Alleine Bleiben // Trennungsangst?

  • Hello,


    vielleicht habt ihr noch ein paar Tipps für mich, was ich anders/besser machen kann.

    Daisy ist etwas über 8 Monate alt und wir haben leider noch starke Probleme mit dem Alleine bleiben bzw. grds. wenn ich gehe. In meiner Wohnung (in der wir seit Mai wohnen) habe ich von vorne angefangen mit dem Training. Also ich bin zwischendurch rausgegangen und direkt wieder rein. Nach und nach hab ich die Sekunden gesteigert und die Tür vom Haus ebenfalls zu fallen lassen. Wir kommen leider über ca. 1,5 Min einfach nicht hinaus.
    Im Büro übrigens schaffen wir es bisher ca. 20 Min alleine zu sein (länger funktioniert nicht, da ich in dieser Zeit ja nicht in mein Büro kann :rolling_on_the_floor_laughing: )
    Dazu kommt, dass sie direkt verunsichert ist, sobald ich gehe. bsp.: ich bin kurz in den Laden gegangen (war ca. 10 Min weg) während mein Bruder (den sie auch gut kennt und total liebt) mit ihr draußen geblieben ist. Sie hat nicht gebellt wurde aber direkt nervös/gestresst ist hin und her gelaufen und hat sich erst beruhigt, als ich wieder da war.

    Ich habe es auch schon mit Kauknochen probiert, das hilft aber leider auch nicht wirklich oder zmd. nicht lange

    Mache ich etwas falsch? Was kann ich besser machen?


    Kurzer Zusatz: Ich erwarte nicht, dass ich sie für Stunden jetzt schon alleine lassen kann. Ich sehe nur keinen Fortschritt bei dem Thema bzw. sehe den Stress, den meine Maus hat

  • Noch ein kleiner Zusatz, falls wichtig.

    Impulskontrolle hat sie übrigens auch sehr gut im Griff. Sie setzt sich hin, bevor ich ihr den Napf gebe und bleibt so lange sitzen, bis sie das ok kriegt. Wenn andere Tiere an ihr vorbeigehen/fliegen, kann sie ebenfalls sitzen bleiben bis ich ihr sage, dass es ok ist. Also aushalten an sich ist bei uns kein Problem und bisher hatte ich in jedem Fall den größeren Dickkopf.

  • Wie selbstbewusst ist sie? Völlig ab von irgendwelchen Trainingssituationen, einfach im Alltag. Wie reagiert sie auf unbekannte Reize? Orientiert sie sich an dir, oder geht sie selbst gucken?


    Ist sie mal frech? Räubert sie mal eine unbeobachtete Tasche aus?


    Wieviel Eigeninitiative zeigt sie im Alltag?

  • Wie selbstbewusst ist sie? Völlig ab von irgendwelchen Trainingssituationen, einfach im Alltag. Wie reagiert sie auf unbekannte Reize? Orientiert sie sich an dir, oder geht sie selbst gucken?


    Ist sie mal frech? Räubert sie mal eine unbeobachtete Tasche aus?


    Wieviel Eigeninitiative zeigt sie im Alltag?

    An sich ist sie schon ein ängstlicher bzw. hinterfragender Hund. Zwar unglaublich neugierig aber dennoch ängstlich.

    Also unbekannte natur findet sie klasse und solange der Weg übersichtlich ist, kann ich sie da ohne Probleme laufen lassen. Bei fremden Menschen ist sie grds. skeptisch und ängstlich (vor allem, wenn jemand für sie fremdes zu uns nach Hause kommt) auch fremden Hunden gegenüber ist sie offen (so lange die nicht aus sie zu rennen, dass mag sie überhaupt nicht und flüchtet dann)

    Frech sein kriegt sie definitiv hin also fremde Gegenstände findet sie super :D

    Ich weiß leider nicht genau, was du mit Eigeninitiative meinst, bzw. wie sich das beim Hund äußert


    Insgesamt denke ich aber, dass sie schon stark auf mich fixiert ist.

  • Und, was ist, wenn da ein Gedankenfehler vorhanden ist?

    Wenn es sich nicht um eine Trennungsangst, sondern eher um ein Kontrollverlust handelt?




    Wie sieht es innerhalb der geschlossenen Räumen aus?

    Kannst Du im Zimmer A verweilen, und Dein Hund stundenlang, entspannt im Zimmer B schlafen?

    Natürlich freiwillig den Raum aufgesucht.

    Oder liegt der Hund stets so, daß er alles im Blick hat, Haustür und einschließlich Dich, wo auch immer Du Dich Zuhause aufhältst?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Okay, worauf ich hinaus will: Von dem was du so beschreibst, übst du viel Kontrolle aus. Das ist nicht schlimm, gerade unsicheren Hunden bietet das einen festen Rahmen. „Frauchen sagt X und dann ist das prima.“


    Aber damit erschwerst du dem Hund das Alleinbleiben. Du bist ihr Anker, ihr Rahmen. Bist du weg, schwimmt sie.


    Wilde, selbstbewusste Hunde bleiben da einfacher allein.


    Ich würde mal versuchen, das Selbstbewusstsein deiner Hündin zu steigern. Dass sie lernt: Ich kriege das allein auch hin. Wenn ich eine Entscheidung treffe, fällt mir nicht der Himmel auf den Kopf.


    Trifft nicht ganz auf euch zu, aber der Teil zum Selbstvertrauen stärken dürfte für euch interessant sein:

    https://sleepherds.de/selbstve…lbstbewusstsein_beim_Hund


    Dazu Übungen, wo der Hund selbst etwas lösen muss. Suchspiele usw.

  • Das sehe ich wie Pünktchen.

    Entweder leidet dein Hund unter massivem Kontrollverlust, was aber eher bei draufgängerischen Hunden vorkommt (oder Hütehunden) oder ist nicht selbstbewusst genug. Das Selbstbewusstsein kannst du definitiv stärken.

    Für mich hört sich das auch eher nach unsicher an. Folgt sie dir im Haus überall hin?

  • Das sehe ich wie Pünktchen.

    Entweder leidet dein Hund unter massivem Kontrollverlust, was aber eher bei draufgängerischen Hunden vorkommt (oder Hütehunden) oder ist nicht selbstbewusst genug. Das Selbstbewusstsein kannst du definitiv stärken.

    Für mich hört sich das auch eher nach unsicher an. Folgt sie dir im Haus überall hin?

    Es wäre schön, wenn das Thema so einfach abzugrenzen wäre.


    Mein Pudel litt unter Kontrollverlust und sie war damals alles andere als (wirklich) selbstbewusst / draufgängerisch...sie war aber der Meinung, dass sie auf mich aufpassen muss (nachdem ich in den ersten 1,5 Jahren 2 mal länger krank war und sie eher wenig angeleitet habe).

  • Was soll denn eigentlich genau der Unterschied zwischen "Kontrollverlust" und Tennungsangst sein? Bzw. warum wird hauptsächlich selbstbewussten Hunden nachgesagt, sie seien "Kontrolettis"?


    Für mich gehen eigentlich gerade Unsicherheit und "kontrollieren" sehr eng zusammen. Ich glaube eher, dass ein selbstbewusster Hund nicht zu "kontrollieren" braucht, während ein unsicherer Hund seinen Menschen gerne im Auge hat. Nicht, weil er jeden Schritt des Menschen kontrollieren will, sondern weil Kontrolle über andere ja im Prinzip auch Kontrolle für sich selbst bedeutet. Wisst ihr was ich meine?


    Wenn ich als introvertierte und unsichere Person auf eine Party mitgenommen werde, behalte ich auch die eine Person, die ich kenne, ständig im Auge und würde fragen "wo gehst du hin?", wenn ich sehe, dass sie den Raum verlässt. Damit "kontrolliere" ich sie vllt. indirekt, aber in ersten Linie geht es mir ja darum, dass es mir selbst Sicherheit gibt, wenn ich gewissermaßen Kontrolle über eine Situation habe.


    Und ich glaube deshalb kann man diese zwei Dinge auch nicht voneinader trennen, sondern Trennungsangst geht mit Kontollverlust eingeher, wobei mMn beides aus Unsicherheit resultieren kann.


    Selbstbewusstsein aufbauen finde ich auf jeden Fall nicht verkehrt. Aber ansonsten würde ich bei einem tendenziell unsicheren Hund auf Berechenbarkeit setzen. Also zB alles mögliche durch ein Signalwort ankündigen (Ankündigung = Erwartungssicherheit = gewissermaßen Kontrolle über die Situation = Sicherheit) , sodass dein Hund sich auf dich verlassen kann und immer weiß, was auf ihn zukommt.


    Luna konnte in den ersten Wochen auch nicht alleine bleiben. Sie ist mir im Haus auf Schritt und Tritt hinterherlgelaufen und anstatt den "klassischen" Weg zu gehen mit Tür für ein paar Sekunden schließen und wieder öffnen, habe ich geschaut, dass ich sie so gut wie gar nicht alleine gelassen hab (wenn dann betreut) und erstmal am Vertrauensaufbau gearbeitet. Sie durfte mir überall hin hinterherlaufen, ich habe das nie unterbunden. Da haben auch Leute gesagt "Die kontrolliert dich", aber mein Bauchgefühl hat gesagt, dass sie einfach nur unsicher ist. Irgendwann waren wir soweit, dass sie mir (von ganz alleine, ohne explizites Trianing) nicht mehr ständig hintergelaufen ist und dann bin ich den nächsten Schritt gegangen und habe auch mal die Tür geschlossen und sie kurz alleine gelassen. Immer mit Ankündigungswort und ich habe sie auch immer begrüßt, wenn ich wieder gekommen bin. Mittlerweile hebt sie nicht mal mehr den Kopf, wenn ich "bis gleich, sei schön lieb!" sage und kann gute 6 Stunden entspannt alleine bleiben.



    Ansonsten kann ich noch diesen Podcast empfehlen: https://hundalleinelassen.de/blog/ :smile:

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