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Beiträge von Lucy_Lou

    Es ist Corona.


    Die Preise für Hunde sind völlig durch die Decke gegangen

    Bloß dass das an den seriösen Züchtern vorbei gegangen ist, deshalb wohl seriös... Ich bin auch über die 2000€ Anzeige mit "reinrassigem Mini-Sheltie ohne Papiere" (klar :pfeif:) gestolpert und kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Wir zahlen nun für Peaches (Sheltie, tolle Aufzucht, tolle Eltern, Gesundheitswerte passen, VDH) 1200€. Aber für "ich lass mal Hund A über Hund B hopsen, weil halt grad verfügbar, und gebe dem nen netten Namen", zahlst du zur Zeit wirklich sonstwas. Ich begreif es auch nicht...

    Nun hatten wir am Samstag Morgen bei sommerlichen Temperaturen einen toten 20 kg Hund im Haus, den man nicht einfach so mal im Garten vergraben kann. Ich kann jedem nur empfehlen, sich hierzu rechtzeitig Gedanken zu machen.


    Wir haben zum Glück einen Tierfriedhof um die Ecke, die auch Einäscherungen anbieten und das ist es dann auch geworden. Die Asche werde ich irgendwann mal irgendwo verstreuen, wo sie gerne unterwegs war.

    Bei Faye kam es ja so plötzlich :verzweifelt:. Am Tag vorher habe ich aus übrig gebliebenem Beet-Einfassungszäunchen ein Herz geformt im Vorgarten. Dachte, es könnte hübsch aussehen. Und währenddessen sprang Faye raus und rein und buddelte was mit und ich dachte noch, es darf ja auch nicht nach Grab ausschauen. Ich hätte nie gedacht, am Tag drauf wird sie dort begraben :(. Und jetzt denk ich mir, was, mache ich mit den anderen Hunden? Grisu ist 13,5 Jahre alt, es geht im gut, aber er ist ein großer Hund. In Fayes Grab würden vielleicht noch 2 Shelties passen. Aber hier leben 4, bald 5 Hunde noch und alle Großen im Garten begraben?! Ich hätte einen Privatfriedhof im Vorgarten. Faye gehört genau da hin, bei Lucy hatten wir auf Sardinien keine Wahl, bei Aicha damals auch nicht (ich wusste es zumindest nicht). Smilla findet noch Platz in Fayes Herz, aber was ist mit den großen Hunden? Das treibt mich gerade auch um...

    Faye ist mit 2 Jahren, 2 Monaten und 2 Tagen tot geschüttelt worden :(. Das war am Valentinstag dieses Jahres. Es gab noch keinen Tag, an dem ich nicht um sie geweint habe. Ich vermisse sie fürchterlich und hab sie so wahnsinnig lieb!!!Ich habe nach wie vor keine Ahnung, wie man damit "gut" abschließen kann. Krankheit ist eine Sache, aber nicht so


    Aicha wurde etwa 12 Jahre alt, Darmkrebs. Lucy 11, 5 Jahre alt, ein Tumor im Brustkorb, der in die Wirbelsäule wuchs. Bei beiden war es sehr viel Trauer, aber (relativ) alt werden dürfen + Krankheit lässt mich abschließen und die Zeit in guter Erinnerung behalten, die wir hatten.


    Mit Fayes Tod komme ich nach wie vor gar nicht klar :(

    Grisu hatte das auch vor einigen Jahren, an der Schulter. Bei der Komplettuntersuchung wurde ein doppelter BSV ganz hinten in der Wirbelsäule gefunden, aber das Schreien vor Schmerzen hatte er vorne im Schulterbereich. Nach einer Vollnarkose war es bei ihm weg. Die Vermutung war, Fehlhaltung durch die BSV und dadurch ein eingeklemmter Nerv (was nach völliger Entspannung durch die Narkose wieder weg war). Muss höllisch weh tun :verzweifelt:. Ich würde von unserer Erfahrung heraus raten, nach der Ursache für eine Fehlhaltung mit entsprechenden Folgen zu schauen. Der eingeklemmte Nerv ist hier ja jetzt schon ein paar mal genannt worden. Oder eine massive Blockade/Verspannung... einen Knochenspöitter oder ähnliches hätte man ja im Röntgenbild gesehen. Grisu hatte das auch nur situativ bei bestimmten Bewegungen, sonst völlig normal und schmerzfrei. Aber wenn es ausgelöst hat, stand er da völlig verkrümmt und hat geschrien vor Schmerzen (und er ist hart im Nehmen).

    Ich hab das Problem nicht auf Grund unserer Wohnsituation. Aber alle Hunde hier kennen recht früh schon ein "weiter", was genau das heißt: ich geh jetzt weiter. Meine lernen das eher im Freilauf, aber auch wenn sie mal angeleint sind (und sie nicht gerade Angst haben, sich am lösen sind, unbedingt was wichtiges bestaunen müssen...), gehe ich dann auch einfach weiter. Ich "zuppel" nicht und rucke nicht, aber zur Not gibt es dann auch mal ein Mitbewegen (bei einem 12 Wochen altem Welpen am Geschirr). Geht er mit, wird durchaus gelobt bei einem so jungen Hund, aber ich käm da nicht auf die Idee, das 5 Minuten auszudiskutieren.


    Nun, dein Hund scheint mit Reingehen zu verbinden, dass jeder Spaß vorbei ist und wenn du Pech hast, wird er, wenn er erst mal einhalten kann, so lange einhalten, wie geht, damit er möglichst lange draußen bleiben kann. Ich würde auch da ansetzen...

    Mit den Hunden die ich jetzt in meinem Leben kennenlernen durfte gab es keinen Hund der mir wirklich Vom Wesen gefallen hat, liegt wahrscheinlich an der fehlenden und/oder falschen Erziehung.

    Hm... ich mag viele Hunde. Nicht alle. Aber wenn ich mit vielen Hunden schon näheren Kontakt gehabt hätte und keiner (!) davon hätte mir vom Wesen her so gefallen, dass ich gedacht hätte, der könnt hier auch einziehen, vielleicht da noch was mehr kennen lernen lassen an Umweltreizen, dort noch was mehr Freude an Zusammenarbeit wecken, da mal eine Grenze mehr setzen... Dann wäre ich eher kein Hundemensch (und würde über Hundetrainer gar nicht erst nachdenken). Hunde sind Hunde. Du kannst viel steuern über Erziehung, ganz klar, aber grundsätzlich sind Hunde einfach Hunde. Und man mag das oder nicht. Selbst die perfekteste zu dir passende Rasse wird mal unsicher sein, irgendwas kaputt kauen, aufdrehen, dich anschauen und sagen, nö, ich find grad xy besser, etwas verbellen, Essen klauen, gar keinen Bock zu deinen Übungen haben, fröhlich im Überrmut "fang mich doch" mit etwas dir liebem spielen, dich vor Nachbar, Freund whatevever peinlich dastehen lassen, zu xy am Horizont durchstarten... Hunde sind genauso wenig perfekt wie Menschen, aber sehr viel ehrlicher und direkter als die meisten Menschen.... Man muss das Hundewesen an sich schon mögen und nicht davon ausgehen, dass man sie schon "perfekt erzogen" bekommt. Klar ist das wichtig, dass der Hund seinem Menschen vertraut, ihm zutraut, Entscheidungen zu treffen, und allgemein, dass Zusammnarbeit Spaß macht. Aber ein Hund ist ein Hund, der viele eigene Ideen und Vorstellungen hat und die sollte man schon auch zu schätzen wissen

    Auslasten tust du Leni, nicht dein Vater? (weil du schreibst, dann 3 aktive Hunde im Sport?)


    Eigentlich warst du doch auf der Suche nach einem Sheltie dieses Jahr, es ergab sich nur nicht passendes, wenn ich das richtig im Kopf habe?! Zu Lucca klingt für mich ein netter Sheltie auch passender...


    Und "schlechtes Wesen", dann stell halt das Wesen der Elterntiere / Nachzuchten in den Vordergrund und weniger die Farbgebung. Also ist nicht böse gemeint, aber es kam bei mir schon immer ein wenig rüber "muss der Typ Sheltie sein mit Farbverteilung xy". Ich kann das verstehen, jeder hat optische Vorlieben. Aber gerade im Rudel und mit entsprechenden Vorstellungen vom Wesen... klar, eine Garantie, wie der Welpe sich entwickelt hat man nie, aber wenn man in erster Linie nach Wesen sucht, dürfte man die Wahrscheinlichkeit für "Wesensschwäche" zumindest stark minimieren können.

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