Zwischen Fussel und Rumo liegen fast 12 Jahre. Da Fussel leider orthopädisch ihr Päckchen zu tragen hat, war das so die letzte Möglichkeit ihr einen Welpen zuzumuten, bevor sie zu alt wird.
Die beiden lieben sich. Fussel hat ihm beigebracht zu spielen wie ein Terrier, hat ihn geputzt und richtig "adoptiert". Heute ist er milde mit ihr, wenn sie wegen Taubheit und Seheinschränkung gegen ihn stolpert, sie orientiert sich draußen an ihm und folgt ihm. Sie haben noch lange gespielt, gezergelt, miteinander sehr nett gerauft und ich habe schon das Gefühl, dass das Fussel auch körperlich und ihm Kopf deutlich länger fit gehalten hat.
Die mittlere Holly, zu der wir auch einen Hund derselben Rasse dazu geholt haben, könnte gern auf beide verzichten. Die hat vom ersten Tag an gesagt: du hast das angeschleppt, der ist nicht mein Problem, erzieh ihn dir selbst. Als er dann erwachsener wurde, konnte sie deutlich mehr mit ihm anfangen (und nochmal mehr, als Fussel immer mehr Zuhause blieb und ich meistens nur mit den beiden Pudeln allein unterwegs war).
Also die Entscheidung für einen jungen Hund zum Alten habe ich persönlich nie bereut in der Hinsicht. Natürlich muss man einem jungen Hund beibringen, dass der kleinere ältere Hund mein lustiger Spielball ist. Für mich war es halt anstrengender, weil die unterschiedlichen Bedürfnisse auch alle befriedigt werden möchten und das einfach seine Zeit braucht.
Aber in Hinblick auf Fitness vom Ömchen wars die beste Entscheidung überhaupt, denn diese innerartliche Kommunikation kann einfach kein Mensch bieten und es ist wirklich was anderes zwischen fremden oder bekannten Hunden und Hunden, die miteinander in einer Gruppe fest leben.