Hilfe! Alter Hund bleibt nicht mehr alleine

  • Es tat ihr halt sehr weh, der Hund war körperlich sonst wirklich fit.

    Das war beim allerersten Familienhund bei uns auch der Fall. Und ich finde auch im Rückblick das fortgeschrittene Demenz die schwierigste Indikation fürs Einschläfern lassen ist. Das sind blöde Entscheidungen.

  • Ich habe derzeit ein ähnliches Thema mit meinem Hund

    Diese ist im Frühjahr letztes Jahr erblindet und seitdem wird das alleine bleiben und erst Recht das Fremdbetreuern zunehmend schwieriger.

    Eine gute Lösung habe ich auch nicht.

    Ich möchte dir nur sagen dass die Leute die hier bestimmte gesundheitliche Untersuchungen vorschlagen nicht denken dass du nie zum Tierarzt gehst.

    Wir alle oder zumindest viele von uns haben aber schon die Erfahrung gemacht dass man manches beim Tierarzt gezielt ansprechen und auch einfordern muss. Und manchmal ist man einfach betriebsblind und denkt an manche möglichen Zusammenhänge einfach nicht.

    Deshalb Frage ich auch habt ihr mal die Augen bzw das Sehvermögen checken lassen. Hunde können schleichend zunehmende Erblindung erstaunlich lange kompensieren, gerade in den eigenen 4 Wänden und es würde erklären warum dein Hund überall außer den eigenen 4 Wänden so gestresst ist.

    Ansonsten kann man die Variante mit getragener Kleidung von dir auch ohne Box testen, das kann teilweise helfen.

    Alternativ kann vielleicht eine Option sein den Hund mit auf die Arbeit zu nehmen und dort in eine (am besten schon bekannte) Box in deinem Büro zu packen?

    Dann wäre er bei dir aber nicht ganz so gestresst wenn er in für ihn bekannter Umgebung ist.

    Beim Thema Maulkorb gibt es große Unterschiede

    Ein gut sitzender Drahtmaulkorb sollte dem Hund auch das hecheln und gähnen ermöglichen und deshalb nicht stark einschränken.

    Auch trinken und Leckerlis vom Boden aufnehmen sollte damit möglich sein

  • Beim Thema Kamera gibt es übrigens auch ganz einfache Lösungen. Z.b. ein altes Smartphone oder ein Laptop in einer Ecke aufstellen und ein Videotelefonat starten.

    Das reicht um erstmal zu sehen was der Hund macht und ob die Anschuldigungen wahr sind

  • Sunshinelady Danke, für deinen Kommentar🙏🏼

    Ich warte derzeit auf den Rückruf meines Tierarztes und wollte auch mal nach Medikamenten fragen.

    Über die Lebensqualität mache ich mir natürlich auch Gedanken…😔

  • Mal blöd gefragt ... du sprichst von "Veränderungen" bei Galle und Leber. Wie genau und wann wurden diese Veränderungen zuletzt untersucht? Wurde da mal ein Ultraschall gemacht? Ich weiß, dass man sowas aufm Röntgen erkennen kann, aber bei Weichteilveränderungen würd ich grundsätzlich auf einen US zur genauen Abklärung setzen.

    Und wenn du seit einer Woche auf den Rückruf deines Tierarztes wartest, dann würde ich persönlich gleich morgen die Initiative ergreifen und den TA selbst anrufen. Ich kenn das ja selber, dass einem ein Rückruf versprochen wird, man wartet und wartet und es kommt nix, man ruft dann an... "Entschuldigung, das ging unter, hier sind die Ergebnisse XYZ". Soll jetzt kein Vorwurf oder ne Unterstellung sein, nicht falsch verstehen =)

    Ja, ansonsten, es ist halt ne schwierige Situation. Ich kanns in Teilen nachvollziehen; ich hab hier ja auch einen gefährlichen und mehr oder weniger maulkorbpflichtigen Hund sitzen. Aber man muss auch ehrlich mit sich selbst sein ... super viele Optionen bleiben dir nicht. Betreuung zuhause fällt raus. Betreuung woanders fällt raus. Mitnehmen zur Arbeit ist schwierig. Schmerzmedikamente schlagen (scheinbar) nicht an. Da könnte man unter Umständen noch mal ansetzen und eine andere Art Schmerzmittel probieren. Vielleicht auch angstlösende Medikamente, wie hier schon mal vorgeschlagen wurde. Eventuell ist da der Besuch eines Verhaltenstierarztes ne gute Idee, weil die sich - wie der Name schon sagt - aufs Verhalten bzw. auf Verhaltensauffälligkeiten spezialisiert haben. Die meisten (Haus-)Tierärzte, so kompetent sie auch sein mögen, haben da häufig leider nicht soo sehr die Kompetenz.

    Wenn alles nichts hilft, dann ist's dem Hund gegenüber wahrscheinlich am fairsten, ihn gehen zu lassen. Auch wenn's ihm körperlich für sein Alter noch gut gehen mag - ein Leben mit starker Demenz, gerade wenn's den Hund so stresst, ist auch nicht (mehr) schön...

  • Egal wie du es löst, der Hund ist ja von Grund auf gestresst aktuell, da braucht es Unterstützung.

    Und dann muss man auf die Lebensqualität achten.

    Da möchte ich mich Sunshinelady anschliessen.

    Wenn das mein Hund wäre, so würde ich sehr stark auf die Lebensqualität achten... wenn diese nicht mehr gegeben ist und durch keine Medikamente verbessert werden kann, würde ich ihn gehen lassen.

    Ich würde zuerst mal konsequent weiterhin täglich Schmerz-Medikamente geben, egal, ob diese ihm schaden auf lange Sicht oder nicht. Er steht am Ende seines Lebens mit bald 15 Jahren, aber dieses Ende soll ihm noch so erträglich und schmerzarm wie möglich gestaltet werden.

    Zweitens würde ich den Tierarzt ganz dringend auf Psycho-Pharmaka ansprechen, damit ihm seine Ängste genommen werden können (wenn überhaupt möglich). Ob er zusätzlich noch blind und evtl. taub ist/wird, ist dabei höchstens eine Erklärung für seine Verhaltensänderungen, kann aber nicht durch medizinische Massnahmen geändert werden. Solche Einschränkungen in seinen Sinnen kommen einfach noch erschwerend mit hinzu zu all den andern Problemen.

    Ein Hund, der unter Dauerstress leidet und es keine medikamentöse oder organisatorische Lösung gibt, sollte nicht wochen-/monatelang in diesem Zustand gelassen werden. Ich weiss, dass Du alles versuchst, um ihm zu helfen, aber irgendwo sind halt einfach die Grenzen des Machbaren erreicht.

    Es tut mir sehr leid, dass Du und Dein Hund in solch einer fast ausweglosen Situation stecken und hoffe, dass Du so rasch wie möglich eine gute Lösung findest, egal, wie diese aussieht. Alles Gute!

  • Dornenrose Rocky hat seit 2024 trübe Linsen, habe ich damals beim ersten Ultraschall alles mit angesagt. Mittlerweile habe ich aber das Gefühl, er sieht noch schlechter. Meine Hundetrainerin meinte auch , dass das an den nachlassenden Sinnen liegen kann, wenn ein alter Hund nicht mehr alleine bleiben kann. Zumal er ja auch von Anfang an ein unsicherer Hund war und sich das nach seiner medizinisch notwendigen Kastration 2022, verschlimmert hat.

    Darf ich mal fragen, wie du dass mit deinem Hund handhabst?

  • @kapartenköter Im Juli 2024 wurde ein US vom Bauchraum gemacht. Dort waren dann Schatten auf Galle und Leber zu sehen - Blutbild war aber top. Mein Tierarzt meinte, es muss nach einer Zeit kontrolliert werden. Mein Hund muss aber IMMER sediert werden, um untersucht werden zu können, deshalb kann ich nicht jeden Monat hinfahren (Ausnahme Notfall). Der letzte US war im Juli 2025. Da wurde zusätzlich eine 11mm große Veränderung auf der Milz entdeckt. Von einer OP wurde mir von zwei Tierärzten abgeraten, die meinen Hund gut kennen. Zum einen, weil schon ‚zu viel los ist‘ auf den Organen und wegen der Umstände.

    Ich fahre immer in eine Tierklinik und hab letzte Woche zweimal angerufen. Ich wollte über die aktuelle Veränderung und evtl. Medikamente reden.

    Danke für deinen Kommentar🙏🏼

  • Bei mir ist die Situation einfacher zu managen, weil wir zu zweit sind und flexible Arbeitszeiten haben, so dass wir uns anpassen können um die Allein Leib-Zeit so kurz wie möglich zu halten. Zusätzlich arbeite ich teilweise im Home-Office.

    Im Auto warten klappt bei meinem Hund ganz gut, also nehme ich ihn häufig mit und lasse ihn im Auto, wenn die Temperaturen es möglich machen.

    Mein Hund kann auch noch eine gewisse Zeit alleine bleiben, auch wenn es schwieriger geworden ist.

    Aber es gibt eben auch einfach Situationen die schwierig sind und für die ich ehrlich gesagt auch noch keine Lösung habe.

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