Beiträge von Manfred007

    Mit dem 13 Wochen alten Welpen würde ich täglich wohl 1-2h reizarmen Freilauf einplanen.


    Also wirklich in ihrem Tempo Umgebung erkunden. Auch Mal 30 Minuten auf der Wiese sitzen und nichts tun.


    Bedenke auch, egal was du jetzt machst, nichts wird dazu führen dass dein Hund per Knopfdruck in 2 Tagen entspannt ist.


    Es dauert Tage/Wochen bis man Besserung spürt.

    Aufgrund der Empfehlungen entnehme ich eigentlich nur: Der Hund sollte sofort von dir weg...


    Damit sage ich ja nicht zickig, dass eure Ratschläge doof sind, sondern ich nehme mir das derart zu Herzen, dass ich mich Frage ob ich sie abgeben soll?!

    Versuche, in das Geschriebene nicht Dinge reinzuinterpretieren die dort nicht stehen.
    Auch wenn in Threads manchmal scharf geschossen und sehr kritisch hinterfragt wird (wobei das hier gerade noch moderat zugeht ^^ - weil du halt auch sehr freudnlich und aufgeschlossen schreibst und keine "Angsiffsfläche" bietest)
    Aus keinem der Beiträge lese ich die Empfehlung: Gib den Welpen wieder ab - auch nicht indirekt - auch nicht zwischen den Zeilen.


    Es ist nicht leicht seine Gefühle zu ignorieren - gerade wenn man eh unter Stress steht.
    ich denke es hilft euch mehr, wenn du dich auf das konzentrierst was aktuell umsetzbar ist.
    Nicht auf das "was wäre wenn".

    Gehe auf die Vorschläge ein - anstatt auf die (empfundenen) Vorwürfe.

    Wir werden auch nicht Ihr Hundeleben lang hier in der Stadt wohnen. Es wird jetzt aber die nächsten 2-3 Jahre noch so bleiben.

    Vorsichtig ^^

    Bei mir zog ein 10kg Hund ein weil ich im 5. Stock lebe und den Hund täglich die Treppen runter trage.

    Gerne hätte es auch ein größerer Hund sein sollen - geplant war auch "ich wohne ja nicht mehr lange im 5. Stock - passt schon".

    Ich bin dann tatsächlich auch nach 5 Jahren umgezogen - in den 4. Stock ohne Aufzug ;)

    Wie gut dass ich mich für den 10kg Hund entschieden habe.

    Pläne sind gut - aber nicht immer umsetzbar. Schau auf das jetzt - wer weiß was in 2-3 jahren ist.

    (Zumahl der Welpe jetzt nichts davon hat in 2-3 Jahren eventuell umzuziehen ;) )

    Fahrrad und Hundekörbchen/Hundeanhänger.

    1x die Woche sich ein Taxi gönnen.


    Eltern/Freunde fragen ob die 1-2x die Woche mit euch und Welpe in den Wald fahren.

    Hundebekanntschaften machen und Hundekontakt und Mitfahrgelegenheit verbinden.


    Freilauf in näheren Parks planen, wo nicht viel los ist (früh morgens, vormittags) - gerade Wochenende zwischen 7-9 Uhr sind Parks meiner Erfahrung nach menschenleer.

    Und ab gehts ins Freilaufgebiet!

    Faithfanatic
    Es ist für Neu-Welpenbesitzer oft verwirrend dass 3x 10 Minuten Spaziergang den Welpen überfordern und stressen.

    Aber stundenlanger Freilauf (ohne Leine, reizarm, ungefährlich, in eigenem Tempo, ...) täglich gut für ihn sein sollen.

    Aber so ist es.

    Vergleiche mit nem 2-3 Jährigen.

    Wenn der 20 minuten nur an Muttis Hand laufen soll, wird der auch gnatschig und hat keine Lust. quengelt, dreht auf, albert unnötig rum.
    3h auf dem Spielplatz sind aber kein Problem und danach schläft das Kind seelenruhig und glücklich.


    Welpe und Kinder haben Bedürfnisse die an der Leine/an der Hand beim spazieren gehen nicht ausgelebt werden können.

    Allerdings scheint sie mir auf Spaziergängen nicht überfordert, setzt sich kaum hin (außer es ist jetzt wirklich mal was neues aufregendes) und ist immer neugierig statt ängstlich.

    Aber du siehst doch aktuell, dass sie super gestresst ist NACH den Spaziergängen.
    Also irgendwas muss sich ändern.

    Ja, unsere Voraussetzungen sind jetzt nicht die besten, aber irgendwie überleben andere Border Collies, Huskys oder Schäferhunde ja auch in der Stadt.

    Schau nicht auf die Anderen.

    Schau auf dich und deinen Welpen.
    Willst du dass es deinem Hund gut geht bei dir? Oder willst du dass er "überlebt" wie die Anderen?

    Du hast nach Hilfen gefragt - und da finde ich es sehr sinnvoll nicht 100 neue Ratschläge anzunehmen (Methodenwahn und ständig neues ausprobieren hilft euch NICHT).
    Sondern 2-3 Dinge ab sofort zu ändern.

    FlyingPaws (erfahrene Trainerin und Hütehund-Halterin) hatte doch einen super Vorschlag der auch von anderen zugestimmt wurde.
    Raus in die Pampa zum Freilauf - reizarm.

    Es ärgert mich gerade irgendwie dass du das mit:

    "geht bei mir nicht. Punkt. reißt ihr mir den Kopf ab? Andere Hunde überleben auch in der Großstadt! wollt ihr mir vorwerfen ich habe die falsche Rasse? Hä? Hä? Hä?!" reagierst. (ich übertreibe um es zu verdeutlichen)


    Was wäre gut für deinen Welpen und somit auch gut für dich?
    Ich denke - raus in die Pampa zu fahren und Welpenbedürfnisse zu erfüllen wäre GENAU das richtige und das was ihr braucht.

    Rennen, toben, spass haben ohne Leine - ohne wände und rämliche Begrenzung. Knabbern und raufen dürfen ohne ständig "nein, mach das nicht kaputt!"

    Umwelt erleben ohne den Stadtstress.


    Wie kann das gelingen?
    Wie kannst du reizarmen Freilauf in der Pampa ab sofort ermöglichen?
    Und wenn es nicht täglich geht - wie geht es alle 2 Tage? Alle drei Tage?
    30 Minuten Bahn fahren ist nicht optimal (oder doch? vielleicht mit so einer großen bauchtasche für Hunde wo man den Welpen tragen kann?) - welche Alternativen gibt es?

    DAS wären die Fragen die ich nun an erfahrene Welpenbesitzer stellen würde.

    Macht ja Spaß zu rebellieren.

    Nein macht es nicht.

    Macht uns Menschen nicht mal Spass - es ist anstrengend, kostet Kraft und Nerven.

    Man rebelliert nicht weil man es gerne macht - sondern weil man muss.

    Man rebelliert weil die eigenen Bedürfnisse übergangen werden, man ungerecht behandelt wird - weil man mit sich und der Umwelt nicht im reinen ist.


    Niemand rebelliert aus Spaß - sondern aus der Not heraus.
    Und Hunde sind im allgemeinen noch harmoniebedürftiger als Menschen.

    Sie beschwichtigen uns, wollen uns gefallen und versuchen Konflikten aus dem Weg zu gehen.

    Denkst du wirklich, deinem gestressten Welpen würde es Spass machen, dass du genervt bist? Dass du gereizt und ungeduldig bist?
    Nein, tut es nicht.

    Ich weiß, das hast du sicher "nur so daher gesagt".

    Und jetzt reiten wir da drauf rum.


    Aber es ist wirklich wichtig - versuche deinen Blick auf den Welpen zu ändern.

    Er will dich nicht ärgern.

    Er will dir nicht "nicht gehorchen", er will dich nicht "nicht ernst nehmen".
    Er will dich nicht angreifen - also versuche, dich nicht angegriffen zu fühlen.

    Das wiederholt sich dann quasi von 13 - 18 Uhr fast halbstündig. Eben war ich innerhalb einer halben Stunde 3x Pipi machen draußen und sie hat dennoch rein gemacht (obwohl sie draußen auch jedes mal macht).

    Gehst du mir ihr dann immer eine Runde? Unterschiedliche Runden?

    Wenn sie so komplett durchdreht - wie verhälst du dich?
    Was passiert, wenn du einfach nur auf dem Boden sitzt und ihr zuguckst? Nimmt sie Kontakt zu dir auf - bezieht sie dich ein in ihr Spiel?
    Kannst du ihr aufgedrehtes Spiel in ein etwas ruhigeres Zergel-Spiel umwandeln?

    Was passiert, wenn du ihr eine Alternativbeschäftigung anbietest - ihr eine Kauwurzel/ein Geweih zum kauen hinhälst - ihr ein Hundeeis zum schlecken anbietest?

    Was passiert, wenn du ihr wildes Spiel einfach ignorierst - dich auf die Couch setzt und ein Buch liest?
    Wenn du ihr nicht ständig hinterher läufst, nicht sofort Jacke und Schuhe holst aus Furcht vor der nächsten pipi-Pfütze?


    Ich möchte ihr ja auch viel Ruhe und Geborgenheit bieten, bin grade aber etwas überfragt wie ich das machen kann, wenn sie die einzigen Stunden am Tag, die sie wach ist quasi nur am exzessiven toben ist.

    Gemeinsam Ruhen und gemeinsam Schlafen macht ihr?

    Welche Baustelle ist denn überhaupt die wichtigste?

    Deine Sichtweise auf den Welpen.

    Du hast Ansprüche an den Welpen, Vorstellungen wie er sein soll, Vergleiche mit anderen Hunden.

    Das ist ein unerreichbar hohhes Ziel für deinen kleinen Knirps.

    Nicht nur dass dieses - aus seinem Leben herausgerissene - hundeKIND dieses Ziel nicht erreichn kann - du bist auch so angespannt und überfordert, dass du gar nicht in der Lage bist, ihm zu erklären was du von ihm willst.

    Schaue auf deinen Welpen - was ist für IHN wichtig?
    Was braucht dein Hundekind genau jetzt?
    Stubenreinheit, Leinenführigkeit oder Boxentraining? Leckerchen und Belohnung von gutem Verhalten?
    Das alles brauchst du - aber nicht dein Welpe.


    Er braucht Sicherheit, Struktur, Nähe, Ruhe, Freispiel und Toben, Kontakt zu Artgenossen.

    Eine Umgebung in der er Welpe sein darf - ohne dass er ständig von dir beschränkt wird weil du es als "Unfug" ansiehst.

    Vor allem braucht er Zeit um sich an euch zu gewöhnen, um eure Sprache zu lernen.

    Stell dir vor du adoptierst ein 3 Jähriges Kind - ausländisch, spricht nicht unsere Sprache, weiß nicht warum es jetzt nicht mehr bei mama, in seinem Heimatland sein darf.

    Hat ihm niemand erklärt.
    Was wäre da wichtig? Tischmanieren? Schulabschluss? Verkehrserziehung?
    Nein - ankommen und eine Sprache und einen Alltag finden.
    Und wenn nachbars-Tochter mit 2.5 Jahren schon keine Windel mehr braucht - und? Fängst du am 2. Tag doch sicher auch nicht mit Töpfchentraining an, oder?


    Nimm Druck und Erwartung raus.

    Sei du selbst und keine Methode aus einem Youtube-Film.

    Hi,

    Seit wann ist er denn in der HuTa? (also, mit wie vielen Monaten hast du ihn angemeldet?
    Wie lange ist er da? (Uhrzeitmäßig?)
    Wie viele Stunden am Tag verbringst du mit deinem Hund? (das muss nicht aktive Beschäftigung sein - einfach Alltag - er döst, du kochst ... schlaft ihr Nacht im delben Zimmer oder seid ihr Nachts getrennt?)
    Verbringt die "Nanny" mehr Zeit mit deinem Hund? Ist sie vielleicht die Haupbezugsperson für ihn?

    Oder einfach in Zukunft bei Nass bleiben?

    Würde ich machen.

    Klar gibts Hunde die TF mögen und damit alt werden.
    Tendentiall ist aber gutes Nassfutter gesünder als gutes Trockenfutter.
    Nassfutter ist für die meisten Hunde leckerer, angenehmer und "natürlicher" als TFrockenfutter.

    Finde es daher komisch, von "verwöhnen" zu reden ^^
    Wenn ich bisher nur von Fertig-Burgern gelebt habe, bin ich ja auch nicht "verwöhnt" wenn ich plötzlich täglich nur noch firsch gekochte Mahlzeiten esse. ;)

    Kennt das jemand von euch?

    Ja,

    ich habe vor ein paar Wochen Zwillinge aufgenommen, frisch aus dem Krankenhaus.
    Zuerst nur die Eine - die schlief 2 Wochen neben unserem Ehebett (im eigenen Bett) - es war ähnlich anstrengend.
    sie war sehr unruhig - vor allem haben mich die typisch Säuglings-Atem-Anstrengungs-was auch immer - Geräusche sehr gestört.

    Jede zweite Nacht konnte sie nur mit Körperkontakt schlafen - wobei ich gar nicht schlafen kann ...

    Dann kam die Schwester - beide im Bettchen neben unserem Bett.

    Ich war nur noch am "sshhht ...", Hand auflegen, Schnulli geben, Kind 1 hochnehmen, Kind 2 streicheln, ...


    Nach einer Nacht habe ich sie ins Kinderzimmer gestellt.

    Ich bin mir wie eine Rabenmutter vorgekommen - aber es half.

    Ich konnte schlafen - war ruhiger - die Kinder waren ruhiger.

    Gluckerten noch vor sich hin - aber ich bin auch nicht bei jedem natürlichen "röcheln" hochgeschreckt.

    Die beiden können sich sehr gut selber regulieren bereits - kurzes quaken, und noch ehe ich am Bettchen bin sind sie schon wieder eingeschlafen.


    Vielleicht ist es bei uns die Ausnahme, weil die zwei ja bereits einen "Krankenhausrythmus" haben und es "gewohnt" sind das nicht sofort jemand kommt. (auch wenn das traurig ist). Oder weil sie ja zu zweit im Bettchen liegen (wobei sie sich ja nicht berühren oder sonstwie beruhigen)

    Zudem habe ich ja noch die Sicherheit, dass die zwei an einen Überwachnungsmonitor angeschlossen sind, der Puls und Sauerstoff überprüft - sollte das was nicht optimal sein, piept uns das Ding wach - gibt mehr Sicherheit als jedes Babyphone.
    Zusätzlich haben wir alle Türen auf und brauchen ca. 4-5 Schritte vom Ehebett zum Babybett.


    Aber hier hat tatsächlich die räumliche Distanz geholfen das alle etwas mehr Schlaf bekommen - und auch, dass ich nicht mehr bei jedem quaken eingreife.