Beiträge von tinybutmighty

    Ich vermisse dich so, Schnee-huahua </3

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    Ich habe Harry Potter früher geliebt - die Bücher, nicht die Filme. Habe die gesamte Reihe sicherlich im Laufe der Jahre mindestens 5 Mal gelesen, eher öfter. Durch Umzüge, den Tod meiner Mama etc. sind die Bücher jetzt aber irgendwie verlorengegangen und nochmal neu kaufen würde ich sie mir nicht, aus moralischen Gründen. Leihen eventuell schon, aber ich glaube, es würde mir schwer fallen, beim Lesen nicht andauernd daran zu denken, wie Rowling sich in den letzten Jahren entwickelt und öffentlich geäußert hat (Ich war echt schockiert, als ich ne Zeitlang auf Twitter/X aktiv war und gesehen habe, was sie da so postet. Und zwar am laufenden Band! Als wäre es ihre gesamte Identität, gegen Trans Stimmung zu machen...)

    Ich muss aber ehrlich gestehen, wenn ich mir einen Roman kaufe, der für mich interessant klingt, checke ich nicht immer vorab, wer genau der/die Autor:in ist. Meist fahre ich damit aber gut, wahrscheinlich da mich thematisch sowieso eher Romane interessieren, die zumindest auf eine gewisse offene Geisteshaltung der/des Schriftstellers/Schriftstellerin hindeuten.

    Einen Roman kaufen von jemandem, von dem ich weiß, er hängt z.B. rechtsextremem oder frauenfeindlichem Gedankengut an, würde ich nicht. Hätte dann auch Hemmungen, das Buch zu lesen, selbst wenn es inhaltlich angeblich total gut wäre.

    Bei Fach- und Sachbüchern ist es vielleicht etwas differenzierter bei mir, wobei ich da auch oft nicht viel über die Autor:innen weiß.

    Ach, und bei Werken, die vor längerer Zeit entstanden sind, also z.B. philosophischen Klassikern, kann ich auch besser damit umgehen, dass damals leider eben gewisse Normen und Ansichten herrschten, die heute zutiefst problematisch sind. Dennoch wünsche ich mir da vom Herausgeber, dass z.B. rassistische Bemerkungen (z.B. in "Aphorismen zur Lebensweisheit" von Schopenhauer) nicht unkommentiert stehen gelassen werden, sondern dass z.B. zumindest darauf verwiesen wird, welche Vorurteile in der damaligen Gesellschaft herrschten.


    Was mir gerade noch einfällt zum Thema. Neugierig wäre ich ja auf J.D. Vance Autobiographie "Hillbilly Elegy". Das könnte ich aber auch nur lesen, wenn es mir jemand leihen oder schenken würde, oder ich es zufällig z.B. in einem offenen Bücherschrank fände. Kaufen und Vance damit finanziell unterstützen, das käme für mich nicht in Frage, aber es würde mich eben interessieren, auch wenn ich sehr gegensätzliche Positionen als die des Politikers Vance vertrete.

    Morgengassi mit etwas Restschnee im Park. Pippa leuchtet richtig in ihrem orangefarbenen Hurtta. Drunter trägt sie einen leichten Pulli von der sorglos manufaktur.

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    Piper Kerman - "Orange is the new black"


    Vor über einem Jahrzehnt schonmal gelesen, griff ich nun mangels ungelesener Alternativen erneut dazu. Ein Glück, denn irgendwie hat es jetzr deutlich mehr Eindruck hintwerlassen als vor etlichen Jahren!

    Das Buch bildet die Basis für die von mir damals heißgeliebte gleichnamige Netflix-Erfolgsserie, wobei für diese einiges stark abgewandelt und natürlich überspitzter und dramatischer dargestellt wurde.

    Worum geht es also in dem Erfahrungabericht? Piper Kerman beschreibt darin ihre 13 Monate lange Haftstrafe in einem Minimum-Security-Frauengefängnis. Die Strafe musste sie über ein Jahrzeht, nachdem sie für ihre damalige mit Drogen dealende Freundin einen Koffer geschmuggelt hatte, antreten. In der Zwischenzeit hatte Piper sich von dieser getrennt und sich ein komfortables gemeinsames Leben mit ihrem Partner Larry aufgebaut.

    Kerman beschreibt ihre Eindrücke aus über einem Jahr Haft auf sehr ungeschönte, eindringliche und zu Herzen gehende Weise. Anhand ihrer höchstpersönlichen Erfahrungen zeigt sie auf, wie das US-amerikanische Justiz- und Gefängnissystem funktioniert und welche gravierenden Mäbgel und Ungerechtigkeiten darin bestehen. So verschweigt sie auch nicht, dass sie als blonde, blauäugige Weiße mit hohem Bildungsstand mitunter Bevorzugung auch im Gefängnis erlebte, und wie marginalisierte Frauengruppen, zB Women of Color, häufig für gleiche Vergehen längere Strafen erhalten und von den Gefängnisbeamten schlechter behandelt werden.

    Es ist eine kritische Auseinandersetzung mit einem System, das Frauen , vor allem jene aus einkommensschwachen Haushalten, mit geringem Bildungsgrad und wenig Möglichkeiten, auch ungenügend auf das Leben nach der Haftstrafe vorbereitet, sodass nicht wenige erneut inhaftiert werden, da oftmals Alternativen und Perspektiven zu illegalen Aktivitäten fehlen.

    Vor allem ist "OITNB" aber ein ergreifender Tatsachenbericht über Menschlichkeit und Solidarität im Gefängnis, denn Piper Kerman nimmt sich Zeit, von den entstehenden Freundachaften und ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten ihrer Mitinsassinnen zu berichten, sodass jede von ihnen für den Leser greifbar wird -mitsamt ihrem Schmerz, ihrer Last und dem, was sie als Mensch ausmacht. Es ist überraachend, aber zugleich zutiefst berührend zu lesen, wie die Frauen an Geburtstagen die Gefängnisbucht ihrer Freundin dekorieren und wie Neulingen geholfen wird, sich in ihrem neuen Alltag zurechtzufinden.