Beiträge von flying-paws

    Sie hat in den letzten beiden Jahren echt Sprünge gemacht

    Das klingt richtig toll :smiling_face:


    Archie kam als knapp 2-Jähriger zu uns. Anfangs ging er ganz offen in Hundekontakte. Dann wurde er ein paar Mal gejagt und seitdem ist er bei manchen Hunden skeptischer.

    Meine Aina ist - ganz ohne schlechte Vorgeschichte - ein Hund, der auch sein Heil in Flucht sucht bzw. suchen würde. Sie ist acht Jahre alt und ein Opferhund. Ich habe ganz früh angefangen sie zu schützen, also, wenn sie deutliche Unsicherheit zeigte, die andere Hunde ignoriert haben, vor den anderen Hunden zu schützen. Ich habe sie vehement geblockt und weggejagt. Weil ich genau das nicht wollte, dass sie als Ausweg die Flucht wählen muss. Nicht nur, dass es sich für den flüchtenden Hund blöd anfühlt, es führt bei den "Angreifern" meist dazu, dass sie sich stärker fühlen und noch einen draufsetzen. Aina hat sich vom Charakter nicht verändert. (Wie meine anderen auch nicht. Der Grundcharakter bleibt meiner Erfahrung nach das ganze Leben.) Sie ist und bleibt ein Hund, der sich nicht wehren kann. Das liegt ihr einfach nicht und das akzeptiere ich so. Ich sorge aber dafür, dass sie nicht missbraucht wird. Sie weiß also, dass sie jemanden an ihrer Seite hat, der eingreift und steuert, daher flüchtet sie nicht mehr.

    Nun ja, ich erinnere mich an eine verdiente Hovawart-Hündin im Hundesport , die noch ein letztes Mal antreten sollte und sich verweigerte-keine Lust mehr, alles war gewonnen. Sollen doch die anderen feiern!

    Manche Halter sind verzweifelt, weil der Hund beim Wettkampf einfach nicht antritt und wechseln zum Mali.

    Erwin hat im Training nachdem er dreimal eine Anweisung ausgeführt hatte auch nicht eingesehen, weshalb ein viertes Mal nötig sein soll.

    Ich denke immer, dass ziemlich jeder Hundehalter Eigenarten seiner Rasse/Mix aufzählen kann.

    Ein Nachbar von uns hatte vor Jahrzehnten eine Schafherde. Der alte Hütehund hat sich nicht mehr bewegt nachdem der Nachfolger einigermaßen eingearbeitet war, hat alles aus der Ferne angesehen und seine Rente genossen.

    Das, was Du beschreibst, klingt für mich allerdings eher nach Schmerzproblemen. Also, wenn "die Alten" plötzlich nicht mehr wollen.

    In meiner Blase haben sich die Hovis tatsächlich insofern verändert, dass sie kooperativer, leichtführiger und in dem Zuge wohl auch unsicherer geworden sind. Da es ja schon lange verschiedene Zuchtrichtungen bei der "Rasse" gibt, sollte man da tatsächlich genau hinschauen, was man möchte und aus welcher Linie der Hund kommt. Diejenigen, die eher in Richtung Hundesport selektiert wurden, ticken logischerweise anders als die, die eher auf Familientauglichkeit selektiert werden. (Das sind die, die ich eher im Unterricht habe - logischerweise. Die Hundesportler gehen eher auf einen Hundeplatz und nicht zum Training zu mir.)

    Ich hätte das fairerweise dazu schreiben sollen: Lumi ist die letzte der Linie. Sonst hätte ich mich schon gemeldet, denn natürlich sollte nach so einem Zuchtfehler nicht weitergemacht werden. Die Züchterin wird mit der Mutter nicht weiter züchten, weil sie O-Ton: "keinen passenden Rüden hat" Diese Form der Inzucht ist mittlerweile verboten und damit ist diese Linie mit dem speziellen Schwarz zu Ende.

    Das liest sich für mich danach, dass gesundheitliche Schäden durch die Inzucht in Kauf genommen wurden.

    Ich würde hier mal die Kurve schlagen wollen. Zunächst sollte der Hund zügig medizinisch bei einem Fachmann vorgestellt werden. Man kann herauslesen, dass der Hund evtl. durch Inzucht Schäden davon getragen hat. Wenn die Grund für evtl. Hör- und Sehschäden sind, dann kann man davon ausgehen, dass das nur die äußerlich erkennbaren sind und noch weitere vorliegen. Vor allem, wenn die durch die Farbe in Kombination mit Inzucht entstanden sind.

    Ich bin immer noch darüber schockiert, dass jemand es für völlig normal hält, dass Hunde ihre Sinnesorgane nicht normal einsetzen können.

    Ach, noch etwas, was bei solchen Rassetypen oft übergangen wird: Haare entfernen. In den Ohren, um die Augen, im Gesicht.

    Wenn da klar ist, mit was man es beim Hund zu tun hat - also der Gang zum Augenspezialist, zum Hörtest etc. erfolgt ist, kann man ja das Vorgehen ausklamüsern.

    Ich muss sagen, dass ich gerade im Bereich Hundekontakte gestalten in meinen Augen viel Kurioses bei "meinen Kollegen" kursiert. Es scheint etwas zu sein, was für viele sehr knifflig ist. Gut, da gibt es kein stumpfes Vorgehen wie bei einem Sitz, wo jeder sehen kann, ob der Popo am Boden ist oder nicht. Den Hund im "Frage-Antwort-Spiel" mit anderen Hunden anzuleiten, setzt einmal voraus, dass man überhaupt versteht, was die da plaudern und man dann auch noch die passenden Werkzeuge auftrainiert hat um da irgendwas machen zu können ... ich sehe da regelmäßig vor allem bei Social Media schräges Zeug.

    Ich danke euch für eure Meinungen, aber gibt es vielleicht einen Grund weshalb manche Menschen so stark auf ihrer Meinung beharren und denken alle anderen Meinungen wären falsch?

    Tja, das weiß ich auch nicht. Aber hast Du es mal mit einem Zwiegespräch mit Dir selbst versucht? Vielleicht antwortest Du Dir ja und findest es heraus.