Beiträge von Phonhaus

    Ich stelle mir da irgendwie immer die Frage, was mit diesen ganzen Hunden los sein muss, dass sie ohne Einsperren und Raumbegrenzung auf ein Minimum nicht zur Ruhe kommen können, nicht stubenrein werden können... Oder gar nicht mal aus ihren Boxen raus kommen möchten, weil sie sich nur da drin sicher fühlen, wie man hier lesen kann.

    Das finde ich ganz schade und traurig. Woran liegt das, an der schlechten Veranlagung, am schlechten Nervenkostüm, an der schlechten Aufzucht, an schlechten Erfahrungen?

    Meine Auslandshündin meidet Boxen und Höhlen. Und die hat ein schlechtes Nervenkostüm, schlechte Aufzucht und schlechte Erfahrungen. Vermutlich auch mit Boxen.


    Ich könnte mir vorstellen - reine Mutmaßung (und nicht auf Hunde mit entsprechenden Vorerfahrungen oder hohem Arbeitswillen gepaart mit hoher Reaktivität bezogen, die haben eigene Themen) - dass die „normalen“ häuslichen Bedingungen generell unruhiger werden und manche Hunde damit ihre. Ich merke es hier am Pudelchen. Wenn ich mit ihr alleine daheim bin, dann kommt sie viel schneller zur Ruhe als mit Mann.


    Die Ich bin prinzipiell ruhig, hantiere bedacht und mit eher sparsamen Bewegungen, es dudelt nix, außer dienstliche Anrufe und Konferenzen. Wenn ich im HO bin, rollt sie sich auf dem Bett zusammen und pennt.


    Mein Mann ist laut, hektisch, ungeduldig und macht alles mit (wie er es nennt) Schwung. Ich mag mich nicht beschweren, es sorgt unleugbar dafür, dass er viel effizienter und schneller beim Putzen ist als ich. Und dafür, dass ich etwa alle zweieinhalb Jahre neues Geschirr kaufe. Und er hat immer entweder Musik oder Fernseher laufen. Mittlerweile hat sich Momo da angepasst, aber in den ersten Wochen stand sie unter Strom, wenn der Mann da war.


    Zweite reine Vermutung: Bei entsprechenden Threads hier habe ich öfter das Gefühl, dass Grenzen im Positiven wie Negativen zu zeigen vielen Neuhundehaltern sehr schwer fällt. Sowohl Ronja als auch Momo waren zum Beispiel Schnappschildkröten vorm Herrn. Für mich war nie eine Frage, was ich tun soll, wenns zu heftig für mich wird: Ich artikuliere das. Und die Welpchen haben es verstanden. Ich wüsste gar nicht, wie ich das erklären soll, außer dass ich halt mit ganzem Körper, Gesicht und Stimme Freude und Spaß ausdrücke, wenn wir Spaß miteinander haben, neutral werde, wenns um Ruhe oder eine Erklärung geht und Ärger ausdrücke, wenn mir was stinkt oder richtig weh getan hat :ka: Ohne zu grollen. Und dann halt je nach Situation eine Alternative biete, wenn Welpchen sich dann hinsetzt, guckt und man die Zahnräder im Kopf arbeiten sieht. Meine Hunde sind üblicherweise nicht über mein Verhalten oder ihren Platz hier verunsichert, die brauchen mich nicht dauernd beobachten.


    Wenn es in der Kommunikation so gar nicht klappt oder Erwartungen und Ansprüche vom Besitzer mit dem Leistungsvermögen des Hunds nicht zusammenpassen - oder wo der Besitzer vor lauter Vorbereitung und Sorge, was falsch zu machen, jede Erklärung an den Hund dreimal zerdenkt, bevor er sie macht - oder in 3 Wochen genau so viele Trainingsansätze versucht, das stelle ich mir furchtbar verunsichernd für den Hund vor. Oder wenn er immer im Blick und in Gedanken ist. Dann ist er ja auch permanent gefordert. Da kann ich mir gut vorstellen, dass eine erzwungene Begrenzung hilfreich sein kann, damit der Hund zur Ruhe kommt.

    Für mich ist die entscheidende Frage, mit wie hoher Wahrscheinlichkeit das jeweilige Hundeindividuum leidet und wie groß die Einschränkungen bzw. Schmerzen sind. Da kann meines Wissens nach beim Hund aktuell nichts mit Brachyzephalie „mithalten.“


    Wobei das für mich nicht die einzige Form von Qualzucht ist. Jede züchterische gezielte Erzeugung bzw. Übertreibung von optischen Merkmalen, die einen großen Teil der Individuen einer Hunderasse in Leid erzeugender Weise einschränkt, würde für mich darunter fallen.

    Du könntest noch etwas geschlagene Sahne unterrühren (zum Auflockern) und es dann in Portionen als Eis einfrieren und essen.

    Kann man (selbstgemachten) Vanillepudding eigentlich einfrieren? Also, freilich: einfrieren kann man alles. Aber ist dann nach dem Auftauen Konsistenz und Geschmack wieder normal oder haut's die Moleküle durcheinander?

    Ich habs noch nicht versucht. Würde aber stark befürchten, dass das enthaltene Wasser kristallisiert und beim Auftauen das Ganze flockig wird. Wobei es ja Kuchen mit Sahne oder Puddingmasse gibt, die gefroren verkauft werden. Aber da sind möglicherweise entsprechende Emulgatoren zugesetzt worden.

    Das ist witzigerweise der einzige Verwendungszweck für die Höhle hier: Momo bringt dort einen Teil ihrer Spielzeuge unter und versucht (noch eher weniger geschickt) sie unter der Einlage zu verbuddeln. Aber sie legt sich nicht rein.


    Lilly, für die wir sie eigentlich gekauft hatten, und Ronja haben sie mit dem Allerwertesten nicht angeschaut :ka: Leckerlie zum schmackhaft machen wurden sorgfältig rausgeholt und draußen verspeist.


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    Momo hat ja echt gebraucht mit der Stubenreinheit und im Spiel „vergisst“ sie es ab und zu immer noch :ugly: Box gabs hier nicht, ich hatte sie im Bett - auch zwecks Zusammenführung - und da hat sie sich immer gemeldet, nachts ging nichts rein. Für den Fall der Fälle hatte ich ein Inkontinenzlaken auf der Matratze.


    Mir hätte die Box zur Sauberkeitserziehung also nicht geholfen. Ich hab aber auch kein Thema mit dem Putzen, mein Mann tut sich da deutlich schwerer.


    Seitdem ich mit Welpen unterwegs bin, werde ich von anderen Welpenhaltern öfter mal angequatscht, ob ich auch das Problem habe, dass mein Welpe in die Box gemacht hat, statt sich zu melden. So hundertprozentig scheint das Konzept mit der Box also auch nicht aufzugehen. Und den Gedanken, dass ein Hundchen da nachts in den eigenen Exkrementen liegt und nicht weg kann, der ist mir zugegebenermaßen auch schwer erträglich.


    Das Argument als Training für etwaige Verletzungen hat etwas für sich. Ich habe mit Lilly kein Boxentraining gemacht, sie bekommt beim Anblick einer Box blanke Panik. Der Stress und Aufwand, den sie damit hätte (sie lernt ja nur schwer), steht für mich nicht in Verhältnis zum erwarteten Nutzen, für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. Ist aber eine individuelle Abwägung für diesen Hund.


    Für Momo könnte es sinnvoll sein, das lasse ich mir mal durch den Kopf gehen.


    Ansonsten ist unser Leben so gestrickt, dass für uns die Notwendigkeit nicht auftritt, dass wir unsere Hunde mal kurzfristig in einer Box unterbringen müssen. Wir reisen nur landesintern und in Unterkünfte bzw. Veranstaltungen, wo Hunde willkommen sind, dienstlich reisen müssen wir nicht. Lange Autofahrten gibts hier auch nicht, mein Mann kann das gesundheitlich nicht und ich habe eh keinen Führerschein.


    Für „Auszeiten“ gibts es hier Rückzugsmöglichkeiten. Ich muss allerdings tatsächlich zugeben, dass es dem Pudelchen und uns besser getan hätte, wenn wir konsequent auch einen Auslauf oder ein Türgitter genutzt hätten. Denn Alleinbleiben wird ein Thema, das sehen wir schon. Die Kleine akzeptiert es nur sehr langsam, auch mal von mir getrennt zu sein.


    Gottseidank haben wir viel Zeit dafür, das zu trainieren, auf absehbare Zeit bin ich noch im HO.

    Wenn ich bei Gesprächen im Real Life von Hundehaltern was von/mit mit Box erzählt bekomme, dann geht es immer! um die Sauberkeitserziehung und darum, den Hund mal zu parken. Maximal zusätzlich auch mal darum, dass er das Auto kennt. Doch recht gängig scheint die Verwendung zur Sauberkeitserziehung immer noch zu sein.


    Auch hier habe ich die „heftigen“ Boxendiskussionen meiner Erinnerung nach nicht mit Nachfragen der TEs zum Training fürs Auto oder spätere Verletzungen gelesen, sondern mit „Auszeiten“, „zur Ruhe Kommen“ oder eben „nächtliches Melden.“ Entsprechend verlaufen die Diskussionen.


    Insofern ist hier vielleicht einfach die Ausgangsfrage falsch formuliert und es müsste nicht „Hundekäfig / Box - Ja / Nein“ heißen, sondern „Was ist die sinnvolle Einsatzmöglichkeit für eine Box“. Eignet sich besser für differenziert Antworten.

    Genau das meine ich, und sieht der Ersteller dann alle Reaktionen die ich da jemand so planlos durchgeklickt hat, oder nur das letzte Ergebnis? Also den Smiley der dann für alle sichtbar stehen bleibt?

    Es bleiben alle stehen. Also wenn drei grinsende Smileys da sind und ein face-palm steht das auch so da und jeder kann da schauen, wer geklickt hat.

    Man sieht nur die letzte, es kann halt sein, dass es in der Zwischenzeit Benachrichtigungen gegeben hat.


    Und wenn Du Deine vergeben Reaktionen kontrollieren möchtest, kannst Du das auf Deinem Profil unter „Reaktionen“ tun. Also Profil anklicken, dann Reaktionen, dann „vergebene Reaktionen“.