Beiträge von tinybutmighty

    Gestern waren wir vormittags im Schnee spazieren, gesehen u.a.:


    - drei Dackel, einer davon war noch ein Baby und sooo putzig!

    - noch irgendein Mini-mini-Hund

    - zwei schokoladenbraune Labradore

    - zwei Seniorenhunde, sahen beide etwas nach Pinschermix aus

    Zuletzt beendet: "Crossroads. A Key to All Mythologies Vol. I" von Jonathan Franzen


    Ich bin ja Franzen-Fan, seine Romane sind genau nach meinem Geschmack, versteht er es doch wie fast kein anderer, sprachgewaltige Werke zu verfassen, in denen er unglaublich nuanciert und mit scharfsinniger Brillianz die zwischenmenschlichen Beziehungen und das Gefühlsleben seiner Protagonisten beschreibt. Dabei setzt Franzen zwar auf Detailreichtum, verliert aber nie die Handlungsebene aus den Augen. Das Ergebnis sind durchaus anspruchsvoll zu lesende Romane, die gesellschaftliche Themen - politische Fragen, moralische Überlegungen und sozioökonomische Tatsachen - meisterhaft mit dem Innenleben der im Mittelpunkt stehenden Personen verknüpfen.

    In der in den 70Jahren einsetzenden Trilogie "Crossroads" steht die Pastorenfamilie Hildebrandt im Mittelpunkt: Da ist Russ, das tiefgläubige Familienoberhaupt, der sich in seinem Leben jedoch zunehmend eingeengt fühlt und durch eine berufliche Blöße viel an Selbstvertrauen verloren hat, wovon ihn erst das Auftauchen einer attraktiven Witwe in seiner Kirche ablenken kann; da ist seine Frau Frances, nach außen hin ganz die sanftmütige Ehefrau und fürsorgliche Mutter, deren langverträngte Traumata sie nach Jahrzehnten wieder einzuholen drohen; da ist Clem, der älteste Sohn der Hildebrandts, der auf dem College einen völlig unvorhergesehenen Weg einzuschlagen scheint; seine allseits beliebte und bildhübsche Schwester Becky, welche nicht nur die üblichen Teenagerprobleme, sondern auch eine spirituelle Wandlung durchlebt; und Perry, der, geplagt von seinem allzu regen Verstand, zunächst unbemerkt von seiner Familie, Drogen nimmt und verkauft; und schließlich der kleine Judson, der als einziges Familienmitglied kein Protagonist in Franzen's packendem Familienroman ist.

    Franzen beschreibt die Irrungen und Wirrungen jedes einzelnen Protagonisten mit großer Intensität und doch nie aufgesetzt wirkend; er vermag es, dem vermeintlich kleinem und alltäglichem viel Aufmerksamkeit zu widmen, ohne je den Zeitgeist und die gesellschaftlichen Umbrüchen zu Beginn der 7er-Jhre aus den Augen zu lassen.

    Der hohe Unterhaltungswert seiner literarischen Werke, gepaart mit der schriftstellerischen Qualität sorgen für ein durchgehend hohes Lesevergnügen.



    Mich konnte "Crossroads" von der ersten bis fast zur letzten Seite fesseln; tatsächlich waren es eher nur die etwa letzten 50 bis 60 Seiten, die mih inhaltlih nicht ganz überzeugten, was aber Jammern auf wirklichem hohem Niveau ist. "Freedom" und "The Corrections" begeisterten mich sehr, "Purity" war etwas weniger nach meinem Geschmack - wenngleich ebenfalls ein sehr gekonnter Roman! -, "Crossroads" fesselte mich nun wieder sehr. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob dieses als Trilogie angelegte Werk nicht als in sich abgechlossener Roman bereits zufriedenstellend wäre. Hier bleibt nur,den zweiten Teil abzuwarten; und zu hoffen, dass Franzens literarisches Können dafûr sorgt, dass man bis dahin die so nuanciert beschriebenen, komplexen Charaktere gut in Erinnerung behält, um möglichst nahtlos den Folgeband lesen zu können. Darauf gespannt bin ich jedenfalls durchaus.

    Hallo ihr lieben Schreiberlinge,


    ich kann hier auch mal was berichten: Meine Mama, die schon früher gerne Gedichten und Kurzgeschichten schrieb und zurzeit auch an einem Roman arbeitet, hat zum ersten Mal eine ihrer Kurzgeschichten veröffentlicht =) Da der Text auf Englisch verfasst ist, wandte sie sich auch an Verleger in Übersee und da hat ein US-amerikanisches kleines Independent-Magazin für Fotografie, Fiction und Lyrik die Geschichte doch tatsächlich veröffentlicht :applaus:

    Ich bin sehr stolz auf meine Mama und werde ihren Text natürlich fleißig rumzeigen und ein wenig "bewerben" :herzen1:

    Ach so: Es handelt sich zwar um einen Fiction-Text, er enthält aber sehr viel Autobiographisches, weil meine Mama dadurch ihre eigene Geschichte verarbeitet hat.

    Hab gerade nochmal bei mir im Thread gestöbert, weil wir auch mal so eine Weihnachtsstunde in einer HuSchu hatten:


    Aufgebaut war ein Agi-Slalom. Diesen sollten Mensch und Hund gemeinsam bewältigen - mit der Schwierigkeit, dass der Mensch einen Ball auf einem Löffel balancieren sollte. Rex' geringe Größe war bei der Übung praktisch, da wir so problemlos zusammen durch die Slalomstangen passten. Außerdem kann er ja "Fuß" gehen, auch das half. Somit fiel mir der Ball auch nicht herunter.


    Aufgebaut waren durch ein Band verbundene Pylonen (wie beim Longieren). Man sollte selbst auf einer Seite des Bands gehen, der Hund auf der anderen Seite und dann sollte man ihm auf diese Distanz Kommandos wie Sitz, Platz und Steh geben sowie nach Belieben Tricks einbauen. Diese Übung fand Rex auch ganz lustig.


    Aufgebaut war so ein großer "Igelball". Drumherum lagen mehrere Targets. Man sollte sich selbst auf den wackeligen Ball stellen und den Hund von dieser ungewohnten Position aus von Target zu Target schicken. Dafür, dass ich mit Rex schon lange keine Targetübungen mehr gemacht habe, fand ich ihn echt gut, er hat schnell kapiert, was ich von ihm wollte, obowhl er sich zunächst mal wieder wunderte, was ich auf dem Wackelding mache^^

    Vielleicht ein paar Übungen aus dem Rally Obedience als kleinen Fun-Parcours integrieren oder als einzelne Übungen? Da gibt es ja einige ganz nette Sachen, z.B. Hund im Fuß und Slalom laufen um Pylonen.


    Abruf durch eine "Gasse" mit Futterablenkung und/oder Spielzeug als Ablenkung


    Hundehalter dreht Hund den Rücken zu und muss ihm aus dieser Position drei Kommandos geben und bekommt Punkte oder was auch immer für das, was der Hund ausführt.


    Wir hatten mal: neben dem Hund her Sackhüpfen, während der über ein paar Hürden springen muss. Das fiel vielen Hunden erstaunlich schwer.

    Hallo,


    wie alt ist eure Emma denn?


    Hat sie auch mal direkten Kontakt zu anderen, zu ihr passenden Hunden, also z.B. zu anderen Chihuahuas oder Kleinhunden generell? Oder möchte sie das auch nicht und kommt damit nicht gut zurecht?


    Grundsätzlich sind viele Chihuahuas zumindest im eigenen Zuhause recht gesellig, weshalb einige Halter mindestens zwei der Zwerge halten. Es kommt aber auch auf den Charakter des Hundes an und die sonstigen Umstände. Mein Chihuahuarüde war drei Jahre ganz problemlos und happy Einzelhund. Der Zweithund zog für mich ein, was im Normalfall auch die Motivation für den zweiten Hund sein sollte. Mittlerweile gibt es ab und an Liegen mit Körperkontakt oder Spiel, aber meistens leben meine beiden Hunde einfach nur in friedlicher Koexistenz nebeneinander her.


    Wenn es euch um einen "Freund" für Emma geht, würde ich es lieber lassen. Ihr selbst solltet den zweiten Hund zu 100% wollen, denn ihr wisst nicht, ob zwischen Emma und ihm eine engere Bindung entstehen wird oder nicht.



    Außerdem habt ihr eure Emma ja erst zwei Jahre und sie hat gewisse "Baustellen". Ich würde erst einmal versuchen, z.B. daran zu arbeiten, dass andere Hunde sie nicht so in Stress versetzen. Es gibt hier im Forum viele gute Threads zum Thema Hundebegegnungen - also wie man da dem eigenen Hund Sicherheit vermittelt und ihn vor unangenehmen Situationen schützt und wie er lernt, andere Hunde ruhig zu passieren - in die ihr mal reinschauen könntet.

    Bei einem Hund, der ein Fremdhund-Thema hat, besteht halt prinzipiell immer das Risiko, dass Hund Nummer 2 sich das abguckt. Das muss kein Weltuntergang sein, aber es sollte einem einfach bewusst sein, weil man da vielleicht dann mit beiden Hunden oft einzeln Gassi gehen muss, um das z.B. ordentlich trainieren zu können.


    Zur Verlustangst kann ich keine Erziehungstipps geben, da ich selbst eine Hündin mit starker Trennungsangst habe und ich mein Leben auch so eingerichtet habe, dass sie möglichst nie alleine sein muss. Es gibt hier aber auch einen guten Thread mit dem Thema, "Lonely Barkers", falls das auch etwas ist, woran ihr gerne arbeiten würdet.