Indikation war bei mir Gürtelrose (und die entsprechenden Nervenschmerzen). Bin in den klassischen Schmerzmitteln bis Tilidin gegangen - aber ohne wirklich schmerzfrei zu werden; also Wechsel.
Macht relativ direkt nach der Einnahme "beduselt". Finde es sehr ähnlich zum Zustand leicht-bekifft sein. Falls du das nicht kennst: Gelöst, leicht, warm - aber eher "passiv" und entspannt im Gegensatz zu Alkohol. Ich habe die Dosis auf ärztlichen Rat innerhalb von zwei, drei Tagen hochgefahren.
Nahm bei mir recht direkt Schmerzspitzen raus. Komplett schmerzfrei war ich aber erst nach ein paar Tagen (keine Ahnung ob die Gürtelrose abgeheilt(er) war, es die passende Dosis war oder ob ich einen Spiegel brauchte)
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Tatsächlich unangenehm wurde Pregabalin, nachdem es seinen eigentlichen Job gemacht habe. Das "beduselt" war schnell recht okay - aber ich habe mich nicht fahrtüchtig gefunden. Also wollte ich es "unterbrechen". Schlechte Idee. Ich war nur bei 150 mg täglich, das ist für Menschen jetzt nicht hoch - aber ich hatte wirkliche Entzugserscheinungen. (Unruhe bis hin zu Angstzuständen; Kopfschmerzen, Schwitzen, Herzrasen)
OT: Hätte mich der Entzug auf der Fahrt erwischt, wäre ich sehr viel weniger fahrtauglich gewesen als unter meiner zu dem Zeitpunkt "gewohnten" Dosis - mir fehlte da echt ärztliche Aufklärung, ich dachte, ich handele verantwortungsbewusst.
Noch mal zur Ergänzung: Das Reduzieren/Absetzen hat sich dann so angefühlt, als wäre alles "Scharfe", alle "Spitzen" wieder da. Ich habe es genossen, mir ist erst da aufgefallen, das was gefehlt hat. Aber trotz geringer Dosis und kurzer Einnahmedauer war ich fast "überfordert" von der Klarheit/Deutlichkeit mit der Reize/Gefühle wieder vorhanden waren.