Hilfe! Alter Hund bleibt nicht mehr alleine

  • Meine Münsterländerhündin konnte mit 17 Jahren und arg dement auch nicht mehr alleine bleiben, lief dann wie gestochen bis zur völligen Erschöpfung herum und suchte mich. Im Auto blieb sie entspannt, aber bei großer Hitze oder Kälte war Mitnehmen keine Option. Ich habe als Versuch eine große Box an die Stelle ihres Körbchen gestellt, die sie auch sofort angenommen hat. Wen ich dann gegangen bin, habe ich den Inhalt meines Wäschekorbes in die Box gekippt (später hatte ich immer große Tücher im Bett liegen, die ich dann verwendet habe), Hund in die Box geschickt, Boxentür zu, Box komplett zugehängt.
    Hund lag in der Wäsche, war fest überzeugt, dass Frauchen da sein muss, und schlief sofort entspannt ein...

    Fuer +/- 8 Stunden? Ich gehe einfach mal davon aus, dass die TE VZ arbeitet..

    Der letzte Sommer ist schon ne Weile her. Ich wuerd den Hund nochmal durchchecken lassen und dann schauen, dass er mitkommen kann. Dann wird dort eben mit MK o.ae. gearbeitet.

    Schnelle Loesungen gibts nicht, gleich 3x nicht, wenn er wirklich 'nur' alt und dement ist. Da muss man dann eben gewisse Dinge umstellen, damit der alte Hund es meistern kann..

  • Ich arbeite in einem sehr hundefreundlichen Beruf (nicht Vollzeit). Ich finde Sätze wie „Da muss man dann eben gewisse Dinge umstellen, damit der alte Hund es meistern kann.“ schwierig, da ich schon seit 11 Jahren mein gesamtes Leben um ihn herum gebaut habe. Wie gesagt , ich kann das Haus gar nicht mehr verlassen, denn ich möchte nicht noch die Kündigung im Briefkasten haben. Ich war erst letzten Monat nochmal beim Tierarzt, wo er geröntgt wurde. Rocky bekommt jegliche medizinische Versorgung, ich barfe ihn usw. Man kann mir definitiv nicht vorwerfen, dass ich nicht alles für ihn tue.

  • Ich arbeite in einem sehr hundefreundlichen Beruf (nicht Vollzeit). Ich finde Sätze wie „Da muss man dann eben gewisse Dinge umstellen, damit der alte Hund es meistern kann.“ schwierig, da ich schon seit 11 Jahren mein gesamtes Leben um ihn herum gebaut habe. Wie gesagt , ich kann das Haus gar nicht mehr verlassen, denn ich möchte nicht noch die Kündigung im Briefkasten haben. Ich war erst letzten Monat nochmal beim Tierarzt, wo er geröntgt wurde. Rocky bekommt jegliche medizinische Versorgung, ich barfe ihn usw. Man kann mir definitiv nicht vorwerfen, dass ich nicht alles für ihn tue.

    Das kannst du gerne schwierig finden. Es aendert nix daran. Du musst was aendern. Wie die Aenderung aussieht, musst du schauen, aber ohne etwas umzustellen, gehts ja nicht mehr. Das merkst du ja grad selber und deswegen fragst du hier :ka: Und es gibt nicht ewig viele Moeglichkeiten die Situation zu aendern.

    Und ja, der (alte) Hund muss das meistern koennen. Wenn (!!) es Demenz ist, sind Ortswechsel ohne Bezugsperson kaum machbar, unabhaengig davon, dass er gefaehrlich ist/war. Ergo faellt Betreuung raus. Box ist nur fuer kurze Zeit ok. Also bleibt quasi nur mitnehmen in die Arbeit und dort alle so schuetzen, dass nix passieren kann und er es in seinem Zustand leisten kann. Ansonsten bleiben nur noch 2 Dinge. Abgabe oder ihn einschlaefern lassen. Das klingt vermutlich sehr hart, ist aber einfach nur sachlich.

  • Wenn es eine einfache Lösung geben würde, hätte ich sie schon gefunden. Rocky ist seit 11 Jahren schwierig und gefährlich, wir standen schon oft vor großen Herausforderungen. Aber wenn er nicht mal bei meiner Mama bleibt - die er kennt, ohne vor Stress fast zu kollabieren, wie soll ich ihm das auf Arbeit antun, mit Publikumsverkehr?


    Murmelchen Natürlich muss der alte Hund das meistern können. Wären mir seine Bedürfnisse egal, würde ich nicht seit einer Woche zuhause sitzen und um Rat fragen😭

  • Frage an das Schwarmwissen: Gibt es ein Medikament oder irgendein Mittel, das dem Hund kurzfristig helfen kann, entspannter mit der Situation umzugehen? Sei es zu Hause oder in Fremdbetreuung? Damit er zur Ruhe kommt, sich nicht hochputscht? Das sich natürlich nicht mit dem Karsivan "beißt"? Ich bin eigentlich auch nicht dafür, sofort mit Medikamenten bei Auffälligkeiten gegenzusteuern, aber hier sehe ich eine Situation, die schnellstes Handeln erfordert, in der man aber auch keine vorschnellen Entscheidungen treffen sollte.

    wenn er nicht mal bei meiner Mama bleibt

    Könnte deine Mutter denn theoretisch auf ihn aufpassen? In deiner Wohnung? Dann wäre er zumindest im vertrauten Umfeld.

  • Sambo71 Das geht leider nicht. Wie ich schon geschrieben habe, kollabiert er schon fast vor Stress, wenn wir meine Mutter mal kurz besuchen, die in der Nähe wohnt und die er seit Tag 1 kennt😭

    Mogeltier Danke🙏🏼 Leider nicht, in meiner Familie arbeiten alle…

  • Ihr Lieben, vielen Dank erstmal für eure Ratschläge! Ich kann verstehen, dass manche so eine Situation nicht nachvollziehen können, insbesondere wenn man selber einen unkomplizierten Hund hat. Rocky hat sich an viele Dinge nie gewöhnt. Zum Beispiel muss er für Tierarzt Besuche sediert werden, obwohl wir 1x wöchentlich hingefahren sind, damit er sich an Personal und Umgebung gewöhnt. Oder der regelmäßige kurze Besuch bei meiner Mama. Es ist jedesmal so, als ob er das erste Mal da ist, obwohl ich total entspannt bleibe und dort auch Dinge von ihm liegen. Dass er jetzt nicht mehr alleine bleiben kann, ist das schlimmste, was passieren konnte…

  • Hier hat keiner geschrieben, dass du nicht genug machst.
    Hier haben nur manche ganz nüchtern die Fakten aufgezeigt und welche Möglichkeiten es gibt. Runtergebrochen bleibt da halt nicht viel über.
    Ich wünsche dir wirklich, dass du irgendeine gangbare Möglichkeit findest, mit der vor allem du letztlich dann auch deinen Frieden machen/ finden kannst.
    Ganz viel Kraft :kleeblatt:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!