Beiträge von Czarek

    Der Gedanke dahinter ist nicht Kontrolle, sondern gemeinsames Absichern von Risiken. So funktioniert unser System an vielen Stellen. Wir zahlen alle regelmäßig Beiträge ein, obwohl wir nicht wissen, ob oder wann wir selbst Leistungen brauchen. Die meisten bleiben lange gesund, einige werden schwer krank – und genau für diese Fälle ist das Geld da. Viele tragen ein kleines, planbares Stück bei, damit Einzelne im Ernstfall nicht allein vor einer riesigen Rechnung stehen.

    Dieses Prinzip gibt es bei der gesetzlichen Krankenversicherung, bei der Pflegeversicherung oder bei der Kfz-Haftpflicht oder oder... Da gibt's ja viele Beispiele. Es geht immer darum, große, existenzbedrohende Risiken auf viele Schultern zu verteilen. Niemand weiß vorher, ob er den „teuren“ Schadensfall haben wird. Deshalb beteiligt sich jeder.

    Übertragen auf Hunde heißt das: Jeder Halter zahlt einen überschaubaren Beitrag. Wenn ein Tier schwer erkrankt, ist die Versorgung gesichert. Das nimmt Druck raus, schützt das Tierwohl und sorgt für mehr Verlässlichkeit. Verantwortung für ein Lebewesen sollte nicht davon abhängen, wie viel gerade auf dem Konto ist.

    Und ums Tierwohl geht's hier doch. Aktuell fahren wir ja das PKV Modell. Der Versicherer prüft Risiken. Bestehende Erkrankungen werden ausgeschlossen, für bestimmte rassetypische Probleme gibt es Einschränkungen oder Zuschläge. Im höheren Alter wird es teurer oder schwieriger, überhaupt noch einen Vertrag zu bekommen. Das kennt man so ähnlich aus der privaten Krankenversicherung für Menschen. Bin selbst privat versichert, hab Risikozuschlag, Ausschluss usw. Das ist Mist.

    Also in dem alten Vertrag von der Agila sind Zahnextraktionen drin und als OP gelistet. Die notwendigen Vorsorgeuntersuchungen werden da auch bezahlt, aber eben nur, wenn wirklich eine Extraktion stattfindet und nicht nur eine Reinigung.

    Ich hätte gerne Blutbild, Herzultraschall, Inhalationsnarkose und Dentalröntgen aus eigener Tasche bezahlt, wenn da nur ein bisschen Zahnstein runter gemusst hätte. Aber den gab's tatsächlich nicht wirklich von außen... Also es wurde auch gleich mitgemacht, wäre jetzt aber nicht unbedingt nötig gewesen. In diesem Sinne hatte ich Glück im Pech, dass wir gleich im Zuge der OP Vorbereitung so viel abgecheckt haben und die Versicherung das bezahlen musste.

    Ich bezahle sonst so einen Altercheckup aus eigener Tasche für meine Hunde ab 8, 9Jahren 1x pro Jahr. Das ist inzwischen aber auch echt ein Batzen Geld....

    Ich verstehe beim Zusatzbaustein Zahn der HM aber nicht, dass dieser Service extra abgesichert werden soll, wenn es andere Versicherungen einfach so mit drin haben, ohne einen Tarif zusätzlich zu buchen.

    Zähne müssen gemacht werden. Das ist wichtig. Hier habe ich ja gerade den Fall, von außen top, innen große Taschen, und glaub ja nicht, der Hund hätte einmal Schmerzen gezeigt oder auch nur was nicht gekaut oder nur auf einer Seite oder so...

    Folge: Herzklappe schon durch die Entzündung angegriffen, braucht jetzt ein Herzmedikament.

    Also bitte, wenn ihr an solche Dinge wie Versicherung erhalten denkt: was gemacht werden muss, muss gemacht werden. Dafür ist sie letztendlich auch da.

    Ich kann nur beitragen, dass meine vorgestern eingereichte Rechnung von der Agila heute wieder direkt beglichen wurde. Diesmal ohne Ablehnung, alles ganz easy.

    Das waren jetzt 2 Schadensfälle in 4 Wochen inklusive OP-Voruntersuchungen (Blutbild und Herzecho) beim gleichen Hund.

    Fairerweise habe ich die Versicherung in 10 Jahren bisher sonst nur einmal bei einer medizinisch benötigten Kastration gebraucht, das war 2022. Deswegen habe ich jetzt mal keine Angst, dass wir gekündigt werden...


    Dieses schwebende Damoklesschwert über euren Köpfen und die ständige Sorge, dass die Versicherung doch kündigt wie ich hier mitlese, das würde mich echt belasten.

    Ich habe das geschrieben zum Beispiel.

    Für mich ist ebenfalls Tierschutz, wenn ein Hund von der ersten Sekunde in wohlwollende Hände fällt. Bewusst ausgesuchte gesunde Eltern, eine wesensstabile Mutter, eine gesunde Aufzucht mit angemessenen Reizen und daraus einen Hund mit vorhersehbaren Eigenschaften, der munter in die Welt schaut an Menschen, die sich ganz bewusst und lange mit dem Thema und den Bedürfnissen der Rasse auseinander gesetzt haben und die Vorarbeit aufnehmen und weiterführen. Ich möchte, dass beide Parteien happy miteinander sind

    Das Verhindern von Leid von vornherein ist für mich der Schutz davor. Also sowas wie "passiver" Tierschutz im Gegenzug zu aktiven Tierschutzprogrammen wie Kastrationsaktionen etc. ?

    Zusammen mit dem Backup und dem Netzwerk, die man als Züchter in den Verbände bietet, um Hunde aus dem Pool aufzunehmen und aus eigener Tasche neu zu vermitteln, ohne andere Ressourcen zu verbrauchen. Auch das ist für mich Schutz und gibt die Ressourcen frei, die woanders benötigt werden.


    In meiner idealen Welt fallen halt nur noch Welpen bewusst und aus möglichst gesunden Eltern unter möglichst guten Bedingungen und gehen nur an Leute, die ihnen ein möglichst gutes passendes Leben bieten. Und wenn doch mal was ist, gibt's die Netzwerke als Auffangbecken statt dass ein Hund viele Jahre im Tierheim sitzt.

    In meiner idealen Welt kommt kein Leid für den Hund vor.

    Einmal Tumor an einer Pfote wegmachen und vorher als vorbereitende Untersuchung ein Herzechokardiogramm: rund 500 Euro. Voll ok. Zusätzlich nun ca 50 Euro für Herztabletten, auch voll ok.

    Einmal Augenentzündung mit Spaltlampe angucken und 2 verschiedene Salben 130Euro. Autsch.

    Insgesamt in 1 Monat gut 2500Euro Tierarztkosten, auuuutsch. Aber hilft ja nix.

    In unserem Fall sind die Hunde von der Qualität gleichwertig gewesen, aber der andere ist einfach mit mehr Routine und besserem Handling dynamischer und präsentabler und auch alle Tage souveräner gelaufen. Sonntag hat er auch Best in Show 2 gemacht.

    Alles ok, bin trotzdem zufrieden. Auch in diesem Bereich kann man selbst stetig dazu lernen und stolz auf seine eigene Entwicklung sein, wie man sich selbst und mit dem Hund zusammen entwickelt. Dass ich jemals meinen eigenen Hund komplett schneide, aufsprühe und handle in einem Feld der internationalen Spitzenreiter und wir ernsthaft Chancen haben, hätte ich nie gedacht.

    Bis vor 3 Jahren durfte ich keine Hand an meinen Hund legen, der damalige Groomer hat mir gesagt, ich mache seine Arbeit nur kaputt. Erst nach einem Wechsel hab ich gelernt, immer mehr selbst zu übernehmen und zu üben. Die Routine fehlt hier auch, in Deutschland ist das ja alles verboten, im Ausland ist es gefordert und gehört dazu.

    Aber ich stelle eh nur noch selten in Deutschland aus, die Ausstellungen im Ausland sind in der Regel deutlich besser organisiert und glamouröser, die Stimmung viel positiver, man hat bessere Einkaufsmöglichkeiten, die Besucher motzen nicht rum, sondern freuen sich und möchten viel mehr Kontakt haben, anstatt dass man sich fühlt wie im Zoo bei der Beschau.

    Im Ausland gibt's einfach mehr geboten. Schau mal nach England, was das für Begeisterung en auslöst. Die Konkurrenz ist viel größer, man hat da mehr das Gefühl richtig um eine Anwartschaft "gekämpft" zu haben als wenn hier drei Hunde noch gezeigt werden. Jede Meldung ein Gewinner mangels Teilnehmer...

    Im Ausland wird das richtig als Sport gesehen, es gibt eine Jugendförderung, deutlich mehr Trainingsgruppen, extra Hallentraining und Handlingtraining bei Profis, deutlich mehr Vorführungen und Weiterbildungen....