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Jagen bei Hunden und Katzen

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    Das Thema ergab sich in einem anderen Thread. Mein Hund darf ausdrücklich Mäuse jagen.

    Warum? Nun, bei Katzen gibt es viele, die meinen, eine Katze ausschließlich in der Wohnung zu halten sei Tierquälerei, Katzen brauchen die Möglichkeit zum Freigang, ohne geht es nicht. Was machen Katzen denn nun draußen? In der Sonne liegen, dösen, Vogelnester ausräumen, an Mäuse- oder Rattenlöchern lauern, jagen eben. Das Töten anderer Tiere wird in der Katzenhaltung also weitgehend billigend in Kauf genommen. Was ist nun der Unterschied zu einem jagdorientierten Hund? Menschliche Verantwortung, Kontrolle durch den Halter? Nein, es gibt keinen. Für einen jagenden Hund ist das Jagen ebenso wichtig wie essen und trinken. Es ist ein Grundbedürfnis des Hundes, kein Luxus, wie viele Hundehalter leider meinen. Es ist kein Spaß, sondern Bedürfniserfüllung, so sollte man das sehen und auch einordnen. Ich weiß nicht, wer jemals einen jagenden Hund gehabt hat, das sind vermutlich die wenigsten. Ich kenne aber einige Halter von Shibas, Aktitas oder auch Nordischen, die das Mäuse jagen ihrer Hunde zumindest akzeptieren. Es gibt da ja auch ganz praktische Gründe für, ein stationär jagender Hund ist besser als einer, der dem Kaninchen oder Reh hinterher rennt, er gefährdet nicht sich selbst und/oder andere. Und völlig abgewöhnen wird man einem wirklich jagdmotivierten Hund das Verhalten kaum, dafür ist die dahinterstehende Motivation viel zu groß. Das ist nicht vergleichbar mit einem Golden Retriever oder Schäferhund, der mal kurz dem Reh hinterher hetzt. Ja, es werden Tiere getötet. Die werden aber auch durch die Freigängerkatzen getötet. Deshalb verstehe ich nicht, warum da so ein Unterschied gemacht, wenn Tiere töten etwas ist, was Haustiere auf gar keinen Fall tun dürfen, dann müßten konsequenterweise auch sämtliche Katzen ausschließlich in Wohnungshaltung leben, vielleicht noch mit einem gut gesicherten, ausbruchsicheren Garten. Oder man arrangiert sich damit, daß Carnivoren auch gelegentlich andere Tiere töten. Bei Katzen Tierquälerei, wenn das Tier nicht raus (und damit auch jagen) kann, und beim Hund genau das selbe verbieten zu wollen ist für mich zumindest inkonsistent und nicht nachvollziehbar. Für mich stellt es genau so Tierquälerei da, einem jagdmotivierten Hund die Erfüllung eines Grundbedürfnisses zu verweigern. In der Motivation von Hund und Katze gibt es da nämlich keinen Unterschied. Ich hoffe ja, das ist zumindest für den einen oder anderen nachvollziehbar (immerhin gehe ich davon aus, das die Wenigsten ihre Freigängerkatze von nun an einsperren werden, um den Mäusen im Wald und Wiese das Leben zu retten).

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  • Wer dem Hund keine Alternative bieten kann, wo er das Bedürfnis des jagens ausleben darf, anstelle andere Tiere töten zu lassen, dann sollte sich der Halter mal hinterfragen, ob er nicht einfach zu faul ist, um mit dem Hund zu arbeiten.


    Zwei User die mir spontan einfallen die mit den Hunden arbeiten und das rassespezifische Bedürfnis umlenken sind Workingcurly mit ihren Retrievern bei der Dummyarbeit und l'eau mit ihrem Windhund beim coursing.

    Dann gibt es noch den ZHS, da müssen Huskys auch nicht jagen gehen, usw.


    Vielleicht solltest du dich mal mehr mit Arbeit auseinandersetzen, als deinen Hund einfach jagen zu lassen, nur weil es bequemer ist.

  • Ich lasse weder meine Katzen noch meinen Hund jagen. Die Katzen sind reine Wohnungskatzen und werden mit der Reizangel und clickern ausgelastet und mit dem Hund machen ich Mantrailing und Longieren zur Auslastung. Wobei mein Collie eh wenig Jagdtrieb hat, aber ich lasse ihn nicht aktiv jagen....noch nicht mal mäuseln....ich möchte nicht, dass meine Tiere andere Tiere aktiv töten

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  • Wir machen ZHS, danke. Und es geht hier vor allem um das Jagen bei Hunden und Katzen.

    Warum wird das Töten anderer Tiere bei Freigängerkatzen billigend in Kauf genommen und beim Hund ist es schon ein Staatsverbrechen wenn der Hund Mäuseln darf? Das ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, ich sehe da beim jagdmotivierten Hund das selbe Bedürfnis wie bei der jagenden Katze und habe auch nicht vor, einem Hund die Erfüllung eines Grundbedürfnisses zu verweigern.

  • Mein Jagdhund jagt keine Mäuse. Soll ich sie auf dieser Grundlage und dem Gedanken, Hasen, Rehe und kleine Hunde jagen lassen?


    Für mich ist die Argumentation fadenscheinig. Davon ab, dass meine Kater auch nicht jagen durften, befindet sich ein Hund draußen unter Kontrolle, sollte man meinen. Im Gegensatz zur Freigängerkatze.


    Ich finde beides nicht gut.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Freigängerkatzen rotten ganze Arten aus- zum Spaß, nicht zur Nahrungsbeschaffung. Wenn also schon Katzen solche Probleme machen (und ich sehe Freigängerhaltung sehr kritisch) dann muss ich die Probleme ja nicht noch mit einem Hund verstärken.

    Abgesehen davon muss das schon ein sehr genügsamer oder kleiner Hund sein, wenn ihm Mäusejagen als Jagen reicht, um seinem Bedürfnis gerecht zu werden.


    Und oft ist es auch so, dass sich Besitzer, die einen Hund haben, den man kraftmäßig noch gut halten kann, schneller damit zufrieden geben, eine Leine dranzumachen und auf einer Wiese stehenzubleiben als mit einem richtigen Jagdersatztraining dranzubleiben oder überhaupt erst anzufangen.

  • Ich liebe den Vergleich Apfel vs Birne upps ich meine Hund vs Katze.


    Warum nimmt man keine Katze, wenn man mit den "Begrenzungen" eines Hundes nicht leben kann/will.

    Manchmal bist du in unseren Träumen

    oft in unseren Gedanken

    und immer in unserem Herzen



    Chihuahua-Bub Kiro

    14.03.2003 - 07.09.2018

  • Also ist es für dich völlig legitim, wenn der jagdorientierte Hund, egal welcher Rasse, einfach etwas wildern geht, weil es ja sein Grundbedürfnis ist? Weil Nachbars Katz das auch immer tut?

    Bei manchen Posts kann man nur noch den Kopf schütteln.

  • Weil die Argumentation "Die darf, also darf ich auch" eben falsch ist. Was Katzen anrichten sehe ich hier jeden Tag. Dank Nachbar der Katzenfutter rausstellt tummeln sich hier alle Samtpfoten der ganzen Siedlung. Im besten Fall sind die Tiere tot, oft sind die Mäuse und Vögel noch knapp am leben, da darf ich dann das Tierchen erlösen.

    Jetzt zur Brut- und Setzzeit ist es ganz schlimm, trotz Wachhund der den Katzen sagt was er davon hält, wenn die um den Zaun streichen, gibt es einige denen das egal ist und die Jungvögel fangen.


    Katzen sind dadurch eine echte Plage und bei einigen Tierarten verursachen sie einen riesen Schaden. Den Hund da jetzt auch noch mitmachen zu lassen ist schlicht falsch. Du bist für dein Tier verantwortlich und hast dafür Sorge zu tragen, dass es keinen Schaden anrichtet. Nur weil Freigänger akzeptiert werden, heisst das nicht, das es wirklich die richtige Entscheidung ist.


    Du musst ja nicht die selben Fehler machen.

  • Ja, ich finde es wird was das Jagdverhalten unserer Haustiere angeht mit zweierlei Maß gemessen. Das bedeutet aber nicht, dass ich es okay finde, wenn mein Hund abzischt um jagen zu gehen. Vielmehr bin ich der Ansicht, das auch Katzenbesitzer ihren Teil zum Tierschutz beitragen und das Jagdverhalten ihrer Katzen unterbinden sollten. Entweder man ist in der Lage seinen Garten entsprechend zu sichern, oder die Katze muss halt drinnen bleiben.


    Edit: Es wird dann gerne damit argumentiert, dass ein Leben ohne Freigang für Katzen nicht artgerecht wäre. Aber dann muss ich mich halt fragen, ob ich ein Tier halten kann.

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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