Beiträge von tinybutmighty

    Pippa erwacht so langsam wieder aus ihrem Wintermodus ("bitte nur kuscheln, möglichst wenig rausgehen weil brrrr kalt brrrr nass brrrrr Wind brrrr Schnee") und ich freue mich so:herzen1::herzen1: Gestern Früh ist sie im Park direkt ganz fröhlich rumgeflitzt und hatte einfach richtig Spaß. Heute beim Nachmittagsspaziergang war sie auch supergut drauf, man konnte förmlich sehen, wie glücklich sie über die milderen Temperaturen war:applaus:

    Außerdem kann sie jetzt "Männchen" als Spaßtrick und lernt "Halten" - vielleicht apportiert sie ja dann in zwei, drei Jahren ja sogar malxD

    Demnächst beginnt dann unser Obedience-Kurs, das wird bestimmt auch wieder lustig.

    Wir sind aufgeflogen|)Beim Gruppenspaziergang hieß es plötzlich "und alle Hunde mal ins Platz!". Ich habe Talisker fröhlich ins Sitz beordert, denn verbindliches Sitz klappt sehr gut bei uns. "Warum ist Talisker nicht im Platz?" "Ähem, er kann das nicht...." "Wieso kann er das nicht???" "Weil ich es ihm nicht beigebracht habe....:fear:"

    Also, er kann schon Platz als Vorstufe vom "Ablegen" = auf die Seite legen. Das brauchen wir für die Körperpflege. Aber "Platz" als solches brauche ich bei ihm nicht. Ich wüsste einfach nicht, wofür:ka:

    Ich finde das völlig in Ordnung so und mag es überhaupt nicht, wenn Trainer:innen so tut, als müsste ein Hund zwingend "Sitz" und "Platz" können. Meist ist es doch wirklich wumpe, ob der Hund nun steht, sitzt oder liegt, für so Alltagsgedöns halt.

    Hernan Diaz - "In the Distance"


    Ich habe Diaz' Pulitzer-gewinnendes Werk "Trust" ganz grandios gefunden, deshalb las ich nun, etwas über ein Jahr später, neugierig seinen Erstling "In the Distance". Viel gemein haben diese beiden Romane nicht, weder stilistisch noch inhaltlich.

    Schreiben kann Diaz zweifelsfrei genial - bei "In The Distance" war es nur leider so, dass mich die Handlung nicht immer ganz abholte.

    Interessant ist die Prämisse allerdings allemal: Die Brüder Linus und Hakan werden irgendwann gegen Mitte des 19. Jahrhunderts von ihrem Vater, einem wohl eher armen schwedischen Landwirt, mit dem Schiff nach Amerika geschickt, um sich dort eine bessere Zukunft aufzubauen. Doch während der Überfahrt werden Linus und Hakan voneinander getrennt. Hakan, der jüngere Bruder, landet nicht wie geplant in New York, sondern an der Westküste der USA. Vollkommen auf sich gestellt, der fremden Sprache nicht mächtig, beschließt Hakan, alleine, zu Fuß, den gesamten Kontinent zu queren, um seinen Bruder in New York ausfindig zu machen.

    Immer wieder begegnet Hakan anderen Menschen - mal sind sie freundlich und uneigennützig, wie ein Wissenschaftler, der in der Wüstenlandschaft nach dem Ursprung aller Lebensformen sucht, mal verfolgen sie eigene Ziele und benutzen Hakan als Mittel zum Zweck, wie ein Siedler, der sich als vermögender Landbesitzer ausgibt und somit eine ganze, große Gruppe in Gefahr bringt.

    Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände wird Hakan schließlich zum gesuchten Mann, der als gewissenloser Mörder gilt - und aus seiner einst so zielstrebigen Reise gen Osten wird zunehmend ein ganzes Leben, verbracht großteils alleine, in karger Wüsten- und Prärielandschaft.


    Vielleicht war vor allem die erste Hälfte von "In The Distance" für mich so schwer zu lesen, weil es Diaz so meisterhaft gelingt, die Atmosphäre einzufangen und für den Leser die Trostlosigkeit, die ewige Gleichheit der Wüste, die meist völlige Isolation Hakans greifbar zu machen. Diese Monotonie ist anstrengend. Doch man hält durch, gut geschrieben ist diese Lektüre schließlich, und leidet mit Hakan, wenn er Verluste erlebt (den seines geliebten Pferdes, das ihm übergeben wird, etwa), hofft und bangt mit diesem jungen Protagonisten, der so mutterseelenallein ist - und staunt über eine Existenz so völlig abseits des eigenen Lebens, ja der eigenen Vorstellungskraft.

    "In the Distance" kann wohl in erster Linie als Allegorie gelesen und verstanden werden, wobei ich mich hier mit Interpretationen zurückhalten möchte, um nicht allzu sehr auszuufern. Kurz zusammengefasst kommt hier auf seine Kosten, wer sich u.a. für die Entstehung US-amerikanische Mythen, Zivilisation vs. Wildnis und Natur, die menschliche Suche nach Sinn sowie Einsamkeit und Fremdheit interessiert.

    Also aktuell gehe ich im Alltag meist eine größere Runde nachmittags. Das sind dann je nach gewählter Strecke und Tempo und je nachdem wie die Hunde drauf sind so irgendwas zwischen 1h 20 min und 2h.

    Wenn es länger hell bleibt, splitte ich das vielleicht ab und zu und gehe schon morgens eine oder 1,5 Stunden und abends dann nochmal 1 Stunde oder länger.

    Bei der fiesen Sommerhitze habe ich es letztes Jahr so gehalten, dass ich noch vorm Büro meist die große Runde gelaufen bin.

    Neben der großen Runde gibt es morgens Lösen auf dem Weg zur S-Bahn und ins Büro, das sind dann zirka 15 bis vielleicht 20 Minuten gesamt, je nachdem. Und abends gibt es dann auch noch ein kurzes Lösen, in der Regel aber maximal 10 Minuten, manchmal auch nur schnell zur nächsten Grünfläche und wieder retour. Ab und zu gehen wir außerdem von einem Büro zum anderen (sind in der gleichen Straße), aber das sind auch nur so knapp 5min pro Weg im Schnüffeltempo.

    1x die Woche sind die Hunde bei meinen Großeltern und an dem Tag gibt es oft weniger Bewegung, da meine Großeltern nicht mehr so ausgiebig spazierengehen wie früher.

    Momentan sind sie außerdem meist 1x pro Woche bei der Hundesitterin, die meist gegen Mittag so ein Stündchen mit ihnen spazieren geht. Abholen und bringen übernehme ich und das dauert dann jeweils irgendwas zwischen 20 und 45 Minuten - weil ich von mir zu Fuß zu ihr gehen kann und das gerne mit einem Spaziergang verknüpfe, auch öfter mal noch eine Extrarunde durch den Park drehe etc.

    Hmm, wenn Iloy darin nicht ganz rund läuft, würde ich wohl in den sauren Apfel beißen und retour schicken. Finde das meist den besten Indikator, wie der Hund sich in Kleidung bewegt. Manche Hunde fühlen sich in enganliegender Kleidung ja ganz wohl, andere hingegen eher eingeengt - ich vermute, das ist wie bei uns Menschen eine Sache der individuellen Präferenz.

    Was mich nur schockte war die Aussage der TK: "Sie sollten halt keine 4-5km mit dem Hund laufen." :tropf: Natürlich laufen wir das...

    Gut, ich kenne jetzt euren genauen Fall nicht, aber ich finde Bewegung bei PL grundsätzlich eher positiv und sogar sehr wichtig für Muskelerhalt und allgemein Fitness. Auch Übergewicht wäre ja bei PL wirklich alles andere als gut...

    Also ich geh mit meinen Mädels auch ganz normal spazieren und am Wochenende gerne wandern. Ich würde ja merken, wenn es ihnen zu viel würde. Aber bei 4 bis 5 Kilometer, wenn ihr jetzt nicht nur die ganze Zeit ultrasteile Böschungen hochkreucht^^, sehe ich da jetzt per se mal kein Problem.

    Eine Freundin geht mit ihrer Hündin, bei der in sehr jungen Jahren schon PL diagnostiziert wurde, auf Anraten ihrer Tierärztin immer nur maximal 90 Minuten die große Runde. Einen Kreuzbandriss hatte die Hündin dann trotzdem nichtmal ein Jahr nach meinem genau gleich alten Rex, den ich immer ganz normal bewegt und mit dem ich auch größere Ausflüge gemacht hatte.

    Bei meinem Rex wurde die PL leider erst diagnostiziert, als er mit 7 Jahren einen Kreuzbandriss hatte. Die OP verlief dann gut, das andere Bein habe ich aber nicht operieren lassen - davon rieten mir sowohl meine TÄ, die auch Chiropraktikerin ist, und meine Physiotherapeutin ab.

    Meine Mädels haben beide PL, bei Jasmin war eine OP bislang nicht notwendig und ich hoffe, das bleibt jetzt auch so für den Rest ihr es Lebens, sie ist ja schon 11.

    Bei Pippa werde ich noch etwas abwarten, und mir dann die ein oder andere Meinung einholen.

    Ansonsten setze ich auf Bewegung und kleinere Fitness/Hundeturnen-Übungen machen wir auch gerne, wobei ich da ja eher Typ "Weniger ist mehr" bin.

    Hier wied definitiv nie ein Hund vom Züchter einziehen. 100% ausgeschlossen. Ich für mich finde das einfach total unnötig - und das sage ich als jemand mit einem stinknormalen Job, mit einer kleinen Wohnung in einer 2-Millionen-Einwohnerstadt und ohne Auto.

    Ich suche mir die Tierschutzhunde eben so aus, dass sie möglichst gut zu mir und meinem Leben passen. "Perfekt" ist meiner Ansicht nach sowieso kein Lebewesen, irgendwas sein kann immer, auch mit dem heißersehnten, top großgezogenen Züchterwelpen.

    Für mich gibt es da draußen einfach genug Hunde auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Muss ja noch nichtmal der klassische Gang ins Tierheim sein. Privatvermittlungen gibt es auch oft genug aufgrund von Todesfällen, Umzügen, Allergien etc.

    Das "Warum" kann ich für mich nur mit meinen moralischen Prinzipien erklären. Ich würde wohl tatsächlich eher gänzlich auf Hundehaltung verzichten anstatt mir einen Rassehund vom Züchter zuzulegen. Aus diesem Grund fällt mir persönlich die Entscheidung natürlich leicht, immer wieder einen Tierschutzhund zu holen.