Welpe/Junghund frisst alles - Maulkorb?

  • Hallo,


    ich habe eine Frage, die mich gerade sehr beschäftigt. Mein Hund, 5 Monate alt, frisst drinnen und draussen alles was ihr unter die Schnauze kommt. Ich weiss, dass es für einen jungen Hund normal ist und drinnen ist es ja kein Problem, da liegt maximal mal Staub oder Krümel rum. Draussen macht es mir allerdings zunehmend Sorgen, da sie wirklich alles frisst. Besondere Vorlieben sind Blumenerde, Steine, Plastkteile und alles Undefinierbare. Ich hab schon immer ein Auge drauf, aber alles kann ich nicht vermeiden :smirking_face: Jetzt hab ich mich gefragt, ob es dafür sowas ähnliches wie ein Maulkorb gibt, damit sie die Sachen nicht mehr fressen kann? Zumindest wenn ich sie dann an der Schleppleine habe und oder sie freiläuft. Vielleicht irgendwas ganz weiches? Oder andere Ideen, was ich machen kann? Ich sehe uns ansonsten irgendwann in der Tierklinik :flushed_face:

  • Es gibt sogenannte Giftköder Maulkörbe, die den Hund am Fressen hindern.

    Den Grund für das Verhalten solltest du trotzdem herausfinden.

  • Welche Maße hat dein Hund denn?

    Ich kenne bei weichen Maulkörben bis jetzt nur den Baskerville und Napoli (selten genug Platz zum Hecheln, Kotzen) und die klassischen Windhundmaulkörbe, die einige Hunde gerne als Schaufel benutzen. Könnte man ausprobieren,manche Hunde kommen da nicht drauf, Alternativ ein Netz drüber.

    Die Coursing/Whippet/Racing Körbe habe ich nie live gesehen, die könnten aber evtl bei gewissen Maßen passen.

    Ich würde persönlich einen aufsetzen bis das eigentliche Problem gelöst ist.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Für mich klingt das eher nach massivem Stress als nach einem normalen Junghund...


    Meine neue Hündin hat, als sie hier ankam (vor 5 Wochen), alle Krümel und Flusen vom Boden gefressen, sich immer andere Dinge im Haus geklaut und drauf rum gekaut etc.

    Seitdem das Stresslevel deutlich reduziert ist, kommt das wirklich fast gar nicht mehr vor. Gestern hat sie mir auf einem Spaziergang ein halbes Brötchen gebracht und das gegen Leckerchen getauscht.



    Also ich würde erstmal in mich gehen, das Verhalten des Hundes (komplett) reflektieren und schauen ob ihr vielleicht etwas viel Programm habt.

    Zusätzlich würde ich gerade bei Hunden, die dazu neigen alles zu fressen immer das "Tauschen" aufbauen.

  • Ich weiss, dass es für einen jungen Hund normal ist

    Nein, ist es nicht. Es ist bei Welpen (!) normal, dass die viel ins Maul nehmen. Aber ein Junghund, der wahllos alles schluckt, finde ich bedenklich.

    Besondere Vorlieben sind Blumenerde, Steine, Plastkteile und alles Undefinierbare.

    Gerade das würde mir Sorgen machen. Zum einen, weil so viel unfressbares verschlungen wird und das nicht(!) normal ist. Zum anderen, weil das richtig schnell lebensgefährlich werden kann.


    Ich würde auch mal auf Stress tipp, zur Sicherheit aber mal beim TA auf Parasiten, schlechte Darmflora etc checken lassen.

  • Deinem Profilbild entnehme ich, dass der kleine Staubsauger ein Retriever ist :D

    Ich habe vor ein paar Monaten einen ganz ähnlichen Post verfasst, mir die Tipps dort zu Herzen genommen und die Tipps dort waren zum Teil sehr hilfreich. Kurz zusammengefasst habe ichs mit meinem 10 Monate alten Goldie, der auch Staubsaugertendenzen hat, so gemacht: zuerst kleinschrittig ein gutes Abbruchsignal aufgebaut und dieses dann bei allem, was er draußen an der Leine in den Mund nehmen wollte, angewandt. Als ich diesen Tipp zum ersten Mal las, dacht ich mir nur oh Gott oh Gott, was für ein Stress das sowohl für mich als auch für den Hund sein wird, wenn ich alle 2 Meter ein "lass es" aussprechen muss. War's aber im Endeffekt nicht, weil mein Hund sehr schnell generalisieren konnte, dass das "lass es" ab jetzt anscheinend auf alle Gegenstände zutrifft. Zu 1000% ausdiskutiert ist die Sache noch nicht. Wenn er draußen in eine stressige Situation gerät, wäre sein erster Impuls oft immer noch, zum nächsten Stöckchen zu greifen. Momentan muss ich ihn pro Spaziergang ungefähr 2-3 Mal daran erinnern, dass wir das nicht mehr machen, und das ist völlig okay für mich. Ist ja noch ein Teenie, genauso wie deiner :-)


    Im Allgemeinen möchte ich noch loswerden, dass man, was das Thema "Sachen in den Mund nehmen" angeht, meiner Erfahrung nach über Retriever gesondert urteilen muss. Im Englischen werden sie oft als "mouthy dogs" bezeichnet (keine Ahnung obs dafür eine deutsche Bezeichnung gibt): das sind Hunde, die ihre Umwelt einfach ganz, ganz stark über den Mund erforschen und bei denen das "etwas im Maul halten" auch sehr gerne als Stressabbau dient. Ich merke bei meinem Hund extrem, dass das Halten oder sanft auf etwas herumzukauen ihm in jeglichen Stressituationen hilft, nicht zu überdrehen. Das ist halt ein Retrieverding: die einen kläffen und pöbeln, die anderen fiepen, die dritten erstarren und unsere müssen was mit dem Maul zu tun haben, um diese Situationen zu bewältigen.

    Damit will ich nichts verharmlosen. Der Hund hat Stress, weiß nicht, wie er damit umgehen soll und greift darum auf Bewältigungsmechanismen zurück. Natürlich wär mir auch lieber, wenn mein Junghund ganz gelassen durch die Welt stapfen könnte und er sich von nichts aus der Ruhe bringen lassen würde.

    Aber ich möchte dich auch ein wenig beruhigen. Dein Hund ist noch kein halbes Jahr alt und noch dazu ein Retriever. Auch wenn viele hier meinen, dass das kein normales Junghund Verhalten ist, ist es meiner Einschätzung nach ein "normales" Verhalten eines noch etwas unsicheren Retriever Junghundes, der erst lernen muss, wie man in der großen weiten Welt zurechtkommt. Verhaltensgestört ist der meiner Meinung nach jedenfalls nicht und es wär doch langweilig, wenn man nach 5,5 Monaten schon keine Baustellen mehr hätte :winking_face:

  • Es besteht es ein Unterschied zw. Dinge ins Maul nehmen und Dinge schlucken. Nur weil ein Hund was im Maul hat, muss er es nicht schlucken.


    Und ja, die Rasse spielt mit rein. Bringt dem Hund aber halt nix, wenn er einen Giftkoeder erwischt (der Grund wieso das hier bei mir sowas von verboten ist).

    Wenn der Hund so Stress hat, dass er so Verhalten zeigen muss, dann muss einfach am Grundproblem gearbeitet werden. Man kann u.U. dem Hund was geben, was ihm hilft, aber nicht gefaehrlich ist (also eine Art Schnuller). Aber das bekaempft die Ursache nicht.


    Und sollte das Problem ein gesundheitliches sein, bringt all das Training nichts.

  • Von uns gibt es auch ein Post darüber. Das Kot fressen war anfangs auch durch Giardien bedingt. Die Giardien sind behandelt aber ich muss immer noch viel aufpassen und arbeite auch mit Kompensation. Ich habe einen weichen Maulkorb gekauft aber den hatte er bisher nur einmal auf. Ich konnte nicht mitansehen wie unglücklich er damit war.

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