Beiträge von dagmarjung

    Wie bitte!? 😳 Der Besitzer geht jetzt ins Altersheim, hat aber letzten Monat nochmal schnell seine Hündin decken lassen! Und jetzt muss die schwangere Hündin weg! 😱

    Oft, wenn nicht sogar in den meisten Fällen erfolgt ein Umzug ins Pflegeheim nicht freiwillig, sondern plötzlich und ungeplant. Ein Unfall oder eine sich verstärkende Demenz sorgen dafür daß ein Mensch von jetzt auf gleich so pflegebedürftig wird, daß er oder sie nicht mehr selbstständig leben kann.

    Viele Menschen schieben den Gedanken ans Pflegeheim so lange von sich weg, bis ein plötzliches Ereignis eintritt. Und sie planen bis dahin ihr Leben so, als würde es immer so weitergehen. Warum also nicht die Hündin mal Welpen haben lassen?


    Es kann natürlich eine Ausflucht sein, aber unglaubhaft finde ich es nicht.


    Dagmar & Cara

    Jeder Welpe sollte in den ersten prägenden Wochen vor der Abgabe Drinnen und Draußen kennengelernt haben. Erdboden, Gras, Himmel, Gerüche, Regentropfen, unterschiedliche Temperaturen.

    Kleine kurzhaarige Welpen wird man bei kühlen Temperaturen natürlich nicht stundenlang draußen lassen, aber auch sie müssen mehr kennenlernen als das Innere einer Wohnung. Eine reine Wohnungsaufzucht ist nicht artgerecht.


    Leider machen es sich manche "Züchter" von Zwerghunden einfach, gewöhnen ihre Welpen an ein Innenklo und fertig. Manchmal wird diese bequeme Lösung sogar als besonderer Vorzug angepriesen: "die Kleinen gehen aufs Katzenklo!"

    Die neuen Welpenbesitzer haben dann ein Riesenproblem, solche Welpen stubenrein zu bekommen. Denn zum einen sind die Welpen dann schon daran gewöhnt, sich immer nur drinnen zu lösen, zum anderen haben sie in der unbekannten Außenwelt schlicht Angst und lösen sich daher nicht.
    Hunde prägen sich auf den Untergrund zum Lösen, den sie früh im Leben kennengelernt haben. Wenn das Gras und Naturboden im Freien ist, freut sich der neue Halter. Wenn das aber eine weiche Unterlage in der Wohnung ist, gibt es nicht selten lebenslang Probleme mit der Stubenreinheit.


    Dagmar & Cara

    Es gibt ein Mittel namens Bitter Apple im Zoofachhandel. Das ist eine wässrige Lösung und vergällt dem Hund das Anfressen von unerwünschten Dingen. Es stinkt und schmiert nicht und ist nicht giftig.


    Dagmar & Cara

    Es ist ja noch nicht klar, ob wirklich die Erstimpfung fehlt oder oder lediglich die altersgemäß nächste Folgeimpfung noch aussteht bzw wegen der Durchfallerkrankung verzögert wurde.

    Der Hund ist jedenfalls in tierärztlicher Betreuung, das stand im anderen Thread.


    Dagmar & Cara

    Der Hund muss lernen, dass es Objekte gibt, die sich nicht bewegen (Bäume, Poller, Steine o.ä.) und Subjekte, die sich wohl bewegen und ihm auch mal ausweichen (Menschen, Radfahrer, Tiere,...).

    Ein junger Hund darf auch lernen, daß manche Büsche Dornen haben und faulige Früchte bäh schmecken... ;)


    Welpen erforschen (wie Kleinkinder) vieles mit dem Maul, aber das heißt nicht, daß sie auch alles runterschlucken. Oft wird nur ein wenig drauf rumgekaut und dann wieder fallengelassen. Beobachtet genau, und dann könnt ihr hoffentlich etwas entspannter damit umgehen.


    Was Schuhe usw betrifft: Daß alles angekaut wird, ist normalerweise nur eine Phase, die vergeht. Da ist der BC deiner Eltern wirklich eine große Ausnahme. (Und da wäre immer noch zu fragen, ob es nur Lust am Kauen ist oder eventuell Stressabbau.)

    Es lohnt sich also nicht, hier einen erzieherischen Kriegsschauplatz aufzumachen. Wertvolle Sachen wegräumen und dadurch Konflikte minimieren ist das Beste, was ihr tun könnt.


    Jedoch wenn wir mal aufstehen müssen, dann wacht der kleine sofort auf und kommt mit.


    Da er euch und eure Abläufe noch nicht so richtig kennt, ist das ganz normal, daß er immer wissen will, was ihr so tut. Das relativiert sich, wenn er erst einmal verinnerlicht hat, daß es sich nicht lohnt, jedesmal aufzuspringen, wenn ihr auf die Toilette geht. (In punkto Küche ist das natürlich was anderes. :roll:)


    Allgemein ruhen Hunde mehr Stunden am Tag als wir, aber das ist überwiegend ein leichtes Dösen, aus dem sie jederzeit hellwach aufspringen können, sobald sich etwas Interessantes tut. Man muß sich also keine Sorgen machen, daß der Hund unter solchen Unterbrechungen leidet. Es sei denn, man mutet ihm insgesamt zuviel Action am Tag zu und er findet dadurch gar nicht wirklich zur Ruhe.


    Dagmar & Cara

    (alle bleiben vor ihm stehen und wollen ihn fotografieren),

    Ich finde, dieses Zuchttauglichkeitsmerkmal sollte ab sofort alle anderen ersetzen! :applaus: Ja, du bist gemeint, Boxerklub! :nicken:



    (Ich bin auch des öfteren von Rüdenhaltern angesprochen worden, die meine Cara gerne als Produktionsstätte für einen Klon von ihrem Bobby gehabt hätten. Welpe dann für lau versteht sich, als Deckgeld. Ich habe es leider immer nur bei einem höflichen "Nein" belassen. Die eigentlich richtige Antwort wäre aber folgende gewesen: "Liebe Frau, wenn ich mit Cara züchten wollte, dann würde sie sie ZTP des DPK ablegen und ich hätte die freie Auswahl unter den schönsten und besten Zuchtrüden in ganz Europa. Und da müßte sich Ihr Bobby ganz, ganz weit hinten anstellen...)


    Dagmar & Cara

    Zu deinem anderen Gedankengang: Tierärzte verdienen ihr Geld damit, kranke Tiere zu behandeln. Warum also sollten sie deinem Hund eine Behandlung verweigern? Es gibt schlicht keinen Grund dafür. Selbst angenommen, einem Tierarzt wäre Herr Meier sympathischer als Frau Müller, so verdient er doch an der Behandlung beider Hunde gleich viel und da er verdienen möchte, wird er auch behandeln.


    Ein guter Tierarzt sagt aber auch klar, was dem Tier nützen könnte und was nicht und lehnt unnötige Behandlungen ab - zum Wohl des Tieres.


    Dagmar & Cara

    Meine Großmutter und meine Schäferhündin starben kurz nacheinander. Ich habe den Tod meiner Hündin auch schwerer verkraftet als den meiner Großmutter, obwohl ich meine Großmutter nicht weniger geliebt habe als meine Hündin und viele schöne Erinnerungen mit ihr verbinde.


    Meine Großmutter lebte aber weit entfernt, wir sahen uns deshalb nur gelegentlich, zB im Urlaub oder zu Feiertagen. Sie war nicht Teil meines Alltags, im Gegensatz zu meiner Hündin. Von ihrem Tod blieb mein Alltagsleben also unberührt. Ich war traurig, aber mein Leben blieb im Wesentlichen so, wie es war.


    Wenn der Hund stirbt, dann ist das anders. Es fallen mit einem Mal viele Alltagsroutinen weg: Gassigänge, Spaziergänge, Füttern, Kuschelzeiten. Gerade bei schwerkranken Hunden kommt noch die aufwendige Pflege hinzu und die Gedanken kreisen dann täglich und ständig noch mehr um den Hund.

    Plötzlich ist das alles weg. Wo vorher zahlreiche Pflichten und Routinen waren, ist jetzt Leere. Unsrere Gewohnheiten geben uns Halt und Stütze, wir fühlen uns verunsichert, wenn das wegfällt.


    Die Trauer um einen geliebten Hund ist das eine, der Bruch in den Gewohnheiten ist das andere. Das darf man nicht verwechseln oder gleichsetzen.


    Dagmar & Cara

    Vorwürfe kann man sich machen, wenn man etwas versäumt hat. Etwas hätte anders machen sollen. Das ist aber hier nicht der Fall. Du hast Sandy die bestmögliche tierärztliche Behandlung ermöglicht. Die Tierärzte haben Sandy bestmöglich behandelt. Du hast keine göttlichen Fähigkeiten, und auch Tierärzte sind keine Götter, die einem Tier Unsterblichkeit verleihen können.

    Du trägst keine Verantwortung dafür, daß Sandy krank geworden ist und es gibt nichts, was du hättest tun können, um sie zu heilen. Es lag nicht in deiner Macht, und auch nicht in der der Tierärzte, Sandys Ende zu verhindern.

    Ich hoffe einfach, daß dir dieser Gedanke irgendwann dabei helfen kann, deinen Frieden zu finden.


    Eine Obduktion hätte Aufklärung bringen und Antworten geben können, was bei Sandy zu dieser plötzlichen rapiden Verschlechterung mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit und der Appetitlosigkeit, Erbrechen... der letzten Tage geführt hat, wo sie doch über die ganzen Wochen hinweg sehr stabil geblieben ist.

    Sandy war alt und seit langer Zeit todkrank, sie litt unter mehreren schweren Krankheiten, die jede für sich unweigerlich zum Tod führen. Ein so massiv überlasteter Organismus bricht eben irgendwann endgültig zusammen. Von plötzlicher Verschlechterung (im Sinne von unerwartet) kann daher keine Rede sein, sondern nur von einem Ende, das zu erwarten war.


    Es ist gut, daß du einen Termin hast, aber schon jetzt kannst du jederzeit und ohne zu warten bei der Telefonseelsorge anrufen. Das eine schließt das andere nicht aus.


    Dagmar & Cara