Beiträge von Czarek

    In meinem Kopf schwebt auch die Vorstellung von einem Südamerika-Becken mit rund 250l. Rein soll eine Gruppe Leopard-Panzerwelse, ein Pärchen Kakadu-Zwergbuntbarsche und dazu Honig-Guramis. Wäre das eine gute Zusammensetzung? Ich habe jetzt unterschiedliches gelesen.

    Aber das dauert noch eine Weile.

    Ich war mal Gassi, an einer Herde junger zotteliger Rinder vorbei, natürlich Hunde angeleint. Die zeigten kein Interesse, haben sie noch nie davor oder danach.

    Wir passierten die Weide, ich klippe aus, plötzlich dreht ein Hund um, rennt auf die Weide und fängt an die Kühe zu jagen und zu treiben.

    Ich bin über die Litze gesprungen und stand da am Rand, alles war in Bewegung, kein Rufen, Schreien, Arme wedeln usw hat geholfen. Für mich hat es sich angefühlt wie eine Ewigkeit und ich dachte, entweder die Herde reißt aus oder trampelt den Hund tot und ich wusste nicht, was schlimmer gewesen wäre.

    Hund fand sich ganz großartig, kam dann iiiirgendwann stolz auf uns zu und ich hab ihn gepackt. Ich hab ihn nur wortlos angeleint und bin weiter, bis ich weinend auf einem Baumstamm halb zusammengebrochen bin. Wir sind dann abends nochmal zum Bauern hin und haben das gestanden, zum Glück ist den Kühen auch nichts passiert, ihm ist nichts aufgefallen.

    Glück im Unglück. Bei mir sind die Hunde nie wieder auch nur annähernd frei, wenn Rinder am Horizont sind. Mir ist heute noch schlecht, wenn ich daran denke.

    Das ist schon Jahre her und trotzdem das Schlimmste, was mir jemals in der Hundehaltung passiert ist und was zu 100% mein Fehler war, weil ich nicht eingeschätzt habe, dass der Hund nochmal umdreht.

    "Hat er noch nie gemacht"...

    Ich glaube nicht, dass das jemand sagt.

    Der Beitrag bezieht sich ausschließlich auf die "biologisch völlig unsinnige Zuchtpraxis". Das impliziert doch genau das.

    Ich kann da nicht mitreden, bei keinem unserer früheren oder derzeitigen Hunde habe ich großartige Futterprobleme oder sonstige Umwelt-Allergien. Mein Terrier verträgt nicht dauerhaft allzu viel Protein, das war's, sonst waren alle unsere Hunde immer gute problemlose Fresser. Es gibt aber 2 Welpen meiner Hündin, die mit dem Magen zu tun haben. Waren beides Outcross-Verpaarungen mit höherer Diversität als die Elterntiere und ohne gemeinsame Verwandte.

    Dass Inzucht - und gerade unsere Rassehunde sind diesbezüglich ja jenseits von gut und böse - ihre Spuren hinterlässt, ist bekannt

    Wo hast du denn die Zahlen her, dass ausschließlich Rassetiere Probleme mit Futterunverträglichkeiten und Allergien zu tun haben?

    MWn legt die eine große Studie zu Gesundheitsdaten dar, dass Rassehunde und Mischlinge in etwa gleich krank sind, Rassehunde aber deutlich öfter den Tierarzt vorgestellt werden, insb. auch zur Vorsorge, wenn ich das richtig im Kopf habe.

    Ich würde gar keinen Hund mit Absicht für ein ehrenamtliches Hobby anschaffen, das ich 1-2x im Monat für vielleicht 45 Minuten betreibe. Der BHD macht Spaß und ist schön, ich kann aber auch alleine ohne Hund Menschen besuchen, Schulpatin werden oder oder.

    Wenn der Hund daran Spaß hat, super. Aber ich würde mir einen Hund anschaffen, den ich von den Grundzügen her möchte und mit dem den Großteil meiner Zeit jeden Tag verbringe. Der BHD ist dann nur das Tüpfelchen auf dem i. Und das sag ich mit drei Generationen im BHD...


    Ernalie Dann lies nochmal in deinen Beiträgen, ich denk mir das doch nicht aus. Es sprengt jetzt auch hier den Rahmen deine Zitate rauszusuchen und einzukopieren.

    Was ich mit meinem Beitrag sagen wollte, ist, dass dieser Rundumschlag ohne wirklich Einblick in die Mehrheit der Population wenig Sinn macht, insbesondere unter deiner Ausgangssituation. Dabei möchte ich gar nicht abwerten, wie belastend es ist, einen Hund zu haben, der nicht alleine bleiben kann.

    Ich werde da schon skeptisch, wenn ein Hund nur selektiv nicht alleine bleiben kann, zB dass es im Auto super klappt, nur Zuhause nicht. Das heißt, er kann es ja doch, nur nicht an einem bestimmten Ort. Aber ich bin auch kein Trainer.

    Meiner Erfahrung nach kann auch ein Pudel lernen allein Zuhause zu bleiben. Das ausgeschaltete Alleinbleib-Gen ist bei ihm noch nicht gefunden. Er ist nur so intelligent, seine Menschen um den Finger zu wickeln und sie sich herrlich niedlich zurecht zu erziehen.

    Ernalie Ich find ja sehr interessant, dass du bei deinem Mischling bei allen schlechten Eigenschaften immer vom Pudel ausgehst. Egal, ob es der "Pudelmagen" ist oder die "Pudelnase" oder dass alle Kleinpudel kläffen. Insbesondere vor dem Hintergrund, sich einen Hund von nicht durchgecheckten Eltern zu holen, der auch noch gesundheitliche Baustellen hat.

    Leider gibt es auch innerhalb der geregelten Zucht genug Hunde, wo ich beispielsweise keinen holen würde. Aber du rätst von einer ganzen Rassepopulation komplett ab, ohne auch nur einen Teil der Population zu kennen oder mal gesehen zu haben, geschweige denn regelmäßig zu erleben oder mit vielen Haltern in Kontakt zu sein (und damit meine ich nicht drei Hunde aus der Nachbarschaft). Das kommt mir ziemlich befremdlich vor so einen Rundumschlag zu machen, auch wenn ich absolut verstehe, wie belastend die Lage für einen selbst ist, wenn man einen Hund hat, der ganz arge Schwierigkeiten damit hat.

    Und ein bisschen ist bestimmt auch Genetik und Aufzucht.

    Ganz sicherlich. Natürlich muss man auf das Wesen achten.

    Auch hier liebe Grüße vom Besuchshundeteam :winken:

    Ich habe auch einen Jack Russell-Mix, mit dem ich angefangen habe vor inzwischen 11 Jahren im Besuchshundedienst. Die nächsten beiden sind bei mir auch Pudel geworden.

    Meiner Erfahrung nach bringt fast jeder Hund Eigenschaften mit, mit denen man gut in Besuchsdienst arbeiten kann, sofern er aufgeschlossen und freundlich ist und Spaß am Kontakt mit Menschen hat. Vielleicht muss man die Besuche etwas unterschiedlich gestalten oder die Einrichtung passend auswählen, aber für so ein Ehrenamt geht das ja. Ich weiß nicht, wie oft ihr unterwegs seid, aber im Zweifel hat der Hund eben keinen Spaß daran und dann macht man etwas anderes mit ihm.


    Pudel tun sich wirklich häufig relativ schwer mit dem Alleinebleiben bzw. es dauert, bis sie es akzeptieren und entspannt sind. Unmöglich ist das aber nicht, es ist auch eine Frage, wie viel Zugriff sie auf dich haben. Da können sie eben sehr charmant sein. Aber wir müssen leider fast alle arbeiten und Hundefutter verdienen, müssen wir alle mit klarkommen und üben. Ich würde da auch mit ein wenig Zeit rechnen.