Beiträge von dagmarjung

    Wenn ich höre, daß ein Labrador - eine Rasse, die man nun wirklich überall bekommt - 4000 Euro kosten soll, dann sehe ich immer Silberlabradore oder sonstige "Sonderfarben" vor meinem geistigen Auge. Also keine VDH Zuchten, sondern Vermehrer, die aufs Exotische setzen, andere Rassen in ihre angeblich reinrassigen Labbis einkreuzen und wohl auch immer Dumme uninformierte Käufer finden, die das "Exclusive" wollen und teuer bezahlen.


    Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Züchter von normalen Labrador Retrievern in den Standardfarben Gelb, Schwarz, Braun in der Lage wäre, seine Welpen überhaupt zu solchen Preisen zu verkaufen. Der kurze Boom der ersten Coronazeit vielleicht ausgenommen. Aber ansonsten findet man bei dieser Rasse doch immer Alternativen zu normalen Preisen in erreichbarer Nähe.

    - Die stark überhöhten Corona-Preise wurden ganz überwiegend für Rassehunde ohne Papiere und Mischlinge aufgerufen, das konnte man hier im Thread der seltsamen Verkaufsanzeigen ganz schön verfolgen.

    Seriöse Züchter blieben in Großen und Ganzen bei ihren üblichen Preisen oder haben sie zumindest nicht maßlos erhöht. Es mag den einen oder anderen Ausreißer gegeben haben, aber die Regel war das nicht.

    Es gibt Züchter, die lassen dich eine Kaution zahlen, die du nach dem Röntgen dann wieder zurückbekommst. Meist, weil sie schlechte Erfahrungen damit gemacht haben, dass die Käufer trotz Zusage uns Klausel im Vertrag nicht auf HD/ED und ggf. OCD Röntgen lassen.

    In einigen Zuchtvereinen ist das auch vorgegeben und liegt gar nicht im Ermessen des einzelnen Züchters.


    Vielleicht kann mir der Züchter beantworten, warum 4000 Euro für einen ca. 9 bis 10 Wochen alten Welpen angebracht wären.

    Ausnahmen sehe ich bei besonderen Arbeitslinien mit besonderen Fähigkeiten.

    Fun Fact: Gerade Arbeitsrassen, die vor der Zucht auch noch anspruchsvolle Prüfungen ablegen müssen, sind unverhältnismäßig viel billiger als alle anderen Rassen.


    Als die Welpen geboren und an die Interessenten "verteilt" waren, bekam man den Kaufvertrag zugeschickt und musste eine Anzahlung leisten, bevor man realen "Erstkontakt" mit dem Welpen hatte

    Hattet ihr die Züchter denn davor schon einmal besucht, um sie, die Hündin und die Verhältnisse dort kennenzulernen?

    Ja, sie ist hier sehr bekannt. Andere Hundehalter versuchen ihr, ebenso wie ich, aus dem Weg zu gehen.

    Dann sind Halterin und Hund möglicherweise auch schon beim Ordnungsamt bekannt. Je mehr Meldungen, desto ernster wird das Thema genommen, auch wenn noch "nichts" im Sinne eines Beißvorfalls passiert ist.

    In jeder Gemeinde mögen ja unterschiedliche Leinenvorschriften gelten, daß aber ein Hund kontrolliert und im unmittelbatren Einflußbereich seines Halters geführt werden muß, egal ob mit oder ohne Leine, das ist überall unstrittig.

    Ich habe jetzt die morgendliche Runde mit den anderen Hunden weggelassen, dafür gehen wir nach dem Frühstück zu zweit raus. Ich dachte eigentlich sie braucht die frühe Runde um erst einmal die angestaute Energie loszuwerden, aber sie scheint kein Problem damit zu haben den Tag ruhiger zu starten, sie wirkt über den Morgen auch etwas ruhiger.

    Das klingt doch gut und ist ein Schritt in die richtige Richtung! :smile:


    Genau so etwas fehlte mir nämlich in deiner Tagesbeschreibung: Ruhige Bummel- und Schnüffelspaziergänge ohne viel Action, ohne andere Hunde oder Training. Wo ihr beide einfach mal die Welt entdecken und die Seele baumeln lassen könnt.

    Solche Spaziergänge können dann gerne auch länger sein, ohne den Hund zu überfordern.

    dass sie im Körbchen bleibt bzw I'm Platz, wenn die Kinder den Hund mal streicheln wollen. Im Platz mit Leckerli vor der Nase und am Halsband festgehalten, damit nichts passieren kann.

    Das ist eine Situation, die ich meiner Hündin niemals und unter keinen Umständen zugemutet hätte. Auch und gerade weil wir im Besuchshundedienst im Seniorenheim waren, ist absolute Freiwilligkeit auf Seiten des Hundes unabdingbar.


    Kinder oder Erwachsene müssen einen Hund nicht streicheln, und ein Hund muß sich nicht zwangsweise streicheln lassen.


    Streicheln erlaube ich grundsätzlich nur dann, wenn der Hund dabei frei agieren - das heißt, sich nach eigenem Wunsch annähern oder auch entziehen kann. Wenn etwas dagegen spricht - zB das Temperament des Hundes - dann eben nicht.


    Nehme ich den Hund in Gehorsam und verlange, daß er sich anfassen läßt, dann sind das ganz spezielle Situationen wie Tierarzt oder Hundefriseurin. Also sachlich begründete Ausnahmen. Aber nicht, weil jemand mal meinen Hund streicheln will.

    Das Schöne am Führen auf der abgewandten Seite ist, daß es immer richtig ist, egal aus welchen Gründen genau der Hund handelt. Unsicherheit, Hüteverhalten, was auch immer. In jedem Fall hast du so die bessere Kontrolle. Du schützt als Puffer die Menschen vor dem Hund und umgekehrt.