Angst vor Kofferraum und Rampe

  • Hallo ihr Lieben,


    Ich wende mich mal wieder hilfesuchend an euch.

    Wir haben ein Menschenbaby bekommen und ein neues Auto gekauft (Kombi), damit alle entspannt mitfahren können (vorher war es ein Polo bei dem er auf der Rückbank mitfahren durfte)

    Problem ist, dass Bailey Angst vor dem Kofferraum hat in dem er mitfahren soll :/

    Weiteres Problem ist, dass ich seine 30kg nicht reingehoben bekomme und die Rampe benutzt er am Auto nicht. Reinspringen ist keine Option, da die Hürde zu hoch ist und er, selbst wenn sie niedriger wäre, nicht springen darf da er ED hat.

    Ich stehe also vor einem ziemlichen Dilemma...

    Ans Auto geht er wunderbar ran, freut sich auch wenn der Kofferraum aufgeht aber wenns ans reingehen geht bockt er.


    Die Rampe habe ich ihm langsam beigebracht indem er über sie in liegenden Zustand gelaufen ist, dann schrittweise erhöht bis sie etwa so steil ist wie sie am Kofferraum wäre. Rampe ist also kein Problem an sich..Nur halt am Auto..

    Ich belohne ihn wenn wir am Auto sind mit Leckerlies und lege welche auf die Stoßstange und in den Kofferraum, sodass er mit den Pfoten sich aufstemmt und die Leckerlies frisst.. Das geht alles, aber wie bekomme ich ihn denn nun in den Kofferraum? :rolling_on_the_floor_laughing:

    Wenn mein Mann ihn ins Auto hebt, dann ist er schneller wieder draußen als man Zwinkern kann... Bislang müssen wir ihn mit der Leine am Trenngitter festmachen, damit wir den Kofferraum schließen können.

    Das ist aber keine Lösung - er soll ja gern mitfahren dürfen...

    Hat jemand eine Idee wie wir ihm die Ansgt vor dem Kofferraum nehmen können??


    Vielen Dank! :)

  • Oh, das ist sicher ein Problem, denn von der Rückbank in den Kofferraum ist für den Hund schon ein Unterschied.

    Was passiert denn, wenn Bailey in den Kofferraum gesetzt wird, Du setzt Dich mit ihm hinein und Ihr bleibt einfach nur sitzen,er bekommt Leckerchen und das Auto bewegt sich aber nicht

  • Hat er denn den ganzen Kofferraum oder ist der unterteilt? Wie stehts allgemein mit Fitness, Sprungkraft und Koordination?


    Den Tipp mit dem reinsetzen von @'Joco und Co find ich gut

  • Huhu,


    Also wenn er in den Kofferraum gesetzt wird, dann versucht er schon direkt wieder rauszuspringen. Wir müssen ihn dann wie gesagt festmachen oder uns vor ihm aufbauen und ihm am Brustkorb festhalten.

    Meint ihr ich soll mich komplett reinsetzen oder nur vorn an der Stoßstange?

    Den Kofferraum haben wir mit einem speziellen Gitter längs geteilt. Also er hat die gesamte Tiefe des Kofferraums, aber "nur" 3/4 der Breite zur Verfügung. Er kann sich da aber gut drehen und sich auch hinlegen.


    Werde es aber dennoch Mal so ausprobieren! Hatte bislang nur gedacht, dass es ihn vielleicht immer mehr traumatisiert wenn er direkt in den Kofferraum gesetzt wird und daher wollte ich irgendwie versuchen ihn freiwillig reinzubekommen und ihn dann mit Leckerlie belohnen ohne das mit dem Auto losgefahren wird. Und dann langsam steigern mit Tür zu, aber gleich wieder aufmachen, dann etwas länger zu bis sie aufgeht, dann mal kurz Motor an und sofort wieder aus usw..


    Aber vermutlich wird es so freiwillig nicht klappen und wir müssen ihn erstmal reinheben und den Kofferraum als solchen positiv verstärken.


    Danke an euch zwei :)

  • Ich häng mich da mal ein, wir haben nämlich ein ähnliches Problem und ich wollte keinen weiteren Thread mit dem gleichen Thema eröffnen.


    Im Auto meines Sohnes ist Franzi auch auf der Rückbank mitgefahren (nicht sehr oft, da es eben nicht mein Auto ist und es nur möglich war, wenn das Auto mal zur Verfügung stand). Nun habe ich selbst wieder ein kleines Auto, da gibt es keine Rückbank, Franzi muss also entweder in den Kofferraum oder (entsprechend gesichert natürlich) auf dem Beifahrersitz mitfahren.

    Beides begeistert sie nicht gerade und auch sie hüpft, so schnell wie möglich wieder aus dem Auto raus.


    Vielleicht kann ich ja aus den Antworten/Tipps für Euch auch für uns was mitnehmen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Nimm dir Zeit.

    Nicht dann trainieren wenn man eh wegfahren muss!

    Auto steht. Vielleicht ein helles Tuch in den Kofferraum legen, das macht teilweise etwas aus. Oder ein helleres Licht anbringen.


    Und dann ganznin Ruhe üben.

    Kannst ja zB eine Leckit Matte mit Streichwurst beschmieren und reinlegen. So dass er einen Moment lang drin bleibt ohne dass du manipulieren musst.

    Nie für das Aussteigen oder weggehen loben!

    Immer nur die Schritte hin und ins Auto.


    Oder die Fütterung ins Auto verlegen. Alle Mahlzeiten im Auto. Ganz in Ruhe. Ohne Stress des Wegfahrens.

  • Ich würde mich mit hochwertigem Leckerchen zu ihm reinsetzen (egal ob ganz oder Kante) und ihm das ganze Schönfüttern. Aber gleichzeitig auch klar machen, dass er nicht rausspringen darf. Also klassisch über Abbruch, nicht über festhalten.

  • Noch eine Stimme für "Schönfüttern". Und Fütterung im Kofferraum. Hat hier sowohl beim 5 jährigen Schäferhund als auch später beim Welpen gut gewirkt.


    Es gab die Mahlzeiten halt nur noch im Kofferraum für zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit wurde nach Möglichkeit auch gar kein Auto gefahren. Also morgens nach dem Gassi mit Hund und Frühstücksnapf ans Auto, Heckklappe auf Napf rein, Hund rein, Hund am rausspringen hindern, nach dem Fressen wieder raus und nach Hause. Abends das gleiche Spiel. Wer nicht frisst hat dann halt Hunger bis zur nächsten Mahlzeit. Ja ist fies, weiß ich.

    Nach ein paar Tagen versuchten sie nicht mehr direkt raus zu springen sondern freuten sich aufs Futter. Dann fängt man an die Klappe zu schließen. Nur Sekunden am Anfang. Das halt ausbauen.


    Ansonsten unter Tags ab und zu mal mit Leberwurst, Käse, Pansenstange (was auch immer das absolute Hammerlecker ist für deinen Hund) kurz das einsteigen und drin warten üben. 10 Sekunden Keks essen sind am Anfang super.

    Und Kommentarlos wieder nach Hause.

  • Hallo,


    unser Balu (Appenzeller) hat in seiner Pubertät auch einfach beschlossen, Kofferraum finde ich blöd, da steig ich nicht mehr hinein.


    Somit haben wir den Kofferraum wirklich komplett neu trainieren müssen, weil er als Welpe eigentlich gerne damit gefahren ist und es nie ein Problem war.


    Der Prozess hatte bei uns sicherlich fast 3-4 Monate gedauert und heute sage ich nur mehr "Hopp" und er sitzt drin und hat überhaupt keine Angst mehr oder auch Stress. Denn das ist das nächste Thema, drinsitzen ist ein Schritt, jedoch entspannt drin sitzen ist das nächste Thema.


    Wir sind wie folgt an die Sache rangegangen.


    #1 Dem Auto nähern so dass es quasi keine Bedrohung darstellt. Jedes mal Belohnen wenn er von allein zum Auto hingeht und Interesse daran zeigt.

    #2 Den Kofferraum öffnen wenn der Hund dabei ist und einfach nichts tun, nur dumm davor stehen. Wenn er wieder Interesse zeigt in den Kofferraum zu sehen usw. sofort belohnen

    #3 Wenn diese 2 Situationen ohne Probleme gemeistert wurden, dann gibts wirklich das komplette Futter (Morgen- oder Abendration) im Kofferraum und zwar nur da. Das kann gerade am Anfang sehr lange dauern. Dadurch dass wir diese Phase auch im Winter hatten, wars gefühlt noch länger :D

    Diesen Schritt haben wir am längsten durchgezogen. Mind. 3-4 Wochen jeden Tag.

    #4 Wenn er nun wirklich von alleine in den Kofferraum gehen möchte, weil er weiß da drin gibt es super Futter, muss das Autofahren geübt werden. Hier sind wir tatsächlich nur ein paar Meter gefahren, ausgestiegen kleine Gassirunde und wieder einsteigen. Warum? Weil Hunde Situationsbedingt lernen. Nicht dass er nur bei euch daheim am Parkplatz super einsteigt und sonst nirgends.

    Dieser Schritt dauert auch sehr lange und muss jeden Tag geübt werden.

    #5 Nun wird es nicht mehr so Aufwändig, ab jetzt wenn wir Gassi gehen, lassen wir Ihn auch einfach so ins Auto einsteigen, er bekommt ein Leckerli dafür und kommt wieder raus. So weiß er nie, fahren wir jetzt wirklich oder nicht.


    So sahen unsere Schritte aus, vielleicht konnte ich dir so ein bisschen helfen. Aber wie gesagt, ich weiß genau von was du sprichst.


    LG
    Michael

  • Mein aktueller Trainingshund im TH kannte ja gar nix.

    Das Autofahren haben wir ihm so beigebracht, dass wir erstmal nur das Einsteigen geübt haben. Ist er eingestiegen (teilweise mussten wir mit einsteigen - ist aber auch ein Kleintransporter mit Seiteneinstieg) wurde Party gemacht. Dann haben wir es gesteigert und sind als er ruhig im Auto saß/lag ein kleines Stück gefahren und Gassi gegangen.

    Die letzten zwei Wochen gings nur mit dem Auto spazieren also einsteigen ins Auto, irgendwo hinfahren spazieren gehen, ins Auto einsteigen und zurück ins TH.

    In die TH-Autos steigt er jetzt problemlos und freudig ein sobald sich die Tür öffnet.

    Ab nächster Woche beginnen wir in der gleichen Art mit meinem Auto - dort muss er dann in den Kofferraum einsteigen.

    Alles schön kleinschrittig, positiv verknüpfen und mit viel Geduld

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!