Beiträge von Lucy_Lou

    Finde ich als Idee auch interessant, aber hat nicht jeder andere "Problemzonen"? Was fällt denn da so ein, was für jeden viele gleichzeitig eine Herausforderung wäre? Bei Grisu würde mir einfallen, ihn in einer Junghundegruppe mitlaufen zu lassen als "Lernobjekt", nein würde ich dem alten Herrn nicht mehr antun xD . Bei Joey wäre die ultimative Herausforderung, sie mal ohne einen Beller durch ein Agi-Training zu bekommen :mute: |) , keine Chance :pfeif: !


    Oder mit allen 5en in einen belebten Stadtpark Sonntags bei gutem Wetter ohne Leine. Spielende Kinder, grillende Menschen, andere Hunde... "Nein Grisu, wir fressen nicht den Schäferhund". "Nein Joey, der Picknicktisch da ist nicht für dich gedacht. Auch nicht wenn du drölfzig Tricks abspulst" (bereits auf dem Tisch |) ). "Nein Peaches, das Kind da auf dem Bobby-Car wollte keinen Beifahrer..." So schlimm sind sie nicht xD (gut, ok, Grisu...), aber das wäre echt eine Herausforderung :pfeif: . Ok, Smilla und der Border zählen nicht, die wären eh bei mir. Und Joey würde zumindest im Kommando bleiben. Peaches aber wär lustig (und Grisu unlustig :hust: ) Wobei ich denke, das wäre alles in allem mehr dämlich als außerhalb einer Komfortzone.


    Was wäre da denn ein Vorschlag?

    BurisHand : ich glaub, das ist der Vorteil, wenn man mit Hunden aufgewachsen ist :lol: . Spielzeug nicht weggeräumt, selbst Schuld. Hund muss erst raus, bevor Mama xy mit einem spielen kann?, tja, ist so. Hundehaare als Deko,... fällt gar nicht mehr auf. Ich will xy spielen mit Hund, Hund sagt, nö ist nicht... will aber... irgendwie Hund zu motivieren...?? Grmpf, dann halt nicht...

    Anschließend ist der erste wirklich eigene Hund im Erwachsenenalter vermutlich eh kein Thema mehr :D

    Hm, die Familienhunde nicht mitgerechnet, war Lucy mein erster eigener Hund mit Anfang 20, aber ich hatte halt schon vorher mit Hund zusammen gelebt, das macht es sicher leichter. Mit Lucy waren es nun insgesamt 7 Welpen, die hier eingezogen sind, einen "Welpenblues" hatte ich tatsächlich nie. Aber ich denke schon, das ist sehr Kopfsache/Typfrage und ob man da von Kind an reingewachsen ist.
    Bei Lucy damals hat sich das alleine-bleiben-können sehr gezogen, aber sie war halt auch Einzelhund und ich sehr "yipieh, endlich wieder ein Hund in meinem (nicht mehr im Elternhaus) Leben!!!" und etwas Glucken-"Mami" :roll:

    Danach könnte ich so nicht sagen, was an einem Welpen schwierig gewesen wäre, aber war ja erst recht dann kein Ersthund mehr. Letztes Jahr sind 2 Welpen eingezogen mit 6 Monate Abstand, guuut, der 2. hat so etwas mit der Stubenreinheit gebraucht :roll: , aber das ist ja eh individuell. Ansonsten waren beide total easy. Auch bei den anderen fällt mir so nichts, was über normales Welpenverhalten hinaus geht oder ich als schwierig empfunden hätte. Hm, Enya hat einige Schuhe geschreddert. Grisu hatte ausgeprägte Unsicherheitsphasen als sehr junger Hund. Alle 3 Shelties waren gefühlt als Junghunde immer easpeasy (ggf. bis auf Stubenreinheit :pfeif: ). Bei Aussie Joey fällt mir so rückblickend auch gar nichts "anstrengendes" ein.


    Wobei, Welpen mag ich eh =) und dann gemeinsam Welt entdecken und langsam Grundlagen legen. Die können gefühlt eh nichts falsch machen für mich. Bin da aber auch sehr entspannt und ohne große Erwartungen, was da wann wie funktionieren muss

    Gerade erst gelesen (brauch immer so lang beim Schreiben...): für mich ein ganz klares Ja!!! Funktioniert, letztlich ohne immer abbrechen zu müssen:

    Jagdverhalten aus Impuls heraus abbrechen - ist das auf lange Sicht sinnvoll? muss man dann nicht immer und immer abbrechen?

    Ich verstehe was du meinst, ich gehe auch nicht über Kommandos, will nicht Reh etc. zuerst sehen müssen, noch durchdringen müssen etc. Der Hund soll das für mich bestenfalls aus seinem Impuls heraus machen. Den Impuls versuchst du ja auch aufzutrainieren, das erste was er automatisch macht bei Reizsichtung. Joey hat das so gelernt, aber Joeys Erregunslevel ist (ich denke auch gerade über diesen Aufbau) deutlich über Enyas, ohne mehr Hetztrieb zu haben. Hier mal Joey, Enya sieht man ja auf der ersten Seite hier. Da gab es kein Kommando, ist auftrainiert als Reaktion auf Reiz X und Erregung defenitiv da (Grisu ist der glotzende, wobei es mich bei ihm nicht stört):


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    Das heisst, trotz verharren ist die Spannung schon sehr hoch.


    Daraus kann ich ja nicht direkt ins abwenden und weitergehen "hinarbeiten". Ich muss doch den Weg über das Verharren (was we zum Glück ja anbietet) und abwenden gehen.

    Ich glaub, das ist eine Typ-Frage, sowohl beim Menschen als auch beim Hund, bzw. im Zusammenspiel. Ich kenne das z.B. bei Enya nicht bei Wild (wobei ich da von Welpe an "einfach" ein No-Go setze wenn nötig , bei Wild marker und versuch ich nicht drum herum, ist einfach nicht erlaubt, aber habe halt "nur" auf Bewegungsreize reagierende Hütehunde, keine wirklichen Jagdhunde), aber bei anderen Dingen kenne ich das bei Border und Aussie. Enya neigt so auch bei bestimmen Reizen zum reinsteigern und mein Ansatz ist da mittlerweile wirklich: ist nicht! Das kann über "führt nicht zum Ziel" gehen, wenn es denn tatsächlich nicht zum Ziel führt. Also die Auseinandersetzung mit dem Reiz dann nicht mehr da ist, der also von selbst uninteressanter wird. Aber die meisten Reize lassen sich ja nicht einfach entfernen oder werden uninteressant, bloß weil man da versucht reinzumarkern oder so. Ich persönlich (!) ohne das irgendwem als die ultimative Lösung verkaufen zu wollen, bin da mittlerweile eher so: so deutlich werden, bis ich absolut die Aufmerksamkeit des Hundes habe. Der soll mich ansehen, Rute geht runter, die Spanung geht raus. Sobald der Hund merkt, ja, Mensch meint das so, wenn er mich anspricht, bekommt man so auch höhere Anspannung immer leichter in Griff, nach meiner Erfahrung. Hätte ich bei Joey gerne früher mal eingeführt :pfeif: .


    Das Problem ist ja, je höher die "Trieblage" ist, umso deutlicher muss man werden bis hin zu "nur noch managen möglich". Und ja, erst mal abgeschossen, da fängt man bestimmt nicht an, dem Hund zu erklären, er soll sich runterfahren und mir zuwenden. Und es ist ja auch Hund-abhängig, ich hab das hier so noch bei keinem der Shelties gebraucht, die sind eh im Zweifelsfall ansprechbar. Aber die Aussies und der Border hier, da ist es schon echt praktisch ein Signal zu haben (für mich, für mein Empfinden) um sagen zu können, nö, ist nicht und fahr runter. Aber mag auch wirklich der Hundetyp sein, die Hüter kriegst du übers Glotzen/sich weiter auf den Reiz fokussieren dann eher noch mehr abgeschossen. Mag bei Jagdhunde-Typen anders sein. Ich habe das auch lange nicht verstanden, wie will man Aufregung verbieten? Aber geht

    Dafür bekommt man 2 trächtige Herdbuch-Kühe.

    Agi mit Kühen geht ja noch, aber ist die Frage, wie ich die ins Wohnmobil bekomme :???:



    Hier lagen wir bei 1200€ 2020 für einen Sheltie VDH und bei 900€ für einen Border Collie 2020 FCI, (ich meine, das stimmt so beides, nagelt mich nicht auf 50€ fest...). Habe aber insbesondere beim Sheltie schon von Preisen jenseits 2000€ gehört, da ist Nachfrage eher recht deutlich über Angebot. Border scheint mir dagegen eher so um 1300€ als Obergrenze zu liegen (absolute Show-Züchter vielleicht außen vor)

    Ok, ich kenne Nevis nicht und denke (abgesehen von "ich schieß mich ab" was du so ein wenig ansprichst und ich von meinem Border-Tier auch kenne) Nevis ist einfach ein anderer Typ als ich kenne und mit lebe. Also schwer zu sagen. Aber hier ist beschäftigen mit dem Reiz schon sehr Trigger, auch ohne das eigentlich gewollte tun zu dürfen.


    Und mir ging das bei dem hier so durch den Kopf:

    Er soll sich abwenden und andere Hundedinge machen. Weil man auch spazieren gehen kann ohne Jagdreizen nachzugeben.


    Momentan markere ich das stehenbleiben und gucken.


    Er weiss ja noch nicht, was er stattdessen tun soll.

    Was genau soll er tun?


    Meine Hunde würden so sehr sicher nicht lernen, dass der Reiz "egal" für sie zu sein hat (vom durchstarten mal abgesehen), weil der Reiz immer noch so Mittelpunkt ist. Und ich finde auch, es beißt sich so ein wenig, dass der Hund eigentlich nichts konkretes tun soll (sondern "Hundedinge"), aber andererseits du schon irgendwie was konkretes zu erwarten scheinst ("er weiß ja nicht, was er sonst tun soll"), bzw. du diverses markerst, unter anderem, sich mit dem Reiz zu beschäftigen ("gucken"). Nur so als Gedanke: ich wüsste da als Hund auch nicht, was eigentlich verlangt wird. Da würde ich dann eher wirklich ein konkretes, festes Alternativverhalten aufbauen, wenn ich über markern und Vorgaben gehen wollte. Joey z.B. hat so ein festes Alternativverhalten im Aufbau gehabt und hat gut funktioniert. Enya nimmt das "nicht dieser Reiz, Rest egal" dagegen gut an. Hatte Enya hier auch nur angeführt, weil du geschrieben hast, du erwartest eigentlich genau nicht etwas konkretes, sondern halt "abwenden und Hundedinge, nur nicht dieser Reiz".

    Ich bin ehrlich, bei meinen Hunden verbiete ich es schlicht.

    Nevis soll dem Reizen eines Tages nicht mehr nachgehen.

    Bei meinen Hütern ist ja schon glotzen selbstbelohnend, daher, siehe oben. Gerade wenn man es nicht andernorts fürs Training/Sport etc. braucht und das Ziel ist, der Hund soll ignorieren.


    Gut, meine Hüter sind da recht leicht zu beeindrucken, aber bevor ich da sonstwie lang drumherum doktere, sage ich da (so deutlich wie nötig), nö, ist nicht. Bis der Hund sich abwendet weil ich es will und auch anfängt aktiv den Reiz zu meiden.


    So hier mit Enya (die aber echt easy ist), ich hoffe man sieht das Reh oben im Bild? Blödes Handy-Bild... Aber das ist so mein Ziel, im Zweifelsfall abwenden (und ja, sie hatte das Reh gesehen)


    er weiß, dass etwas nicht stimmt.

    ja genau, aber nicht was. Es ist wirklich völliger Blödsinn dass er das mit der Auseinandersetzung mit deinem Kater (was auch immer die Grundlage dafür war) noch zusammen bringt. Wie um alles in der Welt soll er das noch verknüpfen? Oder wissen, was konkret er falsch gemacht hat? Er hat situativ für sich und sein Verständnis korrekt gehandelt. Vielleicht Beutetrieb, vielleicht ging es um Ressourcen, vielleicht hat der Kater für sein Verständnis provoziert (die sind artfremd!) und das Größenverhältnis hat halt sein übriges getan. Dein Hund ist nicht (!!!) in der Lage das zu reflektieren! Er kann dein Verhalten im Nachhinein nicht mehr zuordnen (und das sage ich als jemand, dessen Hund von einem anderen Hund totgebissen wurde)