kikt1 Ich finde deinen Rage hier unmöglich und weiß gar nicht, was dein Problem ist.
Du hast im 2. Post geschrieben (da du ja selbst keine Lust hast nach zugucken):
ok, ich schau mich mal nach nem Facharzt um. Gott sei Dank hat sie ne Krankenversicherung.
Dann ist doch soweit alles klar, geh zu einem Facharzt und lass das abklären. Dann kannst du auch beruhigt sein und weißt genau, was es ist. Zusätzlich dazu hat ein Facharzt die Expertise dich im Umgang mit der eventuellen Taubheit zu beraten, weil er täglich mehrere Hunde vor sich hat und ihr Verhalten täglich sieht.
Vielleicht haben die auch direkt paar gute Tipps für taube oder schlecht hörende Hunde oder die ideale Pfeife für dich zum Mitnehmen. Und wenn ihr einen Hörtest macht und dein Hund nur bestimmte Frequenzen hört, kannst du auch angepasst eine Pfeife kaufen.
So oder so führt dein Weg also erstmal zum Facharzt, hast du dich selbst geschrieben. Also was motzt du hier so rum? Es war ja dein eigener Gedanke, den anderen hier nur aufgreifen.
Ich kann da nicht viel dazu beitragen, mein Hund ist im Alter fast vollständig taub geworden, kann die Richtung der Geräusche nicht deuten und rennt auch in die falsche Richtung los, wenn sie sich nicht umsieht, wo wir sind. Ich kann aber in häuslicher Umgebung klatschen, das ist inzwischen unser Aufmerksamkeitssignal. Manche Dinge hört sie und erschreckt sich dann total, dass sie doch was hört. Sowas wie Pfeife geht hier gar nicht, das erschreckt sie total und dann rennt sie weg und guckt nicht mehr auf meine Handzeichen. Der Hund ist aber auch teilweise blind, ich hantiere wie ein Fluglotse... Man lernt damit umzugehen.
Draußen ist sie nur noch andere Flexileine unterwegs, damit sie nicht in die andere Richtung abhanden kommt. Mein anderer Hund kann ihr sonst hinterher laufen und sie orientiert sich an ihm, das haben wir eingeübt.
In der Phase des Taubwerdens hat sie total indifferent geknurrt und sich vor allem möglichen erschrocken. Wir haben uns dann gefragt, wieso sie plötzlich so viel knurrt. Erst hinterher ist uns aufgefallen, dass das diese Phase sein musste, da sie irgendwann fast vollständig taub war und diese Momente ausblieben.
Man lernt mit einem tauben Hund zu kommunizieren. Aber am besten ist, wenn man gerade bei so einem jungen Hund abcheckt, was er hört und was nicht. Dann stochert man nicht in Nebel.
Meine Bekannte mit vollständig tauben Hund (von Geburt an) hat mit Vibrationshalsband und Handzeichen gearbeitet. Der Hund hat sogar Agility gemacht und konnte viel frei laufen.
Wenn ein Hund offensichtlich schlecht hört, sieht und generell verzögert reagiert, würde ich ihn auch erstmal auf den Kopf stellen lassen, damit ich weiß, wie ich damit weitermachen kann und was man üben kann, um dem Hund ein möglichst freies Leben zu ermöglichen und die Erziehung so anzupassen, dass der Hund meine Regeln versteht und sich innerhalb derer frei zu bewegen. Es kann ja wirklich eine Art von multipler Behinderung sein (wieso auch immer), dann will ich das aber wissen, damit man mit dem Wissen irgendwie arbeiten kann... Darum geht's hier doch auch, also nimm es nicht krumm, wenn man hier Gedanken dazu macht.