Beiträge von Czarek

    Winkehund Ich kenne das Gefühl, wenn man ständig das Gefühl hat, es ploppt überall das nächste und das nächste und das nächste Thema auf.

    Ist hier gerade auch so, alleine das Fertigmachen der Hunde morgens vor der Arbeit sind fast 1,5h aktull und man hofft, dass einfach ein paar Themen bald durchgestanden sind.

    Ich hatte heute so einen Morgen. Fussel muss inzwischen raus, sobald sie auch nur ein Auge aufmacht. Ich war aber gerade 5min im Bad, also lag ein Haufen auf dem neuen Wohnzimmerteppich. Den wegschrubben... Dann Medikamente gerade für alle Hunde ins Futter tun, Fussel bekommt inzwischen drei Tabletten morgens und 2 abends und die anderen haben aktuell auch was, weswegen ich wieder zum Tierarzt muss... Ich war heute morgen auch hart an der Grenze zu spät zu kommen, hab schon an die Arbeit gedacht, die mich gerade total fordert, und war einfach nur gestresst insgesamt. Gibt so Tage einfach.... Ein Schritt vor den anderen setzen und Atmen nicht vergessen.

    Ja, der Aufwand ist riesig. Bei meinen Hunden gab es damals im ganzen Land kein zugelassenes Labor, auch in den Nachbarländern nicht. Die Blutproben mussten in die USA geschickt werden. Durch Einreise per Flugzeug wurde natürlich auch entsprechend kontrolliert.

    Meine Freundin wird an der polnischen Grenze aber auch immer kontrolliert, nur da ist es halt offensichtlicher, dass Hunde im Auto sind

    Was für ein Aufwand? Der Trapo wird quasi nie kontrolliert, erst recht nicht jeder einzelne Hund.

    Ich war mit meinem Hund in 9 Ländern in den letzten 3 Jahren, kein einziges Mal wollte irgendwer irgendwas sehen. Der einzige Welpe meines Rüden, der überhaupt kontrolliert wurde, war vom Flughafenzoll kurz angehalten, um die Einfuhrsteuer bezahlt zu haben...

    Man stellt einfach einen anderen Ausweis aus und trägt dort die Chipnummer ein. Entweder der Ausweis kommt mit und wird hinterher wieder getauscht, wenn es legal ist, oder er verschwindet eben und der Hund ist auf dem Papier ein wenig älter als eigentlich. Wurmt bei einem Mischling doch niemanden. Alternativ stellt nicht ein russischer Arzt den Ausweis aus, sondern einer aus einem EU Land...

    Wenn es denn überhaupt einen Ausweis gibt. Es wird ja nicht jeder mit Traces importiert, viele Transporter fahren einfach durch.

    Ein Orthopäde kann dir da weiterhelfen und sich die Gesamtstatik ansehen und inwiefern diese sich nicht verwächst. Auch gerade mit dem Überbau.

    Wenn ein Hund vorne die Pfoten nach außen dreht, hängt das häufig mit der gesamten Frontkonstruktion zusammen. Bei einer zu schmalen Brust fehlt seitliche Auflagefläche für Schulter und Oberarm. Die Ellenbogen können dadurch nicht stabil am Brustkorb anliegen, weichen nach außen aus und der Unterarm rotiert mit nach außen, sodass die Pfoten entsprechend stehen. Es handelt sich also oft um eine Kettenreaktion von der Brustbreite über die Ellenbogenstellung bis zur Pfotenrichtung.

    Neben mangelnder Brustbreite können auch ein kurzer oder steiler Oberarm, fehlende Vorbrust oder noch unzureichende Bemuskelung eine Rolle spielen. Nicht jede nach außen gedrehte Pfote bedeutet automatisch eine schmale Brust, besonders bei Junghunden wie deinem fließt die gesamte Entwicklung mit ein.

    Mein Hund ist stark durchtrittig und dreht stark nach außen, irgendwann führt das zwangsweise zu Problemen. Leider wird bei Bichons darauf oft nicht geachtet.

    Wir hatten vor einiger Zeit so ein Thema damit und es ist wirklich nicht schön, wenn man Angst haben muss, dass der eigene Partner ganz evtl. Tollwut hat.

    Wir waren im Auto unterwegs, mitten durch die Stadt auf der Straßenkreuzung rannte ein Hund herum. Er hatte eine Flexileine dran und erschrak immer wieder vor der hinter ihm her donnernden Flexi und wurde mehrfach fast überfahren. Mein Mann ist ausgestiegen und hat ihn von der Straße in ein Wohngebiet gescheucht und wollte ihn einfangen. Ich hab nur noch gesagt: Fass den Hund nicht selbst an! Merlefarbener Chihuahua, wer weiß, wo der her ist. Lass ihn lieber laufen als dass du dich beißen lässt.

    Es kam, wie es kommen musste. Mein Mann packte den Welpen und sicherte ihn, dieser tackerte ihm in die Hand, Finger blutete. Irgendwann kamen die Besitzer, Welpe 15 Wochen keine Ahnung woher aus eBay von Osteuropäern gekauft, nicht geimpft, gar nix. Natürlich war's ein Red Merle Chihuahua.... Ich war so wütend...

    Mein Mann saß 4h wartend in der Notaufnahme und neben Tetanus Auffrischung haben die ewig diskutiert, ob er nun eine Tollwutimpfung kriegt. Am Ende hieß es, ne ist so unwahrscheinlich, wir impfen jetzt nicht.

    Ich konnte wochenlang vor Sorge kaum schlafen. Offensichtlich war's dann ja auch zum Glück nichts, aber an diesen Beispielen sieht man, dass eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht.

    Und leider ist es eben so, dass sich mit solchen Importen so viel Geld verdienen lässt und so viel Schmuh passiert. Schon bei "geregelter Rassehundezucht" kenne ich so viel gefälschte und gemauschelte Dinge über die Tierärzte... Man kann sich nur vorstellen, was da erst beim Welpenhandel abgeht.

    Es wäre halt nach wie vor interessant zu erfahren, ob diejenigen, die jetzt sagen, sie können sich die TA-Kosten nicht mehr leisten, sich die TA Kosten vor der Erhöhung leisten konnten, oder ob sie jetzt eben mit auf den Zug springen und laut mitheulen, wie ungerecht alles ist.

    Wen meinst du hier genau?

    Ansonsten waren meine Hunde, wenn sie krank waren, immer schon teuer, mein erster Chaotenhund hatte durchschnittlich 4 meiner Monatsgehälter jährlich zum TA getragen.

    Schön, dass du so privilegiert bist, auf 4 Monatsgehälter zu verzichten. Freut mich echt für dich, kann leider nicht jeder.

    Aktuell ist es einfach so, dass man sich das mit dem Tier alleine aus Gesundheitskosten wirklich überlegen muss. Wir hatten ja gerade selbst gut 3000Euro Kosten ohne dass irgendwas wirklich Gravierendes war. Der Tierarzt erzählte, zuletzt wollte einer seinen Hund zum Einschläfern dalassen wegen Zahnsanierung. Oder noch schlimmer: immer mehr nehmen die Hunde unbehandelt wieder mit.

    Wir sind hier ja in einer Bubble, die alles für ihr Tier macht. Das darf man nicht vergessen. Unterschiedliche Ärzte erzählen da eine andere Geschichte... Irgendwie muss man darauf reagieren.

    Der Gedanke dahinter ist nicht Kontrolle, sondern gemeinsames Absichern von Risiken. So funktioniert unser System an vielen Stellen. Wir zahlen alle regelmäßig Beiträge ein, obwohl wir nicht wissen, ob oder wann wir selbst Leistungen brauchen. Die meisten bleiben lange gesund, einige werden schwer krank – und genau für diese Fälle ist das Geld da. Viele tragen ein kleines, planbares Stück bei, damit Einzelne im Ernstfall nicht allein vor einer riesigen Rechnung stehen.

    Dieses Prinzip gibt es bei der gesetzlichen Krankenversicherung, bei der Pflegeversicherung oder bei der Kfz-Haftpflicht oder oder... Da gibt's ja viele Beispiele. Es geht immer darum, große, existenzbedrohende Risiken auf viele Schultern zu verteilen. Niemand weiß vorher, ob er den „teuren“ Schadensfall haben wird. Deshalb beteiligt sich jeder.

    Übertragen auf Hunde heißt das: Jeder Halter zahlt einen überschaubaren Beitrag. Wenn ein Tier schwer erkrankt, ist die Versorgung gesichert. Das nimmt Druck raus, schützt das Tierwohl und sorgt für mehr Verlässlichkeit. Verantwortung für ein Lebewesen sollte nicht davon abhängen, wie viel gerade auf dem Konto ist.

    Und ums Tierwohl geht's hier doch. Aktuell fahren wir ja das PKV Modell. Der Versicherer prüft Risiken. Bestehende Erkrankungen werden ausgeschlossen, für bestimmte rassetypische Probleme gibt es Einschränkungen oder Zuschläge. Im höheren Alter wird es teurer oder schwieriger, überhaupt noch einen Vertrag zu bekommen. Das kennt man so ähnlich aus der privaten Krankenversicherung für Menschen. Bin selbst privat versichert, hab Risikozuschlag, Ausschluss usw. Das ist Mist.