Beiträge von Czarek

    SpaceOddity Oh ja sag bescheid. Ich fahre dieses Jahr definitiv nochmal hin und kann zum Glück die Landessprache :bindafür: Ein Cacib hätte ich schon gern... Schade fand ich, dass es dort keine Berichte gibt. Ich hätte schon gern gewusst wieso der andere Rüde gewonnen hat, außer dass er älter und mehr Haar drauf hatte. Von außen wurde mir kommuniziert, dass meiner besser gelaufen ist. Aber woran es jetzt lag, keine Ahnung. Ich bin froh, dass die Läufe im Ring langsam echt schön werden. Jedes Mal wird es besser.


    Das Verhalten des Richters bei euch ging gar nicht. Macht man nicht.


    Hunde fertig machen

    Warte... Was machst du da fertig? Mit Staubtuch drüber? Politur druff?

    Wir waren in Polen, mein Rüde hat das V1, CAC und Reserve Cacib gemacht.


    Die Atmosphäre war einfach richtig toll. Ganz anders als in Deutschland. Auch wenn die Halle super klein war und ich die Pons hinter uns hätte erschlagen können, aber die Leute waren so positiv und fanden die Hunde so schön und toll und überhaupt. Drei Millionen Fotos und begeisterte Menschen, die nach der Show einen Pudel herzen durften.

    Hier in Deutschland hat man sich ja schon daran gewöhnt, dass man der Tierquäler ist, der zur Vetamt Kontrolle muss und wo die Besucher laut neben einem sagen: Ich verstehe gar nicht, wieso das noch erlaubt ist? Das ist Tierquälerei, die armen Hunde! (so erlebt in Dortmund)

    Die nächste Klinik mit 24h wäre hier über 1h Fahrt entfernt. Irgendwo hat jemand Notdienst, die Ärzte sind aber bei sich in den Praxen auf manche Dinge gar nicht eingerichtet oder können manche Sachen schlicht nicht.


    Mir wird da ganz schlecht, wenn ich dran denke. Wir haben unter anderem wegen der mangelnden medizinischen Versorgung auch keinen Wurf mehr. Ich hatte schon beim letzten Mal einfach nur Glück, dass mein betreuender Tierarzt an dem Wochenende, wo es natürlich von Samstag auf Sonntag Nacht Probleme gab, für mich erreichbar war, weil er zufällig gerade seine Notdienstzeit hatte.

    An sowas wie Magendrehungen nachts usw möchte ich gar nicht denken.


    Meine reguläre Tierklinik, wo ich für geplante OPs hinfahre, hat den Klinikstatus schon vor einer ganzen Weile abgegeben. Das ist jetzt ein tierärztliches Fachzentrum. Die haben sogar nur bis 18Uhr auf. Die für mich nächste in Göttingen nennt sich noch Klinik, aber nach 22Uhr ist da auch keiner mehr. Die haben vor knapp 2 Jahren schon umgestellt.

    Das sind Aussagen, die man in Verbindung mit Tierschutz oft hört. Es wird auch von Käufern bei der Suche eines Hundes oft verglichen und dann solche Aussagen getätigt. Habe ich vor einigen Jahren auch genauso gesagt.


    Lies nochmal nach. Du sagst, Tierschutz hat ein Imageproblem. Ich sage, ich finde es nicht so, die Argumente sind eher für den Tierschutz.

    Ich als Züchter und Mischlingshundebesitzer habe meine Zucht übrigens für mindestens die nächsten 6 Jahre eingestellt und mir ist es völlig egal woher die Leute ihre Hunde holen. Ich freue mich für jeden, der den für sich passenden Hund wählt und ein schönes Leben mit ihm führt. Wie jeder einzelne an diesen Hund ran kommt, muss man ja für sich entscheiden.

    Ich finde absolut nicht, dass Tierschutz ein Marketingproblem hat.


    Man rettet ein Tier und bekommt dafür Karmapunkte. Und der Hund ist sooo dankbar. Von der Straße gerettet und kein neues Tier produzieren lassen. Es gibt so viele Hunde auf dieser Welt, da braucht man doch nicht noch den Markt befeuern. Mischlinge sind eh viel gesünder.

    Bösen Züchtern wirft man nicht das Geld in den Hals. Für diese Preise kaufen die sich nach jedem Wurf ein neues Auto, weiß man doch. Und die fragen so viel. Außerdem kennt doch jeder einen Züchter oder man hat selbst Erfahrungen mit welchen, die so arrogant waren, einem keinen Hund geben zu wollen.

    Adopt don't shop :klugscheisser:

    Ich weiß nicht, ich kenne mehrere Züchter von arbeitenden Hunden und die sind da durchaus kritisch.

    Da gelingt auch in Bezug auf die Leistung nicht jeder Wurf gleich gut oder alle Hunde sind ganz toll in dem, was sie tun. Es gibt Hunde, die bringen gute Anlagen mit, es gibt Hunde, denen kann man das vernünftig mit Fleiß drauf schaffen und es gibt Hunde, die in bestimmten Bereichen ihres Jobs immer Probleme haben, die man kaum aufgelöst bekommt. Und dann gibt's die, wo weder die Anlagen stimmen noch man großartig ohne viele Mühe etwas erarbeiten kann und sich drauf verlässt.

    Und dann gibt's geniale Spezialisten in ihrer Arbeit, die sich dafür in einer anderen Lebenssituation so derart disqualifizieren, dass mit ihnen trotzdem nicht weitergezüchtet wird. Beispielsweise Mutterhündin beißt eigene Welpen tot. Dann kann sie noch so gut arbeiten, sie gehört nicht in die Zucht und gibt diese Anlagen nicht weiter.


    Dass es augenscheinlich absolut homologe Würfe gibt und jeder Hund gleich toll arbeitet und sich eignet, das halte ich ja eher für Schönreden, aber ok. Manche Würfe sind da eben gelungener als andere, das muss man ganz klar sagen und das ist eigentlich jedem Züchter auch klar. Nur in der DF Welt ist natürlich 1+ 1 = 2 in der Zucht und man baut sich den perfekten Wurf.

    Es sind halt immer die Rassen, die still leiden, die erstmal wenig "Lobby" bekommen.

    Ich denke auch, dass man genau in diesem Punkt trotz völlig unterschiedlicher Rassen und Eigenschaft vergleichen kann. Gibt eben Hunde, die gehen ein, werden blöde im Kopf, stumpfen ab oder suchen sich irgendeine abseitige Aufgabe, wenn sie nicht oder falsch ausgelastet werden. Also die, die eher nach innen verkümmern. Ich persönlich finde Hunde, die ihr Problem dann ganz offensichtlich nach außen tragen, oft leichter zu erkennen, weil die leute schnell selbst sehen, dass es so eben nicht weiter geht. Sie sind ja direkt betroffen und haben Einschränkungen dadurch.


    Nur beim Border Collie sind ja laut diesem Thread gerade die, die ordentlich gearbeitet werden, die größten "Fachiditionen" oder die mit den besten Anlagen und diese zeigen sie dann auch im Alltag, wenn man nicht gegenarbeitet. Oder man lässt es eben laufen, weil "das sind halt Border Collies, die hüten sich eben alle gegenseitig, das ist halt so".

    Da kenne ich mehr Showies, die ein deutlich netteres Leben führen ohne Hüten und wahrscheinlich sogar ohne die optimalen Anlagen, aber eben auch nicht so krass schnell in Stereotype verfallen. Da ist wohl auch der Unterschied zu Begleithunden zum Beispiel, die man super mit allem möglichen beschäftigen kann und die dann im Alltag ausgelastet, zufrieden und entspannt im Kopf sind.


    Ich kenne zum Beispiel auch zwei Leute mit Showlinien, die ihre Hunde beide antesten lassen wollten, aber von mehreren Seiten abgewiesen wurden, weil die Hunde nicht die passenden Hunde in den Ahnen haben. Ohne sich die Hunde selbst jemals angeschaut zu haben. Kann ich einerseits verstehen, weil Schafe eben keine pPortgeräte sind und man bestimmt nicht jeden an seine Herde dran lässt, andererseits mockiert man sich auch sehr über diese nicht arbeitsfähigen Hunde, die mit einem Border Collie oder Aussie nichts mehr zu tun haben, gibt ihnen aber keine einzige Chance und steckt sie in Schubladen, ohne sie je live gesehen zu haben, weil bestimmte Namen auf einen Papier fehlen. Muss man eben auch beidseitig sehen.


    Ich finde, das ist alles ziemlich OT. Wie schon oft gesagt wurde, bei der TE gehts weder um eine Auslastung über Hüten noch "falsche Anlagen" und krude Hunde. Da stimmt einfach alles von vorn bis hinten nicht, alleine schon die Intention, den kleinen Hund von einem Hof zu retten. Und dann der Mutter zuzuschieben, um noch etwas von ihm zu haben... die wiederum selbst gar keinen Hund wollte. Das passt einfach alles nicht.

    Ein extremer Hang zu Selbstzerstörung durch nicht ablassen, Zwangsverhalten, enorme Sensibilität... So will man doch nicht leben.

    Diese Eigenschaften nimmt man in Kauf, wenn man einen hochspezialisierten Hund haben will, der für seine Aufgabe alles gibt und über seine Grenzen hinaus geht. Das ist gewollt.


    Nur gibt es eben nicht mehr DEN Border Collie. In der Zucht gibt es inzwischen viele verschiedene Ansätze und Denkweisen und Zuchtrichtungen. Ich kann gut verstehen, dass man einige gute Eigenschaften des Border Collies haben möchte (Leistungsbereitschaft, Sensibilität, Führigkeit, Zuhören, Schnelligkeit) ohne dabei absolut ins Krasse zu kippen und dann einen Hund zu haben, bei dem das hier

    Schon mal erlebt, dass ein Hund aus einer einzigen Handlung ein lebenslanges Zwangsverhalten machen kann? Nein? Willkommen in der Welt eines Border Collies.

    nicht mehr sofort passiert. Weil es für den normalen Hundehalter natürlich viel zu viel ist und im Alltag einfach nicht brauchbar ist.


    Ich bin jetzt kein BC Züchter, habe nur recht viele Border und aussies im Freundes- und Sportlerkreis (beim Aussie übrigens eine recht ähnliche Diskussion, nur dass die eben eher außenorientiert sind), dementsprechend finde ich völlig ok, dass es solche und solche Border Collies gibt, die denselben Ursprung haben, aber züchterisch in verschiedene Schwerpunkte entwickeln.


    Wieso genau es nun ein Border Collie sein muss und welche Art unter diesem breiten Spektrum, das sollte man sich natürlich immer fragen.

    Das kann man sich aber genauso fragen bei allen möglichen Schäferhunden (selbst bei Malis gibt's doch welche für Sport und Dienst, die schönen und die Agimalis sowie die ganzen Vermehrerhunde) , ich merke das in meiner Bubble beim Schnauzer, weil ich da die Hunde arbeiten sehe. Und ganz schwierig finde ich es bei Rassen, die gar nichts haben, um irgendwas nachzuweisen, aber auch eine größere Bandbreite aufweisen, wie beim Pudel, wo es ja auch von netter Schlaftablette bis High Speed Jäger und "Frustumdreher" alles gibt.