In unserem Fall sind die Hunde von der Qualität gleichwertig gewesen, aber der andere ist einfach mit mehr Routine und besserem Handling dynamischer und präsentabler und auch alle Tage souveräner gelaufen. Sonntag hat er auch Best in Show 2 gemacht.
Alles ok, bin trotzdem zufrieden. Auch in diesem Bereich kann man selbst stetig dazu lernen und stolz auf seine eigene Entwicklung sein, wie man sich selbst und mit dem Hund zusammen entwickelt. Dass ich jemals meinen eigenen Hund komplett schneide, aufsprühe und handle in einem Feld der internationalen Spitzenreiter und wir ernsthaft Chancen haben, hätte ich nie gedacht.
Bis vor 3 Jahren durfte ich keine Hand an meinen Hund legen, der damalige Groomer hat mir gesagt, ich mache seine Arbeit nur kaputt. Erst nach einem Wechsel hab ich gelernt, immer mehr selbst zu übernehmen und zu üben. Die Routine fehlt hier auch, in Deutschland ist das ja alles verboten, im Ausland ist es gefordert und gehört dazu.
Aber ich stelle eh nur noch selten in Deutschland aus, die Ausstellungen im Ausland sind in der Regel deutlich besser organisiert und glamouröser, die Stimmung viel positiver, man hat bessere Einkaufsmöglichkeiten, die Besucher motzen nicht rum, sondern freuen sich und möchten viel mehr Kontakt haben, anstatt dass man sich fühlt wie im Zoo bei der Beschau.
Im Ausland gibt's einfach mehr geboten. Schau mal nach England, was das für Begeisterung en auslöst. Die Konkurrenz ist viel größer, man hat da mehr das Gefühl richtig um eine Anwartschaft "gekämpft" zu haben als wenn hier drei Hunde noch gezeigt werden. Jede Meldung ein Gewinner mangels Teilnehmer...
Im Ausland wird das richtig als Sport gesehen, es gibt eine Jugendförderung, deutlich mehr Trainingsgruppen, extra Hallentraining und Handlingtraining bei Profis, deutlich mehr Vorführungen und Weiterbildungen....