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Beiträge von flying-paws

    Man muss halt immer auf dem Schirm haben, dass man, wenn man gegen die Genetik arbeitet, an Grenzen kommt, die der Hund nicht überwinden kann, weil ihm an einem bestimmten Punkt der Körper einen Riegel vorschiebt. Muss man gucken was geht. Aber eben auch im Hinterkopf haben, dass man Plan B hat.

    Epilepsie haben die TÄ und ich ja bereits auf dem Zettel.

    Vorsicht ... wenn sie nicht weiterwissen, dann diagnostizieren sie rat fatz Epi. Ich bin ja so ein sturer Esel und habe meinen Hund damit gerettet, dass ich mich auch gegen mehrere Tierärzte durchgesetzt habe und mich nicht damit habe abspeisen lassen. Die Odyssee ging ziemlich lange ...


    Ich habe schon viele Krampfanfälle gesehen. Meine erste Hündin hatte tatsächlich "richtige" Epilepsie. (Glaube ich.) Das sieht anders aus als das, was man da auf dem Video sieht. Auch meine Pflegehund mit fokalen Anfällen sah dabei anders aus.


    Ich sehe hier einen Hund, der in sich reinhört, weil da was nicht stimmt.

    as Apportieren an sich klappt super, das Abgeben eher weniger - er kommt zwar gleich zu mir, "spuckt" mir den Dummy dann aber nur vor die Füße anstatt ihn mir anständig in die Hand zu geben. Bisher habe ich ihn den Dummy dann wieder aufheben lassen und ihn nur noch gelobt wenn er mit den Dummy dann aber auch wirklich in die Hand gegeben hat.

    Wenn Du das jetzt schon mehrfach belohnt hast, dann hast Du Deinem Hund bereits beigebracht, dass das auf den Boden fallen lassen Teil der Übung sein muss! Ich würde da nix korrigieren, sondern reinmarkern, wenn der Hund den Dummy noch in der Schnute hat.


    Besser ist tatsächlich der Rückwärtsaufbau wie viele hier schreiben. Damit kannst Du erst Mal viele Dinge ausblenden, die Dir das Training erschweren. Der Hund muss nicht mit Beute in Deinen Dunstkreis, er kann das Dummy nicht auf den Boden schmeißen und Du kannst wunderbar die Ruhe reintrainieren, die man zur Abgabe braucht.

    Such Dir mal jemanden, der mehr als Schulmedizin kann ... gerade bei dieser Geschichte kann man das über alternative Wege schnell zu abklingen bringen. Diese Schmerzen muss der junge Hund nicht so lange ertragen.

    Hast du da mal ein Beispiel?
    Wie schnell ist das im Griff wenn die sich so gegenseitig anstecken? Bei den "Alten" ist es ja so, dass die schon eine gute Basis haben. Ich stelle mir das aktuell so vor, dass die sich anstecken lassen, aber wenn man sofort reagiert, das auch schnell wieder bleiben lassen.

    Beispiele ... alles, was die Hunde triggert. Andere Hunde anmachen, Jagen etc ... meine Cooma hat zum Beispiel rasend schnell gelernt, dass die Koolie-Hündin, wenn sie im Wald stehen bleibt und eine lange Nase macht, wirklich was vor selbiger hat und nicht blufft. Da Cooma gut gelernt hat, dass sie nicht jagen darf, hat sie einfach andere meiner Hunde losgeschickt, die auch gut auf sie gehört haben. :ugly: Da fragt man sich, wen man zuerst tot über den Zaun vom Tierheim hängt. Den, der zwar brav auf dem Weg steht, aber den Auftrag erteilt hat, oder die Idioten, die hinterhergegangen sind. (Dank Schleppeleine ausgebremst, aber trotzdem probiert.)


    Die Dynamik mit Fremdhunden ist auch nicht ohne. Obwohl fast alle meine Hunde eher freundlich bis neutral bzw. gut kontrollierbar auf andere Hunde zugehen, sind sie als Gruppe wirklich eine Herausforderung. Es braucht nur einer sagen: "Der ist doof!" Dann kann das es eine ganze Kettenreaktion lostreten.


    Jetzt habe ich Hunde, die vom Naturell her darauf selektiert sind sehr lenkbar zu sein. Ich komme also mit etwas Trainingsaufwand dazwischen. Aber eben mit Trainingsaufwand und der ist nicht unerheblich.


    Du musst halt bedenken, dass Du bei zwei Hunden nur bei diesen beiden "dazwischengrätschen" können musst, damit die sich nix sagen. Bei drei Hunden hast Du da schon drei Beziehungen, denn jeder hat ja zu einem der anderen so seinen Draht ... Bei vier Hunden sind es dann schon sechs Drähte, die man im Griff haben muss ... ich habe sechs Hunde, da sind es dann bloß fünfzehn ... :ugly:

    Mit jedem Hund potenziert sich die Dynamik. Und neue Hunde bringen den "alten" neue Ideen, was man so an Quark machen könnte ... und dann triggern die sich gegenseitig, weil es so lustig ist. :D


    Für die Außenwelt steigst Du ab diesem Punkt in die Kategorie "Die ist aber ziemlich schräg" auf. Übernachtungen außerhalb etc. werden zunehmend schwieriger. Logistisch braucht man immer ein Auto einer bestimmten Größe etc ...


    Ich habe es mir vor Kurzem mal gegönnt und bin mit meinen sechs Hunden quer durch die Innenstadt zur Bank ... die Leute, die gar nicht reagiert haben, kann man an einer Hand abzählen. Ansonsten war von Bewunderung bis Beleidigungen alles dabei.

    Wenn er dann mit anderen Hunden spielt und sich einer der Hunde verabschiedet und geht, läuft er dem Hund meist auch recht weit nach.

    Kannst Du das "Spiel"verhalten mit den anderen Hunden mal filmen? Ich habe den Verdacht, dass er gar nicht wirklich spielt, sondern sein Jagdverhalten/Hüteverhalten an denen auslebt. Dafür spricht auch das hier:

    Er entdeckt einen anderen Hund und fixiert ihn. Bleibt meist stehen oder legt sich teilweise sofort auf den Boden und wartet.

    Er ist im Jagdfixieren. Das ist die Sequenz direkt vorm loshetzen, zupacken und töten. Dein Hund modelt es in "Spiel" um, weil ihm als Hütehund das Packen und Töten rausgezüchtet wurde. Aber es ist oft zu sehen, dass auch dieser Hundetyp die Ansätze noch zeigt und beim Nachjagen des anderen Hundes oft in die Hosen oder von oben in den Nacken beißt.

    Er ist ein sehr neugieriger Hund und schnuppert auch gerne mal an fremden Menschen. Sollten die Fremden dann jedoch auf ihn eingehen oder ihn sogar streicheln wollen, bellt er oft auf und weicht zurück.

    Vorsorge statt Nachsorge. Noch ist Dein Hund ein Junghund und reagiert unsicher, weicht. Wenn er allerdings mit drei bis vier Jahren richtig ausreift, wird er in diesen Situationen nach vorne gehen. Das Bellen ist schon der Ansatz dazu. Du solltest daher trainieren, dass Dein Hund nicht an fremden Menschen schnuppert und das Weggehen von Menschen seine erste und wichtigste Reaktion wird, egal, was sie machen.

    Ich lasse ihn immer mal wieder an der Leine wenn ich das Gefühl habe, es sind zu viele Reize da, die ihn ablenken könnten.

    Das ist gut.


    Wichtig ist für Dich zu wissen, dass Dein Hund nicht so bleiben wird, wie er jetzt ist. Meiner Erfahrung nach werden Aussie(-Mixe) im Alter von 3 bis 4 Jahren deutlich ernsthafter in ihrem Verhalten. Gegenüber anderen Hunden und Menschen. Und aufgrund der Veranlagung sprechen wir dann von Aggressionsverhalten. Immer, wenn ich mit Menschen zu tun habe, die mit einem solchen Hund in dem Alter bei mir landen, erzählen sie mir, dass der vorher immer mit anderen Hunden spielen wollte und Menschen aufgeregt-freudig begrüßt hat. Die Vorboten wurden falsch interpretiert ...

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