Der Gedanke dahinter ist nicht Kontrolle, sondern gemeinsames Absichern von Risiken. So funktioniert unser System an vielen Stellen. Wir zahlen alle regelmäßig Beiträge ein, obwohl wir nicht wissen, ob oder wann wir selbst Leistungen brauchen. Die meisten bleiben lange gesund, einige werden schwer krank – und genau für diese Fälle ist das Geld da. Viele tragen ein kleines, planbares Stück bei, damit Einzelne im Ernstfall nicht allein vor einer riesigen Rechnung stehen.
Dieses Prinzip gibt es bei der gesetzlichen Krankenversicherung, bei der Pflegeversicherung oder bei der Kfz-Haftpflicht oder oder... Da gibt's ja viele Beispiele. Es geht immer darum, große, existenzbedrohende Risiken auf viele Schultern zu verteilen. Niemand weiß vorher, ob er den „teuren“ Schadensfall haben wird. Deshalb beteiligt sich jeder.
Übertragen auf Hunde heißt das: Jeder Halter zahlt einen überschaubaren Beitrag. Wenn ein Tier schwer erkrankt, ist die Versorgung gesichert. Das nimmt Druck raus, schützt das Tierwohl und sorgt für mehr Verlässlichkeit. Verantwortung für ein Lebewesen sollte nicht davon abhängen, wie viel gerade auf dem Konto ist.
Und ums Tierwohl geht's hier doch. Aktuell fahren wir ja das PKV Modell. Der Versicherer prüft Risiken. Bestehende Erkrankungen werden ausgeschlossen, für bestimmte rassetypische Probleme gibt es Einschränkungen oder Zuschläge. Im höheren Alter wird es teurer oder schwieriger, überhaupt noch einen Vertrag zu bekommen. Das kennt man so ähnlich aus der privaten Krankenversicherung für Menschen. Bin selbst privat versichert, hab Risikozuschlag, Ausschluss usw. Das ist Mist.