Tierheimtier oder Welpenwahn für Spätberufene?
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Liebe Hundemenschen,
wir* möchten gern unser Leben** mit einem Hund teilen.
Die KI schlug für uns Conti-Bulldog. Whippet oder Kromforhländer vor. Welpe aus guter Zucht (bloß welche Rasse?), oder erwachsener Hund? Beides braucht vermutlich ähnlich viel Zuwendung, bevor daraus unser Lieblingshund wird. Freunde empfahlen den Tierschutz. Also gesucht:
Diese reizende Hündin hatten wir im hiesigen Tierheim (welches einen sehr guten Eindruck macht) gefunden, eine ca. 5-jährige Pointer-Mix-Dame aus Abgabe:
Externer Inhalt www.directupload.euInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Nach winterlichem Gassigang (mit etwas Leinenpöbelei- und Kotwälz-Managament) hätte ich das Tierchen am liebsten gleich eingepackt. Aber meiner Frau war der Allpfotenantrieb bei 31 kg zuviel Stress. Die Hundedame im TH hat das auch bemerkt und uns abgeraten.
*Wir sind jetzt in Rente, hundeaffin aber als Erwachsene immer hundelos. Ich hatte in unserer Familie zwei Rottis (m/w), meine Frau einen Cocker Spaniel Rüden. Aber das ist lange her.
**Wir reisen gern u.a. mit Wohnmobil, ferne Flugreisen haben wir hinter uns. Haus mit 500 qm Garten und dem üblichen Klimbim ist da, Kinder keine, Besuch öfters, Wohnlage am Ortsrand mit Hundegebiet und Radweg direkt angrenzend.
Wir wandern gern, spielen Golf, sind gesund und würden gern unsere aktive Lebenszeit mit einem Hund teilen. Und das stellten wir uns einfacher vor, als es jetzt ist - je mehr wir wissen, desto mehr Bedenken tauchen auf.
Optisch sind wir gar nicht sooooo festgelegt, es soll nur kein Schoßhündchen sein. Eher so ab 40-50 cm und um die 20 Kilo. Eine Freundin hat einen Goldie und schwört auf dessen Charakter, andere Freunde haben nach einem ängstlichen DSH ("bloß nicht!") jetzt einen niedlichen Rumänen aus dem Tierschutz.
Von den Rassebeschreibungen her spricht mich der Eurasier an, meine Frau findet den Irish Terrier ganz toll... aber dessen Temperament... bin im Moment ratlos und dachte, das schreibste jetzt mal auf. Hmm.
Wie habt ihr beim ersten Hund die Entscheidung getroffen, gehen wir da zu verkopft ran?
Freundliche Grüße Tom
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
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gehen wir da zu verkopft ran?
Ja und nein.
Nachdem der Conti fiel. Informiert euch über Qualzucht.
Wohnwagen geht auch mit großem Hund, muss man aber wirklich wollen. Würde mal Probekuscheln unter Realbedingungen, ob ihr wirklich Lust auf so einen Wegblockierer habt. Auch Handtaschentauglichkeit kann je nach Reisevorlieben ein Pluspunkt sein. Museum, Sommer und Hund im Auto verträgt sich einfach nicht.
Wie habt ihr beim ersten Hund die Entscheidung getroffen
Hunde kennenlernen. Bauch entscheiden lassen. Keinen Spezialisten. Es hat Gründe warum der Labrador so beliebt ist und der Wolfshund so exotisch. Der eigene Hund ist am Ende sowieso besonders.
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Hallo,
hier lebt eine Eurasier Hündin.
Falls ihr Fragen dazu habt, probiere ich gerne, sie zu beantworten.
Grüßle Silke mit Belissa
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meine Frau findet den Irish Terrier ganz toll... aber dessen Temperament...
Wenn es eine Scherrasse sein darf (haart nicht, benötigt aber Fellpflege), dann schaut euch mal den Irish Soft Coated Wheaten Terrier als eher sanfteren Iren an.
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Was wollt ihr dem Hund an Auslastung bieten? Ist euch Hundewiesentauglichkeit (große Verträglichkeit) wichtig oder dass ihr den Hund ableinen könnt (Jagdtrieb)? Wie wachsam darf der Hund sein (Bellfreudigkeit, Melden von ungwohnten Geräuschen, Verhalten Fremden gegenüber...)? Im Wohnmobil hat ja beides Vor- und Nachteile (gut, Zuhause auch), gerade auf CPs ist ein sehr leiser, zu allem freundlicher Hund sicher von Vorteil, wenn man viel einsamer steht, sieht man das auch anders...
Was genau spricht dich am Eurasier an? Es klingt nach: eher wenig Temperament und kein bestimmter Sport, so ein halbwegs genügsamer immer-mit-dabei-Hund?
Dass gerade sehr plüschige Hunde im WoMo Dreck reinbringen, ist euch sicher bewusst
? Bei Matschwetter und Dauerregen muss der Hund ja auch raus und so einen Eurasier kriegt man nicht schnell trockengelegt.Und Thema Tierarztkosten, auch wenn ihr nicht klingt, als hättet ihr (zu) wenig Geld. Das ist richtig teuer geworden, selbst mit gefühlten Kleinigkeiten gerne mal mehrere Hundert Euro, mit größeren Sachen sehr viel mehr. Gibt es diverse Threads zu hier im Forum, falls es interessiert. Es mag Sinn machen, über eine Kranken- oder OP-Kosten-Versicherung nachzudenken.
Welpe oder nicht ist sehr Geschmackssache, finde ich. Ich persönlich liebe Welpen und finde sie kein Stück anstrengend. Andere sind heilfroh, wenn die Zeit vorbei ist
. Ihr habt Zeit und einen Garten, da finde ich einen Welpen nicht abwegig. -
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Was genau spricht dich am Eurasier an? Es klingt nach: eher wenig Temperament und kein bestimmter Sport, so ein halbwegs genügsamer immer-mit-dabei-Hund?
Dass gerade sehr plüschige Hunde im WoMo Dreck reinbringen, ist euch sicher bewusst
? Bei Matschwetter und Dauerregen muss der Hund ja auch raus und so einen Eurasier kriegt man nicht schnell trockengelegt.Ich habe zwei Wolfsspitze, 43cm und 45cm. Quasi die etwas handlichere Form zum Eurasier.
Sie sind immer und gerne mit zum Campen. Wenn man einmal geklärt hat, das nachts nicht jeder, der am Wohnwagen vorbei läuft, gemeldet werden muss, sind sie brav mit dabei.
Lucy_Lou Ich weiß nicht, ob der Eurasier so ein anderes Fell hat, als der Wolfsspitz, aber ich bin immer begeistert, wie schnell die trocken sind. Einmal mit dem Handtuch die Pfoten und Unterbauch abgerubbelt, und im schlimmsten Fall für eine halbe Stunde den Bademantel drüber im Wohnwagen... klar, knochentrocken sind sie danach nicht, aber nichts, was mir bisher den Wohnwagen dreckiger gemacht hat, als sonst mit Hund.
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Ich hatte schon erwachsene Hunde aus dem Tierschutz und Welpen vom Züchter und würde beides wieder tun. Bei einem Welpen vom guten Züchter wisst ihr halt ungefähr, was auf euch zukommt. Also, in der Theorie, in der Praxis hat man als Hundeanfänger selbst bei bester Vorbereitung nicht annähernd so viel Ahnung, wie man denkt. Und ihr müsstet euch erstmal auf eine Rasse festlegen (KI kann man da vergessen), das ist ohne Hundeerfahrung auch nicht so einfach, weil man die Rassebeschreibungen in der Regel anders interpretiert und dann am Ende vielleicht doch daneben greift. Und die Welpenzeit ist halt auch auf ihre eigene Weise schön und anstrengend zugleich und vor allem muss man als Hundeneuling dem kleinen Knirps erstmal die Welt erklären, was recht fehleranfällig ist, das fällt bei einem erwachsenen Hund weg.
Ich fände bei euch vermutlich einen erwachsenen Hund aus dem Tierschutz, der vielleicht sogar auf einer Pflegestelle sitzt, wohl am passendsten.
Viele Hundetrainer bieten auch Beratungen vor dem Kauf an, das könnte man in Anspruch nehmen, egal ob es letztendlich ein Rassehund oder ein Hund aus dem Tierschutz werden soll. -
Wie habt ihr beim ersten Hund die Entscheidung getroffen, gehen wir da zu verkopft ran?
Verkopft finde ich grundsätzlich nicht falsch. Das Problem ist eher, dass sowohl Rasse- als auch die Beschreibungen einzelner Hunde oft extrem nichtssagend sind.
Wir haben uns beim ersten Hund für einen Pudel entschieden, weil es ein toller Allrounder ist. Er machts uns unglaublich viel Spaß, weil man einfach alles mit ihm machen kann. Trotzdem merke ich selbst immer, wie unterschiedlich er von anderen Hundebesitzern wahrgenommen wird. Das reicht von "Er ist so ruhig und diszipliniert!" bis "Der ist so hibbelig, ich könnte keinen Tag mit dem überleben!".
Ich kann euch auch nur empfehlen, euch mal ein paar Rassen anzuschauen, um einen besseren Eindruck zu bekommen. Viele Hundeschulen machen auch Beratung vor dem Kauf. Das kann ich mir bei euch auch gut vorstellen.
Welpe oder erwachsen: ich finde, das ist eine persönliche Entscheidung. Ohne euch zu nahe treten zu wollen, solltet ihr aber auch an die Lebenserwartung des Hundes denken und an mögliche Unterstützung bei der Betreuung des Hundes. Ich kennen einen 12 Jahre alten Irish Terrier, der kerngesund ist und einen enormen Bewegungsdrang hat. Meine Eltern sind Anfang 70 und könnten das (obwohl sie grundsätzlich gesund und fit sind), nicht mehr zuverlässig leisten.
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Na das geht aber flott hier, danke! Ich versuche hinterher zu kommen.
Nachdem der Conti fiel. Informiert euch über Qualzucht.
Ja danke, hatte ich vergessen zu erwähnen, sowas kommt nicht infrage. Die KI-Antwort empfand ich eher als Nachplappern irgendwelcher Texte aus den Weiten des Netzes.
Wenn es eine Scherrasse sein darf (haart nicht, benötigt aber Fellpflege), dann schaut euch mal den Irish Soft Coated Wheaten Terrier als eher sanfteren Iren an.
Ja gerne, sind die denn wirklich sanfter, oder sehen sie nur so aus?
hier lebt eine Eurasier Hündin.
Falls ihr Fragen dazu habt, probiere ich gerne, sie zu beantworten.
Da fällt mir zunächst ein: der Eurasier ist ja ausgewachsen recht groß. Wenn er ein Puber-Tier ist, kann er dann von meiner Frau gehändelt werden (sie ist eher zart mit 65 kg)?
Was wollt ihr dem Hund an Auslastung bieten? Ist euch Hundewiesentauglichkeit (große Verträglichkeit) wichtig oder dass ihr den Hund ableinen könnt (Jagdtrieb)? Wie wachsam darf der Hund sein (Bellfreudigkeit, Melden von ungwohnten Geräuschen, Verhalten Fremden gegenüber...)? Im Wohnmobil hat ja beides Vor- und Nachteile (gut, Zuhause auch)...
Viele gute Fragen, danke! Eine Hundewiese hat es hier in 10 min. Entfernung, also ja, Verträglichkeit ist ebenso wichtig wie Ableinbarkeit bzw. Rückruf, denn der schöne Weg dorthin führt durch ein Gelände mit Wildschweinen u.a.
Stimmt, die Bellfreudigkeit ist auch ein Thema. Unser Garten grenzt ja an den Radweg, da ist immer was los, und auf dem Camping gilt dasselbe: am eigenen Zaun endet das Revier, alles was außerhalb passiert soll der Hund nicht melden.
Und Thema Tierarztkosten, auch wenn ihr nicht klingt, als hättet ihr (zu) wenig Geld.
Darüber wurde noch gar nicht nachgedacht. Es sollte allerdings schon eine Rasse sein, die nicht überzüchtet und allein deswegen ein Kandidat für die goldene Tierarztkarte ist.
Was genau spricht dich am Eurasier an? Es klingt nach: eher wenig Temperament und kein bestimmter Sport, so ein halbwegs genügsamer immer-mit-dabei-Hund?
Ehrlich gesagt ja. Und das wirft die Frage auf, was wollen wir mit dem Hund? Außer dass er uns begleitet, möchten wir gern mit ihm (oder ihr) ein zusätzliches Hobby. Zeit haben wir jetzt ja. Canicross oder Hunde-Ironman packen wir selber nicht mehr, aber Dummyarbeit, Fährten, Sucherei - das stellen wir uns vor.
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ch habe zwei Wolfsspitze, 43cm und 45cm. Quasi die etwas handlichere Form zum Eurasier.
Sie sind immer und gerne mit zum Campen. Wenn man einmal geklärt hat, das nachts nicht jeder, der am Wohnwagen vorbei läuft, gemeldet werden muss, sind sie brav mit dabei.
Das hatte ich auch so verstanden, weil diese Fellflausche abstehende Haare haben. Allerdings, mir persönlich gefallen kurzhaarige (nicht stichelhaarige) Felle sehr, aber was nützt die tollste Optik, wenn das Tier insgesamt nicht zu uns passt...
ch kann euch auch nur empfehlen, euch mal ein paar Rassen anzuschauen, um einen besseren Eindruck zu bekommen. Viele Hundeschulen machen auch Beratung vor dem Kauf. Das kann ich mir bei euch auch gut vorstellen.
Gute Idee, danke, das haben wir mit einer Trainerin schon gemacht (also die Beratung). Einmal ist allerdings keinmal, denn wqs sie dagte, wollten wir nicht hören "am besten einen Goldie"
Ich hatte schon erwachsene Hunde aus dem Tierschutz und Welpen vom Züchter und würde beides wieder tun. Bei einem Welpen vom guten Züchter wisst ihr halt ungefähr, was auf euch zukommt. Also, in der Theorie, in der Praxis hat man als Hundeanfänger selbst bei bester Vorbereitung nicht annähernd so viel Ahnung, wie man denkt.
Dass jedes Tier ein Indiduum ist, weiß ich sogar noch von unseren Familien-Rottweilern. Die Hündin kam als Welpe und packte später lustige Überraschungen aus, der Rüde kam als Junghund mit "Special Effects".
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