vorzeigen = super

    Oder nicht, da gibt es dann mehrere Möglichkeiten.

    Möglicherweise ist es ein neuer Züchter und er hat noch keine älteren Tiere = dann würde ich dort keinen Welpen nehmen, da noch die Erfahrung fehlt. Per se nicht schlimm, aber in einer gesundheitlich stark angeschlagenen Rasse würde ich dann keiner abwiegelnden Aussage über die Gesundheit der Rasse seitens dieses Züchters Glauben schenken und die Pfoten von so einem Züchter lassen!

    Ist es ein versierter Züchter, gibt es noch die Möglichkeit, dass er Zuchthündinnen abgibt, da er sonst bei weiteren Zuchtündinnen zuviele Hunde hat. Gibt es, kann man sehen wie man mag, nichtsdestotrotz wird er dann eine Aussage treffen können, wie alt diese abgegebenen (geworden) sind.


    Also wichtig ist, wirklich kritische Fragen stellen. Du hast ja sicherlich auch schon die Ahnentafeln der Eltern einsehen können, da kannst Du dann auch mal recherchieren, wie es gesundheitlich mit den Ahnen aussieht/aussah.


    Ein verantwortungsvoller Züchter, der sich um die Probleme seiner Rasse kümmert, wird hoch erfreut sein über solche Nachfragen. Weil er dann ja explizit erklären kann, wie er mit den rassespezifischen Dispositionen umgeht. Und eben bei seinen Welpen zu vermeiden sucht.


    Viel Erfolg und ein gutes Rückgrat bei kritischen Fragen wünscht Dir
    Ludmilla

  • Wenn in Deutschland knapp 50% und in der Gesamtpopulation über 90% (Zahlen aus einem früheren Post hier) der Hunde betroffen sind, können Linien gar nicht komplett frei von kranken Hunden sein. Man hat ja gar nicht genug gesunde Hunde über, um diese ohne einen Inzuchtkoeffizienten jenseits von Gut und Böse zu verpaaren.


    Das ist auch die Krux: kann man Glück haben? Die Chancen stehen schlecht, aber es ist nicht unmögliche. Bedeutet aber, dass mit jedem Wurf, der in die Welt gesetzt wird, Leid produziert wird, denn nicht alle können statistisch gesund sein. Möchte man das?

  • Ich werde mich auch in diversen Foren oder Facebook-Gruppen erkundigen um wirklich zu sehen, wie es in der Praxis ausschaut. Die Bedenken scheinen ja wirklich sehr berechtigt zu sein und ich finde es wichtig sich damit auseinander zu setzen.

    Mach es nicht, denn dort werden Viele sagen das es doch gar nicht so schlimm ist.... Ihr hunde hätten ja nicht.... Ja meine hatten auch nie was und wurden echt alt (15,5 Jahre meine eigene Hündin). Meine Familie bzw meine Großeltern haben viele viele viele Jahre CKCS gezüchtet. Mein Herz schlägt immer noch für diese Rasse, ABER sie sind einfach kaputt gezüchtet. Das darf man nicht verschweigen.


    Die Nase wird irgendwie immer kürzer, der Kopf größer (der Kopf ist dann zu klein fürs Hirn) und das zieht Krankheiten mit sich. Aber am schlimmsten ist, dass diese Rasse an Herzerkrankungen und ganz schlimm an SM (Syringomyelie) sowie CM (Chiari Malformation) --> Cavalier-Krankheiten ) Daher kann ich nur von dieser Rasse schweren Herzens abraten. So lange sich nichts in der Zucht tut, sollte man die Rasse meiden.


    Ich kann absolut verstehen das es schwer ist eine andere Rasse zu wählen, wenn man sich einmal optisch und charakterlich in die Cavaliere verguckt hat.


    Alternativ vllt einen Cocker Spaniel? Da kenne ich mich aber nicht mit aus was die Gesundheit angeht.

    Kromfohrländer? Zumindest wird sich da gesundheitlich versucht Mühe zu geben…

    Jep, kann man hier nachlesen: Einkreuzungsprojekt

  • Noch mal generell zu den Züchtern:

    Der Züchter züchtet selbst noch nicht lange. Alle seine Hunde sind nicht älter als 10 Jahre - einfach weil er sie noch nicht länger hat - er hat vorher eine andere Kleinhunderasse gezüchtet, der Name fällt mir jetzt nicht ein, ist aber eben dann auf den CKC umgestiegen.


    Mir gefällt der Typ Hund, den dieser Züchter hat, einfach unglaublich gut. Und ich habe mir sehr viele Züchter vom FCI angsehen und diese Hunde gefallen mir einfach vom Typ her gar nicht (sehr kleine Köpfe, kurze Schnauzen, sehr wuscheliges Fell...) und da sind wir auch beim nächsten zu erwähnenden Punkt:

    Der Züchter bei dem ich gelandet bin züchtet nicht unter dem österreichischen Zwerghundeclub (also FCI). Ich habe mich bei einem solchen Züchter auch informiert, die Untersuchungen sind allerdings bei beiden ident, keiner von beiden macht prophylaktische MRT Untersuchungen, weil auch nicht vorgeschrieben, ansonsten sind alle Untersuchungen ident.

    Was kann man dazu sagen? Ich habe mich bei dem FCI Züchter auch informiert bezüglich Krankheiten, dieser hat natürlich auch gemeint dass das früher sehr wohl der Fall war, aber durch die ganzen Vorschriften und vorgeschriebenen Untersuchungen (da gehts scheinbar sehr streng zu) weitestgehend in den Griff bekommen worden ist. Er meint auch, dass seine Hündinnen 12, 10 und 8 Jahre alt sind und gesund sind....

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