Beiträge von dagmarjung

    Die Hunde Trainer und der Tierarzt haben das gesagt sofern Training und Änderungen nichts bringen. Da es einfach einige Hunde gibt die unter ihren Hormonen zu sehr gestresst sind.

    Ja, solche Hunde gibt es. Es ist aber viel zu früh, um beurteilen zu können, ob Lui dazugehört. Ob Training und Änderungen was bringen, erfährst du nur, wenn du die nötige Geduld aufbringst. Denn außer Training und Änderungen im Umgang gehört erstmal die schlichte Gewöhnung an die neuen Lebensverhältnisse zu den Dingen, die "was bringen" können. In anderen Worten, Zeit. Und ich rede da nicht von den wenigen Wochen bis Anfang August, sondern von einem halben Jahr, einem ganzen Jahr, vielleicht länger, das kann man nicht vorhersagen. Bedenke, daß Lui zur Zeit immer noch im Notstandsmodus unterwegs ist. Er kann ja nicht wissen, daß er nicht morgen schon wieder woanders hingegeben wird.


    Welches Verhalten genau meinst du, wenn du von dominieren sprichst? Kannst du das genauer beschreiben?

    Danke fürs Update!

    Ich freue mich, daß einige Dinge schon besser klappen. :smile:


    Ich sejhe allerdings immer noch deine Tendenz, am Grashalm zu ziehen, damit er schneller wächst. :roll:

    Setz dir bitte keine Fristen "bis dann und dann muß X klappen, sonst...".

    Erfahrene Hundehalter reden von mindestens einem halben Jahr, bis ein Hund innerlich angekommen ist. Und Lui ist doch noch nicht einmal 14 Tage bei dir. Gib ihm Zeit, anstatt kurzfristig ein Hormonchaos in dem kleinen Kerl anzurichten.


    Das Markieren sehe ich gerade bei ihm nicht als Ausdruck von Dominanz, sondern im Gegenteil als Ausdruck von Unsicherheit und Stress. Er ist nicht selbstsicher, sondern versucht im Gegenteil durch Verteilen seines Geruchs seinem eher schwachen Selbstbewustsein aufzuhelfen. Kennt er das überhaupt vom Vorbesitzer, nachts alleine zu schlafen?

    Auch beim Anknurren und Schnappen sehe ich den Versuch, seine Individualdistanz zu verteidigen. Der Begriff Dominanz passt dafür nicht.

    Bitte macht euch keine Vorwürfe. Es ist normal, daß man sich hinterher solche Fragen stellt, aber ihr werdet mit einigem Abstand ganz sicher zu dem Schluß kommen, daß ihr richtig und im Sinne eurer Hündin entschieden habt.

    Ich hätte an eurer Stelle genauso entschieden.


    Bei eurer Hündin ist ja quasi der ganze Organismus in sich zusammengebrochen. So einen Zustand will man nicht unnötig verlängern, zumal die Ursache ja ungeklärt war. Mit einer klaren Diagnose und einer soliden Aussicht auf Heilung bin ich immer dafür, das Risiko einzugehen und im Zweifelsfall zu operieren. Aber das sah bei euch ja ganz anders aus.


    Ich wünsche euch viel Kraft! :streichel:

    Nein, sondern das Thema Kastration wird heute sowohl von TierhalterInnen als auch von TierärtzInnen wesentlich differenzierter gesehen als noch vor 15, 20 Jahren. Es gab Zeiten da wurde sehr viel häufiger kastriert, weil die möglichen Nachteile noch weniger bekannt waren.


    Die Sachkenntnis dieser Tierschützer hinkt dem aktuellen Wissenstand gamz beträchtlich hinterher, wenn die Kastration als Gesundheitsschutz ohne Nebenwirkungen angesehen wird.


    Ich wäre wegen dieser Klausel raus, weil ich es ablehne, 300/450 Euro nur dafür zu zahlen, daß ich eine sorgfältig durchdachte Entscheidung für meinen Hund treffe, die nicht der Meinung des abgebenden Vereins entspricht. Eine Leistung bekomme ich für das Geld ja nicht, es wäre eine reine Strafzahlung.

    Zur Anzeige von Surimi:


    Surimi


    "HINWEIS

    Da die Kastrationsbereitschaft, auch in Deutschland, massiv gesunken ist und wir weder "Unfallwelpen" noch Krankheiten wie Mammatumore oder Prostatakrebs forcieren möchten, behalten wir uns vor, für Welpen eine Kastrationskaution zu erheben. Diese beträgt für Rüden 300 € und für Hündinnen 450 €. Dieses Geld ist zusammen mit der normalen Schutzgebühr zu überweisen und wird bei Kastrationsnachweis vom Tierarzt, also Rechnung mit Chipnummer, sofort an den Adoptanten zurück überwiesen."


    Wow, ganz schön dreist! :emoticons_look:

    Es gibt schon solche Leute, die an ihrem Hund weniger den Hund selber sondern dessen Pflegebedürftigkeit lieben, und das ist auch nichts Neues.


    In den Zeiten vor dem Internet war es mal ein längerer Artikel in einer Hundezeitschrift, wo ich zum erstenmal auf dieses Phänomen stieß.

    Die Schreiberin schilderte, wie sie sich in einem indischen Tierheim bewußt den Hund aussuchte, der am allerschlimmsten litt, mehrfach krank und behindert war, Angsthund noch dazu.

    Was erstmal nobel klingt.

    Es war die Art, wie sie darüber schrieb und in der Folge ausführlich schilderte, was sie alles an und mit diesem Hund tat, welchen teuren Behandlungen sie ihn unterzog und wie sehr sie sich immerzu für ihn aufopferte, die bei mir die Alarmglocken klingeln ließen.

    Für den Hund muß es die Hölle gewesen sein, es gab auch keine wirkliche Perspektive auf bessere Lebensqualität. Aber die Halterin konnte halt viel betütteln und sich selbst als wahre Heldin beweihräuchern und sich anderen Hundehaltern/Tierschützern überlegen fühlen.


    Das ist auch was ganz anderes als wenn sich hier jemand im Forum über Krankheit und Leiden seines Hundes austauscht. Hier geht es doch um ganz andere Dinge. Sei es, daß man sich Rat und mögliche Hilfe von anderen erhofft, deren Hund ähnliches durchmachen mußte, sei es daß man einfach nicht ganz alleine sein will mit seinen Gefühlen, die im Alltag nicht jeder nachvollziehen kann. Ich habe hier noch keine Person getroffen, die das Leiden ihres Hundes zur Selbstdarstellung nötig hat.

    Ich denke auch, das Video mit dem Laufband stellt nur einen winzigen Ausschnitt aus dem Leben der Halterin mit ihrem Assistenzhund dar. Daraus kann man nichts schließen.


    In anderen Videos sehe ich daß der Hund schon oft nach draußen kommt, die Videos zeigen ihn dann allerdings im Arbeitsmodus.

    Daraus würde ich allerdings auch wieder nicht schließen, daß der Hund nicht auch Freizeit für Hundedinge hat, denn ich gehe davon aus, daß die Halterin gerade die Arbeit des Assistenzhundes als berichtenswert ansieht und die Öffentlichkeit darüber aufklären möchte.