Tierheimtier oder Welpenwahn für Spätberufene?

  • Der TE nimmt sich einfach aus allen Kommentaren was für sich raus. Ich steig jetzt nicht in eine Nebendisskussiin zum Dummysport ein.

    Man kauft sich einfach mall nicht einen Eurasier, wenn Freude an Hunden hat, die Bällchen holen oder Dummys.

    Das ist alle Beteiligten absoluter Frust

  • Man kann Hundesport mit Freude und Erfolg machen, ohne Weltmeistertitel anzustreben. Und natürlich geht das auch ü 60. Einfach für sich und den Hund.

    Vorteile kleinerer Hunde: kräftemäßig besser zu halten, man kann sie leichter tragen, wenn der Hund zB krank oder verletzt ist, man kann sie im Bedarfsfall einfacher in Fremdbetreuung geben, kleinere Hunde leben in der Regel länger als große.

    Im übrigen sind kleinere Hunde ebensoviel Hund wie große, auch die Möglichkeiten des Hundesports stehen einem damit offen.

  • aber im Wohnwagen/ Wohnmobil wären sie mir zu groß

    Elvis‘ und Kunos Züchter sind auch Camper und haben vier Wheatendamen und eine Russin mit im Wohnwagen. :lol:

    Nachdem ich mir selbst für einen Camper viel zu groß bin, erstaunt mich immer wieder, wie man zu zweit mit in Summe gut 100 kg Hund auf 20 Pfoten auf diese Weise entspannt Urlaub machen kann. :headbash:

  • Es weiß ja auch keiner, wie groß das WoMo ist oder ob es Sommer-Camper sind (oft draußen) etc. Wir sind mit 5 Hunden im WoMo, 3x klein, 2x mittelgroß, das geht problemlos. Es muss also sicher nicht an einem etwas größeren Hund scheitern. Aber das Thema Dreck / Nässe würde ich nicht unterschätzen, man hat halt in WoMos nicht unbedingt eine Art Schleuse oder Parkraum für einen versifften Hund, erst recht nicht für einen großen. Wir haben Decken auf den Möbeln und Bademäntel für die Hunde. Völlig Nässe- und Dreckspritzer-frei bleibt es dennoch nicht. Wenn man nur auf CPs ist, das Vorzelt draußen hat etc. mag es anders sein, bei uns stolpert man halt vom Regen in den Wohnraum, ohne Schleuse. Aber das weiß ja jeder für sich, wie er campt und wo er Toleranzgrenzen hat. Genauso wie ein völlig durchnässter sehr plüschiger Hund auch einfach mal "riechen" kann. Nasser Hund halt. Im WoMo ist alles komprimierter.
    Gefühlt hat jeder 2. WoMo-Fahrer einen Hund dabei und es ist großartig mit den Hunden =). Aber es ist ja nicht verkehrt, sich da vorab ein paar Gedanken zu machen. Je nach WoMo-Typ gibt es ja Möglichkeiten zum Zwischenparken des Hundes. Wobei ich persönlich froh bin, unsere dürfen auf die Möbel, da "viel" Hund auf dem Boden echt sehr schnell im Weg liegt...

    Die Auslastung insgesamt bei den Thread-Erstellern finde ich im Übrigen nicht wenig. Mal so grob überschlagen wäre man ja z.B. als theoretische Möglichkeit bei 20-30 Minuten Löserunde morgens, später Vormittag 15 Minuten Dummy / Nasenarbeit, nachmittags größere Natur-Runde und / oder im Garten chillen... Oder im WoMo mit dabei sein. Ich wüsste nicht, wo z.B. ein Golden Retriever da nicht ausgelastet sein sollte :ka:. Also, ohne den Thread-Erstellern da was unterstellen zu wollen an Tagesplanung, aber meine Hütehunde sind mit anderem Sport und etwa dieser Einteilung happy und den Rest des Tages chillig. Wie viel Trara die Haupt-Spazierrunde bedeutet, kann man ja zudem gut selbst beeinflussen.

    Ich würde da als TE mehr nach sonstigen Eigenschaften gehen, die im Alltag gewünscht und wichtig sind: kontrollierbarer Jagdtrieb, hohe Verträglichkeit mit Mensch / Hund, wenig Wachsamkeit / Schutztrieb, keinerlei SoKa-Optik wegen der Urlaube, keinesfalls ein "Angsthund" (aus dem TS), kein zu aufbrausendes, sich reinsteigerndes, nervöses, lautes Wesen.

    Aber ich finde schon, es bleibt eher wenig übrig, ohne Abstriche zu machen. Einen Beagle könnte ich mir z.B. auch vorstellen, aber der ist nicht unbedingt ableinbar. Oder einen Cocker, der mag aber zu quirlig / außenorientiert sein. Irgendeinen Tod stirbt man immer und ein Hund ist ein Hund. Jagen, bellen, wachen, nicht jeden Fremden gut finden... bringen sehr viele Hunde mit, oft über Jahrhunderte angezüchtet. Da permanent gegen zu kämpfen, bringt ja auch nichts, niemandem, weder Mensch noch Hund. Wenn man es möglichst in Reinform will, müsste man wirklich bei den Begleithunden schauen.

  • aber im Wohnwagen/ Wohnmobil wären sie mir zu groß

    Elvis‘ und Kunos Züchter sind auch Camper und haben vier Wheatendamen und eine Russin mit im Wohnwagen. :lol:

    Nachdem ich mir selbst für einen Camper viel zu groß bin, erstaunt mich immer wieder, wie man zu zweit mit in Summe gut 100 kg Hund auf 20 Pfoten auf diese Weise entspannt Urlaub machen kann. :headbash:

    Ich bin im Minicamper mit einem großen Hund (60cm) und einem kleineren Hund (45cm) unterwegs. Das hängt auch einfach individuell davon ab, wie komfortabel man es selbst möchte. Ich schlafe auch mit den beiden Hunden in einem kleinen Trekkingzelt. Einen Berner Sennenhund oder Neufundländer möchte ich zum Beispiel nicht im Camper oder Zelt haben, gibt trotzdem Leute die so unterwegs sind😅

    Ich würde einfach einen kleineren Mischling empfehlen. Ich finde ja meine Nora immer noch ziemlich den perfekten Hund für sehr viele Menschen. 45 cm, 11kg. Passt super auf den Schoß oder unter den Arm, kann sich ganz klein machen, aber ist so langbeinig, dass sie problemlos lange Wandertouren mitmacht. Vom Gewicht kann sie auch ein Kind an der Leine halten. Sie ist ein "alles kann, nichts muss"-Hund und kann entweder den ganzen Tag auf dem Sofa liegen oder 80km wandern. Hundesport macht sie sehr gerne, aber braucht es nicht unbedingt zum glücklichsein. Jagdtrieb etwas vorhanden, aber handelbar, mit anderen Hunden unproblematisch, aber braucht sie nicht unbedingt.

    Meine Eltern sind jetzt knapp über 70 und haben einen mittlerweile fast 14-jährigen 25kg-Hund. Einen jungen Hund dieser Größenordnung könnte meine Mutter jetzt nicht mehr halten und den alten Hund die Treppe hoch tragen oder ins Auto heben, schafft sie auch nicht. Wenn also nochmal ein Hund einziehen sollte, dann muss es was deutlich kleineres/leichteres werden und da würde ich dann auch wieder meinen Typ "Nora" empfehlen.

  • Sollte ich mir als Rentnerin (dauert noch fünf Jahre) nochmals einen Hund holen, ist mein Traum ein Parson-Russel-Terrier oder ein PatterdaleTerrier, man muss allerdings Terrier mögen. Gerne ab drei Jahre , ich möchte keine Welpen mehr und ich möchte nicht mehr als 10 kg tragen müssen.

    Oder wieder einen passenden Tierschutzhund von einer Pflegestelle oder Privatabgabe. Am liebsten nur von Kleenes87 (falls Du dann noch/wieder Tierschutzhunde fit fürs Leben machst)

  • Eine subjektive Anmerkung zum Whippet: Hundewiesentauglichkeit sehe ich nur sehr eingeschränkt bzw. eher gar nicht. Bedingt ableinbar wegen des Jagdtriebs sehe ich auch so und wenn man gewillt und in der Lage ist, dem Hunde rasseentsprechende Auslastung (Rennbahn, Coursing, regelmäßige Sprintmöglichkeiten/Freilauf) und Haltung (Bett, Sofa, weiche Plätze, niemals nich bei Regen raus gehen) zu bieten, finde ich Whippets nahezu perfekt, auch als so genannte Begleithunde. Handlich, nicht zu groß oder zu schwer, das Fell ist pflegeleicht (sorgfältige und regelmäßige Krallen- und Zahnpflege ist jedoch unbedingt notwendig), kein Eigengeruch. Noch besser sind nur zwei Whippets.
    Und hier noch was zu lesen: 9 Gründe gegen einen Whippet, trifft es ganz gut.

    Es gibt hier im DF einige Whippethalter*innen, die wesentlich erfahrener sind als ich.

  • Ich werfe hier mal den Pudel ins Rennen - netter Begleiter, jagen und wachen handelbar, gerne dabei, Artgenossen auch nicht problematisch.

    Ziemlich quirlig - denke die Pudelbesitzer können da mehr sagen.

  • Ich werfe hier mal den Pudel ins Rennen - netter Begleiter, jagen und wachen handelbar, gerne dabei, Artgenossen auch nicht problematisch.

    Ziemlich quirlig - denke die Pudelbesitzer können da mehr sagen.

    Tatsächlich hatte ich auch gedacht, das wäre ausnahmsweise ein Fall, bei dem ich auch einen Pudel sehen würde.

    Allerdings wollen Pudel auch gefordert und gefördert werden. Die eskalieren nicht ohne viel Beschäftigung, leben aber halt auch erst so richtig auf, wenn sie irgendwas tun dürfen. Und ein meiner Ansicht nach großer Vorteil: sie wiegen verhältnismäßig wenig, mein (zu großer) Kleinpudelrüde wiegt bei 47cm 14kg.


    Wenn da mehr Interesse besteht, kann ich gern auch noch mehr über den Pudel schreiben.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!