Krankenversicherung beim Hund (Erfahrungen mit Versicherungsgesellschaften)

  • Ich muss gerade schmunzeln, weil ich mich noch gut an Diskussionen hier erinnere bei denen es darum ging, dass ein grundsätzlich gesunder Hund doch keine 5.000€ TA Rechnungen verursacht, sofern nicht gerade operiert wird.


    Hund einer lieben Gassibekanntschaft musste gestern Nacht in die Klinik. Akute Pankreatitis. Stand heute morgen 3.800€ und ihr Hund muss noch paar Tage bleiben. Das werden am Ende geschätzt ca. 4.500€ und das innerhalb von einer Woche.

    Und die Hündin ist 6Jahre, 21kg, Mischling und das was ich als grundsätzlich gesund bezeichnen würde.

  • Ich weiß gar nicht im Detail, wie das dort ist. Der Staat kann dich zu allem möglichen zwingen, wie wir an der Hundesteuer sehen können und auch für uns Menschen ist eine Krankenversicherung Pflicht.

    Sorry aber mir käme es nicht in den Sinn eine KV für Menschen mit denen eines Hundes zu vergleichen. Na das wär’s noch, wenn vom Gehalt jetzt auch automatisch KV Beiträge für meinen Hund abgezogen werden und mein AG mit involviert wird.


    Und habe ich irgendwann erwähnt das ich Hundesteuer gut finde? Ich denke nicht 🙂. Deswegen fände ich es eben auch nicht gut wenn der Staat Tierhalter zu noch mehr zwingt, was gekoppelt ist an die Lebenszeit der gehaltenen Hunde.


    Ich möchte auch definitiv nicht gezwungen werden in einen „Topf für alle“ einzuzahlen. Nein, wer sich für ein Haustier entscheidet sollte in der Lage sein die Kosten für diese(s) selbst zu tragen.

  • Der Gedanke dahinter ist nicht Kontrolle, sondern gemeinsames Absichern von Risiken. So funktioniert unser System an vielen Stellen. Wir zahlen alle regelmäßig Beiträge ein, obwohl wir nicht wissen, ob oder wann wir selbst Leistungen brauchen. Die meisten bleiben lange gesund, einige werden schwer krank – und genau für diese Fälle ist das Geld da. Viele tragen ein kleines, planbares Stück bei, damit Einzelne im Ernstfall nicht allein vor einer riesigen Rechnung stehen.

    Dieses Prinzip gibt es bei der gesetzlichen Krankenversicherung, bei der Pflegeversicherung oder bei der Kfz-Haftpflicht oder oder... Da gibt's ja viele Beispiele. Es geht immer darum, große, existenzbedrohende Risiken auf viele Schultern zu verteilen. Niemand weiß vorher, ob er den „teuren“ Schadensfall haben wird. Deshalb beteiligt sich jeder.

    Übertragen auf Hunde heißt das: Jeder Halter zahlt einen überschaubaren Beitrag. Wenn ein Tier schwer erkrankt, ist die Versorgung gesichert. Das nimmt Druck raus, schützt das Tierwohl und sorgt für mehr Verlässlichkeit. Verantwortung für ein Lebewesen sollte nicht davon abhängen, wie viel gerade auf dem Konto ist.

    Und ums Tierwohl geht's hier doch. Aktuell fahren wir ja das PKV Modell. Der Versicherer prüft Risiken. Bestehende Erkrankungen werden ausgeschlossen, für bestimmte rassetypische Probleme gibt es Einschränkungen oder Zuschläge. Im höheren Alter wird es teurer oder schwieriger, überhaupt noch einen Vertrag zu bekommen. Das kennt man so ähnlich aus der privaten Krankenversicherung für Menschen. Bin selbst privat versichert, hab Risikozuschlag, Ausschluss usw. Das ist Mist.

  • Hm, erster Streitpunkt bei so einer KV wäre, was abgedeckt werden soll. Ist vor der Zahnsanierung noch ein Dentalröntgen mit drin, wird bei einem älteren Hund vor der Narkose noch ein US vom Herzen gemacht oder sind solche Dinge dann zusätzliche Leistungen, die vom Halter selber getragen werden müssen. Ist doch bei der GKV schon immer wieder Thema, was denn nun übernommen werden sollte, was nicht und deutlichen Reformierungsbedarf gibt es dort auch in vielen Bereichen. Ich finde das auch nicht so ganz vergleichbar. Die GKV gibt es, weil der Staat eine gewisse Verantwortung gegenüber dem Volk hat und daher sicherstellen muss, dass keiner "durchs Raster" fällt (dass es dennoch passiert ist eine andere Diskussion). Bei Hunden, die privat angeschafft werden sehe ich diese Handhabung der gesetzlichen Verpflichtung nicht gegeben. Der reine Tierschutzaspekt reicht da mMn nicht, denn das würde implizieren, dass jeder, der keine KV für seinen Hund abschließt potentiell an dessen bestmöglicher Versorgung sparen würde.

    Ich habe eine KV mit OP-Schutz, sogar Zähne mit drin, aber bei einer Verpflichtung zum Abschluss dieser wäre ich dennoch zwiegespalten.

  • Aktuell ist es einfach so, dass man sich das mit dem Tier alleine aus Gesundheitskosten wirklich überlegen muss. Wir hatten ja gerade selbst gut 3000Euro Kosten ohne dass irgendwas wirklich Gravierendes war. Der Tierarzt erzählte, zuletzt wollte einer seinen Hund zum Einschläfern dalassen wegen Zahnsanierung. Oder noch schlimmer: immer mehr nehmen die Hunde unbehandelt wieder mit.

    Wir sind hier ja in einer Bubble, die alles für ihr Tier macht. Das darf man nicht vergessen. Unterschiedliche Ärzte erzählen da eine andere Geschichte... Irgendwie muss man darauf reagieren.

  • Ich fände eine Verpflichtung für alle gut. Würde viel Elend ersparen. Ja, da müssten dann halt auch Leute die eine Versicherung nicht zwingend brauchen die Kosten mit tragen. Solidargemeinschaft halt. Wird es aber sowieso nicht geben in Deutschland, daher muss man da auch gar nicht wirklich weiter drüber nachdenken.

    Meine beiden haben letztes Jahr insgesamt 10.000 Euro TA Kosten verursacht. Keine OP. Amy war schwer krank, da kamen innerhalb von 2 Wochen 3600 Euro zusammen. Rest waren Blutuntersuchungen, mal ein Abszess am Schwanz usw. Nix wirklich dramatisches.

    Hab jetzt Rückmeldung von der Lassie bekommen. Die nehmen auch Kunden die beim Vorversicherer gekündigt wurden. Somit werde ich dort wohl zumindest ne OP Versicherung für die Hunde abschließen. Mehr macht vermutlich keinen Sinn, zumindest bei Sky nicht. Ich buche dort aber erst nochmal ein Beratungsgespräch, hab noch Detailfragen. Gerade bezüglich der Röntgen Geschichte.

  • Aktuell ist es einfach so, dass man sich das mit dem Tier alleine aus Gesundheitskosten wirklich überlegen muss. Wir hatten ja gerade selbst gut 3000Euro Kosten ohne dass irgendwas wirklich Gravierendes war. Der Tierarzt erzählte, zuletzt wollte einer seinen Hund zum Einschläfern dalassen wegen Zahnsanierung. Oder noch schlimmer: immer mehr nehmen die Hunde unbehandelt wieder mit.

    Wir sind hier ja in einer Bubble, die alles für ihr Tier macht. Das darf man nicht vergessen. Unterschiedliche Ärzte erzählen da eine andere Geschichte... Irgendwie muss man darauf reagieren.

    Ich verstehe deine Gedanken dazu total, aber wer nicht in der finanziellen Lage ist sein Tier vollumfänglich zu versorgen, sollte kein Tier halten. Das ist gelebte Tierliebe. Und ein KV-Pflichtsystem macht man es den den Menschen, die eigentlich kein Tier finanziell halten könnten, nur einfacher es trotzdem zu tun, zulasten anderer. Das ist nicht fair. Und klar finden es alle Halter gut die eine finanzielle Unterstützung gebrauchen könnten. Verstehe ich menschlich total, aber dein Tier, deine Verantwortung. Klingt hart? Für mich klingt es fair, denn ich war nicht daran beteiligt an Deiner Entscheidung für ein Tier.

    Keiner wird gezwungen ein Tier zu halten, und ja, ich stehe vollumfänglich dazu, dass ich Tierhaltung als Privatsache betrachte.

    Ich würde es lediglich gut finden wenn man für „Bestandstiere“, vie vor der neuen GOt schon da waren, eine Lösung finden könnte.

  • Ich wollte jetzt mal interessenhalber schauen, wie das in England gelöst ist, aber ich finde da gar nichts verpflichtendes zu. Ich finde immer wieder nur gemeinnützige Organisationen, die helfend einspringen, was es aber hier ja auch gibt :denker:

  • Ich weiß gar nicht im Detail, wie das dort ist. Der Staat kann dich zu allem möglichen zwingen, wie wir an der Hundesteuer sehen können und auch für uns Menschen ist eine Krankenversicherung Pflicht.

    Wie "gut" die GK funktioniert sehen wie ja.... Aus diesem Grund bin ich mitunter für das private System.

  • Aktuell ist es einfach so, dass man sich das mit dem Tier alleine aus Gesundheitskosten wirklich überlegen muss. Wir hatten ja gerade selbst gut 3000Euro Kosten ohne dass irgendwas wirklich Gravierendes war. Der Tierarzt erzählte, zuletzt wollte einer seinen Hund zum Einschläfern dalassen wegen Zahnsanierung. Oder noch schlimmer: immer mehr nehmen die Hunde unbehandelt wieder mit.

    Wir sind hier ja in einer Bubble, die alles für ihr Tier macht. Das darf man nicht vergessen. Unterschiedliche Ärzte erzählen da eine andere Geschichte... Irgendwie muss man darauf reagieren.

    Ich verstehe deine Gedanken dazu total, aber wer nicht in der finanziellen Lage ist sein Tier vollumfänglich zu versorgen, sollte kein Tier halten. Das ist gelebte Tierliebe. Und ein KV-Pflichtsystem macht man es den den Menschen, die eigentlich kein Tier finanziell halten könnten, nur einfacher es trotzdem zu tun, zulasten anderer. Das ist nicht fair. Und klar finden es alle Halter gut die eine finanzielle Unterstützung gebrauchen könnten. Verstehe ich menschlich total, aber dein Tier, deine Verantwortung. Klingt hart? Für mich klingt es fair, denn ich war nicht daran beteiligt an Deiner Entscheidung für ein Tier.

    Keiner wird gezwungen ein Tier zu halten, und ja, ich stehe vollumfänglich dazu, dass ich Tierhaltung als Privatsache betrachte.

    Ich würde es lediglich gut finden wenn man für „Bestandstiere“, vie vor der neuen GOt schon da waren, eine Lösung finden könnte.

    Ich finde es super blöd dass Tierhaltung immer mehr zur Klassenfrage und dem entsprechenden Einkommen wird. Ist ja nicht so als wäre es schon bei vielen anderen Themen der Freizeitgestaltung und Privatleben nicht so :/ Das sollte einfach nicht der Fall sein.

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