Beiträge von dagmarjung

    Ich komme noch mal aus das Stichwort Tumordiagnostik zurück, weil die Frage noch nicht beantwortet wurde.

    Mein Tierarzt, dem ich sehr vertraue, hat mich mit Cara dafür extra in eine Tierklinik geschickt, weil dort bildgebende Geräte zur Verfügung stehen, über die eine Hausarztpraxis in der Regel nicht verfügt.


    Tumoren können auf Organe drücken bzw diese beschädigen, so daß es zu Fehlfunktionen dieser Organe kommt, zum Beispiel auch zu Stoffwechselstörungen. Das gehört gerade bei einem älteren Hund mit abgeklärt.

    Dazu muß man wissen, das Hüteverhalten hat seinen genetischen Ursprung im Jagdverhalten. Wölfe treiben sich gegenseitig das Wild auf ganz ähnliche Weise zu wie Border Collies die Schafe oder andere Tiere auf den Hirten zutreiben.

    Hüteverhalten ist also ein Teil des Jagdverhaltens, nur beim Border Collie züchterisch übertrieben. Dafür fällt das Töten der Beute weg.


    Jagdverhalten ist immer selbstbelohnend. Das weiß jeder, dem sein Hund schon mal hinter einem Reh oder Hasen abgedüst ist: dazu braucht man den Hund nicht ermuntern, das macht der ganz von selbst, weil es ihm Spaß macht. Und abrufen läßt er sich dann in den allermeisten Fällen nicht, weil er im Jagdrausch ist und die Rufe oder Pfiffe ausblendet.


    Wenn ein Border Collie in den Weiten Schottlands weit entfernt von seinem Herrn arbeitet, dann macht ihm das auch Spaß, weil es selbstbelohnendes Jagdverhalten ist.

    Trotzdem muß er sich per Pfiff von seinem Herrn Anweisungen geben lassen. Er ist also trotz "Jagdrausch" fein lenkbar. Das kommt daher, weil lenkbare, sehr auf den Menschen bezogene Hunde in der Zucht gefördert wurden.

    Cara fing auch an, das Futter zu verweigern, wenn es zu lange immer das gleiche war.

    Ich habe dann versciedene Sorten durchgewechselt. Einen Monat finde ich da schon zu lang. Es dürfen auch zwei Wochen oder nur eine sein, oder bei Nassfutter immer nur eine Dose, dann was anderes.

    Wenn man das so macht, dann können die alten Sorten auch immer wieder gegeben werden, weil sie ja noch akzeptiert werden.


    Speziell bei Trockenfutter muß man auch berücksichtigen, daß die geöffnete Packung mit der Zeit muffig wird und auch die Milben sich darin vermehren. Der feinen Hundenase eintgeht das nicht. Egal wie gut man die angebrochene Packung verpackt, man muß sie ja doch jeden Tag öffnen, das kann man also nicht verhindern.


    Ich bin für Cara also dazu übergeggangen, nur noch kleinere Gebinde TroFu von 1 bis 2 Kilo zu kaufen. Bei einem kleinen Hund ist das finanziell tragbar und auf jeden Fall besser, als halbvolle größere Säcke in den Abfall zu geben, weil der Hund das Futter nicht mehr frißt.

    Also hat er es nicht gelernt, sondern ihr habt ihm das Alleinebleiben halt einfach abverlangt.

    Alleinebleiben ist normalerweise eine Trainingsaufgabe, die man vom Welpenalter an üben sollte.


    Was passiert, wenn ihr den Ausblick aus dem Fenster unmöglich macht (Rollos runter, Läden schließen oder einen anderen Raum nutzen)?

    Ich weiß nicht, ob er wirklich "traurig" ist oder einfach versucht, seinen Kontrolletti-Job notfalls auch am Fenster weiter zu auszuüben, den er ja sonst auch den ganzen Tag macht.


    Wie steht es denn sonst mit der Ruhezeit den Tag über? Wie lange schläft und döst er?

    Wenn du öfter auf Betreuung angewiesen bist, macht eine kleinere Hundegröße das Leben deutlich einfacher. Für einen kleinen Hund findest du wesentlich leichter eine Betreuungsperson. Und mit klein meine ich so um die 10 Kilo.

    Da könnt ich mir nur vorstellen, das Futter einfach sofort zu wechseln, wenn es irgendwann nur noch so halb angerührt wird,

    Ich weiß nicht, ob ich deine Ausführungen ganz richtig verstanden habe, aber ich würde wechseln, solange sie das Futter noch richtig gerne frißt und gar nichts liegen läßt. Wenn sie die Hälfte liegen läßt, dann ist die Sorte schon "verbrannt".

    Kann Bela überhaupt mal alleine sein, habt ihr ihm das beigebracht?


    Es liegt in der Natur eines so aufmerksamen und lebhaften Hundes wie dem Border Collie, daß er immer dabei sein will, wo gerade die Party stattfindet. Von sich aus ziehen solche Hunde sich nicht zurück und haben dann viel zuwenig Ruhe am Tag. Das äußert sich dann gerne in noch mehr Aufregung und hektischem, unerwünschtem Verhalten wie dem was du am Trampolin schilderst.


    Forschungen an verwilderten Hunden ebenso wie an Wölfen haben ergeben, daß Hunde und Hundeartige so um die 17 Stunden am Tag schlafen und dösen. Bekommt Bela so viel Ruhezeit?