Welpe wird plötzlich bissig

  • ANZEIGE

    Hallo meine Lieben,

    Mein Dobermannwelpe (16 Wochen alt) wird plötzlich beim Spaziergang oder auch Zuhause bissig. Sie springt dann hoch und versucht nach Hand/ Arm zu schnappen.

    Wenn ich sie dann auf den Boden lege (also auf den Rücken), dann verändert sich ihr Verhalten nicht, sie zeigt keinerlei Reaktion und springt einen sofort wieder an sobald man sie loslässt.

    Ich hatte schon zuvor Hunde, aber keiner hat so Reagiert, manchmal reichte schon ein böser Blick und schon hat der Hund verstanden, dass sein Verhalten nicht richtig war.


    Bitte helft mir, ich möchte nicht dass sie ein aggressiver Hund wird nur weil ich mich falsch verhalten habe 😬😅


    Mit freundlichen Grüßen

    Jasmin

  • Joa, ein junger Gebrauchshund der nun eben seine Zaehne einsetzt und anfaengt lustig zu werden....

    Lass dem Bullshit mit dem auf-den-Ruecken-legen und such dir einen Trainer, der Erfahrung mit Gebrauchshunden hat.


    Ansonsten ruf ich mal Helfstyna

    Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern. (©Lockenwolf)


    Die Malis und der Pan

  • Ich hatte schon zuvor Hunde, aber keiner hat so Reagiert, manchmal reichte schon ein böser Blick und schon hat der Hund verstanden, dass sein Verhalten nicht richtig war.

    Jeder Hund ist unterschiedlich.
    Beim einen reicht eine Ansage, beim Anderen muss man wochenlag konsequent sein.

    Mit 16 Wochen denke ich nicht dass es agressives Verhalten ist.
    Würde da eher an überdrehtes Spiel denken.
    (und dann kommt auch noch die Rasse dazu - Gebrauchshunde sind halt "Anders" - was waren denn deine vorherigen Hunde?)

    Ja, sie muss lernen dass es übergriffig ist was sie macht und du musst ihr konsequente Grenzen setzen - wenns sein muss 100 mal am Tag - ist halt so.

    Wichtig ist dabei dass du geduldig, fair und echt bist - und nicht deine Wut an ihr auslässt oder ihr gar bösen Willen unterstellst.

    Den Hund auf den Rücken zu drehen (zur Unterwerfung vermutlich) ist eine veraltete, meist unsinnige Methode.
    Unterwerfung geschieht freiwillig - der Hund unterwirft sich dir nicht indem du ihn dazu zwingst.
    Den Hund auf den Rücken drehen ist eine Geste, die Hunde eigentlich nicht einordnen können.

    Für deine Hündin wird dein auf den Rücken Gedrehe eher ein Spiel sein.

    So spielen Hunde - mal ist der Eine oben mal der Andere - klingt für mich logisch dass sie das nicht stoppt.

    Ich würde ihr vielleicht zum spielen/reinbeißén Alternativen geben und damit rangeln (dass sie mit einem tau mit mir rangelt und nicht mit meinen Händen).
    Wenn sie übergriffig wird eine "Ansage" machen (kurz, knackig, nicht schreien, nicht mit Gewalt, aber verständlich) - Das Spiel unterbrechen, sie vielleicht kurrzeitig in einen anderen Raum bringen zum runterfahren. Hat sie es verstanden/ist runtergekommen wird sofort, ruhig weiter gespielt - um ihr zu zeigen wie es richtig geht und das ruhiges Spiel belohnt wird und wildes Spiel unterbrochen wird.

    Außerdem braucht sie viele Möglichkeiten hundetypisch spielen und raufen zu dürfen - mit anderen Welpen ihrer Größe/ihres Temperaments.
    Auch Kontakt zu souveränen Althunden ist sinnvoll - du bist kein Hund - hündische Kommunikation+Verhalten kann sie von dir nicht lernen.

  • ANZEIGE
  • Klingt für mich einfach auch nach einem 'normalen', pupertär werdenden Gebrauchshund.

    Kann natürlich in Kombi mit Überforderung oder Unterforderung noch schlimmer sein.


    Nach Boshaftigkeit oder ernster Beißerei hört sich das nicht an.


    Warum wirfst du den Hund auf den Rücken? Was soll das bezwecken?

    Die Dominanz- und Rudelführer Schiene ist Quatsch und führt zu nichts, als noch mehr Baustellen.


    Schau nach einem passenden! Trainer, wie die anderen ja schon geschrieben haben.

  • Meine alten Hunde waren auch alles Dobermänner. Manchmal kam ich heim und die Ohren waren schon unten sowie die Rute, weil sie ein Kissen o.ä. kaputt gemacht haben und wussten dass es falsch war.


    Juna spielt öfter Mal mit anderen Hunden, nur leider weisen diese sie selten zurück bzw geben selten bescheid wenn sie zuweit geht.


    Vielen Dank für deine Tipps.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



    Anzeige
  • Ich zupfe mal die interessanten Fragen heraus:


    Welche Rassen hattest du vorher?

    Warum der Dobermann?

    Wie sieht euer Tagesablauf detailliert aus (Pipirunde, Gassi, Übungen, Spielzeit, Schlafen, Nachtruhe etc.)


    Edit: Ok, Frage 1 und 2 sind damit geklärt. Dann noch Frage 3.

  • Also sie schläft meistens bis 7 Uhr durch. Um 8 Uhr (nach dem Frühstück) gehen wir Gassi so bis etwa halb 9- 9Uhr, manchmal dauert es etwas länger, da wir auf Nachbarn treffen (sie freut sich immer sehr Menschen zu treffen) oder sie sich plötzlich hinlegt und streikt😂.

    Sie läuft an einer 5m Schleppleine außerhalb des Ortes, ich nehme sie nur wenn sie an Kot riecht (frisst es gerne) oder uns Menschen/Autos/andere Hunde entgegen kommen.

    Zuhause angekommen schläft sie meist eine Stunde lang.

    Danach spielen wir im Garten (haben einen Hundepool für die heißen Tage) oder sie nimmt sich was zum knabbern, unsere Tierärztin hat uns empfohlen ihr Kartons zu geben und Rinderkopfhaut.

    Nach 2 Stunden pennt sie in der Regel eigentlich wieder.

    Dann gibt's Mittagessen, danach gehen wir meist nochmal eine kürzere Runde von 15-30 min.

    Danach wird noch ein bisschen draußen gespielt und dann wieder gepennt😂

    Sie kuschelt auch total gerne auf dem Sessel mit uns (auf das Sofa oder ins Bett darf sie aber nicht).

    Ja naja sie schläft ziemlich viel und wenn sie das nicht tut frisst sie, spielt sie oder wir gehen Gassi.

    3 Mal am Tag wird auch circa für 5 Minuten trainiert (Empfehlung vom Tierarzt)

    Abends gibt's natürlich auch nochmal Futter und dann gucken wir meist zusammen einen Film und kuscheln bis 22 Uhr. Danach schläft sie dann.


    Ich hoffe das ist detailliert genug😅

  • Bitte drehe sie nicht auf den Rücken. Das ist kein geeigneter Abbruch.


    Sie ist noch ein Kind. Was sie da macht, ist vermutlich wildes Spiel. Ist sie oft überdreht? Dann bringe ihr gezielt Ruhe bei. Ein Signal, bei dem sie weiß, dass jetzt Schollen angesagt ist - mit positiven Nebeneffekten wie ein schönes gemütliches Hundebett, ein Lieblingskauspielzeug oder Teddy und langsamen, beruhigenden Streicheleinheiten von dir.


    In der Situation, in der sie zu dir so wild wird, Abbruch einsetzen (kann sie „Nein“, „Aus“ oder ähnliches? Wenn nein, würde ich anfangen, das zu trainieren). Wenn es nichts nützt, wird die Situation beendet. Das heißt, du schiebst entweder den Hund aus dem Raum mit Tür zu oder hinter ein Babygitter in eine „hundesichere“ Zone und überlässt dich ihr damit nicht als „Kauobjekt“.


    Was aber sehr wichtig ist - sie müsste demnächst ja wieder Zahnwechsel haben. Der „Alligator“ ist oft Folge davon. Sorge also für geeignete Kaumöglichkeiten.


    Was aber so ein bisschen auffällt, ist, dass du - da du auch vorher Dobis hattest - vermutlich in dieselbe Falle getappt bist wie mein Mann, nämlich die Trainingsmethoden der „harten Schule“ von früher anwenden zu wollen (er hatte früher auch Dobermänner). Es hat bei uns beinahe in einer Katastrophe geendet bei unserem Garmr. Wir müssen nun in nächster Zeit sehr aufpassen und das wieder gerade biegen, damit es nicht schief geht. Er ist zwar als Kangal noch etwas sensibler, aber ich glaube dass keinem Hund die „harte Schule“ gut tut.


    Deswegen würde ich dir auch empfehlen, einen Trainer zu suchen, der nach moderneren Methoden arbeitet 😊


    Edit noch: dreimal am Tag trainieren bei einem 16-wöchigem Hund ist vielleicht etwas viel. Da reichen bestimmt einmal täglich 5-10 Minuten erstmal. Aus meiner Sicht zumindest. Sie muss ja auch im Alltag noch so viel lernen, wie soll das alles in den Kopf rein 🤣

    Geri (Deutscher Schäferhund/Tschechoslowakischer Wolfhund, * 22.7.20); Garmr (Kangal, * 24.7.20); gegangen, doch weiter geliebt: Freki (Siberian Husky/Tschechoslowakischer Wolfhund) und Hootch (Labrador)


    Bilderthread mit Garmr und Geri

  • Juna spielt öfter Mal mit anderen Hunden, nur leider weisen diese sie selten zurück bzw geben selten bescheid wenn sie zuweit geht

    Das ist ja auch nicht die Aufgabe fremder Hunde, deinen nervigen Jungbrösel zurechtzuweisen.

    Aber wenn sie auch beim Spielen mit anderen Hunden keine Grenzen bekommt, ist es dann nicht viel schwieriger ihr welche aufzuweisen ?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!