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Beiträge von naijra

    Unser heutiger "grosser" Spaziergang war nicht, was ich mir erhofft hatte. Ich war schon mehrfach über Mittag im Hundewald, bis auf einige Jogger - deren Hauptrouten man aber meiden kann - ist da wenig los, und wir hatten entspannte Freilauf-Spaziergänge.


    Heute war das anders. Es hatte ausserordentlich viele hundelose (dafür teils mit Kinderwagen) Spaziergänger da, und auch mehr Hunde als sonst zu dieser Zeit. Vor allem auch mit den lokalen Gebräuchen unvertraute Halter. Der Hundewald ist Freilaufgebiet, hier rechnet man nicht mit Hunden, die Fremdhunde verprügeln wollen. Und wer hier partout mit angeleintem Hund spazieren will, hat mit freilaufenden Tutnixen (die wirklich nix tun) zu rechnen. Die Stammhunde hier ticken so sauber, dass manche Leute quer durch die Stadt anreisen, um ihren Junghunden angemessene Kontakte zu ermöglichen, ohne das übliche Mobbing.


    Tja, leider war heite eine Gruppe Jugendlicher mit recht unleidlichen Hunden da, kaum hatte ich den Zwerg freigelassen. Der giftigste der Hunde wurde dann hochgenommen, was den Zwerg sehr interessant dünkte - dass die andern zwei ihn nicht mochten hat er sehr schnell gecheckt (er ist nicht aufdringlich, wenn die Signale Rot sind), aber Hund auf Arm war für ihn neu. Ich ihn also eingesammelt, dabei seine leichte Welpenleine verloren. Etwas später bemerkt, alles zurück, was die leicht demente Rhian hasst. Leine gefunden, Weg fortgesetzt - und dann realisiert, dass heute eine Schule hier OL abhält: rennende, rufende Kinder kreuz und quer! Da der Zwerg noch im Stadium "alle Menschen sind toll und meine Freunde, unfreundliche gibt es nicht" ist, bedeutete das viel Leinenknast, denn grad auf unseren kleinen Schleichwegen waren die OL-Läufer unterwegs. Statt Dampf abzulassen auf einem entspannten Spazi hat Zwergi also viel Frust geschoben, da Leine viel zu kurz. Damit kann er noch nicht umgehen; wir üben Leinenführigkeit in Minischritten.


    Um allem die Krone aufzusetzen hat Splash dann noch ein Eichhörnchen gebracht. War schon steif, also war Splash nicht für sein Ableben verantwortlich, aber Zwärgli fand das obergeil und wollte unbedingt da ran, während Splash das keinenfalls mit Zwärgli teilen mochte Ihn zum ausgeben zu bewegen, während Zwärgli an meiner anderen Hand tobte, war nicht ganz einfach....:igitt:


    Nicht das, was ich mir vorgestellt hatte als Vorbereitung darauf, dass Zwärgli den ganzen Abend im Auto verbringen musste, da er noch nicht lange genug in der Wohnung einhalten kann beim Alleinsein. Er scheint sich aber leidlich in sein Schicksal gefügt zu haben; immerhin gab es keine Reklamationen wegen Gejaule. Ich hab ihn zwischendurch Gassi führen können, das war auch nötig.


    Und der eben erst gekaufte Pulli ist natürlich bereits zu klein.....:muede:

    Sagt mal, ihr Spanielleutesmiling-dog-face-w-open-mouth-closed-eyes, kennt ihr einen Boykin Spaniel?


    Ist uns ein Jäger am See über den Weg gelaufen. Ein schokofarbiger, schlanker, lustiger Bub war das.


    Ich hatte von der Rasse noch nie gehört und auch noch nie gesehen. Ist angeblich sogar der Staatshund von South Carolina.

    Kennen nicht, aber ich weiss davon. Ist AKC anerkannt, aber nicht FCI. Ob und wieviel Spaniel da drin ist, weiss niemand, da er wohl auf lokale Dorfhunde zurückgeht. Er ähnelt für mich recht stark dem (anerkannten) American Water Spaniel. DEN habe ich zumindest schonmal gesehen...

    Ändert für mich nichts daran, daß auch der gelegentliche Verlust einiger Tiere normal ist und für sich genommen kein Problem, sondern der Lauf der Dinge.

    Ich könnte jetzt wieder auf Taubenzüchter, Fischzüchter, die meisten anderen Regionen dieser Welt verweisen, aber ich spar es mir. :)

    Das heisst, du bist daür, dass Tierhalter, die ihre Tiere NICHT als Wolfsfutter betrachten, dann ohne weitere Rücksprachen mit Behörden angreifende Wölfe abschiessen dürfen? Das wäre auf jeden Fall mal ein echter Fortschritt! Denn es ist ja total normal, und ein Teil des Deals mit domestizierten Tieren, dass der Mensch sie schützt. Und wie du sagst ist der gelegentliche Verlust einiger Tiere (Wölfe) völlig normal - ist halt ihr Berufsrisiko, wenn sie sich an Tieren unter menschlichem Schutz vergreifen.


    So hat das überJahrhunderte funktioniert, und funktioniert noch an vielen Orten.

    Also ich habe mich ja total in die Pudel und in die Wasserhunde verliebt (muss da erst die Unterschiede zwischen den Spaniern, Italienern und Portugiesen rausfinden), also wenn irgendjemand noch Infos/Links usw zu den Rassen hat, gerne her damit :cuinlove:

    Hast du auch die Wasserspaniels auf dem Schirm, insbesondere den Irish Water Spaniel? Sind tolle Hunde, werden in GB als Retriever geführt und eingesetzt.

    Was ist eigentlich der genaue Unterschied zwischen Welsh und English Springer Spaniel? Charakterlich etc Vielleicht kannst du es mir erklären?

    Ich tu's in den Spoiler, weil es etwas OT ist.

    Mit Schonung hat das meiner Meinung nach wenig zu tun. Kommt ja auch auf das Alter des Hundes an und natürlich auch auf die Rasse und den individuellen Charakter.

    Das denke ich auch. Rhian kam mit 18 Wochen zu mir, war natürlich sehr bewegungsfreudig und rasant (habe sie nicht ohne Grund meine Pocket Rocket genannt), aber sie hatte schon immer so eine innere Mitte, durch die sie zur Ruhe gefunden hat. Ich habe recht viel mit ihr unternommen, aber keine gezielte oder forcierte Ausbildung betrieben. Splash war ganz anders. Kam mit 9 Wochen, und nach kurzer Zeit war klar, dass das ein extrem reizoffener Arbeits- und Jagdgeier ist ohne eingebaute Selbstregulierung. Entsprechen vorsichtig war ich mit seinem Programm, nur Freilauf in der Natur hat er recht viel bekommen, alles andere war stark reduziert. Und ab 5, 6 Monaten war auch der Freilauf oft durch 15 m Schlepp ersetzt, wegen der jagdlichen Ambitionen. Aber es war mir immer wichtig, dass er die Möglichkeit hat, auch körperlich Dampf abzulassen. Es war immer ein Balanceakt zwischen genügend relativ entspannter Bewegung und zuviel mentalem Input, was ihn überdrehen liess.


    Und jetzt habe ich hier den 3. Welshie sitzen, bzw. rumwuseln. Und es dürfte wieder anders aussehen in der Junghundezeit. Er ist heute 16 Wochen alt, aktiv, selbstsicher und erkundungsfreudig. Und doch deutlich geerdeter als Splash es war. Er wird mehr Input verarbeiten können als Splash, da bin ich ziemlich sicher. Tut er jetzt schon - er kommt mit, wenn ich Trailgruppen coache, sieht sich die immer neuen Umgebungen an und ist eine echt coole Socke dabei.

    Ja, so Teststäbchen können nützlich sein, hab jetzt auch welche. Allerdings ist bei den für Menschen konzipierten grad das Feld für Leukos mit sehr viel Vorbehalt zu geniessen - das schlägt oft an, obwohl der Hund gesund ist. Ich konzentrier mich da eher auf Blut und Nitrit.

    Kann man nicht einfach mal akzeptieren, dass es Leute gibt, die ihre (Riesen)hunde weder im Bett noch auf der Couch haben wollen? Und dass es keine Grausamkeit ist, wenn der Welpe NEBEN dem Bett/Couch schläft?


    Wenn ich den Welpen nicht auf dem Bett/der Couch will, dann muss ich das verbieten, bzw. verhindern. Ist zugegebenermassen einfacher mit Welpen, die zumindest die ersten Tage, bzw. Nächte noch nicht selbständig hoch kommen. Unter Umständen muss mit einigen schlafarmen Nächten gerechnet werden.

    Mir hat kürzlich ein Biologe und Schäfer (Gerd Leder) erzählt, dass Altdeutsche Hütehunde wie Strobel, Harzer Fuchs und Co. ihr Leben lang nur Getreide mit Wasser bekommen. Also von Welpe an nur Wasser und aufgeweichte Haferflocken oder Brot/Teigreste. Wenn dann Mal Lammzeit ist, kriegen sie auch Nachgeburten, aber jeweils nur für eine kurze Zeit.


    Die Welpen und Junghunde dieser Rasse würden nicht Calzium, Protein oder Fett/Fettsäuren in einer bestimmten Menge benötigen. Brot bzw. Getreideflocken wären alles was diese Hunde lebenslang brauchen.


    Ich kann mir das so gar nicht vorstellen??

    Dass Hunde - und grad Herden- und Hütehunde früher recht fleischarm ernährt wurden, ist bekannt. Hafer ist protein- und fettreich, daher recht nahrhaft. Es gibt Rezepte für Meutehunde aus dem Mittelalter, die im Wesentlichen auf Porridge basieren. Dass aber Welpen zur Knochen- und Muskelbildung nicht die üblichen Bausteine benötigen würden, gehört ins Märchenreich. Die, die nicht genug bekamen, waren verkrüppelt, Kümmerlinge, starben früh oder wurden als unbrauchbar entsorgt. Es gibt keine Studien darüber, bei wievielen Junghunden ein Calciummangel zu Skelettschäden geführt hat.


    Vieles kann ein Hund kompensieren, der hauptsächlich draussen lebt, über Kleingetier, Insekten, Würmer, Dung, Kadaverteile. Da hat niemand Pfui geschrieen, nimm bloss nichts auf draussen! Aber die Ausfallquote dürfte sehr hoch gewesen sein.

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