Border Collie - Falsche Wahl für mich?

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    Hallo :)


    Ich bitte euch um euren Rat bezüglich ob es für mich Sinn hat diese Rasse zu nehmen.

    Ich wollte eigentlich schon sehr sehr lange einen Hund und am liebsten einen Border Collie. Ich hatte in meinem Bekanntenkreis mehrere grade durch das reiten. Natürlich sprechen sie mich auch optisch sehr an.


    Vielleicht noch kurz zu meinen Lebensumständen:

    Ich arbeite Vollzeit und wohne mit meinem Mitbewohner in einer Wohnung. Wir sind zwar in der Stadt aber mit schnellem Zugang zu Grünflächen, Wald etc.

    Wir haben auf der Arbeit aber auch Gleitzeit daher könnte ich mir das mit meiner Arbeitszeit ein wenig flexibler einteilen.


    Ich möchte gerne einen aktiveren Hund, damit er mich ein wenig rauszieht. Ich bin zwar schon viel unterwegs, aber in gewissen Phasen fällt es mir schwer etwas für mich selbst zu tun. Was andere Lebewesen angeht war ich aber dann immer so, dass ich diese nicht vernachlässigen würde! Er hätte auch die Möglichkeit, wenn er größer wäre mit meiner sehr aktiven Mutter unter Tags auf Wanderungen mitzugehen.


    Natürlich würde ich auch gerne Hundesport mit ihm machen, bin da aber sehr flexibel und würde lieber drauf schauen was ihm den eigentlich so richtig Laune macht :) Also welche Art von Hundesport.

    Ich bin schon ziemlich darauf eingestellt, dass es ein Border Collie werden soll, ABER ich will wissen ob ich eventuell doch alles ganz falsch einschätze, da es ja mein erster Hund wäre.


    Ich freue mich auf eure Meinungen und Empfehlungen!


    LG Noko

  • Ich wüsste jetzt keinen Grund warum man sich eine hochspezialisierte Rasse aussuchen sollte, für Ansprüche, die die meisten Begleithunderassen prima erfüllen können :ka:

  • Ich wüsste jetzt keinen Grund warum man sich eine hochspezialisierte Rasse aussuchen sollte, für Ansprüche, die die meisten Begleithunderassen prima erfüllen können :ka:

    Ohne ausfallend werden zu wollen: Wo ist das Problem, wenn sie mit dem Hund Hundesport machen möchte? Hier in der Gegend gibt es einen Border Collie der im Hundesport ist und sehr glücklich wirkt. Wenn sie bereit ist den Hund im Sport zu führen und mit ihm da zu arbeiten, wieso nicht?


    @ TE: Sich einen Hund holen, weil man gerne 'mehr raus möchte' finde ich nicht so einen tollen Grund. Natürlich gibt es gewisse Lebensphasen die schwierig sind, aber die Vorstellung davon, dass der Hund wie in den Filmen einem stets zur Seite steht und aus schwierigen Phasen raushilft, ist da ein wenig verkehrt.


    Ich würde mir, falls ich einen BC Welpen hole, für die ersten paar Wochen frei nehmen. Wenn ich den Hund nicht mit ins Büro nehmen kann, würde ich mir keinen Hund holen, unabhängig davon was für einer es ist. Bei 100% + Welpe (und danach Junghund) ohne, dass man den Hund irgendwie mal mitnehmen kann o. von zu Hause arbeiten kann, würd ich mir das für das erste Mal Hund nicht antun. Da ist man nur am organisieren...


    Hast du in deiner Umgebung Menschen, die dir bei einem BC helfen könnten?

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  • Ich denke auch, dass du dich eher überschätzt mit dem Border Collie. Die Ansprüche die du hast, kannst wirklich jeder Hund jeder Rasse erfüllen und so wie ich das hier mitbekomme, sind Border Collies und andere "Arbeitsrassen" in der Regel nicht so gut in Anfänger händen aufgehoben.. Bin selbst kein Border Collie Experte (habe auch keinen), aber das ist so das was ich so in letzter Zeit hier mitbekommen habe.

  • Ich würde auch raten, dir noch andere Hunde anzusehen. Der BC ist ein Spezialist, sehr anfällig für Verhaltensstörungen und Probleme, kommt oft nicht gut klar mit Reizen und Alltagsstress. Gerade in der Stadt könnte das sehr schnell zum Problem werden. Wir hatten in letzter Zeit mehrere Threads hier mit verzweifelten BC Haltern, vielleicht magst du die mal nachlesen.


    Da gibt es andere Rassen die ebenfalls aktiv und sportlich und hübsch sind, aber mehr Fehler verzeihen und nicht so anfällig sind. Wenn dir der BC gefällt: Sheltie, Spitz, Lapphund?

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ja, deine Einschätzung ist falsch. Du keine Arbeitshunderasse wäre mit deinen Rahmenbedingungen eine gute Hundewahl.


    Keine dieser Arbeitshunderassen ist mit den typischen Lebensbedingungen eines Alltagshundes kompatibel.

  • Ich musste beim lesen direkt an einen Sheltie denken. In meiner Stadt-Zeit, habe ich einige getroffen. Klein, unauffällig, höflich, dabei sportlich.

  • Er hätte auch die Möglichkeit, wenn er größer wäre mit meiner sehr aktiven Mutter unter Tags auf Wanderungen mitzugehen.

    Mal abgesehen von der Rasse: du brauchst eher jemanden, der das erste Jahr die Betreuung übernimmt, während du auf der Arbeit bist. Ein Welpe/Junghund kann (und sollte) nicht den ganzen Tag alleine sein. Vorm 8./9. Monat können die meisten Hunde auch gar nicht länger als 4-5 Stunden ohne Pipi zu müssen.


    Was machst du das erste Jahr? Wieso kann er erst zu deiner Mama, wenn er größer ist?


    Wie sieht dein Plan aus, wenn du mal Überstunden machen musst, vor der Arbeit zum Arzt, nach der Arbeit einkaufen?


    Ist dein Leben so, dass du mehr Aktivitäten in der Freizeit machst, wo dein Hund mit kann, oder hast du noch Hobbys, bei denen er dann zusätzlich zu tagsüber alleine ist?


    Welche Gründe sprechen für einen Hund, außer dann mehr raus zu kommen?


    Hast du Vereine in der Nähe, wo du mit dem Hund trainieren kannst? Wie oft würdest du pro Woche zusätzlich zu Gassi, Füttern, Spielen usw. noch Hundesport machen wollen?



    Das wären so die Fragen, die ich mir an deiner Stelle stellen würde (und teilweise gestellt hab) bevor meine Hündin einzog. Ich hab nach meinem Auszug tatsächlich 15 gewartet, bis ich einen Job hatte, der sich mit Hund vereinbaren lies (mitnehmen im Wechsel mit Home Office).

  • Es gibt hier einen Border-Collie-Thread, da kannst du einiges über die Rasse lernen.


    Ich persönlich würde vom BC eher abraten bei dem, was du möchtest. Border Collies wurden sehr, sehr lange Zeit darauf selektiert, Schafe zu hüten, und vielen Border Collies liegt dieses Hochspezialisierte heute noch in den Genen. Natürlich gibt es da je nach Linie und jeweiligem Zuchtziel immense Unterschiede, aber einen umgänglichen Border Collie zu finden, bei dem Genie und Wahnsinn nicht so nah beieinander liegen, dass es für dich, der sich einfach nur einen aktiven Begleithund wünscht, passt, ist schon eine knackige Aufgabe und könnte auch gehörig in die Hose gehen.


    Gerade wenn man eher viel mit seinem Hund machen möchte, ist ein Border Collie nicht unbedingt die richtige Wahl. Border Collies sind in der Regel sehr sensible, reizempfängliche Hunde, die zum schnellen Hochdrehen neigen und Eigenschaften mitbringen, die teils schon sehr speziell sind.

    Und bei der Auslastung dieser Hunde kommt Qualität unbedingt vor Quantität.



    Wenn du Collies magst, sieh dir doch mal die Langhaar- und Kurzhaarcollies an. Die sind auch aktiv und unternehmungslustig und führerweich, aber weniger hochspezialisiert. Oder die Shelties, wenn es auch eine Nummer kleiner sein darf.

  • Erstmal willkommen im Forum :winken:


    Dieser Gedanke von einem aktiven Hund ist immer so eine Sache. Jeder gesunde Hund ist aktiv und kann ohne Probleme Wanderungen mitmachen und auch Hundesport ist gern gesehen. Vor allem wenn man noch dazu so flexibel ist.


    Einem Border Collie musst du erstmal Ruhe halten beibringen. Langeweile, nichts tun, dösen, schlafen. Mit Hundesport, Wanderungen, langen Spaziergängen kann man anfangen wenn er 1-1½ Jahre alt ist und am Besten erst nach dem HD und ED Röntgen.


    Border sind Hütehunde die dafür gezüchtet wurden an den Schafen zu arbeiten. Dafür leben sie und auch die Showlinien tragen dieses Erbe noch in sich. Durch seine Reizoffenheit ist er kein einfacher, guter, alltäglicher Begleiter, der gerne überall mit hin kommt.


    Somit also kein Hund für jeden.



    Wie sieht denn dein Leben so aus? Was machst du gerne? Was hast du so vor mit einem Hund? Weshalb möchtest du einen Hund? =)



    Ich habe auch einen Hütimix hier sitzen. 20 Jahre lang wollte ich einen BC. Heute möchte ich keinen mehr geschenkt haben.


    Der "langweilige" Labbi hat sich als Traumhund herausgestellt. Leichtführig, überall dabei, immer gut drauf und hat unfassbare Power im Hintern.


    Die Vorstellung (und Vorurteile) die man so von den Rassen hat ist oftmals völlig falsch und wird durch die Wunschvorstellung bei Begegnungen mit Hunden getrübt ;)

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