Welcher dieser Hunde passt am Besten zu uns?

  • Guten Tag.


    Meine Familie, das bin ich und meine Frau und unsere 3 Kinder (6,9,14), wollen schon seit einiger Zeit einen Hund anschaffen. Endlich konnten wir uns auf ein paar Rassen einigen und würden gerne von euch hören welche denn am besten passen könnte.


    Wir möchten einen Familienhund, der aber auch einen guten Beschützerinstinkt hat, das ist uns wichtig. Er soll auf die Kinder und auf meine Frau aufpassen. Natürlich war unser erster Gedanke der Klassiker, der Deutsche Schäferhund. Klug, familientauglich, mutig und wunderschön. Aber unsere 14-Jährige hat dann den Rottweiler eingeworfen, nachdem wir abgeklärt hatten, dass es hier keine sogenannten Listenhunde gibt, war also auch der in der engeren Auswahl. Uns gefällt auch der Bernhardiner, was könnt ihr zu dessen Beschützerinstinkt sagen? Er ist wohl gut für Haus und Garten, aber wie sieht es mit Personen aus?


    Wir können einiges bieten: Turbulentes Familienleben, es wird hier niemals langweilig, ein großes Haus mit Garten, viele Ausflüge und Wanderungen, Radfahren, viel Zeit zum spielen. Er müsste fast nie alleine bleiben, da meine Frau Hausfrau ist. Unsere große freut sich schon auf die vielen Tricks, die sie dem Hund beibringen möchte.


    Was uns neben dem Familienhund mit Beschützerinstinkt wichtig ist: Der Hund sollte aktiv sein, kein Problem mit höherer Lautstärke haben, da wir (wenn nicht gerade Corona ist) viel Besuch haben, hier ist wirklich immer etwas los und gerade die beiden kleinen laden gerne viele Freunde ein und es kann nunmal bei einem Haufen Kindern richtig laut und hektisch werden, das sollte er also gut abkönnen. Er sollte gerne kuscheln, er sollte klug sein, er sollte viel und gerne spielen, auch mit kleineren Kindern.


    Im Grunde genommen klingt das für mich perfekt für den Deutschen Schäferhund, aber meine große Tochter und meine Frau ziehen an einem Strang und sind für den Rottweiler, während die beiden kleinen den Bernhardiner ins Rennen geworfen haben, der meiner Meinung nach am wenigsten passt, aber vielleicht können ja ein paar Leute etwas zu dieser Rasse erzählen und uns sagen ob es passen könnte?


    Ich bin für jede Antwort dankbar.

  • Was uns neben dem Familienhund mit Beschützerinstinkt wichtig ist: Der Hund sollte aktiv sein, kein Problem mit höherer Lautstärke haben, da wir (wenn nicht gerade Corona ist) viel Besuch haben, hier ist wirklich immer etwas los und gerade die beiden kleinen laden gerne viele Freunde ein und es kann nunmal bei einem Haufen Kindern richtig laut und hektisch werden, das sollte er also gut abkönnen.

    Das ist halt u.U. ein Problem bei Hunden, die schuetzen und wachen. Mehr als genug finden Besuch dezent ueberfluessig und muessen da kontrolliert werden (oder werden weggepackt).

    Und gerade Anfaenger (nicht falsch verstehen bitte) haben sehr oft ein Problem damit diese Hunde in den kritischen Situationen zu kontrollieren/fuehren.

  • Grosser Beschützerinstinkt kann aber auch dazu führen, dass es ein Problem werden könnte wenn ihr oder eure Kinder Besuch bekommt.


    Wie stellt ihr euch das mit dem grossen Beschützerinstinkt vor? Was versteht ihr darunter?

  • Hallo und willkommen :winken:


    Toll, dass ihr euch vorher überlegt, welcher Hund passen könnte! :bindafür:


    Es werden sich hier noch die Profis melden, aber euer Wunsch nach grossem Beschützerinstinkt und viel Besuch beisst sich leider ganz gewaltig.

    Man stellt sich das immer so romantisch vor, dass der Hund einen gegen "Böse" beschützt und den Rest der Welt liebt (auch euren Besuch und die Freunde der Kinder), aber das zusammen geht leider nicht wirklich so toll, weil es sein kann, dass der bewachende Hund plötzlich auch euren Besuch gar nicht mehr so prickelnd findet und euch und euer Haus auch gegen diesen verteidigt.

    Zudem wiegt ein ausgewachsener Rottweiler gut und gerne mal um dir 50 kg - kann deine Frau mit so einem "Kalb" spazieren gehen (denn das wird sie wohl tun, wenn sie tagsüber zu Hause ist).

    U d ein junger, spielende Rottweiler kann ganz schön "wuchtig" sein - passt das mit den eher noch kleineren Kindern gut zusammen?

    Viel Freude noch beim Lesen!

  • Ich halte alle drei Rassen für ungeeignet.


    Den Schutztrieb stellt man sich immer soo romantisch vor. Dass der Hund treu die Familie beschützt, wenn ... ja, wenn was überhaupt? Wenn Besuch rein möchte? Wenn der Postbote klingelt? Wenn man auf der Straße angesprochen und nach dem Weg gefragt wird?

    Schutztrieb ist mehr als nur "passt auf Haus und Familie auf". Der muss gelenkt werden, ihr müsst dem Hund jederzeit klar machen können "Ey nicht dein Job, alles gut".

    In den meisten Fällen haben Wachhunde heute keinen richtigen "Job" mehr. Die Zeiten, in denen man 500 m zum nächsten Nachbar hatte und sich vor Einbrechern fürchten musste, sind längst vorbei.


    Ich habe drei Schäferhund-Mischlinge, zwei mit normal ausgeprägtem Wach- und Schutztrieb. Der Rüde findet Besuch scheisse und beißt definitiv, wenn jemand Fremdes (egal ob ich dabei bin) aufs Grundstück kommt. Da bleibt dann nur Wegsperren für die Zeit des Besuchs.

    Die Hündin ist Fremden gegenüber aufgeschlossen - wenn ich dabei bin und ein Auge darauf habe und wir nicht gerade auf unserem Grundstück sind.


    Noch dazu braucht gerade der Schäferhund oft rassegerechte Beschäftigung auf dem Hundeplatz. Wer von euch ist gewillt, 1-2x die Woche auf den Hundeplatz zu gehen und stundenlang zu trainieren, damit der Hund ausgeglichen ist? Auch nach der Arbeit, auch bei Wind und Wetter?


    Der Bernhardiner ist mittlerweile eine sehr kranke Rasse. Durch die schiere Größe sind Herzprobleme und Krebs häufig vorprogrammiert, die Hunde werden selten älter als 9 Jahre.


    Was spricht gegen einen Labrador? Das sind nette Familienhunde, die je nach Typ auch melden, wenn sich jemand Fremdes eurem Haus nähert. Klar wollen die auch beschäftigt werden, aber da reicht vielen Labbis auch hobbymäßige Dummysuche auf dem Spaziergang. Und das Thema Besuch ist bei vielen Labbis auch wesentlich unproblematischer als beim Schäfi oder Rotti.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Also - ein Hund mit ernstem Schutztrieb, der seine Menschen "verteidigen" möchte, ist in dem meisten Fällen halt nicht gleichzeitig "Everybody's Darling"-Familienhund, der super mit Trubel klarkommt und überall mithin genommen werden kann.

    Außerdem kann es verdammt gefährlich werden, wenn Hund sich verantwortlich für Menschen fühlt. Kann man da keine souveräne Führung bieten und der Hund ist nicht entsprechend gut erzogen, dann kann das zu sehr, sehr unschönen Situationen führen. Woher soll der Hund denn z.B. wissen, dass all euer Besuch herzlich willkommen ist - selbst Leute, die ihr bis dato nicht kannte - natürlich kann ein Hund da gewisse Unterscheidungen lernen. Aber gerade Anfänger sind mit Hunden, die Schutztrieb mitbringen, oft überfordert!


    Ich würde, da ihr drei Kinder und viel Trubel habt, eher Wert auf Familienfreundlichkeit legen. Also einen Hund mit hoher Reizschwelle auswählen, der nicht so reizoffen ist und auch kein extrem ernstes Wesen hat. Einen Hund, der Erziehungsfehler auch mal "verzeiht", der mitgenommen werden kann etc.


    "Abschreckend" wirken kann ein Hund schließlich auch alleine durch die Optik. Dann wird's halt kein semmelblonder Golden Retriever, sondern ein etwas imposanter aussehender Hund.


    Was mir z.B. einfiele:


    - Boxer aus geeigneter Zucht (bei der Rasse kann zwar mit Wachtrieb zu rechnen sein, jedoch sind Boxer idR recht gut erziehbar und werden tatsächlich öfter in Familien gehalten)

    - Sennenhunde (wegen Gesundheit nicht gerade ein Berner, aber den Entlebucher könntet ihr euch z.B. mal angucken. Die sind wachsam, zugleich bei liebevoll-konsequenter Erziehung können sie aber durchaus als Familienhund geeignet sein)

    - ein größerer Spitz - Spitze sind übrigens wachsam, melden also auch etc. Aber normalerweise ohne problematischen Schutztrieb

    - schwarzer Labrador - kann durchaus ebenfalls imposant wirken, vom Wesen her aber ein idR sehr freundlicher, menschenbezogener, leicht erziehbarer Hund

    - Airedale Terrier - nicht so klein wie andere Terrierrassen, gilt als Allrounder unter den Terriern, als Begleithund für aktivere Menschen geeignet

  • Wieso muss denn der Hund auf deine Familie aufpassen? Wird bei euch so oft eingebrochen...? Also, ehrliche Frage. Ich weiß ja nicht, wo du herkommst.


    Aber wenn deine Frau den Hund tagsüber führen soll, sollte vielleicht etwas her, das sie führen kann - körperlich und mental.


    Solche Hunde reagieren bei unadäquater Führung auch gerne mal mit rückwärtsgerichteter Aggression. Das solltet ihr berücksichtigen.

  • Entschuldigung… Aber ihr habt viel Besuch und wollt dann einen Hund mit Schutztrieb?! Nein, davon kann ich nur abraten!


    Was versprichst du dir davon? Das das nächste Kind das dein Kind schubst mit RTW in die Notaufnahme gefahren werden muss?


    Holt euch bitte einen netten, unkomplizierten, Menschen zugewandten und allseits verträglichen Familienhund.

  • Schutzinstinkt und viel Besuch beißt sich an allen Ecken und Enden. Die romantische Vorstellung vom schützenden Hund endet in den meisten Anfängerhänden im kläffenden Hund an der Leine, der im Haus die Besucher an die Wand stellt. Bei 50 kg fliegt deine Frau oder die Kinder wahrscheinlich einfach hinterher. Spaß macht das keinem mehr und sollte der Hund beißen, wird es erst richtig kompliziert. Selbst Einbrecher dürfen übrigens nicht gebissen werden.


    Hier sehe ich viel mehr einen guten Allrounder für die Familie. Vielleicht mit abschreckender Optik. Also ein Lamm im Wolfspelz. Schwarzer Labbi kommt mir da so in den Kopf oder vielleicht ein Tricolor Kurzhaarcollie (wobei der für euren Trubel eventuell zu sensibel ist). Mit denen an der Leine reicht schon die optische Wirkung, um Schutz zu bieten. Einbrecher suchen sich sowieso weniger Hundehaushalte, auch keine mit kleinen Fluffis. Die sind nämlich trotzdem laut und machen aufmerksam.

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