Unterschiede bei den belgischen Schäferhunden

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    Hallo.


    Ich bin aktuell auf der Suche nach einem passenden Begleiter und bin bei den Belgieren hängen geblieben. Ich selbst bin mit Deutschen Schäferhunden (HZ) aufgewachsen und mag die Rasse eigentlich schon recht gerne, aber die Belgier faszinieren mich schon lange und ich würde mir gerne einen zulegen.


    Nun stehe ich aber vor der Frage: Welchen?


    Ich wollte mit den Familienhunden IGP machen und habe es auch hobbymäßig gemacht, würde es aber sehr gerne etwas ernster angehen und deshalb die Vorstellung vom Belgier.


    Natürlich gäbe es da den Bekanntesten, den Malinois: Aber hier habe ich leichte Hemmungen, weil ich die, die ich kennenlernen durfte schon als recht "krass" erlebt habe. Also wirklich blitzgescheit, aber eben auch blitzschnell beim Treffen von (unguten) Entscheidungen, blitzschnell beim Lernen von Blödsinn, hohes Aggressionspotential, so gut wie immer gleich nach vorne gerichtet. Ich weiß nicht ob mir das nicht (noch) eine Nummer zu groß ist.


    Dann wäre da noch der Tervueren: Hier durfte ich nur ein Exemplar kennenlernen, der aber etwas unsicher war und zu Angstaggression neigte. Kommt sowas häufiger vor, oder war das eher eine Ausnahme?


    Natürlich der Groenendael: Kenne ich gar keinen persönlich. Was könnt ihr mir über diese Rasse sagen?


    Und den Laekenois: Klingt jetzt vielleicht etwas hart, aber die gefallen mir äußerlich so gar nicht, stehen daher eher nicht auf meiner Liste.


    Was ich einfach gerne wüsste ist: Was sind die Unterschiede der Rassen? Welche von ihnen wäre für den ernsthaften Einstieg in den Sport am besten geeignet? Welche ist am "anfängerfreundlichsten"?


    Ich würde selbstverständlich nur von einem anerkannten Züchter kaufen und es eilt auch nicht. Aber langsam werden die Wünsche konkreter, deshalb möchte ich mich gerne schon einmal informieren.

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Ich glaube, EmilyinWonderland hat einen Groenendal und einen Malinois, vielleicht kann sie einen direkten Vergleich ziehen?

    Ja, hier, ich habe beides.


    Für mich ist der Unterschied riesig. Es kommt natürlich immer auf die Linie und die Zucht an. Aber im Grunde genommen ist der Groenendael wesentlich weicher als der Mali. Er verzeiht etwas mehr und ist umgänglicher. Jedoch muss ich auch deutlich sagen, dass der Groenendael ein schwächeres Nervenkostüm hat als der Mali. Da ist die Chance wesentlich höher ein Nervenbündel zu erwischen, wenn man nicht aufpasst.


    Das Problem daran ist, dass der Groenendael eben doch ein Belgier ist und dazu neigt die Dinge nach vorne lösen zu wollen. Wenn du dann einen hast der keine Nerven hat, kann das schnell anstrengend werden.


    Ich mache mit Loki, dem Groenendael, IGP. Für mich kein Vergleich zu Chaos, dem Mali. Loki ist zwar motiviert, das sind die Belgier meistens, aber er hat wesentlich weniger Trieb als der Mali. Er will schon arbeiten, aber am liebsten zu seinen Konditionen. Chaos hingegen brennt für den Sport, da gibt es auch keinen eingebauten Stoppknopf, man muss selbst wissen und kommunizieren wann genug ist.


    Loki ist außerdem mein verträglichster Hund, aber trotzdem sind es keine Hundewiesenhunde und ich würde nicht darauf setzen, dass du einen bekommst der später mit anderen verträglich ist. Zu Menschen ist er distanziert bis freundlich, wenn ich dabei bin. Der Mali hingegen wird langsam richtig erwachsen und fängt an andere Hunde so richtig blöd zu finden, was normal für die Rasse ist. Da muss man rechtzeitig gegenlenken, wenn man keinen Pöbler an der Leine will. Zu Menschen ist Chaos sehr distanziert. Er mag es nur von wenigern Auserwählten angefasst zu werden.


    Beim Besitzer erlebe ich die Belgier generell als sehr schmusig. Ich bin mit Groenendael und Malis groß geworden und die waren, so wie meine jetzigen Hunde, alle total verschmust und hielten sich oft für Schoßhündchen :lol:


    Was man auch bedenken muss, weil du schreibst du bist unsicher, hast Hemmungen zwecks Mali. Sowas spüren die sehr extrem. Es sind sensible Hunde, die die Emotionen des Halters sehr gut wahrnehmen. Es ist wichtig souverän und sicher zu sein, sonst tanzen sie einen auf der Nase herum, was beim Mali gerne mal in ungute Richtungen umschlägt. Wie schon erwähnt, der Groenendael verzeiht da deutlich mehr. Zwar auch sensibel, lässt aber mehr durchgehen.


    Anfängerfreundlicher ist in meinen Augen der Groenendael. Quasi Belgischer Schäferhund "light".


    Zum Tervueren kann ich nicht so viel sagen. Da kommt es extrem auf die Zucht an. Sind entweder Showhunde oder Malis mit langem Fell. Da können andere bestimmt mehr zu sagen.


    Falls du noch Fragen hast, gerne her damit :)

  • Ich kenne die Rassen alle nur vom sehen auf Hundeplatz oder beim Gassi. Aber der eine Groenendael, den ich ab und zu beim Spaziergang treffe, ist ne ganz andere Hausnummer als die 2 Malis, die ich beim Training erlebe. Viel ruhiger, sanfter, weicher und umgänglicher - was auch der Halter jedes Mal bestätigt. War für ihn wohl der Grund für genau diese Rasse unter den Belgiern.

  • Gehen wir die Sache doch mal anders an.


    Was fasziniert dich an den Belgiern?

    Was erwartest du von einem Hund, jenseits von "ich will gernw ieder IGP machen" und was kannst du in deinem Leben gar nicht gebrauchen?


    "Anfängerfreundlich" ist immer so eine Sache und Frage, der persönlichen Einstellung und des Umfelds. Wenn man die Sporttauglichkeit als Kriterium hoch ansiedelt, lautet die Antwort Mali. Bei den anderen gehört schon eine Menge genetisches Glück und ausbilderisches Können dazu, um einen zuverlässigen Sporthund zu machen. Die meisten Tervueren die ich kennen gelernt habe, sind im Obedience gut aufgehoben, ins IGP führt für diese Hunde aber kein Weg. Klar gibts auch da Working Zuchten, aber die sind selten.

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