Eine Lanze für schnödes Gassigehen

Es gibt 42 Antworten in diesem Thema, welches 4.913 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Selkie.

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    Ich gehe schon länger mit dem Gedanken schwanger, mal eine Lanze für simples Gassigehen zu brechen, weil das in meinen Augen eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit sein kann und es außerdem nichts Besseres gibt, um einen Hund umweltsicher zu machen.


    Von unserem Trio ist z. B. der Koolie der voranlaufende Späher und Sensor, der zuverlässig anzeigt, wenn Vier- oder Zweibeiner in den oft schlecht einsehbaren Wegen vor uns sind, der Border Collie ist der Autosensor (in Erwartung der legalen Ersatzdroge Ball oder Futter), und die Cattle-Kröte ist mein Bodyguard.


    Die beiden Rüden - Border Collie und Koolie - sind außerdem top verkehrssicher und laufen auch auf dem Fahrradweg neben dem Autobahnzubringer so gut wie immer ohne Leine, ganz zu schweigen vom Überqueren an zwei unübersichtlichen Stellen, wo ich zu gewissen Zeiten gar nicht auf die beiden achten kann, wenn ich noch die Kröte am Rad oder E-Mobil an der Leine habe, sondern mich auf sie verlasse, dass sie auf "bleiben-bleiben-bleiben" so lange warten, bis ich "hopsi rüber" sage.


    Ich werde noch eine ganze Weile krankheitsbedingt mobilitätseingeschränkt sein, und mir fiel die letzten Wochen immer wieder auf, wie gut ich es doch habe, dass zumindest die Rüden absolut problemlos alle Fortbewegungsarten mitmachen. Ich kann kräftemäßig gerade mal die Cattle-Kröte an der Leine sicher halten, alle drei Hunde, das ginge gar nicht.


    Ich bin also darauf angewiesen, dass sie mitdenken und an Stellen, an denen man anderen Hunden und/oder Menschen nicht ausweichen kann, zackig mit mir umkehren oder sich automatisch hintereinander am Straßenrand aufreihen, wenn an Engstellen ein Auto angeschossen kommt.


    Von Wild rede ich gar nicht erst, das ist einfach "nein!" oder "lass es!". Auf dem niedrigen E-Mobil bekomme ich z. B. gar nicht mit, wenn hinter Gebüsch Wild steht, ich muss mich auf die Hunde verlassen, dass sie zwar anzeigen (wenn es die Nasen-Analphabeten überhaupt mitbekommen), aber nicht hinterherhetzen.


    M. E. erreicht man das nur durch immer und immer wiederkehrende Wiederholungen, und dazu muss man halt einfach raus.


    Caterina

  • Ich finde „schnödes“ Gassigehen ja ehrlich gesagt wesentlich schwieriger als irgendwelche Tricks etc. Liegt vielleicht auch daran, dass mein Rüde super schlau ist und Tricks sofort drauf hat, aber dafür total umweltunsicher ist. Aber selbst meine Hündin muss unterwegs schon ordentlich was können (also müsste, wir sind da noch nicht so weit und sie ist deswegen oft an der Schlepp :hust:). Rückruf, Anzeigen, aber nicht Jagen von Wild, an anderen Hunden/Spaziergängern etc. vorbei laufen, das ist gar nicht zu unterschätzen! Und das noch im Multitasking mit Zeitung lesen und markieren! xD


    Wenn man natürlich einen Spezialisten hat, reicht Gassigehen nicht aus. Das würde nicht einmal meinem Spitzrüden auf Dauer reichen. Meiner Hündin hingegen schon, auch wenn sie mit Feuereifer dabei ist, wenn wir was „arbeiten“.


    Also, ich breche mit dir die Lanze. Wobei man natürlich auch sagen muss, dass die meisten HH außerhalb des Dogforums wohl tatsächlich nur Spazierengehen und die Hunde sind halt mit dabei und machen ihr eigenes Ding. Das ist aber meiner Meinung nach etwas komplett anderes!

  • ...schnödes, langweiliges Gassigehen ist hier das absolute Top-Ziel. xD Wirklich, das ist soooooooo viel Wert, wenn das klappt. Ich kanns euch gar nicht sagen, wie viel das wert ist, wenn man einfach "fade Gassigehen" kann. :herzen1:

    Be kind, for everyone you meet is fighting a battle you know nothing about.

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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  • Warum muss denn dafür eine Lanze brechen?


    Oder ist Gassi gehen irgendwie verpönt oder so?


    Mir fällt auf, dass oft Leute meinen, normales Gassi wäre nicht genug (und das mag auch so sein bei manchen Hunde), aber grundsätzlich ablehnen wird das doch niemand?

  • Ich mache nie was beim Spaziergang.....wir laufen durch die Gegend, treffen ab und andere Hunde, und das war’s.....da ich unsere Standardgassistrecke direkt vor der Haustür habe, muss Kasper noch nicht mal Auto fahren oder überhaupt Straße laufen

  • Also ich geh mit Sina auch nur 3x täglich schnöde Gassi.

    Momentan morgens und abends je ca. 30min im Dunkeln an der Leine im Dorf, morgens immer dieselbe Runde und abends eine andere Runde, aber auch immer dieselbe.

    Mittags gehts zur Freilaufrunde, die ist täglich anders.

    Abends zergeln wir 5min auf der Couch, mehr "Auslastung" bzw. Abwechslung hat Sina momentan nicht.

    Wenn es coronabedingt wieder möglich ist, sind wir öfter mal woanders unterwegs, im Tierpark, im Cafe, am SV-Platz, im Wald, in der Stadt usw., ansonsten ist hier jeder Tag gleich schnöde.

    Sina ist ein total angenehmer Hund mit dem ich keinerlei Probleme habe. Sie bleibt bei Wildsichtung bei mir, ignoriert andere Hunde und Menschen, bellt nicht, einfach nur angenehm und überall gerne gesehen.

    Ich denke daher, das passt so wie ich unser Leben gestalte.

    Grüße aus Niederbayern von mir und Dackelmädchen Sina.

    Im Herzen:

    DSH Dorli, Eyka, Falko und Una

    Dackel Benny und Tamy

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