Extrem wählerischer (?) Junghund frisst nicht

  • Hallo zusammen,


    unser knapp 1-jähriger Mischlingsrüde Timon (~20kg, Aussie-Retriever-??-??) ist seit er ein Welpe ist extrem wählerisch und verweigert regelmäßig sein Futter. Wir haben schon alles versucht... Nassfutter, Trockenfutter, selber kochen, Essen stehen lassen, Essen wegnehmen, auspowern,.. nichts hilft. Die verschiedenen Futtersorten nimmt er mal an, mal gar nicht. Auch der Effekt, dass er etwas neues erstmal gut frisst hat mittlerweile völlig aufgehört. Egal, was wir ihm vorsetzen, es braucht ordentlich Überzeugungsarbeit oder Sturheit bis er seine Portionen halbwegs frisst.


    Bevor der Standard-Tipp kommt: wir haben die Methode bereits probiert, ihm sein Essen 2-3x zu klaren Zeiten hinzustellen, 15-30min zu warten und dann wieder wegzunehmen in der Hoffnung, dass er früher oder später kapiert, dass es nichts anderes gibt und der Hunger so groß wird, dass er dann endlich frisst... Ergebnis: ein sehr teurer Tierarztbesuch bei dem er mehrere Infusionen bekommen hat und anschließend teures Sonderfutter essen musste. Er stirbt uns bevor diese Methode Wirkung zeigt. :(


    Bei dem Tierarztbesuch wurde Timon übrigens komplett durchgecheckt (Blutbild, alle Werte, alles abgetastet, Zähne gecheckt, Allergien getestet, usw.) und bis auf ein paar Allergien konnte nichts festgestellt werden, er ist laut TA grundsätzlich gesund. Wirkliche Tipps, was wir tun können hatte er auch nicht außer eben Futter wechseln.


    Wir sind langsam mit unserem Latein am Ende. Leckerlies sind auch völlig uninteressant, also daran kanns auch nicht liegen...


    Hat irgendjemand Erfahrungswerte oder Tipps für uns, wie wir unseren "gesunden" Junghund zum Fressen motivieren können?


    LG

    L, J, T & Timon

  • Hallo,

    wir haben mehr oder weniger das gleiche Problem. Unser Rüde ist nun 2 Jahre alt.

    Vor ein paar Monaten war es extrem schlimm, da gab es mehrere Tage, bei denen er komplett nichts gegessen hatte, sein Trockenfutter Wolfsblut von den einen auf den anderen Tag verweigert hatte. Jegliche Leckerlies verweigert usw. Wir haben dann anderes Trockenfutter mal besorgt, welches er erst gegessen hatte und dann wieder nicht. Mit Nassfutter Rinti Huhn lief es dann wieder richtig gut. Aber das kann er nicht so ab. Mittlerweile isst er Josera Lachs mittelmäßig gern.


    Wir waren auch beim TA, Blutwerte etc alles checken lassen. Die Tatsache dass er gekochtes Hühnerfleisch und Nassfutter besser aß, machte uns dann auch klar, dass er ein Mäkler ist und er offensichtlich bestimmte Dinge bevorzugt. Wir haben diese Mäklerei nicht großartig unterstützt. Und ihn immer das gleiche Futter angeboten, bis er es aß usw. und dann bei Zeiten das Futter umgestellt. Und dennoch ist es so.

    Er ist allgemein überhaupt nicht Futter- oder Leckerliebezogen. Das heißt trainieren mit Leckerlies klappt immer so semi gut. Das klappt eher aufgrundessen, dass er vermutlich ein Collie ist, und immer das machen möchte, was wir wollen. Schwierig wenn man einen Junghund hat, der sich nur mittelmäßig bis schlecht mit Lekcerlies trainieren lässt....


    Aktuell isst er hauptsächlich Josera Lachs und das klappt mittlerweile über Monate wieder über den Tag hinweg gut. Das war aber sehr anstrengend bis dahin mit ihm und dem Essen.

    Wir haben ein anderes Problem mit dem Futter aktuell:

    Er will morgens/Vormittags partout nicht essen. Das klappt erst ab Nachmittag / Abends gut. Er hat offensichtlich eine Morgenübelkeit. Das führt dazu, dass er aktuell jeden 4. / 5. Galle erbricht. Das macht er nicht, wenn er gegessen hat. Egal, was man ihm anbietet (und wie gut es für ihn ist) er rührt es Morgens einfach nicht an. Wir wissen auch nicht mehr, was wir dagegen tun sollen. Er isst Abends ca. 1h vor dem Schlafen gehen. Daher macht ein Keks abends auch keinen Sinn. Das kriegen wir aktuell nicht in den Griff.

    Ich möchte den Thread nicht "klauen". Aber vielleicht habt ihr das Problem auch, wenn er nicht isst? Und vielleicht gibt es Ideen von Anderen die beide Probleme betrifft. Irgendwie hängt es ja auch miteinander zusammen.

  • Jappo Versuch mal, wie er zu Zwieback steht. Das ging hier immer, auch wenn alles andere doof war :rollsmile:


    Ansonsten: wir haben hier auch (theoretisch) einen Supermäkler. Verschieden Arten an Futter probiert, verschieden Methoden. Als er etwas über ein halbes Jahr alt war, haben wir drei Tage lang versucht aussitzen. Resultat war ein apathischer Junghund, der nicht länger als eine halbe Stunde spazieren gehen konnte und mehrmals am Tag Schaum und Galle gespuckt hat. Aktuell (14 Monate ist er jetzt) bekommt er wegen Allergieverdacht das Royal Canin Hypoallergenic, leckerer machen oder anderes anbieten geht nicht mehr. Gestern am 9. Tag hat er zum ersten Mal die empfohlene Ration gefressen. Heute sogar ein bisschen was gefrühstückt (sonst brauchten wir es vor 15 Uhr und schon einigen Leckerli nicht mit dem Napf versuchen) und in der ganzen Zeit nicht einmal nüchternerbrochen.

    Allergietests wurden hier von mehreren Tierärzten nicht empfohlen, weil sie wohl nicht besonders aussagekräftig sind.

    Wirklich was empfehlen finde ich schwierig, weil ich selber feststellen musste, dass viele Hinweise fehlschlagen (z.B. aus dem Füttern eine Art Jagdspiel machen wie von einer Tierärztin empfohlen. Wir haben von Anfang an Impulskontrolle und Freigabe trainiert. Diese Methode ist bereits in der Praxis vor die Wand gefahren :doh: )

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Bei sowas klingeln bei mir sie Alarm Glocken.

    Bei Alana wurde mir auch immer gesagt, die ist nur wählerisch, die verarscht dich bla bla bla


    Das Ende vom Lied war:

    Der Hund hat IBD (Ausschluss Diagnose nach fast 5 Jahren)

    Und wenn sie im Schub ist hat sie einfach schmerzen und jedes Futter welches ihr schmerzen macht will sie nicht mehr

  • Joanie ist auch mäklig nebenbei hat sie noch eine EPI und sehr viele Allergien. Wegen der EPI soll sie ja mehrfach am Tag fressen. wenn sie dann keine Meinung dazu hat püriere ich das Dosenfutter und verdünne es noch mit Wasser und gebe ihr da dann mit einer Spritze in die Schnute und das ziehe ich ggf auch über Wochen durch. Auch wenn es nervig ist 800 g tgl auf diese Art zu füttern

  • Wie ging die Ausschlussdiagnose vonstatten?

    wir haben hier ja auch 2 Mäkler.

  • Oh je...

    Das ist ne laaaaange Geschichte.


    Schlussendlich wurde sie auf gemacht (operiert) und der Darm wurde Biopsiert und Verklebungen und Verschlüsse aufgrund der vielen Entzündungen entfernt/ behoben.


    Heute frisst sie wie eine Irre mit großem Appetit.

    Außer sie ist im Schub, aber auch die bekommen wir (toi toi toi) ganz gut in den Griff.

  • Ein gesunder Hund verhungert nicht vor einem vollen Napf.

    Wenn dein Hund so lange nicht gefressen hat dass er in die Tierklinik musste dann stimmt etwas nicht und dann hat es nicht mit mäkeln zutun.


    Die Ursache muss gefunden werden, vielleicht hat der Hund Schmerzen nach dem Essen, IBD .... sonst etwas was noch nicht erkannt wurde. Normales Mäkeln endet für einen Hund nicht in der Tierklinik.

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