Beiträge von dagmarjung

    Kleinere Kleinpudel liegen unter 10 Kilo, größere darüber. Cara ist klein, aber kräftig gebaut und wiegt ideal 8,5 bis etwas unter 9 Kilo. Es gibt aber auch fein gebaute Kleinpudel, die über 40 cm hoch sind und weniger wiegen als Cara.


    Großpudel sind halt gleich wieder richtig groß. Eigentlich fängt laut Standard der Großpudel da an, wo der Kleinpudel aufhört, nämlich bei 46 cm Schulterhöhe.

    Praktisch klafft aber eine Lücke zwischen den beiden Größen. Großpudel bewegen sich heute meist um die 60 cm Schulterhöhe und gehen nicht selten darüber hinaus. In einigen zuchtrelevanten Ländern wie den USA gibt es nämlich keine Grenze nach oben.


    Außerhalb des VDH/FCI gibt es einige Dissidenz-Züchter, die die Mittelgröße durch Kreuzung von Groß- und Kleinpudel anstraben. Davon sollte man aber besser die Finger lassen.


    Dagmar & Cara

    Hier noch eine Stimme für den Kleinpudel. Gewichtsmäßig eher am unteren Rand deiner Vorgaben, aber auch in etwas kleinerer Ausgabe ein stabiler Hund.

    beim Pudel, ob die nicht zu reaktiv/stressanfällig/hibbelig für zb Ballspielende Kinder im Garten sind

    Meine Cara würde sich bei euch wohlfühlen. Das gilt auch für die anderen Kleinpudel, die ich persönlich kenne. Daß Bälle von Kindern nicht ihr gehören, hat Cara gelernt. Auch wenn ihr das in ihrer Jugend noch schwer fiel: als sie erwachsen war, saß die Lektion und es war auch im Freilauf kein Thema mehr.

    Bei einem Terrier hättest du dasselbe Thema auch.


    Zum Irish Terrier: Ich hatte das Glück, längere Zeit zusammen mit einer Hundesportfreundin und ihrem IT zu trainieren. Der Rüde lief erfolgreich in Obedience und Agility. Ein schöner, netter und gut zu motivierender Hund. Allerdings mit einer lebenslangen Baustelle, trotz seiner sehr kompetenten Halterin: Agression gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Was nach Aussage der Besitzerin durchaus rassetypisch ist, vor allem bei den Rüden. Weshalb sie beschloß, auf keinen Fall noch einmal einen Rüden dieser Rasse zu nehmen, sondern wenn, dann nur eine Hündin.


    Dagmar & Cara

    Wird zwar wahrscheinlich keine richtige Matte sein ( ist bei Hunden ohne Unterwolle unwahrscheinlicher),

    Gerade Hunde ohne Unterwolle, aber mit weichem, stetig wachsendem Haar verfilzen sehr leicht. Bei einem derart ungepflegtem Pudel mit so lang ausgewachsenem Haar sind bestimmt schon Filzmatten unter den Locken entstanden, da würde ich drauf wetten.

    Armes Pudelmädchen!


    Und die Kleinen kommen bestimmt super vorbereitet und ans Bürsten gewöhnt zu ihren neuen Besitzern. (Ironie aus)


    Dagmar & Cara

    Mal weg von Chef usw, ganz nüchtern betrachtet, muß es sich für den Hund in irgendeiner Weise lohnen, etwas zu tun, weil du es von ihm velangst. Ganz besonders dann, wenn er gerade etwas anderes tun möchte.

    Angst vor Strafe oder Aussicht auf eine Belohnung sind zwei solche Motivationen, für die es sich lohnt, etwas zu tun.

    Ich gehe mal davon aus, daß wir alle lieber auf Belohnung setzen, um einem Welpen etwas beizubringen.


    Belohnung muß aber nicht immer Leckerchen sein. ZB wenn ich meinen Hund für das Absitzen an der Straße wirksam belohnen möchte, reicht es, wenn ich ihm das Weitergehen erlaube. So ergeben sich viele Belohnungen aus dem Zusammenhang. Schnüffeln dürfen, frei laufen dürfen, ein Spiel mit dem Menschen usw.


    Gerade beim Welpen dient die Belohnung weniger der "Bezahlung" sondern vor allem der Information für den lernenden Hund, was gerade gewünscht ist bzw welches Verhalten sich lohnt. Diese Information bekommt der Hund nur durch punktgenaue Belohnung im richtigen Moment und nicht durch einen gefüllten Futternapf Stunden später. Auch das allgemein freundschaftliche Verhältnis hilft dem Hund in der konkreten Situation nicht, zu erkennen, was genau er tun soll und was nicht.

    Deswegen belohnt man im Welpen- und Junghundealter sehr viel mehr als später im Erwachsenenalter. Das reduziert sich nach und nach ganz von selbst.
    Wobei ich auch beim erwachsenen Hund gewisse Essentials gerne weiterhin belohne und damit verstärke: Ein flott befolgter Rückruf, Liegen- oder Sitzenbleiben auf Abstand oder Ausgeben von begehrten Dingen.


    Beispiel aus dem Alltag: Cara wartet brav vor der Bäckerei. Als Belohnung darf sie die Brötchentüte nachhause tragen, was ihr an sich schon Freude macht. Zuhause gibt ers dann noch einige Leckerchen für das Ausgeben der Tüte.


    Wenn du das Gefühl hast, du stopft riesige Mengen Leckerli in deinen Pudel, dann stimmt wahrscheinlich an der einen oder anderen Stelle etwas noch nicht so ganz. Einige mögliche Beispiele:


    - Du übst zu lange. Ein junger Hund kann sich nur sehr kurz konzentrieren, und Leinenführigkeit ist eine Konzentrationsaufgabe. Wir reden da von einer Dauer deutlich unter einer Minute.


    - Die Leckerli sind zu groß. Eine bekannte Trainerin empfiehlt für erwachsene Hunde, die im Clickertrainig hochfrequent belohnt werden sollen, eine Leckerligröße von einer halbierten Erbse. Für einen Zwergpudelwelpen kannst du also so winzige Leckerli nehmen, daß du sie gerade noch handhaben kannst. Alles gekaufte muß man auf jeden Fall noch weiter zerkleinern.


    - Du belohnst eigentlich nicht, sondern lockst deinen Hund mit Futter durch eine Situation, der er im Grunde noch nicht so recht gewachsen ist.


    Dagmar & Cara

    Ich drücke einem Kollegen kleingeschnittene Kongstücke in die Hand (kommen als Bestätigung auf den Trail, knallrot die Dinger und ganz eindeutig aus Gummi). Kollege läuft, Hund sucht, alles schick.

    Was macht dein Hund mit den Dingern, wenn nicht fressen? Anzeigen? Einsammeln und am Schluß ausspucken? Liegenlassen und nur wohlgefällig anschauen? :denker:


    Dagmar & Cara