Beim Grübeln sind mir noch einige Punkte gekommen, die meine damals demente Border-Collie-Hündin nicht so gezeigt hätte. Cooma versucht durch Kreativität eine Lösung zu finden. Sie probiert aktiv herum, indem sie hin und her läuft, diese lustigen Hüpfer über die Blanke macht, dann ein Stück in den Graben geht und testet. Was ihr nicht sehen könnt, weil ich erst danach angefangen habe zu filmen: Zuerst hatte sie nach einem anderen Weg gesucht, indem sie ein Stück am Graben hin und her gelaufen ist und ist dann zurückgekommen, als sie keinen fand. Sie zeigt auch "Erleichterung", als sie auf der anderen Seite ist. Weiß also auch, dass die Aufgabe jetzt bewältigt und fertig ist.
Meine demente Hündin hätte eine der folgenden Varianten gemacht: Sie wäre einfach stumpf in den Graben marschiert, obwohl sie das körperlich gar nicht hätte leisten können, wäre abgestürzt und unten liegen geblieben. Oder sie hätte versucht über die Blanke zu laufen und wäre abgestürzt.
Bei ihr hätte ich das so niemals gemacht! Ich hätte sie frühzeitig angeleint und auf dem Arm drüber getragen. Sie hatte übrigens am Ende die ganz typischen Demenzsymptome. Es gab keinen Tag-Nacht-Rhythmus mehr. Sie fand den bekannten Weg aus dem Garten nicht mehr. Sie lief immer rechtsherum im Kreis, wenn ich sie im Garten oder auf dem Hof hatte. Wenn sie in eine Ecke gelaufen war, kam sie nicht mehr weg, wenn das nicht nach rechts möglich war, weil links und rückwärts nicht mehr ging. Sie hatte vergessen, dass sie schon ihr Futter hatte. Und so weiter ... nichts davon trifft auf Cooma zu.
Bei meinem Lisko sehe ich erste Anzeichen einer Demenz. Noch ganz mild, aber bei ihm geht es wohl dahin ...