Unser Welpe wird plötzlich aggressiv, bellt, knurrt und schnappt nach uns und unseren Gegenständen, wenn er etwas nicht darf. Was tun?

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    Hallo zusammen.


    Meine Frau und ich hatten heute Abend ein unschönes Erlebnis. Unser Labrador Mix (jetzt 14 Wochen seit 4-5 Wochen bei uns) ist heute ein bisschen eskaliert.

    Meine Frau hatte auf dem Fußboden ein Fell ausgebreitet, weil sie Übungen für ihren Rücken machen musste vom Orthopäden aus. Unser Welpe sollte aber nicht auf die Matte, weil er da schon angefangen hatte an ihr rumzufressen. Sie hat ihm x mal NEIN gesagt (was er grundsätzlich auch kennt) und ihn von der Matte geschoben.
    Irgendwann fing er dann an zu bellen zu knurren, ist wild rumgerannt und hat nach der Matte geschnappt bzw. nach ihrem Zipfel. Meine Frau hat dann die Hand auf den Zipfel gelegt um zu signalisieren "das ist meins das darfst du nicht haben" und dann hat er trotzdem weiter geschnappt und sie auch einmal ganz schön dabei gezwickt.


    Das war für uns sehr überraschend uns auch sehr stressig.
    Normalerweise bellt unser Hund fast nie. Wir haben es bislang einmal mitbekommen, als ihm draußen am Grill zwei Metallstücke unheimlich hin und her geschwungen sind und dabei Geräusche gemacht haben, wenn er sie angestuppst hat. Auch knurren kannten wir von ihm bislang ausschließlich wenn wir mit ihm mit so einem Seil mit Knoten Ziehspiele gemacht haben. Aber er hatte uns bisher noch nie angebellt oder gar angeknurrt und auch nie wirklich nach uns geschnappt. Daher waren wir ein bisschen überfahren in dem Moment.


    Anscheinend hat ihn das so frustriert, dass er nicht auf die Matte durfte, dass er aggressiv geworden ist.

    Grundsätzlich sollte er aber von uns gewohnt sein, dass er gewisse Dinge eben nicht haben darf oder auch gewisse Bereiche nicht betreten darf.


    Weiß jemand woran das liegen könnte und wie man dagegen vorgeht? Nein sagen, egal wie laut oder entschlossen hat jedenfalls nicht geholfen, genau so wenig wie das Verbot durchsetzen indem man ihn immer wieder von der Matte schiebt.


    VG

  • Herzlichen Glückwunsch, ihr habt nen Welpen.

    Gedult, Gedult, Gedult, Grenzen austesten ist normal und das " Nein" sitzt mit Sicherheit noch nicht.

    Habt ihr die Möglichkeit ihn hinter ein Kindergitter zu packen?

  • Ich vermute, dass ihr euren Hund völlig mißverstanden habt.


    Der hat das Alles als super Spiel aufgefaßt und das "von der Matte" schieben, war für ihn eine weitere Spielaufforderung. Tja und dabei kann es halt schon mal passieren, dass so ein Welpe zu sehr aufdreht und seine Zähne einsetzt. Unter Hundewelpen völlig normal beim spielen. Der war halt absolut übermütig. Und es gibt so einige Hunde, die beim spielen knurren. Dies hat dann nichts mit Aggression zu tun, sondern ist sogenanntes "Spielknurren", machen meine Beiden auch.


    Also alles gut, kein Grund zur Sorge, der Zwerg muss halt noch lernen, dass er seine Zähne bei euch nicht einsetzen darf.

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  • Willkommen in der Realität mit Welpen.


    Hier werd ich angebellt, wenn irgendwas nicht schnell genug geht oder einfach so. Die Mithunde werden als Kauknochen missbraucht, Welpe hängt am Müllsack, verbeißt sich im Schuhband, lässt sich erst streicheln und beißt dann herzhaft in die Hand, oder springt schnappend ins Gesicht und das Konzept "Nein!" wird noch sehr frei interpretiert, vorallem wenn es darum geht, wer auf dem Küchentisch sitzen oder reinbeißen darf.


    Macht man zuviel Programm mit dem Hund wird es schlimmer. Macht man zuwenig, dann teils auch


    Was hilft? Nun, man könnte dem mit roher Gewalt begegnen und massiver Einschüchterung, oder schlauer sein.


    Zurücklehnen, (meistens) lachen über Tierkinder, die die Welt im Spielkampf und mit den Zähnen erfahren. Ablenken. Alternativen bieten. Geduld. 355788942 Wiederholungen. Konsequenz. Sachen weg räumen. Halt nicht neben Welpen turnen oder sonstwas verlockendes tun. Vereinzelt vielleicht auch mal ne Ansage, Spiel abbrechen usw.


    Und ansonsten: zurücklehnen und darüber lachen (heimlich. Manche spornt das ja zu noch mehr Unsinn an)

  • Zitat

    Grundsätzlich sollte er aber von uns gewohnt sein, dass er gewisse Dinge eben nicht haben darf oder auch gewisse Bereiche nicht betreten darf.

    Grundsätzlich ist das eine Erwartungshaltung, die Welpen noch nicht zuverlässig erfüllen können - und dann lernen Hunde auch noch eher ortbezogen. Das Nein im Wohnzimmer ist nicht automatisch das Nein in der Küche oder das Nein im Wald und das Nein für in den Schmutzwäschekorb springen nicht das Nein für in die Fußleiste beißen. Generalisieren braucht Übung und Zeit).

    • Neu

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  • Aggressiv ist der Zwerg bestimmt nicht und x-Mal NEIN versteht er gar nicht.

    Wenn ihn ein 1., spätestens 2. NEIN nicht davon abhält Blödsinn zu machen, schnappt ihn und setzt ihn kurz irgendwo hin damit er runter kommt. Zur Not kurz in eine Box oder haltet ihn fest.

    Das Knurren würde ich bei einem Welpen auch nicht überbewerten. Was soll er denn machen wenn er nicht weiter weiß? Reden kann er ja nicht.

    Lehnt euch zurück, atmet tief durch und seht alles entspannt.

    Ihr werdet genau noch diese Zeit vermissen wenn das Tierchen erwachsen ist. :winken:


    LG Terrortöle

  • Wenn ihn ein 1., spätestens 2. NEIN nicht davon abhält Blödsinn zu machen, schnappt ihn und setzt ihn kurz irgendwo hin damit er runter kommt. Zur Not kurz in eine Box

    Genau das hatte ich tatsächlich auch überlegt.
    Aber seine Box hab ich über Wochen und mit konsequenzer Gabe von Leckerli, Füttern und Kauartikeln als positiven Ort aufgebaut, wo er mittlerweile problemlos von selbst reingeht, auch mal eine Halbe Stunde bleiben kann und auch drinnen einpennt. Darum hatte ich Angst, dass wenn ich ihn in so einem Moment darin "wegsperre" dieser ganze, positive Aufbau wieder für den Ofen ist...

    Was hilft? Nun, man könnte dem mit roher Gewalt begegnen und massiver Einschüchterung, oder schlauer sein.


    Zurücklehnen, (meistens) lachen über Tierkinder, die die Welt im Spielkampf und mit den Zähnen erfahren. Ablenken. Alternativen bieten. Geduld. 355788942 Wiederholungen. Konsequenz. Sachen weg räumen. Halt nicht neben Welpen turnen oder sonstwas verlockendes tun. Vereinzelt vielleicht auch mal ne Ansage, Spiel abbrechen usw.

    Es ist unser erste Hund, darum hab ich da wenig Erfahrungswerte. Ich weiß wenn ich mich mal zu ner "Ansage" habe hinreißen lassen, sprich ihn wirklich mal angeschrien habe, hat das dazu geführt, dass er mich kurz erschrocken angesehen hat. Danach hat er aber mit was auch immer er getan hat weiter gemacht. Ich weiß von unserem Züchter, das Hundeeltern da wohl nicht zimperlich sind. Wenn da Ruhe sein soll, dann bellt und knurrt Mama ihre Welpen auch ganz gehörig an. Der Unterschied ist halt, da funktioniert es, bei mir nicht.

    Zitat

    Grundsätzlich sollte er aber von uns gewohnt sein, dass er gewisse Dinge eben nicht haben darf oder auch gewisse Bereiche nicht betreten darf.

    Grundsätzlich ist das eine Erwartungshaltung, die Welpen noch nicht zuverlässig erfüllen können - und dann lernen Hunde auch noch eher ortbezogen. Das Nein im Wohnzimmer ist nicht automatisch das Nein in der Küche oder das Nein im Wald und das Nein für in den Schmutzwäschekorb springen nicht das Nein für in die Fußleiste beißen. Generalisieren braucht Übung und Zeit).

    Aber heißt das dann nicht auch, dass diese ganzen Übungen zum festigen eines "Nein" (also z.B. Hand mit leckerli offen haben und "nein" sagen beim verschließen der Hand etc.) praktisch so gut wie nichts brigen, weil das Nein für jeden Ort und jede Tätigkeit individuell gelernt werden muss?


    Außerdem heißt es doch egtl immer, dass der Hund ganz früh lernen soll, was er darf und was er nicht darf, weil es später immer schwieriger wird. Sprich egtl ist doch dann jetzt genau die richtige Zeit um zu zeigen, dass er eben nicht alles darf und haben kann?

  • Vielen packen ihren Hund in ein Laufstall.

    Hat bei uns nix gebracht, er zerlegte es.

    Bei uns gabs dann ne Auszeit hinterm Kindergitter in der Küche, das ist bei uns ein Raum mit der Stube.

    Was ausser Labbi ist denn noch drin?

  • Bei uns gabs dann ne Auszeit hinterm Kindergitter in der Küche, das ist bei uns ein Raum mit der Stube.

    Was ausser Labbi ist denn noch drin?

    Aber hat er da dann nicht auch randaliert? Weil unserer ist sehr kreativ, wenn er "Quatsch" machen will, dann findet er immer was und wenn er nur den Boden umgraben will xD


    Im Prinzip sind es so ca 80% Labrador und ca 20% Australian Shepherd, sprich eine "Großelternteil" war Aussie, sonst alles Labradors.

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