Beiträge von tinybutmighty

    Ich weiß nicht, ich finde, man merkt schon oft, ob ein Hund einfach "seiner Wege" geht ohne Interesse an dem Artgenossen oder ob er interessiert an Kontakt ist. Wenn da ein Hund ganz desinteressiert, ohne meine auch nur anzuschauen, an uns vorbeiläuft, tangiert mich das tatsächlich nicht weiter.

    Allerdings sind Hundebegegnungen hier halt auch häufig. Also wäre ich in der Pampa und würde dort kaum je Begegnungen haben, wäre es vielleicht anders.

    "Anspruchsvolle Beschäftigung" von Begleithunden ist für mich genau das, was du schreibst: Tricktraining, ZOS, oder auch die typischen Beschäftigungen wie Agility, Longieren, etc. Selbst eine vernünftige Erziehung trägt zur Auslastung bei. All das bekommen aber viele Begleithunde gar nicht

    Das braucht aber nicht nur ein Pudel. Ein Mindestmaß an Beschäftigung und wenns nur Alltagserziehung und hie und da Tricksen sind ist einfach für jeden Hund wichtig. Auch für meinen Chi und Yorkie zB.

    Das hat doch mit anspruchsvollem Pudel nichts zu tun.

    Was spricht gegen einen Havaneser?


    Ich bin nicht per se gegen Mischlingshundezucht, aber gerade bei den kleinen Pudelmodemischlingen ist es für Hundeanfänger sicherlich schwer, nicht doch an einen Vermehrer zu geraten. Damit unterstützt man aber Tierleid - die Hündinnen sind dann nur Gebärmaschinen und womöglich wachsen die Welpen nicht gut auf, werden nicht tierärztlich begleitet usw.

    Mein Rat daher, seht euch den Havaneser mal an, das sind umgängliche und anpassungsfähige Begleithunde. Wie alle Bichonrassen sowie Pudel(mixe) gelten sie aber auch als äußerst anhänglich, was das Alleinbleibtraining etwas erschweren kann. Was aber nicht bedeutet, dass die Hunde es nicht lernen können - letztlich hat es ja auch mit Erziehung und Gewöhnung zu tun.

    Barbara Kingsolver - "Prodigal Summer"

    Buuuhuuu, jetzt habe ich schon meinen fünften Kingsolver-Roman durch - ja, das macht mich tatsächlich etwas traurig, denn ich fürchte, bald habe ich alle bisher erschienenen Romane der Autorin durch. Aber was soll ich denn machen, wenn Kingsolver so ein hohes Suchtpotenzial hat! Schreiben kann die Frau nämlich wirklich grandios. Jedes ihrer Werke ist ein Genuss, sie kann einfach jede Geschichte so fesselnd erzählen, dass man innert weniger Seiten das Gefühl bekommt, mittendrin zu sein. Selbst wenn dieses Mittendrin bedeutet, dass man mit einer der Protagonistinnen dieses Romans, der geschiedenen Biologin Deanna Wolfe, einen Sommer in einer abgelegenen Hütte in den Appalachen im ländlichen Virginia verbringt. Dort arbeitet Deanna für den National Forest Service und kümmert sich unter anderem um die Instandhaltung der Wege, auch die Beobachtung der Tiere zählt zu ihren Aufgaben. Doch Deannas heimliche große Liebe sind die Kojoten, die sich nun tatsächlich dem Berg annähern...

    Doch Deannas eigenbrötlerisches Dasein wird jäh unterbrochen, als ausgerechnet der junge Rancher und Jäger Eddie Bondo auftaucht, der Kojoten als Gefahr für die Viehwirtschaft betrachtet und sich an einer Abschuss-Aktion der Tiere beteiligt. Obwohl Deanna dies zutiefst zuwider ist, kommen sie und Eddie sich näher...

    Währenddessen trauert die junge Lusa, welche jüdisch-polnische Wurzeln hat, um ihren Ehemann. Die beiden waren erst ein Jahr verheiratet, als der leidenschaftliche Landwirt bei einem Farmunfall ums Leben kam. Nun ist Lusa allein auf der Farm, die er von seinen Eltern übernahm, umgeben von seinen fünf Schwestern, welche Lusa immer als herrisch und von ihr wenig angetan wahrnahm. Doch Lusa fühlte sich immer schon zum Landleben und zur Natur hingezogen und hat einen Hintergrund als "Insektenforscherin", sodass sie beschließt, die Farm weiter zu bewirtschaften, allen Hindernissen und Schwierigkeiten zum Trotz... Dabei findet sie ungeahnte Verbündete.

    Zu guter Letzt handelt ein dritter Erzählstrang vom alten Garnett Walker, dessen große Passion sein Zuchtprogramm zur Wiedererschaffung des amerikanischen Kastanienbaums, welcher gegen die Kastanienfäule resistent ist, ist. Garnett Walker betrachtet sich als gottesfürchtigen, traditionsbewussten Christenmannes, deshalb ist er permanent im Clinch mit seiner Nachbarin Nannie Land Rowley, die unkonventionelle Wege in der Landwirtschaft geht und wenig vom Einsatz chemischer Schädlingsvernichtungsmittel hält.

    Kingsolver verwebt diese drei Erzählstränge meisterhaft miteinander und schon jeder für sich ist ein großer Lesegenuss. Sie kann einfach alles, ob Drama, humorvolle Momente oder die Begeisterung der Leser:innenschaft für landwirtschaftliche, ökologische Themen und die Flora und Fauna im ländlichen Virginia.

    Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Kingsolver-Roman.

    Und, zumindest hier in der Gegend gilt, dass die Tierheime in der Regel auch nicht einfach so irgendwelche Ups-Würfe aufnehmen, sondern maximal Vermittlungshilfe leisten. Denn die wissen ganz genau, wie sich das auf die Entwicklung von nem Welpen auswirkt, im Tierheim zu landen.

    Das finde ich jetzt auch sehr einseitig. Natürlich ist Tierheim nicht das Nonplusultra, aber gut geführte Tierheime bemühen sich durchaus um Welpen, die dort landen, und nee, die haben später nicht alle nen Schaden weg:ka:

    Ich habe ja Kontakt zu mehreren von Pippas "Geschwistern". Ja, wie zu erwarten sind alle diese Hunde eher unsicher und wurden aufgrund ihrer Vorgeschichte mWn nur an hundeerfahrene Menschen abgegeben, aber sie sind jetzt bei weitem keine äußerst problematischen Hunde. Ein "Bruder" von Pips lebt in einem Hundesportlerhaushalt, trainiert bereits fleißig Agility und hat im Laufe des Jahres das er bereit in seiner Familie ist auch schon mehrere Urlaube prima mitgemacht.

    Pippa bei mir ist ein Stadthund geworden, geht mit wandern, spazieren, fährt ÖPNV, hat auch Spaß an der Zusammenarbeit zB Hoopers gefunden...

    Ich kenne auch Leute die erwachsene Tierheimhunde aufnehmen die die ersten Lebensjahre zB als Wurfmaschinen missbraucht wurden und man stelle sich vor, selbst viele dieser Hunde können noch aufblühen und sind teilweise sogar erstaunlich unkompliziert, wenn sie bei Leuten mit etwas Ahnung und Hundeverstand landen:ka:

    Normale Ups-Würfe und die Welpen von den „liebevollen Hobbyzuchten“, die zwar ohne Plan, aber auch ohne bösen Willen vermehren, landen normalerweise nicht bzw. nicht als Welpe im Tierschutz. Denn die werden in der Regel nicht beschlagnahmt. Hunde zu vermehren ist ja nicht verboten.

    Stop, ich schrieb nicht, dass Hunde aus Ups-Würfen beschlagnahmt wurden, da hast du was reingelesen, was ich nie behauptet habe.

    Welpen aus Ups-Würfen gibt es hier zB in ländlichen Regionen, Bauernhöfe etc, wo Hunde rumstromern gelassen werden. Und nee, nicht immer werden die Welpen da gut an den Mann gebracht. Oder Leute lassen ihre Hündin trächtig werden, geben sie aber im Laufe der Trächtigkeit bzw nach der Geburt mitsamt Welpen ab. Oder trächtige Hündin wird ausgesetzt und bekomnt ihre Welpen im Tierheim. Oder Welpen werden ausgesetzt, da Ergebnis einer ungewollten Verpaarung etc.