• Unser Cairn Terrier ist jetzt 6 Monate alt und hat sich gerade von Giardien erholt. Hier in Frankreich wird niedrig dosiertes Panakur für 3 Wochen gegeben. Wir haben auf vom Tierarzt empfohlenes Eiweißreiches darmfreundliches Trockenfutter umgestellt und die Ärztin meinte damit würde sich sein obsessives Kotfressen geben. Leider ist dem nicht so. Ich werde noch weitere Untersuchungen machen aber ich glaube eher dass es nicht medizinisch bedingt ist. Wir arbeiten mit einer Hundetrainerin und sie sagt, dass es bei Terriern, wo dieser Drang so ausgeprägt ist mit Erziehung kaum etwas zu erreichen ist. Ihre Empfehlung ist ein Maulkorb oder ein Vibrationshalsband. Das ganze ist ziemlich belastend für mich. Ich gehe schon immer in einsame Gegenden und wir wohnen ländlich aber seit COVID liegt einfach überall Kot und ich bin jede Minute am überwachen. Ich habe einen Maulkorb bestellt aber ich stelle mir dass sehr unangenehm für Skyler vor. Kann ein Hund damit entspannt spazieren gehen und mit anderen Hunden spielen? Hat jemand eine erfolgreiche andere Methode für mich?

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    Hi


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    • VirginiaWoolf

      Hat den Titel des Themas von „Kot fress“ zu „Kot fressen“ geändert.
    • Unsere JRT Hündin musste auch für einige Wochen einen Maulkorb tragen, um sie zu schützen. Damals war sie knapp 1 Jahr alt.

      Das ging problemlos.

      Ich gehöre allerdings auch zu der Sorte Mensch, der nicht lange rummacht (wir hätten nach der Not OP auch gar nicht die Zeit dafür gehabt), sie hat den MK angezogen bekommen und fertig.

      Wir sind ganz normal Gassi gegangen, haben überhaupt kein großes Geschiss darum gemacht.

      Sie hat sich bekommen wie ein ganz normaler junger Hund.

      Spielen durfte sie damit allerdings nicht, schon den anderen Hunden zuliebe.


      Da es bei euch (vergleichbar mit unserer Situation) keine Dauerlösung, sondern eine Trainingsunterstützung für einen begrenzten Zeitraum ist, finde ich es auch nicht schlimm, wenn der Hund in dieser Zeit mal nicht spielt.


      Ich wünsche euch viel Erfolg beim Training!

      Zum Thema Kotfressen gibt es unglaublich viele Ansätze und Mythen, ich hoffe, ihr findet die passende Methode.

    • Da es bei euch (vergleichbar mit unserer Situation) keine Dauerlösung, sondern eine Trainingsunterstützung für einen begrenzten Zeitraum ist, finde ich es auch nicht schlimm, wenn der Hund in dieser Zeit mal nicht spielt.

      Da bin ich mir leider nicht so sicher, dass es keine Dauerlösung wird. Meine Trainerin ist da nicht sehr optimistisch. Sie setzt sonst nur auf das Erziehungshalsband und ich bin da skeptisch…

      Und gerade beim spielen, wenn ich ihn an der langen Leine frei lasse nutzt er oft die Gelegenheit schnell mal etwas Kot nebenbei zu naschen…

    • Was für Kot frisst er denn?


      Wie lange soll er die Diät bekommen?


      Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, das Terrier rassebedingt zu dem Verhalten neigen.

    • Da es bei euch (vergleichbar mit unserer Situation) keine Dauerlösung, sondern eine Trainingsunterstützung für einen begrenzten Zeitraum ist, finde ich es auch nicht schlimm, wenn der Hund in dieser Zeit mal nicht spielt.

      Da bin ich mir leider nicht so sicher, dass es keine Dauerlösung wird. Meine Trainerin ist da nicht sehr optimistisch. Sie setzt sonst nur auf das Erziehungshalsband und ich bin da skeptisch…

      Hier würde es einen gediegenen Anschiss geben, laut und nachhaltig.

      In dem Moment würde vermutlich auch die Leine oder der Schlüssel in seine Richtung fliegen, um einen Schreckreiz zu setzen.


      Er muss in dem Moment wirklich denken, der Himmel fällt ihm auf den Kopf.


      Nicht schon vorher abstumpfen mit permanentem verbalen Korrigieren, sondern punktuell genau in dem Moment, wo du merkst, er steuert einen Haufen an.


      Du musst in dem Moment auf den Punkt und überzeugend sein, wenn du das nicht kannst, wird es nichts. Hunde wissen sofort, ob man etwas ernst meint oder nicht.


      Wenn er abgelassen hat, sofort loben und ein megageiles Alternativverhalten anbieten. Es wird ausser Kackefressen bestimmt noch ein paar Dinge geben, die er sehr gern mag.

      Gesichert wäre er in diesem Fall an einer locker gehaltenen dünnen Schleppleine, damit du Zugriff auf ihn hast.


      Das sind aversive Methoden, die nicht zu jedem Hund und nicht zu jedem Halter passen.

      Das musst du selbst entscheiden, denn du kennst deinen Hund am besten.


      Wenn du etwas mit ihm trainierst, musst du davon überzeugt sein, denn nur dann bist du authentisch.

      Mit jedem weiteren Fresserfolg von Skyler verfestigt sich sein Verhalten. Du hast das in der Hand.

      • Neu

      Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

      Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


      Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


      Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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      Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


    • Wir haben in der Praxis etwas das nennt sich „NOSHIT“. Ist irgendein Ergänzungsfuttermittel, das gegen Kotfressen helfen soll. Ich hab mich ehrlich gesagt nie wirklich damit befasst was da drin ist und wie das helfen soll aber bei manchen Hunden bringt es tatsächlich was.


      Ansonsten würde ich wohl so vorgehen wie Zucchini, um einen erneuten Fresserfolg zu verhindern vielleicht wirklich mit Maulkorb anfangs.

    • Hewie hat das auch gemacht und versucht es hin und wieder noch. 10 Monate alter Hund, der stark verwurmt war und kurz hintereinander zwei Wurmkuren bekommen hat. Anfangs hat er sich sogar direkt umgedreht, nachdem er einen Haufen gemacht hat, und sich den reingezogen. In den Griff bekommen habe ich es durch Darmaufbau und die Umstellung auf sehr fleischlastiges Dosenfutter plus gekochte Karotten. Mittlerweile versucht er es so gut wie gar nicht mehr, was vermutlich vor allem an den Darmbakterien liegt. Hast du Skyler nach dem Panacur was für den Darm gegeben?

    • Kann ein Hund damit entspannt spazieren gehen und mit anderen Hunden spielen?

      Ja.

      Mein Rüde trägt beim Gassi zB dauerhaft Maulkorb und kann damit auch wunderbar mit anderen Hunden interagieren. Aus Gründen lass ich aber nur Kontakt zu Hunden zu, die wir schon kennen, weil ich ihn da besser einschätzen kann. Der Maulkorb stört ihn gar nicht beim normalen Gassigehen. Lediglich das Leckerligeben ist ein bisschen friemelig, deshalb werden wir aber auch bald wieder auf püriertes Nassfutter aus der Quetschdose umsteigen.


      Hat jemand eine erfolgreiche andere Methode für mich?

      Masha, meine 12-jährige Schäferhundmix-Dame, frisst draußen auch ALLES. Egal ob Taschentuch mit/ohne Anhängsel, Kot von Tieren, Kot von Hunden, manchmal auch Holz, ... alles. Am Anfang war das richtig schlimm, da hat die binnen Sekunden alles inhaliert, was in Reichweite war. Da gabs dann nur Gassi an der 1 Meter-Leine, damit ich sie nah bei mir habe und ihr gefährliches Zeug auch wieder aus dem Maul pulen kann ...


      Dinge wie Taschentücher "ohne Extra" sind ihr nicht so wichtig, da konnten wir relativ schnell mit Leckerchen arbeiten. Masha steuert auf ein Taschentuch zu? Masha wird freundlich angesprochen, das Leckerchen präsentiert und sie wird dann damit am Taschentuch vorbeigelotst. Ganz viel Lob, wenn sie mitmacht und das olle Tuch liegen lässt.

      Das klappt inzwischen ganz gut, ist aber halt auch mehr Management als wirklich Erziehung. Dafür braucht's inzwischen nur noch selten Leckerli, damit sie die Taschentücher liegen lässt, da reicht inzwischen häufig freundliches Ansprechen. Hin und wieder nimmt sie es dann noch ins Maul, lässt es auf ein "Ey Fräulein?!" aber auch wieder artig fallen :hust:


      Ich denke, mit einer Kombination aus Maulkorb und Training könntet ihr in der Situation Erfolge erzielen. Du musst halt etwas finden, was für den Hund viel viel geiler ist als Kot.

      Bei Taschentüchern ist Masha egal, was ich ihr im "Tausch" dafür anbiete - bei Kot muss ich schon richtig gutes Zeug dabei haben, damit sie den Mist liegen lässt. Trockenfleisch findet sie gut, genauso stark riechende Fischleckerchen. Aber ich muss halt dennoch schnell genug sein, sonst frisst sie erst den Kot und holt sich dann ein Leckerchen ab :ugly:


      Und: ich würd mir ne andere Trainerin suchen. Wer quasi nur mit einem Erziehungshalsband trainiert, qualifiziert sich mMn nicht im Geringsten als Trainer ...


      Es gibt Hunde, bei denen man in diesem Aspekt mit Training wirklich nicht viel erreichen kann. Die sind aber sehr selten und selbst meine bekloppte Masha kann da durchaus etwas lernen - und die ist wesentlich älter als dein Junghund. Nicht aufgeben, bleib dran :bindafür:


      Edit: bei Masha brauch ichs mit einem Abbruch gar nicht erst versuchen. Selbst wenn ichs ernst meine, wirkt das bei ihr nicht nachhaltig. Da müsste ich dann schon echt massiv körperlich werden und das will ich nicht... Wenn "ins Fell packen und unsanft wegzerren" plus "verbaler Anschiss" nicht ausreicht, was bleibt einem dann noch? :fear:

    • Wir arbeiten mit einer Hundetrainerin und sie sagt, dass es bei Terriern, wo dieser Drang so ausgeprägt ist mit Erziehung kaum etwas zu erreichen ist. Ihre Empfehlung ist ein Maulkorb oder ein Vibrationshalsband.


      Meine Trainerin ist da nicht sehr optimistisch. Sie setzt sonst nur auf das Erziehungshalsband

      Das hatten wir doch an anderer Stelle schonmal, dass diese Trainerin jeder Menge Vorurteile, aber sehr wenig Ahnung bezüglich Terriern hat. Ich würde an deiner Stelle wirklich wechseln, denn diese Ablehnung und Ahnungslosigkeit spürt dein Hund mit Sicherheit auch.


      Ansonsten würde ich ebenfalls Maulkorb/Fresschutz für die nächste Zeit draufmachen und ihm beim Versuch des Kotfressens mal einen richtigen verbalen Einlauf verpassen. Er muss spüren, dass Frauchen nicht nur ärgerlich sondern ernsthaft sauer ist.


      Zusätzlich würde ich ausprobieren, ob man mit Darmaufbau und entsprechender Fütterung ein etwaiges Ungleichgewicht beheben kann.

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      Hallo


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