Was bedeutet Freilauf für euch - Regeln & Grenzen

  • ANZEIGE

    Als Ersthundebesitzer mit einem sehr aufgeschlossenem Junghund (6 Monate) in der Großstadt ist dieses Thema für mich etwas schwierig. Von meinen Kindheitshunden kenne ich Freilauf gar nicht - das waren 2 eher mittelmäßig erzogene Beagle, die stets an der Flexileine geführt wurden, sonst nur im großen Garten frei liefen. Deshalb habe ich mit Freilauf null Erfahrung. Es ist aber natürlich etwas, was ich für meinen Lalo in Zukunft anstrebe, und auch zumindest in Orten ohne viel Begegnungen schon versucht habe. Auf unserer üblichen, belebten Park Runde ist daran aber nicht zu denken.


    Nun die Fragen an euch:

    Wie sieht für euch Freilauf aus?

    Welche Grenzen gibt es?

    Ab welchem Alter waren eure Hunde im Freilauf?

    In was für Situationen lasst ihr eure Hunde frei laufen und in welchen Situationen nicht?

    Wie macht ihr das, wenn ihr fremden Menschen/Hunden begegnet, ruft ihr den Hund ins Fuß oder lasst ihr jeden begrüßen, der nicht abgeneigt ist?

    Was, wenn Fremde euren Hund locken und streicheln wollen?


    Ich könnte noch etliche weitere Fragen stellen, ihr müsst auch nicht auf alles eingehen - mich würde einfach mal interessieren, wie ich mir Freilauf vorzustellen hab. Vorallem auch in Gebieten wie belebten Parks in der Großstadt, wo keine Gefahr durch bspw. Autos herrscht, aber man sehr viele Begegnungen hat?

  • Wir sind normalerweise auf dem Land unterwegs, also nicht unbedingt mit deiner Situation vergleichbar, aber ich schreibe trotzdem mal, wie es bei mir ist.

    Wie sieht für euch Freilauf aus?

    Die Hunde sind zwar frei, halten aber den Kontakt zu mir, achten also darauf, wo ich bin, was ich mache etc. In der Regel wird geschlendert, zwischendrin auch mal gerannt und gespielt und sehr viel geschnüffelt, markiert etc.

    Welche Grenzen gibt es?

    Sie dürfen ca. 20 - 30 m Radius haben.

    Felder/Wiesen werden nicht betreten.

    Niemand wird belästigt, sie dürfen also zu niemandem ohne Erlaubnis hin.

    Es wird nicht gejagt.

    Es wird nichts gefressen (außer Leckerlis von mir natürlich ;)).

    Sie müssen in Sichtweite bleiben.

    Ab welchem Alter waren eure Hunde im Freilauf?

    Von Welpenbeinen an. Im Junghundealter ggf. zeitweise an der Schleppleine, um Freilauf zu lernen und zu üben.

    In was für Situationen lasst ihr eure Hunde frei laufen und in welchen Situationen nicht?

    Wo Hund es kann. Z. B. darf bei mir ein Hund unangeleint an Weiden und Pferdekoppeln vorbeilaufen, die andere wird vorsichtshalber angeleint.

    In der Nähe von Straßen sind sie angeleint, wo viel los ist, auch.


    Wie macht ihr das, wenn ihr fremden Menschen/Hunden begegnet, ruft ihr den Hund ins Fuß oder lasst ihr jeden begrüßen, der nicht abgeneigt ist?

    Sie dürfen niemanden ohne Erlaubnis begrüßen. Meine eine Hündin wäre damit auch überfordert. Ich rufe sie also je nach Situation ins Alltagsfuß oder leine sie ggf. an.

    Was, wenn Fremde euren Hund locken und streicheln wollen?

    Wenn jemand nett fragt, darf er meine nette, aufgeschlossene Hündin begrüßen. Die andere will nicht von Fremden angefasst werden, daher erlaube ich das nicht.

    Wenn mein Hund im Kommando steht, also z. B. im Alltagsfuß, darf sie sich natürlich nicht von Fremden weglocken lassen.



    Früher war ich auch öfters in vielbelebten Parks unterwegs. Da habe ich nicht bei jeder Begegnung abgerufen, sondern meinem Hund beigebracht, einfach an den Menschen vorbeizulaufen, ohne Kontakt aufzunehmen. Prinzipiell versuche ich immer, so zu laufen, dass niemand belästigt wird.

  • ANZEIGE
  • Freilauf gibt es bei mir ab der ersten Minute. Meine Hunde und vor allem Welpen sind bei mir zu gut 90 % beim Gassi im Freilauf unterwegs. Das kann bei einem jungen oder unzerogenen Hund auch bedeuten, dass eine Schleppleine dran ist.


    Regeln: Auf dem Weg bleiben, Warten bis ich aufgeschlossen habe, wenn ich das sage, selbst aufschließen, wenn man nachhängt, bei Außenreizen nicht loslaufen.


    So latschen wir meist vor uns hin:

    [Externes Medium: https://youtu.be/GsHpYUouAT8]
  • Bei uns ist es so wie bei LayNia


    Bei Autos, Fahrrädern, Menschen rufe ich sie ran.

    Sie müssen auf den Wegen bleiben, nicht jagen, nichts fressen und einen Radius von 20-30m einhalten.


    Dank unserer Wohnlage sind sie zu 98% im Freilauf (und laufen daher grottig an der Leine |))

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



    Anzeige
  • - Der Hund kann abgeleint laufen und sich grundsätzlich frei bewegen.

    - die Wege werden nicht verlassen (außer fürs Lösen), sie muss ansprechbar bleiben und zurückkommen bzw. warten, wenn ich das will

    - von Anfang an mit einigen Unterbrechungen (Jagdtrieb entdeckt, Läufigkeit etc)

    - auf unseren regulären Gassistrecken (außer auf Abschnitten, wo ich schon weiß, dass es nicht gut läuft) und ansonsten da, wo ich gut und weit sehen kann und nicht zu viel los ist. in der Nähe von Straßen grundsätzlich nie

    - bei fremden Menschen, Joggern, Radfahrern rufe ich an und sie muss mit mir vorbeilaufen. bei anderen Hunden leine ich grundsätzlich an, bei kleinen Kindern auch

    - Fremde werden grundsätzlich nie (!) begrüßt; Bekannte nach Freigabe

    - Da platz mir der Ar*** und ich weise die Person recht vehement in ihre Schranken. Es war ein Haufen Arbeit, ihr abzugewöhnen zu jedem hinzulaufen und das lasse ich mir nicht kaputt machen.

  • Wir wohnen hier auch ländlich und sehr einsam (zumindest was andere Hunde angeht), insofern ist das für deine Situation wahrscheinlich nicht sonderlich hilfreich.


    Hier läuft es mit der Leine eher andersrum. Die Welpen laufen frei und wir fangen dann gemütlich an die Sache mit der Leine zu trainieren, soweit ich das brauche, also nicht sonderlich viel.
    Irgendwann kommt dann meist die mehr oder weniger ausgeprägte Phase in der die Schleppleine dran kommt, ob komplett oder nur in bestimmten Situationen hängt vom Hund ab. Und sobald der Gehorsam wieder ausreichend klappt laufen wir wieder die normalen 99,9% ohne.
    Grundbedingung und Grenzen sind im Endeffekt ein verlässlicher Gehorsam, vor allem beim Thema Wild. Ansonsten haben wir hier eigentlich nichts was in Stein gemeißelt wäre, das hängt alles von den Umständen ab. Außer man will "es wird nicht gejagt" als eigene Regel betrachten.
    Da wir hier sehr viel Wild haben laufen die paar wenigen anderen Hunde fast alle an der Leine (und pöbeln), womit sich Kontakt auch erledigt hat. Da gehen wir dann im Kommando dran vorbei, daran haben die Hunde auch von sich aus sehr wenig Interesse.
    Fremde die den Hund locken und streicheln wollen... Hmm, ich glaube das letzte Mal, dass sowas passiert ist war bevor mein mittlerweile verstorbener Schäferhund eingezogen ist.... Ein Hoch auf große, dunkle Hunde. :D

  • Wie sieht für euch Freilauf aus? Welche Grenzen gibt es?:

    Ohne Leine, aber mit Halsband und in einem Radius der für mich in Ordnung ist um schnell eingreifen zu können.


    Ab welchem Alter waren eure Hunde im Freilauf?

    Seit Beginn an, also ab der 9. Woche


    In was für Situationen lasst ihr eure Hunde frei laufen und in welchen Situationen nicht?

    Freilauf nur, wenn ich einen Überblick der Umgebung habe


    Wie macht ihr das, wenn ihr fremden Menschen/Hunden begegnet, ruft ihr den Hund ins Fuß oder lasst ihr jeden begrüßen, der nicht abgeneigt ist?

    Es wird direkt angeleint und sich evtl verständigt ob eine Kontaktaufnahme gewünscht ist. Bzw ob Rüde oder Hündin.


    Was, wenn Fremde euren Hund locken und streicheln wollen?

    Ist mir noch nie passiert. Gibt es nur auf freundliche Nachfrage.

  • Bei meinem Grosstadthund noch ergänzend:


    Bordsteinkante ist die magische Grenze, da wird stehen geblieben und erst nach Zuruf geht es weiter. Kreuzungen immer im rechten Winkel laufen, nie diagonal von einer Seite auf die andere.

  • Für uns gilt auch grundsätzlich: Wir belästigen Niemandem. Egal ob mit oder ohne Leine.

    Freilaufen konnte der Hund nach seinen ersten 3 Monaten hier, nachdem er einschätzbar war und erste grundlegende Signale verstanden hatte. Er lief damals in der Stadt frei, sofern er dadurch niemanden gefährden konnte. Sprich die Wege breit genug oder einsichtig waren oder Niemand unterwegs ... Freilauf hieß für uns frei laufen, nicht wie eine Bodenlenkrakete Scheibe spielen :smiling_face_with_halo: Dafür waren die Hundeauslaufgebiete da. Aber auch hier in respektvollem Rahmen.

    Ich hab den Hund bei Begegnungen meistens an meine abgewandte Seite geholt oder wir sind den Moment stehen geblieben, bis die Person/Hund vorbei war. Wollte irgendwer Kontakt aufnehmen, hab ich den Hund freigegeben und er konnte selbst entscheiden, was er machen will. Aufs Locken und Streicheln wollen hat der Hund selten reagiert, er war da eher reserviert. Wobei sich das mit den Jahren etwas verändert hat. Mittlerweile zeigt er etwas Interesse an Menschen, die ihn ansprechen bzw. ansehen - hören tut er es ja nicht mehr :grinning_squinting_face:

    Seit der Hund taub ist läuft er die meiste Zeit an der Leine, einfach auch weil er mittlerweile echt langsam und tüddelich geworden ist. Das Leben mit ihm war nach seiner anfänglichen "Sturm und Drangzeit" sehr entspannt und er konnte alle Freiheiten genießen, die ein (gut erzogener) Hund mitten in der City haben kann. Gerade durch den täglichen Freilauf, den unaufgeregten Umgang mit anderen Menschen und Hunden und der (trainierten) Routine, dass er immer wusste, was zu tun ist, wenn ich denn mal was von ihm sollte, hat ihm glaube ich viel Ruhe und Sicherheit verliehen. Und mir ja dann auch :nerd_face:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!