Beiträge von dagmarjung

    - ich habe gelesen Verhalten was man nicht möchte ignorieren, also nicht laut "Aus/Nein" rufen, sondern lieber Verhalten was man verstärken möchte belohnen.

    Das funktioniert nur bei Verhalten, das nicht selbstbelohnend ist. Jagdverhalten ist aber in allen seinen Sequenzen stark selbstbelohnend, also schon Aufspüren der Beute, Anblick, Verfolgung, nicht erst das Packen und Töten.

    Stell dir vor, der Hund erschnüffelt die Wurst auf dem Tisch, geht hin und frißt sie. Dieses Verhalten kannst du auch nicht durch Ignorieren abstellen. Wurst fressen ist immer selbstbelohnend.

    "Aus" oder "Nein" funktioniert nur dann sicher als Abbruchsignal, wenn es vorher sauber auftrainiert wurde, was aber in den allerseltensten Fällen der Fall ist. Fast immer ist es lediglich ein Stimmungssignal an den Hund, daß der Mensch momentan verärgert ist, und dann läßt der Hund das was er tut bleiben oder nicht, zB er schnappt sich die Wurst, läuft aber schnell damit weg. Wie das bei eurem Hund aussieht, weiß ich natürlich nicht, aber für die Sicherheit der Katzen müßte ein Abbruchkommando bombensicher sein. Je stärker der Hund von seinem Jagdtrieb beherrscht wird, desto weniger wird ein Kommando zu ihm durchdringen.

    Ich frage mich auch, warum es für Radfahrer jetzt so schlimm sein soll, einfach mal abzusteigen.

    Aus demselbem Grund, warum auch Autofahrer nicht gerne aussteigen und schieben - denen man das übrigens nie zumutet.

    Wenn absteigen, dann bitte mit gutem Grund und ganz bestimmt nicht wegen eines Geländers, das wegen Din A schießmichtot offiziell ein paar Zentimeter zu niedrig ist.

    Ein Fahrrad ist ein Verkehrsmittel und kein Accessoire, das man aus rein dekorativen Gründen mit sich führt. ;)

    Tja, George R. R. Martin und Game of Thrones.

    Ich habe die ersten Bände gelesen, aber danach bewußt abgebrochen (noch vor der Verfilmung) weil ich abwarten wollte, ob Martin die Serie auch abschließt. Ich hasse unbeendete Geschichten. Was die Charaktere betrifft, Tyrion mochte ich auch am liebsten.

    Diese musikalische Aufforderung an den Meister, sich doch bitteschön an den Schreibtrisch zu setzen und die Leser nicht länger darben zu lassen, ist nun auch schon 13 Jahre alt und hat bisher noch nicht so recht gefruchtet:

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    Immerhin hat Martin auch andere Bücher geschrieben in denen er beweist, daß er eine spannende Geschichte in angemessener Länge schreiben und zu Ende bringen kann, zB den besten Vampiroman überhaupt, "Fevre Dream /Fiebertraum". Den ich nur sehr empfehlen kann, und das, obwohl ich Vampirromane sonst nicht mag.

    Er spielt kurz vor dem Bürgerkrieg auf dem Missisippi. Kapitän Abner March hat bis auf eins alle seine Schiffe verloren, als ihm der geheimnisvolle und sehr reiche Joshua York anbietet, den Luxus-Raddampfer seiner Träume zu bauen, unter der Bedingung, daß er ihn und einige seiner etwas seltsamen Freunde mit auf die Reise nimmt.

    Bevor meine Pudelhündin Cara als Welpe einzog, hatte ich eigentlich schon fest eine andere Rasse geplant (Schipperke), eine Züchterin besucht, die feste Zusage für einen damals noch nicht geborenen Welpen bekommen und meinen Urlaub entsprechend geplant. Und dann ging die Trächtigkeit schief, die Hündin mußte notoperiert werden und mein künftiger Welpe, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte, existierte nicht mehr.

    Das war für mich eine echte Phase der Trauer und das loslassen fiel mir schwer. Für dich ist es sicherlich noch schwerer, denn du konntest den Hund kennenlernen, hattest guten Kontakt zur Pflegestelle und daß der Hund jetzt erneut angeboten wird, aber nicht an dich gehen soll, macht die Sache besonders bitter.

    Bei mir ging es so weiter, daß ich mit der Suche noch mal ganz von vorne anfangen und außerdem auf eine andere Rasse umschwenken mußte, da Schipperke in Deutschland extrem selten sind. Ich hatte großes Glück und fand den perfekten Hund für den passenden Zeitpunkt, meine geliebte Cara.

    Ich wünsche dir dasselbe Glück für deinen "Plan B" bzw die neue Suche nach dem passenden Hund. Ich bin sicher, du wirst ihn finden.

    Was mich fast zerreißt, ist der Gedanke, dass sie seit Dienstag allein in der Klinik war – und ich nicht bei ihr, als sie gegangen ist.

    Auch meine Pudelhündin mußte ihre letzte Nacht und den folgenden Morgen bis zur OP alleine in der Klinik verbringen, und wurde dann aufgrund neuer Erkenntnisse noch während der Narkose eingeschläfert. Ich kann daher gut nachfühlen, wie sehr dich das belastet.

    Natürlich stirbt jeder geliebte Hund irgendwann, und das ist schwer genug. Aber es stand für mich nie außer frage, daß ich bis zuletzt bei ihr sein würde, und das war bei dir mit Sicherheit genau so. Und dann kam es doch anders.

    Aber du hast deine Hündin nicht im Stich gelassen! Du hast sie in ihrer letzten Lebensphase bestmöglich tierärztlich versorgt, immer mit der Hoffnung auf Besserung. Du hast ihr jede Chance gegeben. Daß sie ein Leiden hatte, das bereits zu weit fortgeschritten war, konnte niemand ahnen. Sie noch einmal aus der Narkose und in dieses Leiden hinein aufwachen zu lassen, nur um sich zu verabschieden, konnte ja keine Alternative sein. Man sucht sich so etwas nicht aus, aber du hast im Sinne deiner Hündin gehandelt.

    Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit. :streichel: