Kommentkampf ⚡️ Trennen? Laufenlassen? Erfahrungen?

  • Interessehalber, weil es einige in dem nachfolgenden Thread erwähnt haben, ich aber nicht zu sehr OT werden wollte:


    Gast108248


    Dort stand, dass einige ihre Hunde bei einem Kommentkampf trennen (würden), hier möchte ich nachhaken, einfach weil es mich interessiert wie andere das machen.


    Ich habe bisher ca. 3x einen laut tösenden Kommentkampf miterlebt und man konnte dabei eigentlich ganz gut sehen, dass die Hunde ihre Zähne zwar sehr deutlich zur Schau stellten, aber diese nicht im Einsatz hatten... nach ca. 5 Sekunden war der Show-Kampf durch und die Hunde gingen ihrer Wege. Kommt einem ewig vor und man ist froh wenn es vorbei ist, gerade das erste Mal sitzt einem dann doch schon sehr in den Knochen, aber trennen wäre mir bisher nicht in den Sinn gekommen - vielleicht aber auch nur deswegen weil es so kurz dauerte? Vielleicht weil man gesehen hat, dass die Mäuler Abstand hatten? Mein letzter Kampf ist schon einige Jahre her, trotzdem wäre ich gern mal „up to date“, wie man sich am besten bei sowas verhält - offenbar wird die Sozialkompetenz der (Fremd-)Hunde mit der Zeit auch nicht gerade besser.


    Mein derzeitiger Stand ist, so habe ich es gelernt: laufen lassen, beide Besitzer entfernen sich in gegensätzliche Richtungen und im Normalfall ist der Kampf binnen weniger Sekunden durch.


    Mir ist bewusst, dass aus einem Kommentkampf auch ein richtiger Kampf werden könnte. Das habe ich im Hinterkopf, hier sollte man zusätzlich gut beobachten. Andererseits gehört der ritualisierte Kampf auch zur normalen Interaktion von zwei mental Gleichstarken, die ausloten wollen wo sie stehen. Zwar würde ich im Vorfeld immer versuchen einen Kampf mittels Management zu verhindern, aber wenn es passiert würde ich vermutlich weiterhin erstmal kurz abwarten bevor ich mich selbst blind draufstürze. Kommt natürlich auf die Situation/Konstellation an.


    Wie macht Ihr das?

    Wieviele solcher Kämpfe habt Ihr selbst miterlebt? Trennt Ihr die Hunde in einem Kommentkampf? Dauern die Kämpfe bei Euch dann länger (weil zum trennen braucht man auch etwas Zeit, der Kampf müsste also zwangsläufig länger dauern)...? Wie sind Eure eigenen Erfahrungen damit? Gibt es „do‘s“ und don’ts“?


    Freue mich über einen Austausch. 🤗

  • Ich finde das ist keine Frage die man pauschal beantworten kann.

    Wir hatten genau das Thema zuletzt in meiner Ausbildung zum Hundetrainer.


    An sich war das Ergebnis so einfach wie frustrierend zugleich:

    Es kommt auf die Situation an.

    Auf die involvierten Hunde, die Umstände, die Menschen,..

    Pauschal würde ich da zu gar nichts raten.

    Mein derzeitiger Stand ist, so habe ich es gelernt: laufen lassen, beide Besitzer entfernen sich in gegensätzliche Richtungen und im Normalfall ist der Kampf binnen weniger Sekunden durch.

    Würde ich so zum Beispiel nie machen, wenn es ein kleiner und ein großer Hund wäre.

    Zudem würde ich sehen wollen was die Hunde machen, bzw wie es sich entwickelt. Aus Kommentkampf kann auch schnell mal ernst werden. Um das zu sehen, muss ich die Hunde sehen können. Wie verändert sich der Ausdruck, wie verhalten sich beide.


    Ich habe jedoch auch bisher erst einen Kommentkampf erlebt und da konnte ich meinen mit einem lauten Nein und ab vom anderen Hund über Gehorsam wegschicken und der andere Hunde wurde im selben Moment wo meiner weg ging vom Besitzer mittels Leine zu sich geholt. Hätte das nein nicht funktioniert hätten wir vermutlich erstmal laufen lassen, um zu gucken ob sie alleine da raus kamen. Die sind nämlich nur ausversehen ineinander gekracht quasi beim rennen.

  • Da lasse ich garnichts laufen, wenn ich die Hunde nicht selbst gut kenne!

    Ich hab Max schon unter einem fremden Spitz herausgezogen, und ich gehe grundsätzlich dazwischen. Idealerweise bevor es zu Kontakt kommt.

  • Kasper mag es nicht mehr, wenn andere Rüden ihn dominieren wollen, gerade jüngere, also Kopf auflegen etc. oder sogar direkt ihre Zähne einsetzen. Dann geht er auf Konfrontation und setzt auch die Zähne ein, aber wenn ich Pfeife, hört er sofort auf und kommt hinter mich. Ich würde also immer versuchen einen Kampf abzubrechen. Bei unserer Bo ging dies nur durch Kiefer aufhebeln. Sie war im Tunnel und nicht ansprechbar, wenn sie einen anderen Hund in der Mache hatte. Deshalb hätte ich bei ihr niemals am Halsband gezogen. Das hätte schlimme Wunden gegeben. Luft abdrehen hat auch nicht funktioniert. Da ging nur noch den Kiefer aufzuhebeln.

  • Ich war mit eigenen Hunden erst zweimal direkt in der Situation und da bin ich dazwischen und habe getrennt, meine Hündin wurde jeweils attackiert. Und ich bin bei nicht eigenen Hunden mehrfach mit dazwischen. Das aber nur, weil mir die anderen Menschen bekannt und verlässlich war.


    Ich würde bei einem Hund, der mir oder gerade in meiner Verantwortung ist, nichts laufen lassen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Wie Linali92 sagte: es kommt darauf an.


    Wenn Dino und Masha in einen Kommentkampf geraten, lass ichs laufen. Die kennen sich, ich kenne sie und weiß auch, dass sowas zwar übel aussieht und laut ist, aber im Endeffekt nix passiert. Sobald die zwei voneinander ablassen und auseinander gehen, sorg ich zusätzlich dafür, dass Distanz reinkommt. Einer kommt dann z. B. in den Flur, der andere bleibt bei mir. Das lass ich möglichst ohne Emotionen passieren.


    Würden Masha und Bonny jetzt aneinander geraten, dann würde ich definitiv eingreifen und Masha von der Kleinen runterzerren. Bonny hat der Großen nichts entgegen zu setzen und selbst wenn's nur ein Kommentkampf ist, kann bei dem Größen- und Gewichtsunterschied durchaus was passieren.


    Ich achte aber penibel darauf, dass es gar nicht erst dazu kommt.


    Wenn sich jetzt ein Fremdhund mit Dino anlegt - ebenfalls "kommt darauf an". Ist der andere Hund deutlich größer, versuche ich, die Situation zu vermeiden - gleiches, wenn der Hund deutlich kleiner ist. Brauch ich nicht, will ich nicht.


    Grundsätzlich ist es mir bei Fremdhundkontakt lieber, wenn der gar nicht oder geplant stattfindet. Geplant insofern, dass man sich zum gemeinsamen Spazierengehen verabredet und den Treffpunkt daher schon "hundekontaktgeeignet" aussucht. Am besten ist da natürlich ein breiter Waldweg, eine große Feldwegkreuzung, eine Wiese usw., damit man erstmal mit großem Abstand zueinander laufen kann. Und dann bleiben die Hunde erstmal an der Leine, bis die erste Aufregung verflogen ist und man einander halbwegs grün ist. Auf die Art und Weise - finde ich! Ich nix Profi - lassen sich viele Konfliktsituationen schon vermeiden. Auch, weil ich bei solchen Spaziergängen niemals Ressourcen wie Spielzeug oder Leckerli zwischen die Hunde werfe.

  • Das kann man nicht so pauschal beantworten - finde ich.


    Mit meinem leider schon verstorbenen Beagle gab es zwei Kommentkämpfe. Unser Beagle hat nie gebissen, sein "Gegner ", ein Schäferhund auch nicht. Es sah sehr bedrohlich aus und hörte sich gefährlich an. Das Ganze dauerte nur Sekunden, beide hatten nur Sabber im Fell und für den Rest ihres Lebens waren die Fronten geklärt. Wir konnten aneinander vorbei gehen, die Hunde schauten in entgegen gesetzte Richtungen.


    Das zweite Mal mit einem Vizla lief es ähnlich.


    Beide Male gingen so schnell vorbei, das ein Eingriff weder möglich noch nötig war.


    Bei einem früheren Angriff auf meine Dackelmix Hündin bin ich dazwischen gegangen, war aber eine völlig andere Situation.


    Liebe Grüße

    Chrissi mit Speedy

  • Mir ist bewusst, dass aus einem Kommentkampf auch ein richtiger Kampf werden könnte.

    Und genau deshalb würde ich niemals irgendwas laufen lassen. Das kann schneller kippen als man gucken kann und dann wird jeder Trennungsversuch um ein vielfaches erschwert.


    Für mich gibt es einfach keinen nachvollziehbaren Grund, dieses Risiko einzugehen und die Hunde machen zu lassen, wenn man es einfach selbst beenden kann.


    Der letzte Kampf hier ist erst ein paar Monate her und lief mit dem Dackel-Terrier Mix meines Nachbarn. Er kam kläffend auf Anju zugeschossen und ging ihr auch gleich ans Bein. Anju hat abgeschnappt und ist sehr laut geworden. Bevor das ganze kippen konnte, habe ich Anju am Geschirr hochgezogen, den Dackel mit einem Bein versucht auf Abstand zu halten und gewartet, bis mein Nachbar seinen Hund ebenfalls eingefangen hat. Das waren wenige Sekunden und außer viel Sabber war nichts an den Hunden, aber grade bei dem Größenunterschied hätte das für den kleineren Hund schnell sehr schlimm enden können, wenn Anju Ernst gemacht hätte.


    Vielleicht bin ich genau deshalb so vorsichtig, weil ich halt einen Rottweiler habe, aber ich denke, auch jeden weiteren Hund werde ich genau so führen und da keine unnötigen Kämpfe zulassen. Ich denke auch einfach nicht, dass ein Hund das in seinem Leben unbedingt braucht. Lieber einmal zu viel selbst trennen, als auch nur ein einziges mal seine Chance vertun.

  • Kommt drauf an, meine alte Hündin war so sauber in der Konfrontation da konnte ich es laufen lassen. Wobei ich immer so nah war um ein zugreifen wenn nötig.

    Die hat Hunde nur umgedreht und kurz fixiert.

    Auch mein Rüde latscht Angreifern erstmal nur auf den Rücken, aber auch da passe ich auf um zur Not einzugreifen.

    Insgesamt kommt es mir auf die Situation an und kann der andere Halter zeitgleich mit mir eingreifen.

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