ANZEIGE

Beiträge von naijra

    Die Welpen sollen jedoch mit G anfangen.

    Das ist doch nur der Zuchtbuchname, der dann in der Ahnentafel steht. Den musst du nicht im Alltag verwenden, der muss nicht besonders toll sein. Rufen kannst du den Hund wie du willst.


    Meine Hunde sind beide aus X - Würfen, heissen laut Zuchtbuch Xella und Xenophon. Keiner von beiden würde das als seinen Namen erkennen, die haben im Alltag andere Namen, eben Rufnamen. Wenn du also nix schönes mit G findest, ruf den Hund mit deinem Traumnamen.

    Sowas mach ich gern mit den tollsten Leckereien und Spielzeugen und Lieblingshunden und Menschen.


    Kommt vor ihren Augen da rein - wenn sie hinwill darf sie nicht. Klappe zu, Auto fährt. Schaaaade.

    Auto kommt wieder. Das nächste Tolle geht rein. Will sie hin, darf sie nicht (sanft, sie soll nur Frust kriegen) - und so weiter und so fort. Irgendwann wirds. Dauert meist (wenn man da richtig ätschibätschi macht und ein Gefühl hat, wie man den Hund der immer ein Stück ran darf, aber dann eben doch wieder nicht) gar nicht lang.

    Cooler Ansatz, aber ich sehe nicht, wie es für eine Einzelperson zu machen ist. Mal kriegt man sicher einen Helfer, der as Auto wegfährt, aber für mehrere Tage oder gar Wochen wird das schwierig.


    Aber das Prinzip gefällt mir sehr gut! :gut: Meine Trailkollegin hat grad dasselbe Problem mit ihrem Junghund.

    Supertoller Thread, danke dafür!:gut:


    Werde die nächsten Tage mal einige Bilder raussuchen.... Aufgefallen ist mir bisher, wie extrem steil in der Schulter einige LZ-Hunde doch sind (Dobermann, DK). Hätte ich so nicht erwartet... Wobei mir das eine oder andere Bild etwas überspannt gestellt vorkommt, was die Schulter steiler aussehen lassen kann.


    Ich finde es toll, dass auch Bilder von Arbeitslinien eingestellt werden. Hoffe, es kommen noch einige Vergleichsbilder von Retrievern und anderen Gundogs...

    Herzlichen Glückwunsch zu dem Neuzugang - was ist es denn für einer?

    Aber ein Problem sind plötzliche laute Geräusche, zB Rollläden, die heruntergelassen werden, führt zu großer Angst . Heutiges Erlebnis noch blöder, relativ nah ist ein Hubschrauber gestartet und über uns geflogen, Hund totale Panik, war zum Glück angeleint, wär sonst blindlings geflohen Richtung Heimat.

    Leider ist der erste Impuls nicht zu mir, wahrscheinlich ist die Bindung nach der kurzen Zeit nicht stark genug nehme ich an...? Da ich Angst hatte, dass er sich evtl aus dem Geschirr befreien könnte, habe ich ihn in dieser Situation auf den Arm genommen , nicht getröstet, sondern dabei mit gelassener Stimme gesagt „ja, das ist ein Hubschrauber bla...“.

    So ein Hubschrauberstart hätte wohl jeden Welpen (und manchen erwachsenen Hund) verängstigt - das ist einfach blöd gelaufen. Bezüglich hochheben/trösten hast du ja schon alle relevanten Infos gekriegt. Ich finde, du hast gut reagiert.


    Bezüglich Geräuschangst generell: das ist nicht unnormal, und manche Hunde sind diesbezüglich genetisch bedingt empfindlicher als andere. Aber viel hängt auch von den Erfahrungen ab, die der Welpe bereits gemacht hat: ob der Züchter sehr ruhig gewohnt hat, welche Geräuschkulisse die Kleinen da bereits kennengelernt haben. Habt ihr selber einen eher ruhigen Haushalt mit Schallschutzfenstern und wenig Geräuschen in der Wohnung? Ich habe es selber gern ruhig, aber wenn ich einen Welpen habe, sorge ich für sporadischen Lärm. Natürlich nicht so, dass der Welpe ständig verschreckt wird, aber Geräusche können passieren, und ich quittiere die immer fröhlich, ohne aber ein grossers Tamtam drum zu machen. Es ist einfach etwas weniger ruhig, als ich das normalerweise gern habe.


    Mit 10 Wochen kann man mit einem eigentlich neugierigen Welpen gern mal kleine Erkundungsgänge machen. Wald mit wenig Publikumsverkehr ist ideal. Ich halte wenig von dem Trend, Welpen nach der Übernahme wochenlang unter der Glaskugel von Wohnung und Minigarten zu halten. Das ist so unsinnig wie ein völlig überzogenes "Sozialisierungsprogramm", bei dem täglich irgendwelche neuen Erfahrungen einer Liste abgearbeitet werden. War vor einigen Jahren recht "in", nun haben wir vermutlich den gegenteiligen Pendelausschlag....


    Wo die Glaskugel ihre Berechtigung hat, ist bei Welpen mit sehr schlechten Startvoraussetzungen (was leider auch zunehmend vorzukommen scheint). Also Welpen aus wesensschwachen Elterntieren, insbesondere von ängstlichen Müttern, und solche aus reizarmer Aufzucht (oder gar die Kombination von beidem!). Diesen Welpen mangelt es an vielem, da muss man deutlich vorsichtiger sein. Habe ich persönlich keine Erfahrung damit - bisher hat hier noch jeder Welpe im geschützten Rahmen mit menschlicher Rückendeckung eifrig die Welt erkundet. Bedingt natürlich, dass der Welpe beim Züchter genügend auf den Menschen sozialisiert wurde.


    Individuelle Bindung kann bei einem Welpen von 10 Wochen noch nicht vorhanden sein. Erst erfolgt die Sozialisierung auf die Spezies, individuelle Exemplare kommen später. Wenn ein junger Welpe sich also beim Welt erkunden zu weit entfernt, und dann einfach den nächstbesten fremden Menschen nachläuft, hat das nix mit mangelnder Bindung oder fehlendem Folgetrieb zu tun, sondern ist schlicht ein Zeugnis dafür, dass der Zwerg vom Züchter gut auf die Spezies Mensch sozialisiert wurde!

    Ich habe jetzt jedenfalls gelernt, dass der Folgetrieb auch wenig bis gar nicht ausgeprägt sein kann - das wusste ich nicht. Als ich die Fellnase dort abgesetzt hatte, war mir irgendwie schon klar, dass das wohl nicht funktionieren würde. Alles andere war zu spannend, das erleben wir - wenn auch ein wenig abgeschwächter - teils schon im Garten.


    Ich hätte jetzt aus deinem Eingangspost eine etwas andere Folgerung gezogen. Dass euer Welpe bisher wenig an Outoor-Ausflügen kennenlernen durfte und daher völlig überwältigt ist. Und dass man dem Hundekind keinerlei Zeit gelassen hat, sich erst mal die Umgebung anzuschauen, sondern sofort ein Programm absolvieren wollte. Was dann nicht wie im Buch funktioniert hat.


    Das bedeutet nicht, dass euer Welpe keinen sog. Folgetrieb hat, es illustriert eher wie unklar diese Trieb-Begriffe doch sind. Der Welpe ist bei der Abholung auch wenn diese schon mit 8 Wochen erfolgt kein rein triebgesteuertes Wesen, sondern ein Produkt aus genetischer Veranlagung und Erfahrung. Und zu beidem hat der Züchter sehr viel gesteuert.



    Ich habe den dritten Hund und nur der Zweite hatte einen ausgeprägten Folgetrieb. Der konnte nirgendwo alleine ruhen, ist mir nachgelatscht und hat beim Kochen auf meinen Füßen geschlafen, fand ich nicht so toll.

    Das war auch ein Hund, der quasi immer auf mich bezogen blieb, eine Person.

    Ich fand das nicht so schön, aber das war sein Ding.

    Das hat wenig mit dem sog. Folgetrieb zu tun. Alle meine Welpen (alle gut auf Menschen generell sozialisiert vom Züchter) haben Folgetrieb gezeigt, ebenso wie aktives (teils sehr aktives!) Erkunungsverhalten. Die Spaniels waren dabei auch hochgradig ablenkbar durch Umweltreize. Geht beides, gibt interessante Kombinationen!


    Mein Rüde ist ein sehr eigenständiger Hund. Hatte deutlichen Folgetrieb als Welpe, findet noch immer alle Menschen toll, die ihm nix Böses wollen. Der hat wie jeder Welpe bisher ganz von alleine gelernt, dass er mir nicht von Zimmer zu Zimmer nachlaufen muss.


    Wenn du deinen Hund dazu erzogen hast, beim Kochen auf deinen Füssen zu schlafen, dann hast du dir das ganz alleine zuzuschreiben. Schieb bitte nicht die Schuld auf den Hund, DU hast ihm das erlaubt!

    Das Rezept wäre eigentlich einfach: hör auf, dir diese wilden Spekulationen reinzuziehen! Die Antwort findet sich nicht da! Aber auf eine Antwort der untersuchenden Stellen zu warten ist wohl zu langweilig, drum beteiligt man sich lieber an der Gerüchteküche und füttert die fleissig weiter....

    Nun ist es doch wahr, aber verstorben ist der Hund an einer Darmverdrehung.

    Was genau ist wahr: dass der Hund an einer Darmverdrehung verstarb, oder an der "norwegischen Erkrankung"? Letzteres wäre wohl rein spekulativ, da man meines Wissens immer noch nicht sicher weiss, woran genau diese Hunde verstorben sind, und ob es bei allen dieselbe Ursache war.


    Diese wilden Spekulationen sind leider typisch dafür, was Laien mit sparsam-korrekten wissenschaftlichen Informationen alles anstellen, obwohl diese noch keine halbwegs sicheren Schlüsse zulassen. Fängt bei der Presse an, und geht hier munter weiter....

    Danke Themis für dieses Posting! Es ist genau wie du sagst: in vielen dieser "Kontrollfreak-Diagnosen" schwingt noch die verartelte Dominanztheorie mit! Es wird zwar zugestanden, dass der Hund mit der Kontrolle überfordert sei, aber die wortwahl entlarvt es: " Kontrolle", nicht "Interesse am Tun des Sozialpartners" wird es genannt!


    Mir ist noch jeder Welpe hinterhergetappert. Mein Gott, er ist von mir komplett abhängig für Futter, Sozialkontakt, sicheren Schlafplatz, kurz, sein Überleben - natürlich möchte er wissen was ich tue und wie ich ticke! Gibt sich normalerweise von selber, wenn ich mich für den Welpen als vertrauenswürdig herausstelle.

    Cauda Equina Kompressionssyndrom ist leider doch wesentlich komplexer, weil ein Krankheitskomplex.


    Verschiedene Ursachen machen die selben Probleme. Übergangswirbel sind ein Risikofaktor. Aber kein zwingender Auslöser.


    Im Prinzip muss man grad bei größeren Rassen immer irgendwie damit rechnen.


    Hunde, die schnell beschleunigen, viel springen, mehr Gewicht mitbringen, eine biomechanisch ungünstige Winkelung von Kruppe oder Hinterhand haben, haben einfach aufgrund der Tatsache, dass da enorme Kräfte im Lumbosakralbereich wirken, ein zusätzliches Risiko für Verschleiß.


    "Cauda Equina" ist oft (aber nicht immer) eine Verschleißbegleiterscheinung und eher Thema bei älteren Hunden. Da sind sie womöglich längst nimmer in der Zucht.

    Es gibt so viele Krankheiten/Befunde, bei denen eine erbliche Komponente allenfalls vermutet wird - wo ziehe ich da die Grenze? Wenn alles, was irgendwo mal als verdächtig erwähnt wurde raus ist - womit züchtet man dann noch? Fängt doch schon bei HD an - deutliche erbliche Komponente ist gesichert, aber der Erbgang selber bleibt weiterhin ungeklärt. Kommt noch die Unsicherheit, bzw Länderabhängigkeit der Auswertung dazu - aber mit HD B bist du in manchen Kreisen schon raus, C ist immer unterirdisch und krank... Dass der Stammbaum dann bald von Cousins und Cousinen nur so wimmelt, ist egal, Hauptsache HD A!


    Ist es besser, einen Deckrüden mit unauffälligem Röntgenbild zu haben, dessen sportliche Betätigungen sich auf den Showring beschränkt haben, oder einen, der stark belastet wurde und daher gewisse Verschleisserscheinungen im Röntgenbild zeigt? Ein Verschweigen auf Nachfrage eines ernstlichen Interessenten würde ich nie gutheissen, aber dass man nicht alles auf die HP stellt oder bei einer unverbindlichen Anfrage gleich erwähnt, kann ich bei der leider auch in Züchterkreisen oft grassierenden üblen Nachrede schon verstehen....

ANZEIGE