Hund knurrt Kind an. Wie richtig reagieren?

  • Guten Morgen!


    Wir sind eine dreiköpfige Familie mit Kind (2,5 Jahre alt). Wir haben einen 1 Jahre alten Neufundländer namens Diego, er lebt bei uns seit er 10 Wochen alt ist.


    Diego ist eine Seele von Hund, er war immer brav, geduldig, freundlich und ruhig. Leider hatten wir jetzt zweimal ein unschönes Erlebnis. Diego hat unsere Tochter angeknurrt.


    Das erste Mal ist es passiert als er gefressen hat und die Kleine in seiner Nähe gespielt hat. Wir haben natürlich sofort reagiert, ihm deutlich nein gesagt. Seit dem üben wir regelmäßig in seiner Nähe zu sein, wenn er frisst, ihm etwas wegzunehmen und so weiter, damit er merkt, dass wir entscheiden können wo wir uns befinden und wann und wie er frisst.


    Wir dachten, es war ein pubertärer Ausrutscher, aber leider ist es gestern wieder passiert. Dieses Mal nicht mit Futter, sondern mit Spielzeug. Unsere Tochter hat mit ihren Plüschtieren gespielt und eine Art Teeparty veranstaltet. Diego sitzt oder liegt normalerweise brav daneben oder macht mit. Dieses Mal hat er sich ein Plüschtier geschnappt und als meine Tochter es ihm abnehmen wollte hat er wieder geknurrt.


    Natürlich haben wir das ganze beobachtet und sind wieder sofort eingeschritten. Ihm das Spielzeug abgenommen und ihm deutlich nein gesagt.


    Wie sollen wir vorgehen? Mit dem Fressen hat es gut geklappt und wir dachten wir hätten ihn erfolgreich erzogen, aber nun knurrt er auch bei Spielzeug. Wie können wir ihm das abgewöhnen? Er ist ein großer Hund und darf daher nicht knurren oder aggressiv sein. Sollte sich das nicht lösen lassen müssen wir ihn leider abgeben.


    Bitte gebt uns Tipps wie wir das erzieherisch lösen können.

  • Moin,


    ich frage mich was eure Tochter in der Nähe des Napfes zu suchen hat wenn der Hund frisst? Lasst den armen Kerl doch in Ruhe fressen!


    Das was ihr jetzt veranstaltet mit dem Futter kann euch eine richtig schöne Futteraggression bescheren. Hört auf eurem Hund das Futter wegzunehmen. Stellt es ihm hin und lasst ihn in Ruhe.


    Auch mit dem Stofftier. Euer Hund ist 1 Jahr alt, hat gerade bunte Knete im Kopf und die Impulskontrolle kann mal zu wünschen übrig lassen. Wenn es für ihn momentan zu schwierig ist ruhig neben dem spielenden Kind zu liegen, dann helft ihm. Richtet ihm einen Platz außerhalb der Aufregung ein, lasst ihn dort abliegen. Und bitte lasst niemals(!) euer Kind dem Hund ein Spielzeug abnehmen.


    Und hört auf dem Hund das knurren zu verbieten. Da er bereits knurrt habt ihr schon gefühlt 10 Stadien der Eskalationsleiter übersehen und die Anzeichen einfach ignoriert. Wie soll er denn sonst sagen, dass er etwas blöd findet? Wenn ihr ihm das knurren jetzt verbietet, wird er sich irgendwann nicht mehr anders zu helfen wissen und gleich abschnappen. Wollt ihr das?


    Für mich klingt das nach einem Hund der sich nicht mehr anders zu helfen weiß, weil womöglich andere Signale davor nicht erkannt oder ernst genommen wurden. Hund und Kind kann prima klappen, aber ihr müsst dem Hund die Chance geben seine Ruhe zu haben, sich zurückziehen zu können. Ihr müsst viel mehr managen.


    Nochmal: Kind hat beim fressen nichts am Napf verloren und Kind hat dem Hund nichts wegzunehmen, auch wenn es ihr Spielzeug ist. Das liegt allein bei euch!

  • Euer Rüde wird erwachsen.


    Das erste Mal ist es passiert als er gefressen hat und die Kleine in seiner Nähe gespielt hat. Wir haben natürlich sofort reagiert, ihm deutlich nein gesagt. Seit dem üben wir regelmäßig in seiner Nähe zu sein, wenn er frisst, ihm etwas wegzunehmen und so weiter, damit er merkt, dass wir entscheiden können wo wir uns befinden und wann und wie er frisst.

    Wieso darf er nicht in Ruhe fressen? Das gehört genauso zum Zusammenleben wie eine absolute Rückzugs- bzw Ruhezone (ohne Tochterbesuch).

    Wieso darf er nicht fressen wie er will? Wenn ihr dem Hund Futter hinstellt darf er es nicht fressen?


    Unsere Tochter hat mit ihren Plüschtieren gespielt und eine Art Teeparty veranstaltet. Diego sitzt oder liegt normalerweise brav daneben oder macht mit

    ? ?


    Diego ist aber doch nicht das Spielzeug Eurer Tochter?


    Er ist ein großer Hund und darf daher nicht knurren oder aggressiv sein

    Wie soll er denn sonst ausdrücken, dass die Situation ihn überfordert?

    Und Knurren und Aggressivität ist nicht das Gleiche. Habt Ihr einen Trainer, der Euch unterstützen kann den Hund zu verstehen?


    Sollte sich das nicht lösen lassen müssen wir ihn leider abgeben.

    Er hört sich nach einem ganz normalen Teenager an.

    Wollt Ihr das Thema nicht erstmal in Angriff nehmen? Durch Hundeschule (Beschäftigung für Diego), Trainer, Weiterbildung in Sachen "Zusammenleben mit Hund und Kind"??

  • Dieses Mal hat er sich ein Plüschtier geschnappt und als meine Tochter es ihm abnehmen wollte hat er wieder geknurrt.

    Ihr lasst ein zweieinhalb Jahre altes Kind einem Hund die Beute abnehmen?

    Ich bin einigermaßen fassungslos.

    Ist das der erste Hund?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Bitte lasst Kind und Hund niemals zusammen allein und nicht aus den Augen, schafft dem Hund sichere Rückzugsorte (z.B. ein abgegrenzter Bereich im Wohnzimmer, in den das Kind nicht reinkommt) und lasst alles an Ressourcen aus dem Spiel, sobald das Kind dabei ist. Und vergesst nicht, dass das ein junger Hund mitten in der Pubertät ist! Er ist kein Spielzeug fürs Kind und sollte sich auch vom Kind nichts gefallen lassen müssen. Das ist eure Aufgabe als Eltern.

    Kind und Hund kann ganz wunderbar funktionieren, aber dafür muss man schon feste Regeln für Kind und Hund haben, Mangement betreiben und bereit sein, Arbeit zu investieren. Ein Selbstläufer ist es in der Regel nicht. Es macht sicherlich Sinn, einen Trainer dazu zuholen!

  • Seit dem üben wir regelmäßig in seiner Nähe zu sein, wenn er frisst, ihm etwas wegzunehmen und so weiter, damit er merkt, dass wir entscheiden können wo wir uns befinden und wann und wie er frisst.

    Großer Fehler!


    Mit so einem "Training" sorgt man erst recht dafür, daß der Hund sein Futter verteidigt!



    Stellt Euch mal vor, wie Ihr Euch fühlen würdet, wenn jemand ständig Euren Teller weg nimmt, obwohl Ihr gerade essen wollt!





    Wenn der Hund sein Fressen bekommen hat, kann man ihn für die wenigen Minuten in Ruhe lassen.

    Das Kind kann lernen, den Hund nicht zu stören, oder Ihr trennt während der Fütterung Kind und Hund komplett!

  • Hallo :winken:

    Das erste Mal ist es passiert als er gefressen hat und die Kleine in seiner Nähe gespielt hat. Wir haben natürlich sofort reagiert, ihm deutlich nein gesagt.

    Mhhh... warum habt ihr eurem Kind nicht erklärt, dass Diego beim fressen gern seine Ruhe hätte und sie in der Zeit woanders spielt? Wahlweise könnt ihr den Hund auch woanders füttern damit er in Ruhe fressen kann.


    Wie können wir ihm das abgewöhnen? Er ist ein großer Hund und darf daher nicht knurren oder aggressiv sein.

    Warum?

    Ein Hund knurrt um etwas auszudrücken, er kann halt nicht sprechen... Knurren ist also absolut normale, hündische Kommunikation, die ich persönlich je nach Situation auch bestärke, weil ich es gut finde, wenn mein Hund mitteilt, dass ihm etwas zu viel wird.

    Einem Hund das Knurren abzuerziehen kann ganz gewaltig nach hinten losgehen, denn im schlimmsten Fall warnt er euch irgendwann nicht mehr, sondern geht direkt einen Schritt weiter.


    Ich möchte da gar keine Tipps geben, weil ich das in einer Situation mit einem Kleinkind im Haus viel zu heikel finde, wenn man den Hund nicht kennt.

    Habt ihr einen guten Trainer, der sich Diego bei euch zuhause anschauen kann? Wahlweise könnt ihr uns kurz sagen woher ihr kommt, dann kann sicher jemand einen Trainer empfehlen.


    Meine Vermutung liegt eher dort, dass ihr schon das ein oder andere Signal übersehen habt, dass nicht alles so Friede-Freude-Eierkuchen ist, wie ihr es euch vorstellt und Diego jetzt mit zunehmendem Alter ernster wird und seine Grenzen deutlicher macht.


    Wäre es mein Hund würde ich Hund und Kind nicht mehr zusammen "spielen" lassen bis ihr da eine fachkundige Meinung zu habt.

    Hat er einen Platz an dem euer Kind den Hund vollkommen in Ruhe lässt? Wo er sich immer zurückziehen kann? Ansonsten wäre das das erste was ich nun etablieren würde.

  • Ihr solltet froh sein dass euer Hund noch so sauber kommuniziert und knurrt wenn er in eine Situation gebracht wird in der er sich nicht selbst zu helfen weiss.

    Knurren ist Kommunikation und Kommunikation ist vielfach besser als gleich "zuschlagen". Verbietet ihm nicht das Knurren, das macht er prima!

  • Das erste Mal ist es passiert als er gefressen hat und die Kleine in seiner Nähe gespielt hat. Wir haben natürlich sofort reagiert, ihm deutlich nein gesagt. Seit dem üben wir regelmäßig in seiner Nähe zu sein, wenn er frisst, ihm etwas wegzunehmen und so weiter, damit er merkt, dass wir entscheiden können wo wir uns befinden und wann und wie er frisst.

    Warum lässt man das Kind in die Nähe eines Hundes der gerade sein Futter frisst?

    Da gehört einfach ein getrennter Bereich her! Nach der Fütterung Napf wegnehmen.


    Das Knurren ist eine Drohung, so nach dem Motto "Bleib weg, sonst gibt es Ärger". Dein Hund kommuniziert mit dem Knurren eine klare Ansage! Was wäre, wenn er das gar nicht mehr machen würde, sondern gleich zum Angriff/Beissen überginge?


    Deshalb gilt das Knurren als Warnung und ich würde es meinem Hund nicht verbieten. Ich würde aber verstärkt eingreifen und Hund und Kind nur unter Aufsicht zusammen lassen. Ansonsten, wenn Du keine Zeit hast, strikt den Hund abtrennen.

    Wir dachten, es war ein pubertärer Ausrutscher, aber leider ist es gestern wieder passiert. Dieses Mal nicht mit Futter, sondern mit Spielzeug. Unsere Tochter hat mit ihren Plüschtieren gespielt und eine Art Teeparty veranstaltet. Diego sitzt oder liegt normalerweise brav daneben oder macht mit. Dieses Mal hat er sich ein Plüschtier geschnappt und als meine Tochter es ihm abnehmen wollte hat er wieder geknurrt.

    Dein Hund ist in der Tat im erwachsen werden Alter und da fängt er eben an seine Eigenheiten an zu entwickeln. Da muss gezielt dagegen gesteuert werden.


    Mein Hund hätte sein eigenes Spielzeug und dürfte nicht mit den Spielsachen des Kindes spielen. Warum darf das Kind dem Hund das überhaupt wegnehmen? Das halte ich für derzeit eine sehr gefährliche Geschichte. Offensichtlich wurde da in der Erziehung einiges versäumt!

    Er ist ein großer Hund und darf daher nicht knurren oder aggressiv sein.

    Er darf und soll Knurren. Siehe oben! Es ist Teil einer Kommunikation und eine Anzeige/Drohung.


    Sinnvoll wäre es den Hund aus dieser Situation heraus zu bringen und für Ruhe/Ordnung zu sorgen. Das kann ein Abruf sein und den Hinweis "Geh in dein Körbchen" oder was auch immer.


    Niemals, nie, nimmt man seinem Hund einfach irgendetwas so ab. Schon gar nicht sein Futternapf oder Spielzeug. Wie würdest Du reagieren, würde man Dir den Teller einfach wegnehmen oder gerade Dein Lieblingsbuch oder Lieblingsteddy? Du wärest sauer und würdest schwer schimpfen. Dein Hund kann beides nicht. Aber, er zeigt durch Knurren an, dass ihm gerade was auf den Keks geht.


    Besser ist, Du fängst mit dem Hund ein Tauschgeschäft an: gibst Du mir den Teddy, bekommst Du ein Leckerli und vielleicht ganz kurz noch einmal den Teddy zurück.


    Ich persönlich tendiere dazu, dass Du Dir professionelle Hilfe nachhause holst und zwar in Form eines wirklich guten Trainers. Der kann zuhause den Umgang von Euch mit dem Hund und umgekehrt das Verhalten des Hundes in der Familie beobachten und kann Dir genaue Ratschläge geben.


    Ansonsten kann ich Dir momentan nur raten, Hund und Kind nicht alleine zu lassen.

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