- ich habe gelesen Verhalten was man nicht möchte ignorieren, also nicht laut "Aus/Nein" rufen, sondern lieber Verhalten was man verstärken möchte belohnen.
Das funktioniert nur bei Verhalten, das nicht selbstbelohnend ist. Jagdverhalten ist aber in allen seinen Sequenzen stark selbstbelohnend, also schon Aufspüren der Beute, Anblick, Verfolgung, nicht erst das Packen und Töten.
Stell dir vor, der Hund erschnüffelt die Wurst auf dem Tisch, geht hin und frißt sie. Dieses Verhalten kannst du auch nicht durch Ignorieren abstellen. Wurst fressen ist immer selbstbelohnend.
"Aus" oder "Nein" funktioniert nur dann sicher als Abbruchsignal, wenn es vorher sauber auftrainiert wurde, was aber in den allerseltensten Fällen der Fall ist. Fast immer ist es lediglich ein Stimmungssignal an den Hund, daß der Mensch momentan verärgert ist, und dann läßt der Hund das was er tut bleiben oder nicht, zB er schnappt sich die Wurst, läuft aber schnell damit weg. Wie das bei eurem Hund aussieht, weiß ich natürlich nicht, aber für die Sicherheit der Katzen müßte ein Abbruchkommando bombensicher sein. Je stärker der Hund von seinem Jagdtrieb beherrscht wird, desto weniger wird ein Kommando zu ihm durchdringen.