Welpe schläft zu wenig

  • Klar, ich hätte mir auch gewünscht wir hätten die Box nicht gebraucht. Beim Vorgängerhund war das auch überhaupt nicht notwendig.

    Aber hier geht es doch nicht ums Schlafen an sich, sondern um das eingeschlossen sein. Ich weiß, dass mein Hund durchaus Stress hätte in einer engen Box eingeschlossen zu werden.

    Die Box sollte ja auch so dimensioniert sein, dass er sich da drehen und bequem hinlegen kann. Ich begreife die Box auch eher als eigenen Raum, der einfach die Reize für den Moment reduziert. Den Hund in einen eigenen Raum zu packen ist da gar nicht so anders, geht ja letztlich drum ihm einfach keine andere Wahl zu lassen, außer zu Ruhen. Manche - so meine Meinung - können das in ner Box halt einfach besser.


    Mir gings nur darum, dass man einfach nicht pauschalisieren sollte. Wir haben die Box effektiv für 2-3 Monate gebraucht und jetzt schläft der Kerl von sich aus genug, mittlerweile auch selbständig außerhalb des Raumes, wo wir uns gerade aufhalten. (wobei die Box für absolute Notfälle immer noch im Büro steht und er da auch von sich aus mal reingeht).


    Generell glaube ich, dass man sich einfach zu viel Kopf macht. Vieles verwächst sich einfach.

  • Lysara Welpenerziehung ist nicht so problematisch. Man muss auch nicht 100 Tage lang eine Schlafstätte als Schlafstätte positiv "aufbauen".


    Meine Hunde hatten mit ihren Schlafplätzen nie Probleme. Und wenn, dann hab ich sie mir einfach zu mir geholt und gut wars. Ein schlechter Traum, ein Gefühl der Verlassenheit, dass kann auch im best aufgebautetsten Schlafplätzchen mal auftauchen. Das ist kein Weltuntergang, wenn man dann einfach menschlich handelt und dem kleinen Tierchen Geborgenheit bietet.


    Schlafen ist keine Strafe!

    Das hab ich auch nicht gemeint.


    Aber der Wutz ist seit Freitag da. Das ist nicht mal eine Woche.

    Und aus dem Bericht hab ich nur gelesen: Hund soll schlafen, darum sperren wir ihn ein.

    Natürlich kann man ihm die Box als Schlafplatz zuweisen oder die Couch oder oder oder.


    Mir ging es nur darum - eben auch, weil ich das Boxentraining null kenne - ob man nach so kurzer Zeit bei so einem kleinen Knopf wirklich schon von positivem Aufbau sprechen kann oder sich nicht noch größere Probleme für später heran züchtet. Darum eben die Frage, ob der Welpe auch einfach mal so Zeit in der Box verbringt, wo er auch wieder raus darf, wenn er da Bock drauf hat.

  • Dieser Hund hat aber, wenn ich das richtig verstehe keinen Stress. Und es geht ja um diesen Hund.


    Na klar gibt es Hunde, die das nicht ertragen und es gibt Anwender die alles falsch machen.


    Vielleicht lese ich ja nicht richtig und der TE hat enorme Probleme und macht alles falsch und der Hund leidet erbärmlich.

  • Den Hund in einen eigenen Raum zu packen ist da gar nicht so anders, geht ja letztlich drum ihm einfach keine andere Wahl zu lassen, außer zu Ruhen.

    Ich will gar nicht, dass das Thema wieder in das typische pro contra Box ausartet, aber hier doch noch ein Statement zu: Es macht meiner Meinung nach einen gewaltigen Unterschied, mit dem Hund zusammen in einem reizarmen Raum zu sein wie z.B. das Badezimmer oder den Hund in eine Box zu setzen. Ein eigener RAUM ist die Box nun wirklich nicht.

  • Natürlich kann man ihm die Box als Schlafplatz zuweisen oder die Couch oder oder oder.


    Mir ging es nur darum - eben auch, weil ich das Boxentraining null kenne - ob man nach so kurzer Zeit bei so einem kleinen Knopf wirklich schon von positivem Aufbau sprechen kann oder sich nicht noch größere Probleme für später heran züchtet. Darum eben die Frage, ob der Welpe auch einfach mal so Zeit in der Box verbringt, wo er auch wieder raus darf, wenn er da Bock drauf hat.

    Ich denke gar nicht so kompliziert, weil das kein komplizierter Fall ist. Weil der Welpe ja in der Box schläft. Der Hund hat doch keine Probleme, also hat er das doch postitiv verknüpft.


    Der wird da rein gepackt und schläft. Ich komm grad nicht mit, was du meinst? Meinst du, dass eine positive Verknüpfung lange dauern muss und das Messinstrument ist, wenn der Hund einfach so in die Box geht und dort drin ist, obwohl er nicht müde ist?

    Warum sollt er?


    Wie haben denn deine Welpen geschlafen?


    Am besten ist natürlich, die Hunde lernen beim Züchter schon Regeln, oder besser lernen Orte kennen.

    Mein letzter Welpe hat in der Hundehütte mit Mama und Geschwistern geschlafen, alle gingen raus, wann sie wollten und rein, wenn sie schlafen wollten.

    Zum ösen gingen sie auch raus.

    Vielleicht denke ich nicht kompliziert genug, aber für mich ist das recht normal, dass man schläft wenn man müde ist (ausser als Mensch auf Arbeit), und sich dazu ein angenehmes Plätzchen sucht. In der Menschenwohnung ist doch der Mensch in irgendeiner weise dafür verantwortlich dem Welpen diese Entscheidung abzunehmen. Da wird in der Vorbereitung überlegt, wo kommt das Körbchen hin, wo schläft Hund nachts.

    Und dann kommt der Welpe.

    Und dann will der 24 Stunden Schuhe anknabbern und Blumentöpfe umgraben. Ich pack doch den Hund hin, wo ich meine, das ist er sicher und gut aufgehoben.


    Hier ist doch ganz gut beschrieben, wie es läuft. Was ist daran nicht stimmig?

    Vielleicht überlese ich ja was?


    ein Rekord sind knapp 70 Minuten und das auch nur, wenn er in seine Box kommt, die ich dann leider auch schließen muss, sonst kommt er gar nicht zur Ruhe. Daran hat er sich aber auch sehr schnell gewöhnt und ich bekomme gar keine oder nur ganz kurz "Widerworte" von ihm dazu. Ich weiß, dass es oft daran liegt, dass man den Welpen zu viel beschäftigt und er deshalb gar nicht schlafen will. Was mich aber eher wundert bei ihm ist, dass er kaum mal länger als 60 Minuten schlafen kann.

    Jemand eine Idee wie man daran arbeiten kann?

    Danke!

  • Hallo Jan_berlin - was habt ihr denn bisher noch versucht, außer der Box?


    Darf er zum Schlafen kontaktliegen? Streichelt ihr ihn auch mal in den Schlaf? Macht ihr zusammen mal ein Nickerchen?


    Wenn du dich in den Zwerg hineinversetzt und die Perspektive wechselst:


    Gerade Eltern, Geschwister, vertrautes Umfeld und vertraute Menschen komplett verloren. Alles ist aufregend und neu. Vielleicht hier und da auch beängstigend. Dann wird er noch zum Schlafen weggesperrt - obwohl er bisher wahrscheinlich immer mit irgendjemandem dabei kuscheln konnte, wenn er wollte oder er wurde vielleicht von der Mutter in den Schlaf geputzt. (das lässt sich durch Streicheln oder mit einem leicht feuchten Waschlappen nachstellen)


    Was macht ihr, während der Hund schläft? Lauft ihr durch die Gegend, macht ihr Hausarbeit? Denn der Knirps ist noch nicht angekommen und kennt den Ablauf bei euch noch nicht. Ist ja noch nicht einmal eine Woche. Das dauert einfach, bis er sich wirklich entspannen kann. Aber durch gemeinsames Ruhen kann das anfangs beschleunigt werden.

  • Mhh... naja, wenn man eine Box schließen muss und es dann noch Widerworte gibt... :ka:


    Klar, ist jetzt nicht wahnsinnig schlimm aber ich für mich habe entschieden, dass mein Hund gerne bei mir schlafen darf, wenn ihm das Sicherheit/Geborgenheit/Zufriedenheit gibt... :ka:

    Da gab es kein "du gehst in dein Körbchen zum schlafen", sondern der Drops ließ sich -plumps- neben mich fallen und schlief dort dann halt...

    Auf dem Sofa an mein Bein gekuschelt, im Büro standen meine Füße auf ihrer Decke und sie hat sich dran gelegt...


    Ich bin immer der Meinung, dass so ein Babytierchen eben auch den Anschluss und die Körpernähe bekommen sollte. Ob es diese Einladung annimmt oder sich lieber woanders niederlässt ist ja in dem Moment egal aber für mich hat es immer einen bitteren Beigeschmack ein so soziales Wesen "wegzusperren".


    Übrigens kann mein Hund mittlerweile auch ganz alleine schlafen ;) Wenn ich aber auf dem Sofa liege oder im Bett oder draußen in der Sonne und sie die Wahl hat, entscheidet sie sich nach wie vor für Körperkontakt.

  • Danke für die zzahlreichen auch kontroversen Antworten. Es gäbe viel zu zitieren auf das ich direkt eingehen könnte, aber ich bin gerade am Handy und da ist es etwas knifflig.


    Wichtig ist mir vor allem: Ja, er geht auch oft freiwillig in die Box und schläft dann auch dort.

    Ich würde sagen wir haben nicht alles richtig gemacht (aber wer macht das schon?!) und hätten es noch ruhiger mit ihm angehen können. Ich glaube er hat teilweise tagsüber einfach zu viel erlebt: "Nach müde kommt doof" wurde hier geschrieben und das würde ich unterschreiben. Er war dann teils so durch den Wind, dass wir zu diesem Mittel gegriffen haben, weil sonst kaum noch Ruhe zu bekommen war mit ihm. Es hat ja auch wirklich gut funktioniert, weil er es größenteils ohne jedes akkustische Signal angenommen hat.

    Für die Zukunft müssen wir natürlich das Problem an der Wurzel packen und ihn gar nicht mehr so überfordern - für jeden, der es tagsüber dann doch mal übertrieben hat, ist aber meine Meinung, dass eine Box, wenn sie dem Hund gefällt (positive Verbindung) auch mal so genutzt werden darf - so lange man merkt, dass es ihm nicht schlecht geht. Ich respektiere aber natürlich auch jede andere Meinung.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!