Hilfe! Alter Hund bleibt nicht mehr alleine

  • Es gibt kein bei Bedarf bei Arthrose.

    Es gibt nur Tage, an denen es mehr und Tage, an denen es weniger weh tut.

    Nö, muss nicht. Habe selber Gonarthrose, und meist bei Alltagsbelastung gar keine Schmerzen. Hatte aber zuvor auch schon andere Phasen, wo ich tatsächlich Schmerzmittel gebraucht habe.

  • Es gibt kein bei Bedarf bei Arthrose.

    Nee. Das ist dann doch viel zu absolut formuliert. Das sind so Aussagen, da frage ich mich ob es danach überhaupt noch ältere Lebewesen gibt, die nicht dauerhaft, prophylaktisch Schmerzmittel bekommen.

    Arthrose ist ja erstmal nur verstärkte Abnutzung von Gelenken. Und frag doch mal alte Menschen: Alle haben die irgendwo, manche nehmen dauerhaft Schmerzmedis, manche haben nur hin und wieder "Bedarf".

    In diesem Fall ist es aber, wie BadlyConfused vorschlug, aber eine gute Idee, auszutesten, ob Schmerzmittel hier eine Veränderung herbeiführen. Auf die Idee ist die TE aber ja nun schon selbst gekommen.

    Der Vergleich humpelt ganz schrecklich, hat wahrscheinlich Arthrose. Ein HUND kann dir nicht sagen, wann er Bedarf an Schmerzmitteln hat. Viele zeigen erst richtig extreme Schmerzen überhaupt. Da ist doch ein winziger Unterschied zu einem Menschen, der selbst entscheiden kann, ob er damit jetzt gerade noch umgehen kann und will. Und oft ist es ja sogar sinnvoller Schmerzmittel auch bei nicht extremen Schmerzen zu nehmen, weil Schonhaltungen eventuell zu noch größeren Problemen führen.

  • Vrania Ich wollte doch auch nur klarstellen, dass ich verstehen kann, wenn jemand meine Situation nicht ganz nachvollziehen kann. Denn wäre mein Hund nicht so wie er ist, sondern einfach nett, könnte auch mein Nachbar aufpassen und dass alles wäre kein Drama.


    Herzultraschall war unauffällig, Herz schlägt kräftig. Aber er reagiert halt mittlerweile auf Stress extrem… Hechelt und fiept wie verrückt.

  • Das wird hier fast OT - aber noch mal zur Klarstellung:

    Ich kenne die momentane DF-Einstellung zum Thema Schmerzen. Und ich würde HIER in dieser Situation auch versuchen, ob es daran liegt und mal ne Zeit kräftig Tabletten geben.

    Aber Schmerzmittel sind Medikamente, keine Smarties und teilweise und vor allem dauerhaft nicht einfach zu verstoffwechseln (das ist HIER egal, der Hund ist schon sehr alt). Aber ich habe ein zunehmendes Störgefühl bei Aussagen wie:

    "Es gibt keinen Bedarf bei Arthrose."

    Denn das ist schlicht falsch und ich mag so was (nicht mehr) unkommentiert stehen lassen.

  • Und ich würde HIER in dieser Situation auch versuchen, ob es daran liegt und mal ne Zeit kräftig Tabletten geben.

    Wurde ja wohl schon versucht.

    Aber Schmerzmittel sind Medikamente, keine Smarties und teilweise und vor allem dauerhaft nicht einfach zu verstoffwechseln

    Danke, das sollte man nie vergessen. Ich bin immer schon sehr vorsichtig mit Medis und nehme höchstens mal ne Aspirin, wenn die Kopfschmerzen zu stark/nervig sind.

    Gut, beim Hund bin ich da lockerer, der kriegt ruhig jeden Monat (in der Saison) seine Zeckentablette, jährlich die ganzen Impfungen und Wurmkuren hab ich auch immer vorrätig. Bisschen Vorsorge eben.

  • Es gibt kein bei Bedarf bei Arthrose.

    Nee. Das ist dann doch viel zu absolut formuliert. Das sind so Aussagen, da frage ich mich ob es danach überhaupt noch ältere Lebewesen gibt, die nicht dauerhaft, prophylaktisch Schmerzmittel bekommen.

    Arthrose ist ja erstmal nur verstärkte Abnutzung von Gelenken. Und frag doch mal alte Menschen: Alle haben die irgendwo, manche nehmen dauerhaft Schmerzmedis, manche haben nur hin und wieder "Bedarf".

    In diesem Fall ist es aber, wie BadlyConfused vorschlug, aber eine gute Idee, auszutesten, ob Schmerzmittel hier eine Veränderung herbeiführen. Auf die Idee ist die TE aber ja nun schon selbst gekommen.

    Ich bleibe trotzdem bei meiner Aussage, auch wenn sie bewusst etwas zugespitzt war. Mir geht es dabei ausdrücklich um den Hund, nicht um den Vergleich mit Menschen. Hunde sind leider extrem gut darin, Schmerzen zu kompensieren. Viele zeigen erst sehr spät, dass ihnen etwas weh tut, und genau deshalb ist „bei Bedarf“ für mich kein verlässlicher Maßstab. Der Bedarf wird nämlich oft erst dann sichtbar, wenn der Hund schon deutlich über seiner Wohlfühlgrenze ist.

    Damit sage ich nicht, dass jeder Hund mit Arthrose dauerhaft und pauschal Schmerzmittel bekommen muss. Aber ein rein reaktives Vorgehen, also erst etwas zu geben, wenn man es „sieht“, halte ich bei dieser Erkrankung für schwierig. Ziel sollte aus meiner Sicht sein, Schmerzen gar nicht erst dauerhaft entstehen zu lassen und die Lebensqualität möglichst konstant zu halten, angepasst an den einzelnen Hund und den Verlauf.

    Der Vergleich mit alten Menschen passt für mich nur bedingt. Menschen können sagen, wo und wie stark es weh tut und ihr Verhalten entsprechend anpassen. Hunde können das nicht. Sie funktionieren, machen mit und fallen oft erst dann auf, wenn es eigentlich schon zu viel ist.

  • Wäre es eine Möglichkeit, wenn Deine Mutter zu Euch in die Wohnung kommt wenn Du arbeiten gehst? Du hast ja geschrieben, das er dort so gestresst ist. Ich würde auch erstmal per Kamera überprüfen, ob er wirklich so viel bellt, bzw. eventuell auch durch etwas, oder Jemanden getriggert wird. Es gibt leider auch unter Nachbarn "seltsame" Menschen.

    Bei den Schmerzmittel könnte es ja vielleicht sein, dass ein anderes besser passen würde.

    Ansonsten hoffe ich, daß Du eine gute Lösung für Euch findest.

  • Mayko Meine Mama arbeitet auch, leider. Und bei mir betreuen wäre auch nur mit Maulkorb möglich. Wäre natürlich besser als gar keine Lösung, aber für den Hund ist das doch auch alles blöd☹️


    Ich gucke schon nach einer Kamera, weil der Tipp bereits kam - danke dir🙏🏼


    Ich bin letzten Monat zum röntgen gefahren, weil Rocky vorne gelahmt ist. Die Tabletten haben sofort geholfen, aber ich wollte mich zum Thema Arthrose sowieso nochmal ausführlich beraten lassen.

  • Es gibt deutlich mehr Medikamente als nur Schmerzmittel und Karsivan, die man in so Fällen geben kann. Ich würde nochmal einen US und ein Blutbild machen lassen und dann angstlösende und/oder beruhigende Medikamente starten.

    Egal wie du es löst, der Hund ist ja von Grund auf gestresst aktuell, da braucht es Unterstützung.

    Und dann muss man auf die Lebensqualität achten. Eine Freundin (selbst TÄ) hatte einen dementen Hund und ehrlich - auch mit Medikamenten bis zum Anschlag und 0 alleine bleiben müssen war das für mich am Ende sehr lange keine vertretbare Lebensqualität mehr und heute im Nachgang sieht sie das auch... Es tat ihr halt sehr weh, der Hund war körperlich sonst wirklich fit.

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