Beiträge von naijra

    So, dann werde ich hier in loser Folge berichten, wie es so läuft mit dem Aufbau bei uns. Wir sind ja wie gesagt noch ganz am Anfang, haben noch keinen Zielgeruch verknüpft. Einschlägige Erfahrungen habe ich keine, habe bloss vor Jahren mit Rhian mal einen Trüffelsuchkurs absolviert, was ich spannend fand. Ist dann aber letztlich an Problemen mit der Anzeige (eine recht komplizierte mit Rückverweisen) und mangelndem Interesse meinerseits gescheitert – ich mag eigentlich Trüffel gar nicht…..:fear:

    Für Emrys brauchte ich aus verhaltenstherapeutischen Gründen eine ultimative Nicht-Futter-Belohnung, die eine kleine Suche und Spiel kombiniert. Und genau sowas stand im Zentrum eines ausgeschriebenen Spürhunde-Workshops. Was ich über Suchverhalten und Motivation auf der HP der Trainerin lesen konnte hat mich sehr angesprochen, und auch der Mailkontakt war positiv. Spanielerfahrung ist auch vorhanden, da sie aktuell grad einen pubertierenden Working Springer ausbildet. Also nix wie hin.

    Für Emrys war es ideal, es waren letztlich nur 2 Teams, also fast wie ein Einzelcoaching. Erst mal ein Vortrag über ihre Ausbildungsweise (es gibt wohl wie überall mehrere Ansätze), dann startete die Praxis mit dem Finden der für den individuellen Hund passenden Spielbelohnung. Da war natürlich kreativer Input vom HF gefragt, wir konnten ausprobieren, das hat viel Spass gemacht. Das gemeinsame Spiel wurde dann in einen ritualisierten Kontext gebracht, so dass Anfang und Ende für den Hund klar ersichtlich sind. Sobald der Hund da schön fokussiert ist, kommt dann die Suche nach dem gewählten Lieblingsspieli dazu – erst sichtig, dann kurz ums Eck. Also rituelles Spiel – Suche – rituelle Spielbelohnung – Ende und runterfahren. Die Suche wird dann kleinschrittig ausgebaut.

    Emrys fand den Ort - ein Forstwerkhof – anfangs etwas gruselig, ist aber schnell aufgetaut und hat toll mitgemacht. Nachmittags konnte er in der Maschinenhalle und der Personalgarderobe schon richtige kleine Suchen machen; das Jagdspiel mit seiner Plüschratte hat ihn überzeugt. :bindafür:Ich sollte vorerst aber einige Wochen nur in der Wohnung üben. Was ja auch nicht ohne ist wenn man bedenkt, dass er da nur auf den Eigengeruch des Spielzeugs gehen kann, da es ja überall penetrant nach mir riecht.

    Der andere Hund – ein Dackel – war schon weiter, der hatte schon Zielgerüche konditioniert. Hat aber auch hauptsächlich am Belohnungssystem gearbeitet, da er manchmal lieber seine eigene Agenda verfolgt. Für ihn war dann ein sichtig gerollter Poddington Pod mit Leckerli drin der Hit. Gibt es nun auch mit Plüsch-Oberfläche, und das fand Emrys auch super – er steht auf Fell oder Plüsch! Musste ihm natürlich gleich so ein Teil kaufen…..

    Das war soweit der Workshop, wir hatten seither viel Spass mit Ratte oder Pod suchen in der Wohnung, und beginnen jetzt auch nach draussen zu gehen damit.

    Darf ich mich da reinschleichen? Ich habe zwar schon viel Nasenarbeit mit meinen Hunden gemacht, aber die eigentliche Scent Detection ist Neuland für mich. Habe im Dezember einen Tagesworkshop gemacht und möchte gern dranbleiben, bzw. weiterfahren damit, da es sich im Gegensatz zum Trailen immer und überall machen lässt.

    Ich belohne sie danach mit „fein“ & streichle sie. An Futter bzw Leckerlies ist sie in solchen Momenten leider nicht interessiert.

    Mein Spaniel nimmt in Stresssituationen auch keine Futterbelohnung. Ich habe jetzt ein Jagdspiel aufgebaut, welches auch in höheren Erregungslagen noch als Belohnung empfunden wird. Das braucht aber seine Zeit, ich habe es wochenlang nur drinnen ohne Ablenkung etabliert und bin jetzt dabei, es draussen unter bislang nur mässiger Ablenkung zu verfestigen. Das braucht seine Zeit, einfach nur mit dem Lieblingsspiele wedeln wenn der Jagdhund grad eine Katze im Visier hat wird nix bringen.

    ch würde auch meinen Hund angucken und überlegen, ob er eher einer Spur folgen oder nach einer Geruchsquelle suchen würde. SHS finde ich persönlich sehr viel einfacher im Aufbau, zu lernen und auch eine andere Person einzuweisen.

    Genau, diese Unterscheidung sollte man grundsätzlich machen, und nicht mit beidem gleichzeitig anfangen. Ich habe seinerzeit ganz unbeleckt mit Freiverlorensuche angefangen, weil mir mein damaliger Hund das angeboten hat. Splash hingegen hat mir schon als Welpe gezeigt, wie geil er Spurensuche findet, also sind wir damit gestartet.

    Ok, das ist komplizierter als ich dachte! Ich werde mal versuchen, mich einzulesen.

    MT wäre super für sie, aber da gibt's hier in der Nähe keine Gruppe. Gar nicht wahr: es gibt eine! Möglicherweise wäre das ja was für die Zukunft.

    Es gibt durchaus noch was zwischen Mantrailing und Sportfährte (was mir auch zuwenig Nase und zuviel Gehorsam ist). Scent Trailing lässt sich alleine machen, auf jedem Untergrund, und in der Schwierigkeit beliebig steigern.

    Ich würde gar nicht mit Diskutieren und Sich-Ärgern anfangen. Einfach so gut es geht ausweichen und zügig vorbei - notfalls die Frolic-Taktik anwenden, sollte beim typischen Labbi gut ankommen. Die Welt enthält nun mal etliche Gestalten, die konträre Ansichten und Werte haben; es lohnt sich nicht, sich mit denen herumzustreiten. Du wirst die Dame nicht umerziehen können. Und du brauchst dich nicht vor ihr zu rechtfertigen.