Hilfe! Alter Hund bleibt nicht mehr alleine

  • Morelka Das mit den Schmerzmitteln mache ich und gebe sie noch länger🙏🏼

    Nach Psychopharmaka hatte ich tatsächlich schon mal gefragt, da meinte der Tierarzt, dass es seiner Erfahrung nach eher bei Katzen wirkt. Aber ich frage trotzdem nochmal nach, denn ich möchte nichts unversucht lassen!


    Ich habe immer eine Lösung gefunden, obwohl es all die Jahre schwierig war und jetzt so hilflos zu sein, ist absolut schlimm.


    Vielen Dank für deinen emphatischen Kommentar😪

  • BadlyConfused Die habe ich bis gestern erst gegeben, weil ich dasselbe gedacht habe, wie du. Trotzdem danke für den Tipp!

    Was hast du den gegeben?
    Nicht alle Schmerzmittel wirken bei Arthroseschmerzen, manchmal muss man sich durchprobieren oder die Dosierung ändern.

    Und nicht böse gemeint aber ein Hund mit Arthrose und Veränderungen an mehreren Organen und schlechter sehen gehört auch mit 14 Jahren durchgecheckt. Und zwar solange bis eine Ursache gefunden wurde. Könnte zb sein, dass die Veränderung der Milz mittlerweile größer geworden ist (letzter Ultraschall war ja Sommer 25).
    Und ja Tierarzt ist Stress aber es gibt ja die Möglichkeit Beruhigungsmittel zu spritzen.
    (Und ja ich habe Erfahrung mit Hunden die aggressiv werden und verletzen, gegen andere Hunde und gegen andere Menschen und auch gegen mich. Wenn auch keine jahrelange.)

  • BadlyConfused Wo hast du denn entnommen, dass mein Hund nicht durchgecheckt wurde? Ich verstehe solche Kommentare nicht! Mein Hund MUSS für jede Behandlung sediert werden! Ich war letzten Monat erst, weil er vorne gelahmt ist und dann wurde Arthose festgestellt und Medikamente gegeben, die das Lahmen beendet haben - was soll man denn noch abchecken zwecks Arthrose? Das mit den Augen wurde beim ersten US mit untersucht und ist altersbedingt. Ich habe doch alles machen lassen. Sorry, aber ich schreibe x-mal, dass er durchgecheckt wurde und vertraue auf das, was meine Tierärzte mir sagen und trotzdem meckert immer noch einer…

  • Rocky hat sich an viele Dinge nie gewöhnt. Zum Beispiel muss er für Tierarzt Besuche sediert werden, obwohl wir 1x wöchentlich hingefahren sind, damit er sich an Personal und Umgebung gewöhnt. Oder der regelmäßige kurze Besuch bei meiner Mama. Es ist jedesmal so, als ob er das erste Mal da ist, obwohl ich total entspannt bleibe und dort auch Dinge von ihm liegen. Dass er jetzt nicht mehr alleine bleiben kann, ist das schlimmste, was passieren konnte…

    Geht das bei euch in Richtung Deprivationsschäden?

    Ich frage, weil eine Mischung aus Deprivationsschäden, Demenz und fortschreitenden Einschränkungen der Sinneswahrnehmung eine besonders fiese Kombi sein kann, bei der sich alle Faktoren gegenseitig verstärken.

    Denn Hunde mit Deprivationsschäden tun sich aufgrund der unzureichenden Generalisierung von Umweltreizen unglaublich schwer mit jeglichen Veränderungen. Wenn auch nur eine Kleinigkeit anders ist, ist es für sie oft eine gänzlich neue Situation.

    Und wenn sich im Alter, z.B. durch eine verschlechterte Sehleistung, die gesamte Wahrnehmung der Umwelt verändert, dann kann ein Hund mit Deprivationsschäden das eben nicht wie viele andere Hunde relativ gut durch Riechen, Hören & Co. kompensieren, sondern erlebt alles als komplett neu und beängstigend, einfach weil es anders als zuvor ist.

    Und wenn dann eine Demenz das dank der Deprivationsschäden ohnehin schon unzureichend ausgebildete neuronale Netzwerk noch zusätzlich angreift, fehlt dem Hund jede Möglichkeit, mit so einer Veränderung umzugehen. Mit fortschreitendem Verfall wird der Hund noch weniger anpassungsfähig, kann noch weniger flexibel auf Veränderungen reagieren, kann noch schlechter Verknüpfen, hat noch eingeschränktere Problemlösekompetenzen und kann sein Stresssystem noch weniger regulieren.

    Das kann einfach eine ganz schlimme Kombination sein. Für den Hund und auch für sein Umfeld. Und eine Situation, in der man ggf. anders denken muss als andere Leute mit Senioren-Hunden.

    Wenn dein Hund Deprivationsschäden hat, dann würde ich in deiner Situation explizit auf das bauen, was er gut kennt. Nichts Neues, weder neue Menschen noch neue Orte oder neue Routinen. Baue auf das, was ihm noch irgendwie bekannt vorkommen und ihm dadurch Sicherheit vermitteln könnte.

    Hat er Zuhause denn einen Safe Space? Einen Lieblings-Liegeplatz oder sowas? Dann wäre eine Idee, den z.B. durch ein Gitter abzutrennen, wenn er allein bleibt, sodass der Hund zwar einen kleineren, aber dafür gut bekannten Rückzugsort hat.

    Alternativ oder zusätzlich kannst du auch probieren, über Gerüche zu arbeiten und ihm zum Beispiel etwas dazulassen, was nach dir riecht.

    Du könntest auch mal unterstützend Adaptil ausprobieren. Meinen eigenen Hund stresst das eher, weils im Endeffekt halt auch „neu“ und „anders“ ist, aber einen Versuch ist es vielleicht wert.

    Darüber hinaus würde ich persönlich auch nicht zögern, medikamentöse Unterstützung in Form von Angstlösern zu nutzen. Ganz ehrlich, bei einem Hund in dem Alter wären mir die Nebenwirkungen auf die Organe ziemlich egal. Im Zweifelsfall würde ich persönlich meinem Hund lieber noch ein paar möglichst stressfreie Monate wünschen, als dass er sich da jahrelang dauergestresst durchquälen müsste. Aber das ist eine ganz individuelle Entscheidung, die jeder für sich und seinen Hund selbst treffen muss.

  • Hallo Schäferterrier danke für deinen Kommentar. Rocky ist bei Suchtkranken, sehr reizarm aufgewachsen. Ich kannte auch seine Mutter, die war ebenfalls verhaltensauffällig und hat bei den selben Leuten, in meiner Nachbarschaft, gewohnt.


    Meine Hundetrainerin hat auch schon mal von Deprivationsschäden gesprochen. Bisher habe ich das auch alles gut managen können, aber jetzt weiß ich auch nicht mehr weiter… Ich probiere die gegebenen Tipps trotzdem aus🙏🏼

    Er fühlt sich im Badezimmer am sichersten, deshalb hab ich sein Bett immer da reingestellt. Ich kann mal versuchen, das abzutrennen. Will ja sowieso eine Kamera aufstellen und dann mal gucken.

  • Die Untersuchungen und das Blutbild sind ganz schön lange her. Vielleicht hat Dein Hund gerade einen großen schmerzhaften Milztumor oder ähnliches. Ich würde dringend ordentliche Diagnostik machen.

  • Da wurde zusätzlich eine 11mm große Veränderung auf der Milz entdeckt. Von einer OP wurde mir von zwei Tierärzten abgeraten, die meinen Hund gut kennen. Zum einen, weil schon ‚zu viel los ist‘ auf den Organen und wegen der Umstände.

    11 mm sind schon nicht wenig für eine "Veränderung"...
    Es geht nicht darum, dass man da jeden Monat drauf schaut, sondern vielleicht alle 3-6 Monate. Aber...

    Könnte zb sein, dass die Veränderung der Milz mittlerweile größer geworden ist (letzter Ultraschall war ja Sommer 25)

    ... der letzte US ist 6+ Monate her. In der Zeit können die 11 mm ordentlich gewachsen sein, was mich zur nächsten Sache bringt.

    Vielleicht hat Dein Hund gerade einen großen schmerzhaften Milztumor oder ähnliches

    Genau DAS war auch mein Gedanke.

    Ich weiß, dass eure Lage schwierig ist und Rocky für jeden Tierarztbesuch sediert werden muss. Ich weiß auch, dass das letzte Blutbild lt. deinen Tierärzten unauffällig war. Aber da kommt's drauf an: was für ein Blutbild war es, welche Werte wurden geprüft, wurden u. A. auch Tumormarker gecheckt?
    Selbst wenn - manche Tumore sieht man im Blutbild gar nicht. Und wenn doch, dann ist's häufig schon 5 nach 12.

    Ja, natürlich können wir nicht sicher wissen, ob's ein Milztumor ist - aber gerade deshalb würde ICH trotz aller Umstände auf einen erneuten Abdomenultraschall bestehen. Einfach um zu wissen, was Sache ist. Klar, Sedierungen und Narkosen können eine bestehende Demenz verschlimmern, aber da bin ich jetzt mal pragmatisch - kann's denn aktuell überhaupt noch schlimmer werden?

    Edit: ich möchte noch ergänzen, dass Milztumore im schlimmsten Fall auch platzen können. Heißt: dann kommt's zu inneren Blutungen. Alleine schon deshalb wüsste ich persönlich gerne, was in meinem Hund so vor sich geht. Erst recht wenn bekannt ist, dass die Milz verändert ist.

  • flying-paws Ich muss Rocky für jede Behandlung sedieren lassen. Da er erst letzten Monat wegen etwas anderem in Sedierung lag, würde ich das jetzt nur machen, wenn irgendwas auf einem großen Milztumor hindeuten würde - was es nicht tut. Er hat keine Bauchschmerzen, Kot normal, er frisst, kein dicker Bauch. Außerdem habe ich mit dem Tierarzt besprochen, das jedes Jahr (also wieder Juli) abchecken zu lassen - wegen der andauernden Sedierung. Die Symptome sind mir bekannt, falls sich etwas verschlimmert sollte. Das nicht mehr alleine bleiben können, hat damit höchstwahrscheinlich eher nichts zu tun.

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