Tierheimtier oder Welpenwahn für Spätberufene?

  • Wenn euch Verträglichkeit mit Mensch und Hund wichtig ist, möglichst weniger Territorialverhalten angenehm wäre und der Irish Terrier dir zu temperamentvoll ist, dann würde ich die Finger vom Kromfohrländer lassen. Die KI lässt sich da gerne von den etwas zu blumigen Versprechen in den Rassebeschreibungen leiten ;)

  • Ohne euch zu nahe treten zu wollen, solltet ihr aber auch an die Lebenserwartung des Hundes denken und an mögliche Unterstützung bei der Betreuung des Hundes.

    Da haben wir in der Tat zuerst dran gedacht. Wir sind Mitte 60, wenn ein gesundes Tier hier als Welpe einzieht und planmäßig altert, sind wir um die 80 wenn es uns verlässt. Vielleicht noch später.

    Unser Fazit ist, dass wir derzeit noch fit genug für Welpenaufzucht oder Junghundumerziehung sind und dann mit dem Tier zusammen altern. Wenn alle Stricke reißen, reißen sich hundeaffine Neffen und Nichten um den Hund, denn das wird natürlich der goldigste Hund ever :-)

  • Einmal ist allerdings keinmal, denn wqs sie dagte, wollten wir nicht hören "am besten einen Goldie"

    Das wollt ihr dann auch nicht hören, aber das war nach deinen weiteren Antworten auch mein erster Gedanke, ein Golden aus Showlinie :sweet:. Der erfüllt schon sehr viel von dem, was ihr möchtet.
    Ein kleinerer Hund aus der Begleithund-Ecke (Bichons z.B.) sicher abgesehen von der Größe auch, aber das wollt ihr wohl noch weniger.

    Was stört euch am Golden Retriever?

    Und zum Thema kleiner Hund: ich schlage euch ganz sicher keinen Sheltie vor, der klingt wirklich unpassend! Aber meine Lotta wiegt kaum 6kg, hat die Begleithundeprüfung bestanden, macht aktiv Hundesport (Turniere), läuft lange Wanderungen im Gebirge mit mehr Durchhaltevermögen als ich und ist ganz sicher ein "richtiger Hund".
    Wobei: ein Langhaar-Collie aus britischer Linie könnte ggf. zu euch passen... Also, falls sie euch gefallen. Die sind in der Regel verträglich, Jagdtrieb oft gut kontrollierbar, zu wachsam finde ich die tendentiell auch nicht.

    Klar sein muss, dass die meisten Rassen (und deren Mischlinge bringen davon ja ihren Anteil mit) zu einem bestimmten Zweck gezüchtet wurden. Und das war über die Jahrhunderte meist irgendeine Form von Jagen oder Wachen, Schutzhund, ggf. noch Hüten. Nichts davon wollt ihr, also fallen eigentlich 90% der Rassen (und ihrer Mixe) schonmal weg.
    Daneben gab es immer schon Begleithundrassen und eigentlich ist das genau das, was ihr sucht. Die sind aber halt meist die kleineren Vertreter, was ihr nicht wollt.
    Und so einige Rassen wurden hin zum Begleithund gezüchtet, vor allem die Retrieverrassen (Showlinie), aber auch Spaniel fallen mir da ein, die evtl. passen könnten. Die sind aber auch eher quirlig.

    Ich wäre da bei deinen Vorstellungen genau bei der Hundetrainerin: ein Golden Retriever, sorry |)

  • Darüber wurde noch gar nicht nachgedacht. Es sollte allerdings schon eine Rasse sein, die nicht überzüchtet und allein deswegen ein Kandidat für die goldene Tierarztkarte ist.

    Und dennoch koennt ihr Pech haben und einen erwischen, der staendig was hat oder etwas hat, was wirklich teuer wird. Wir haben einen Thread zu den Kosten verschiedener Dinge beim Tierarzt. Evtl. lest ihr da mal rein. Und dann wuerde u.U. eine Versicherung Sinn machen. Wobei da eben das Alterndes Hundes ein Problem sein kann..

  • Also das Alter ist überhaupt kein Thema. Ich hab Kunden, die haben mit guter Vorsorge und Absprache/Vertrag noch mit ü 70 einen Hund genommen. Solange man das gut organisiert und irgendwo schriftlich festhält, ist alles in Ordnung.

    Ich sehe bei euch keinen Golden. Einfach von dem wie du schreibst, ist das zu viel Partyenergy plus Gewicht. :mrgreen-dance:

    Wie sieht es aus, seid ihr regelmässig auf Fremdbetreuung angewiesen? Es gibt Rassen wie der Eurasier, der da etwas eigen ist. Mit guter Vorbereitung von klein an machbar, aber doch eher nicht so easy.

    Würde dir ein Dansky zusagen? Du schreibst, ihr würdet nebst den Spaziergängen durchaus auch mal was mit dem Hund gezielt machen wollen. Eigentlich kommen da viele Hunde in Frage. Vielleicht auch ein Spaniel. Gerade wenn dich Fährten durchaus interessieren würde, wäre das eine ideale Arbeit für den Hund nebst dem Alltag. Da keine Kinder im Haus sind, wäre für genug Ruhe gesorgt. Oder etwas passendes gucken im Tierheim. Da würde man bereits sehen, wie der Hund von Grösse und Temperament ist. Auch ein Vorteil.

  • Golden aus Showlinie :sweet:

    Gewünscht waren um die 20kg, das halte ich mit Showline-Goldies für nicht ganz so realistisch. Mit etwas Glück bekommt man auch da zierliche Hündinnen, aber auch die würde ich auf eher 25kg schätzen...

    Damit will ich keinesfalls sagen, dass ein Goldie nicht wunderbar passen würde. Ich glaube das auch, dass der gut in das beschriebene Setting passt.

    Aber das Gewicht sollte man schon im Hinterkopf haben...

  • Ich würde euch zu einem bereits ausgewachsenen Hund raten - entweder aus Privatabgabe oder aus dem Tierschutz.

    Ich bin mal ganz ehrlich- ein Welpe zu absoluten Hunde-Neulingen jenseits der 60 ist ähnlich, als wenn ihr jetzt plötzlich ein Baby oder Kleinkind hättet. Man ist tatsächlich nicht mehr sooo belastbar, auch wenn das jetzt vielleicht doof klingt. Wenn Menschen sich in dem Alter einen Welpen zulegen, dann sind sie in den meisten Fällen hundeerfahren und kennen das ganze Drumherum bereits mehrfach.

    Und auch körperlich würde ich an eurer Stelle bedenken, daß es eher "bergab" als bergauf geht - wenn der Hund im besten Alter ist, seid ihr 70 - ich kenne (leider) fast nur Negativbeispiele, wenn ältere Menschen große Hunde haben und ihnen körperlich nicht gewachsen sind. Da zerrt der Hund die Menschen einfach mit oder reisst sie um. (bitte nehmt mir das nicht übel, ich kann ja nur aus meiner Erfahrung heraus berichten)

    Wir sind begeisterte Wohnwagencamper und haben 4 kleine Hunde. Die Größte wiegt ca. 10kg, die Kleinste keine 4kg. Trotz ihrer Größe sind es ernstzunehmende Hunde, die wir aber jederzeit gut halten können. Sie verteilen sich perfekt über die Wohnfläche, niemand liegt im Weg. Sie sehen lieb genug aus, um keine Platzbachbarn in Angst und Schrecken zu versetzen, sind aber wachsam und mutig. (keine Kläffer) Alle sind als erwachsene Hunde zu uns gekommen.

    Mein Rat zusammengefasst - orientiert euch eher an Rassen um die 10kg und sucht eher nach bereits ausgewachsenen Hunden.

    Ich wünsche euch alles Gute!

  • Ich finde die Golden-Hündinnen immer eher klein und wenn nicht verfettet, irgendwie nicht, als sollten die über 20kg haben, aber das täuscht wohl |). Wenn man aus der Hütehund-Ecke kommt, sind die Hunde in der Größenordnung irgendwie leichter...
    Bleiben die echt lange quirlig? Ich kenn die nur so bis 2 Jahre halt junger Hund, dann ruhiger, freundlicher Mitläufer (klar, mal spielen, im Schnee rumspacken, Spaß an Sport, aber im Alltag halt).

  • kurzhaarige (nicht stichelhaarige) Felle

    Was meinst Du damit? Meinst Du "nicht pieksend" oder meinst Du wirklich stichelhaarig, d.h. mit weiß gemixte Farben?

    Goldie bzw. Retriever haben den Vorteil, dass sie sehr menschenaffin sind, sie sind oft leichter zu erziehen als z.B. Terrier. Deshalb werden sie gern als Anfängerhunde empfohlen. Darüberhinaus leben sie für die Dummyarbeit - das käme Euren Vorstellungen von Hundesport schon recht nah.

    Ein Labrador aus leichter (Gewicht-bezogen) Showlinie wäre auch eine Möglichkeit - der hätte kürzeres Fell.

    20kg sind schon eine ordentliche Größe und wenn Du Dir Gedanken darüber machst, dass Deine Frau von den Füßen geholt werden könnte... Das können auch leichtere Exemplare schon schaffen. (Einer meiner Hunde, 24kg, hat mich, damals ca. 90kg "flachgelegt", als er an der Flexi hinter einem Reh hinterher wollte. Hat halt auch etwas damit zu tun, wieviel Anlauf der Hund hat.)

  • als sollten die über 20kg haben

    Gewicht ist finde ich bei der Hundewahl mit das schwierigste Kriterium. Das streut so krass unabhängig der Größe. Hundekörperbau ist einfach extrem unterschiedlich.

    Würde mich da eher an den 40-50cm orientieren.

    Spoiler anzeigen

    Lucy_Lou mein Mutantensheltie hat aktuell 44cm und 12kg. Ich schwöre der ist ein richtiger Junghundschlacks und rippig. Bin selbst erschrocken und habe mehrmals nachgewogen.

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