Verträglichkeit mit Artgenossen

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    Aloha!


    Heute bin ich wieder in eine komische Situation geraten: Ich laufe mit meinem Hund zusammen auf einer Wiese. Plötzlich kommt mir ein ABSOLUT übergewichtiger, unangeleinter Jack Russel Terrier entgegen. Die Frau meint, ich soll meinen von der Leine machen, da ihr Hund ja ach so nett sei und es sonst zu Konflikten kommen würde. Das mache ich dann auch. Beide beschnuppern sich kurz, Karl rennt spielerisch weg, der Terrier hinterher, ringt ihn nieder knurrt und attackiert. Ich greife sofort ein und wehre den anderen ab. Es wirkte überhaupt nicht spielerisch, eher aggressiv mit Verletzungsabsicht. Die Besitzerin vom Terrier lacht und geht weiter, leint ihren Hund nicht an. Die Attacke ging definitiv vom Terrier aus, Karl hat sich nicht gewehrt.

    Ja, ich weiß. Natürlich trage ich auch hier die alleinige Schuld. Das sehe ich komplett ein, mein Fehler. Ich hätte den Hund früher abwehren sollen. Man muss aber auch bedenken, dass der Jack Russel Terrier oft mit einer Bekannten von mir unterwegs ist und keine Probleme mit deren Hündin hat.

    Jetzt frage ich mich, ob das Verhalten von dem Terrier (nicht von dem Halter) normal ist. Ist es normal, dass ein Rüde alle anderen Rüden ausschalten möchte, um höhere Chancen bei der Damenwelt zu haben? Ich kenne einen Hund, der alle unkastrierten Rüden konsequent tötet, ohne Ausnahme. Können zwei fremde Rüden (oder auch Hündinnen) miteinander klarkommen oder kommt da zwangsläufig ein Kampf zustande? Wie ist das bei euren Hunden? Geht gleichgeschlechtig gar nicht? Wie kann man dann in einer Gruppe spazieren gehen? Da sind ja oft gleichgeschlechtige Hunde dabei.

    Karl verträgt sich aktuell noch super mit Rüden, allerdings ist er ja auch erst ein Jahr alt. Ist davon auszugehen, dass Karl irgendwann ebenfalls Rüden attackiert, wenn er älter wird?

    Bitte macht mir keine Vorwürfe. Ich werde Karl zukünftig besser verteidigen und den Kontakt mit Rüden unterbinden.

  • Natürlich geht das. Es ist in meinen Augen aber bei fast jeder Hundebegegnung - egal ob gleich- oder gegengeschlechtlich - sinnvoll, erstmal ne Runde gemeinsam zu drehen ohne dass die Hunde zueinander dürfen. So kann sich langsam an die Anwesenheit des anderen gewöhnt werden, ohne aufzudrehen. Und dann kann die Hunde aus einer ruhigen Grundsituation zueinander lassen, statt aus einer eh schon angespannten Konfrontations-Situation.

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  • Unser unkastrierter Rüde hat Rüden die er hasst und Rüden die er mag. Genauso gibt's im Ort zwei Hündinnen mit denen er nicht klar kommt.


    Bei ihm ist kein Muster erkennbar nachdem er seine Hassfeinde aussucht

    Was meinst du mit "Rüden die er hasst"? Würde er diese verletzten oder gar töten?

  • Ist es normal, dass ein Rüde alle anderen Rüden ausschalten möchte,

    Nein das ist nicht normal.

    Ich kenne einen Hund, der alle unkastrierten Rüden konsequent tötet, ohne Ausnahme.

    Und wie viele Hunde kennst du, die kein Problem mit Artgenossen haben? doch wohl wesentlich mehr oder? ;)

    Wie ist das bei euren Hunden?

    Überhaupt kein Thema - Arek kam mit 2.5 Jahren zu mir - jetzt wird er 10.

    (Ich vermute, er ist die ersten 2.5 Jahre mit anderen Hunden im Rudel aufgewachsen und daher super sozialisiert)

    Agressionsprobleme gab es noch nie (er findet einen Pudel-Rüden so richtig doof - ich würde nicht drauf wetten dass Arek den nicht verletzen würde ... Aber da ist auch ne Vorgeschichte im Spiel ...)


    Probleme haben wir hier eher mit dem Mobben.

    Da neigt Arek zu.

    Ist ein Hund so souverän und sagt deutlich "hier ist die Grenze!" überschreitet Arek diese Grenze nicht und alles ist gut.

    ist der andere Hund eher unsicher/zu undeutlich nutz mein oller Stenkergnom das schamlos aus und versucht ihn dann unterzubuttern. (Ich breche dann sofort ab).

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Unser unkastrierter Rüde hat Rüden die er hasst und Rüden die er mag. Genauso gibt's im Ort zwei Hündinnen mit denen er nicht klar kommt.


    Bei ihm ist kein Muster erkennbar nachdem er seine Hassfeinde aussucht

    Was meinst du mit "Rüden die er hasst"? Würde er diese verletzten oder gar töten?

    Da es auf Gegenseitigkeit beruht würde ich zumindest von schweren Verletzungen ausgehen wenn die beiden Rüden aufeinander treffen würden.

  • meine beiden sind kein Fan von so 'zufälligen' Hundebegenungen. Also wenn uns fremde Hunde entgegen kommen, leine ich an und weiche bei Bedarf großzügig aus.

    Ich bitte auch darum, dass man den anderen Hund anleint bzw. nicht zu uns hin lässt.


    Gleichzeitig haben meine aber kein Problem damit, in Hunderguppen spazieren zu gehen. Erst gestern waren wir mit einem bis dahin fremden Hund spazieren, der auch noch deutlich kleiner war als meine beiden (knapp 5 kg gegen 18 kg und 29 kg).

    Sie brauchen dann teilweise am Anfang ein bisschen Zeit, während der ich sie angeleint lassen, um sich auf den anderen Hund einzustellen.

    Aber dann kann ich sie in der Regel auch ableinen.

    Gestern auch. Da hatte ich sie dann noch etwas im Auge, wegen dem Größenunterschied. Aber ansonsten hat das wirklich gut geklappt.


    ich würde also eher auf behutsame Vergesellschaftung setzen, statt auf flüchtige Kontakte.

  • Blöd, was dir und Karl passiert ist. Mein Tipp: wenn die Leute sagen, ihrer tut nix - nimm die Beine in die Hand. Denn meistens tun die Hunde eben doch was, hören dafür aber nicht. Das sind dann Tutwas-Hörtnixe =)

    Wenn du Karl Kontakte ermöglichen willst, würde ich mich gezielt mit anderen, netten Hunden treffen. Das geht entweder über lokale Facebookgruppen oder über Verabredungen im DF. Davon haben du und Karl auch mehr, weil die Halter aus dem DF ihre Hunde idR sehr gut einschätzen können und auch regulierend eingreifen, wenn's nötig wird.

    Hab mich auch schon öfter mit Leuten aus dem DF getroffen und es war jedes Mal absolut entspannt und schön =)


    Können zwei fremde Rüden (oder auch Hündinnen) miteinander klarkommen oder kommt da zwangsläufig ein Kampf zustande?

    Grundsätzlich: ja. Aber es kommt zum einen auf die Rasse und dann noch auf den Charakter des Hundes an.

    Eher ernste Rassen wie Schäferhunde zum Beispiel können gut und gerne auf gleichgeschlechtliche Artgenossen verzichten. Das ist bei dieser Rasse eine Eigenschaft, mit der man rechnen muss.

    Nicht ganz so ernste Rassen wie der Labrador zeigen die Eigenschaft nicht ganz so häufig, aber auch da kann es nicht ausgeschlossen werden, dass ein Labbi-Rüde andere Rüden überflüssig findet.


    Ich hab hier Schäfi-Mixe mit verschiedenen Anteilen sitzen. Dackel, Herdenschutzhund, bisschen Beagle ... ist quasi alles mögliche mit drin, aber den Schäferhund können alle drei nicht leugnen.


    Der Rüde (DSH-HSH-Senfhund) kommt mit Hündinnen grundsätzlich gut klar, bei Rüden entscheidet die Sympathie. Mit intakten/geschlechtsreifen Rüden kann es manchmal knallen, da muss ich dann gut aufpassen und ggf. mit Maulkorb sichern - hatten wir bisher aber nur einmal und nach gemeinsamen Spaziergängen mit angeleiteter Interaktion konnten die Rüden auch recht entspannt zusammen an der gleichen Stelle schnüffeln.

    Er geht Konflikten lieber aus dem Weg und checkt den anderen Hund erstmal ab. Dann kommt entweder ein Spielangebot, wenn der andere Hund sympathisch wirkt oder er trollt sich, weil der andere Hund ihm schon deutlich macht, dass der keinen Bock hat.


    Die kleine Hündin (DSH-Dackel oder Corgi) ist grundsätzlich nett und kommt mit allen Hunden klar. Die will aber auch keinen Stress und ist zu nett, um selbst Ansagen zu machen, da muss ich sie dann manchmal beschützen. Meistens sagt sie kurz Hallo, wenn sie darf (freundliches Wedeln, entspannte Körperhaltung, höfliches an der Lefze schnüffeln - oder am Hintern, wenn der andere Hund das zulässt) und geht dann wieder. Die interagiert eher wenig mit Hunden und läuft einfach mit. Auf ein Spiel lässt sie sich extrem selten ein - wenn, dann nur bei meinem Rüden, der sich ihr dann anpasst und sehr nett mit ihr umgeht.


    Die große Oma (Schäferhund x unbekannt) ist anderen Hunden gegenüber ignorant. Die guckt vielleicht mal, wen sie da vor sich hat, interessiert sich aber eher nicht so für andere Hunde und macht dann ihr Ding. Wenn ein Hund zu aufdringlich wird, kommuniziert sie das sehr deutlich und hat dann meistens auch ihre Ruhe.


    Wir treffen uns regelmäßig mit Hündinnen und Rüden von befreundeten Haltern und da gab es bisher nie Probleme. Ich weiß aber auch in etwa, mit welcher Art von Charakter meine Hunde zurecht kommen und "such" mir die Kontakte dann meistens schon danach aus.

    Der Rüde spielt gerne - also sind ähnlich gepolte, aufgeschlossene Hunde in Ordnung.

    Die beiden Omas haben lieber ihre Ruhe, da sind dann auch eher ängstliche oder aufgeregte Hunde gut aufgehoben, weil die dann lernen, dass nicht jeder Hund etwas von ihnen will und Hundebegegnungen nicht immer Action bedeuten.


    Wie ist das bei euren Hunden? Geht gleichgeschlechtig gar nicht? Wie kann man dann in einer Gruppe spazieren gehen?

    Siehe oben, was Geschlechter angeht.


    Wenn wir einen neuen Hund kennen lernen, nehm ich grundsätzlich nicht alle drei auf einmal mit. Je nachdem, wie der andere Hund drauf ist, nehm ich entweder den Rüden oder eine der Omas mit. Und dann gehen wir erstmal ein Stück zusammen, die Hunde bleiben dabei an der Leine. Die schnüffeln dann ein Stück vor sich hin und wenn der andere Halter damit einverstanden ist, werden die Hunde abgeleint. Wir bleiben dabei in Bewegung - das vermindert die Konfliktgefahr und senkt bei allen Beteiligten den Stress. Wenn man nämlich nur auf einer Wiese rumsteht und sich nicht als Gruppe bewegt, ist das für manche Hunde ziemlich stressig und das Konfliktpotential steigt.

    Die Interaktion der Hunde wird dann natürlich weiterhin beobachtet. Übertreibt einer, wird abgerufen und es gibt eine Pause an der Leine. Meistens ist das aber gar nicht nötig, weil die Hunde irgendwann entspannt nebeneinander herlaufen und zusammen die Gegend erkunden.


    Ich würde dir empfehlen, dich wirklich mal mit Haltern aus dem DF zu treffen. Viele sind wirklich ganz nett und man kann wunderbar gemeinsam spazieren gehen, die Hunde sind auch ganz oft einfach nur zauberhaft und dann ist auch der Mensch nach so einem Spaziergeh-Treff glücklich. =)

  • Grundsätzlich ist es für Rüden, auch intakt, möglich einander nicht total kacke zu finden. Und sogar richtig zu mögen.


    Meine Junghunde lieben fast alle Rüden die sie treffen. Und Kastraten findet Geri unglaaaaaublich toll. Aber sie sind selbst noch sehr jung (werden bald 1 Jahr alt). Deswegen lege ich da meine Hand nicht für ins Feuer dass es auch später so bleibt.


    Aber mein Lieblingsspitz aus dem Spazierrudel hat sein Jahren Rüden als Freunde, auch intakte. Einige mag er aber auch gar nicht.

    Geri (Deutscher Schäferhund/Tschechoslowakischer Wolfhund, * 22.7.20); Garmr (Kangal, * 24.7.20); gegangen, doch weiter geliebt: Freki (Siberian Husky/Tschechoslowakischer Wolfhund) und Hootch (Labrador)


    Bilderthread mit Garmr und Geri

  • der Terrier hinterher, ringt ihn nieder knurrt und attackiert

    Wenn dein Hund keine Verletzungen hat, dann wollte der Terrier auch nicht verletzen.

    alle anderen Rüden ausschalten möchte

    nicht in jedem Konflikt geht es sofort ums Leben

    Ich kenne einen Hund, der alle unkastrierten Rüden konsequent tötet, ohne Ausnahme

    Und damit läuft er so rum und tötet mirnichtdirnichts mal andere Hunde?

    Seelenhunde hat man sie genannt, jene Hunde die uns gefunden haben, weil sie für uns geboren sind. Die uns ohne Worte verstehen. Die ein untrennbarer Teil von uns sind, die Liebe, die Wärme und der Anker. Sie sind wie ein Schatten, wie die Luft zum atmen.

    Wo sie sind ist Zuhause.


    Danke, dass du da bist Moro

    und für immer ein Stück von meinem Herzen sind Ralle, Jean & Anka

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