Welcher Hund passt zu mir? Ersthund, Wohnung, wenig Haarverlust

  • Ich seh hier grad garkeinen Hund.

    Weil entweder Haaren die, oder die Größe passt nicht, oder die könnten nach Hund riechen, oder sind zu unruhig, oder zu klein, oder zu groß, oder zu anspruchsvoll, oder gefallen nicht, oder...

  • Kein Hund passt.

  • Ehrlich?

    Ich lese hier nicht, dass die Ansprüche an einen Hund so dermaßen überzogen sind.

    Hier sucht jemand einen eher ruhigen Hund, der keine hohen Ansprüche an Auslastung stellt, d.h. Arbeitsrassen und Gebrauchshunde sind schon mal raus.

    Leben in der Wohnung - HSH sind raus (wären wohl auch wegen der Größe schon raus).

    Es wird ein Hund gesucht, der im Alltag nicht stark hundelt, gut, das kann ja auch ein bischen über die Fütterung gesteuert werden sowie darüber, darauf zu achten, dass der Hund nicht dauerfeucht ist wegen Badeaktivitäten bei jedem Spaziergang. Ich erinnere mich aus meiner Jugendzeit, dass ich einen Deutsch Drahthaar kannte, bei dem die ganze Wohnung nach ihm roch - das muss ich persönlich auch nicht haben.

    Es wird ein Hund gesucht, der eher weniger bis garnicht haart - absolut verständlich, wenn ich mir meine Wohnung anschaue, wobei meine Jungs jetzt auch nicht so übermäßig außerhalb des Fellwechsels haaren.

    Wenn ich mir die Begleithunde anschaue, ist da für mich auch nicht wirklich was dabei.

    Wenn der Eurasier hier als möglicher Kandidat gesehen wird, wie ist es dann mit den Spitzen? Wie sieht es da mit haaren aus?

    Ich würde da durchaus die Spitze bzw. Spitzmixe als Kandidaten sehen. Aber kann da einer der Spitzhalter vielleicht was dazu sagen? Und mal ganz dumm gefragt, wie sieht es mit Nackis aus? (Wären jetzt nicht so meine Wahl, wobei die mit Fell ja auch eine Möglichkeit wären.)

  • Danke für eure vielen Antworten!
    Ich möchte kurz etwas klarstellen, weil es vielleicht falsch rüberkam:
    Ich suche nicht den ‚perfekten‘ Hund und ich sage auch nicht grundsätzlich ‚nein‘ zu bestimmten Rassen. Ich versuche nur herauszufinden, was realistisch zu meinem Alltag passt – und auch, was für den Hund fair wäre.

    Ich lebe in einer Wohnung (50 m², 1. Stock, Stadt), arbeite viel am PC, aber flexibel, und der Hund wäre meistens bei mir – entweder zuhause oder im Büro. Deshalb möchte ich vermeiden, dass ich am Ende einen Hund nehme, der eigentlich ein Haus mit großem Garten oder extrem viel Action bräuchte und sich dann bei mir eher unwohl fühlt.

    Mir geht es also nicht darum, möglichst viele Rassen auszuschließen, sondern ehrlich einzuschätzen, was für beide Seiten gut funktionieren kann.
    Sehr kleine Hunde wie Malteser passen optisch einfach nicht zu mir – das ist keine Wertung, nur persönliche Vorliebe.

    Vom Aussehen her finde ich Beagle, Whippet und Eurasier was ihr erwähnt habt sehr schön. Ich frage mich nur, ob diese Rassen wirklich gut für eine Wohnung geeignet sind, vor allem was Temperament, Lautstärke, Haarverlust und Auslastung angeht. Ich möchte keinen Hund, der zuhause viel bellt oder extrem unruhig ist, aber ein bisschen Temperament ist natürlich völlig okay.

    Spaziergänge, Kopfarbeit und auch sportliche Aktivitäten sind kein Problem – ich möchte nur keinen Hund, der ohne Garten und ohne stundenlange Auslastung unglücklich wäre.

  • Hunde mit Fell verlieren Fell. Alle. Ich hab nen super kurzhaarigen Mischling. Wir saugen und wischen täglich. Trotzdem sind alle Klamotten voll mit Hundehaaren.

    Wie hier schon erwähnt wurde kommst du dann vermutlich nicht um die Rassen mit Haaren (u.a. Pudel) drum rum.

    Zu 100% ausschließen dass der Hund nicht viel bellt und alleine bleiben kann, kannst du bei keiner Rasse.

    Das finde ich wichtig zu bedenken :-)

  • Ich habe aktuell 4 Beagle auf 80qm. Ist zwar ein Haus mit Garten aber egal. Ab und zu ist noch ein fünfter da. Man merkt sie im Haus kaum. Meist pennen die irgendwo. Dreck ist natürlich da. Gerade im Winter. Alle meine Beagle kennen und kannten freilauf. Den gibt es fast täglich im Wald. Wir gehen 1,5-2 Stunden spatzieren. Weniger ist aber auch kein Problem, wenn man z.b. mal krank ist. Ab und zu kommt das Rad zum Einsatz, machen Rally Obedience ( die letzten Monate aber kaum), besuchen Ausstellungen und Greyson übt für die Spurlautprüfung.

    Beagle sind, wenn man sich auf sie einlässt, leichtführig und für jeden Spaß zu haben. Die lernen super schnell und arbeiten gerne mit einem zusammen. Flynn lässt alles stehen und liegen, nur um mit mir was zu machen. Er will lieber stumpf Fuß laufen, während 4 andere Beagle über den Platz toben.

    Beagle sind also keine verfressenden, ignoranten und immer jagenden Monster. Die meisten haben nur nicht die Lust und Ausdauer, sich mit dem Beagle zu befassen. Wenn man das tut und keine Erwartungen hat ist es der beste Hund. Greyson ist jetzt 20 Monate. Läuft frei, geht nicht jagen, obwohl er es schon im Rahmen der Spurlautprüfung erlebt hat, hat mit 15 Monaten sein erstes Rally Obedience Turnier mit voller Punktzahl bestanden obwohl eir krankheitsbeding vllt 20 mal in seinem Leben trainiert haben.

    Wir sind da auch keine Ausnahme.

  • Der Eurasier haart und das kräftig

    Hat ja ähnliches Fell wie mein Hund, und der haart zwar zu Fellwechselzeiten wie der Teufel, aber die restlichen 10 Monate des Jahres hält es sich echt in eng gesteckten Grenzen, finde ich. Bin immer schockiert wenn Freundinnen mit Hunden bei mir sind, wie viele Haare von deren Hunden ich überall finde danach, das ist bei meinem nicht so.

    Aber es ist natürlich weit weg vom nicht haaren von Pudel und co. Nur "und das kräftig" würde ich es nicht nennen, wenn es beim Eurasier vergleichbar ist.

    Ich verstehe aber auch gar nicht, was am haarenden Hund nicht zur Wohnungshaltung passt? Das macht doch null Unterschied, ob ein Hund in ner Wohnung oder im Haus haart?

  • Wenn es nur um das Leben in nem Mehrfamilienhaus geht :

    Wie sehr der Hund haart is da mAn ziemlich egal, die meisten Haare befinden sich in der eigenen Wohnung und landen nicht im Treppenhaus.

    Auch ein aktiverer Hund spricht nicht gegen Wohnungshaltung, denn letztlich findet das Leben ja draußen statt und drinnen ist ja Ruheort.

    Was kontraproduktiv wäre, wenn man bspw nicht grad im EG wohnt, kein Aufzug vorhanden ist und der Hund zu schwer ist, aber da achtet man ja schon auf die Größe. Nen Welpen allerdings muss man die Treppen noch tragen, da summiert sich mit jeder Stufe einfach jedes g mehr erstaunlich. Von daher wäre die Frage wo da konkret die Grenze gezogen wird ? Primär hinsichtlich des Gewichts.

    Ebenfalls schwierig sind sehr bellfreudige Hunde, stark wachtriebige Hunde, und bedingt bis schlecht verträgliche Hunde. Muss nicht heißen dass das nicht klappen kann, aber sowas verkompliziert natürlich.


    Hinsichtlich des Haarens nochmal: Jeder Hund der Haare hat, kann Haare verlieren. Es is nur unterschiedlich viel und unterschiedlicher Art. Gibt übrigens nen einfachen Test an dem ich fest mache ob ein Hund haart oder "nicht". Einfach mit nasser Hand übers Fell fahren - bleiben Haare hängen ja oder nein ? Bei nem Pudel oder Schnauzer bspw bleibt die Hand da frei von Haaren. Macht man das bspw bei nem Dalmatiner oder Labrador, hat man Haare an der Hand. Das wären jetzt aber nur paar Beispiele, tendenziell liegt es weniger an der Rasse, mehr an der Haar-Art und dann kann sich das Fell nochmal nach Individuum etwas unterscheiden. Bei nem stark haarenden Hund kann man die Menge mit entsprechender Fellpflege reduzieren, trotzdem fusselt der dann weiter. Bei nem "nicht haarenden" Hund, verlieren sich ein paar Haare beim Bürsten, in der Bürste, möglicherweise hat man auch mal ganz vereinzelt welche an den Klamotten wenn man den Hund bspw beim TA eng an sich hält, aber es sind so wenige dass man die schlichtweg nicht bemerkt, so dass man den Eindruck hat der Hunf verliere garkeine Haare. Kuschelt man dann bspw als Vergleich kurz nen stark haarenden Hund, sind ratzfatz die Klamotten voll davon. Sog "nicht haarende" Hunde ( da reden wir von Lockenhunden wie bspw Pudel oder Bichon Frise, langhaarigen Rassen ohne Unterwolle wie bspw Malteser oder Havaneser, und Rauhaarrassen die regelmäßig getrimmt werden müssen wie bspw viele Terrier oder Schnauzer ) haben im Gegensatz zu allen anderen Haarvarianten keinen Fellwechsel. Bei den meisten Rassen isses so dass die das ganze Jahr über mehr oder weniger stark Haaren, und zu bestimmten Zeiten im Jahr nochmal besonders stark. Und dann gibt es noch Rassen, die haaren einfach ganzjährig wie hulle. Sind die Haare kurz, bleiben die überall hängen. Sind die eher lang oder hat der Hund ne gewisse Menge an Unterwolle, finden sich eher Wollmäuse in der Wohnung. Ob und inwiefern der Hund tatsächlich stinkt hängt dann in aller Regel von anderen Faktoren ab. Ist der Hund trocken oder nass ? Wie schauts gesundheitlich aus ? Was bekommt der Hund zu fressen und wie gut wird das vertragen? Wird der Hund vernünftig gepflegt oder nicht? Grad wenn viel Unterwolle da ist und der Hund bspw regelmäßig im See badet, wird der einfach eher nach Hund miefen, als bspw ein kleiner Pudel ohne Unterwolle, der regelmäßig mit Shampoo gebadet wird weil er das aus Fellpflegetechnischen Gründen nötig hat. Auch das Alter kann was aus machen. Welpen bspw haben einen typischen Welpengeruch, der verfliegt wenn der Hund erwachsen wird. Ältere Hunde fangen oft an zu müffeln, weil dann eben gern mal gesundheitliche Sachen dazu kommen. Im Regelfall aber, sollte es einem zu denken geben wenn ein Hund stark nach Hund riecht ( wobei man sagen muss dass das natürlich auch nochmal individuelles Empfinden ist).


    Es ist also die Frage, wie wichtig ist es einem wirklich, dass der Hund kaum haart ? Oder kann man auch damit leben dass der Hund eben Haare verliert, man Haare an der Kleidung findet, man evtl regelmäßiger/gründlicher Staub saugen/kehren muss oä ? Kann man da Abstriche machen wenn der Rest passt ?


    Ansonsten gibts bspw noch Fragen wie der Hund an sich vom Wesen her gestrickt sein sollte ?

  • Ich würde da durchaus die Spitze bzw. Spitzmixe als Kandidaten sehen. Aber kann da einer der Spitzhalter vielleicht was dazu sagen?

    Mein Spitz haart schon ordentlich, d.h. ich finde hier in den Zimmerecken, auf dem Sofa, … regelmäßig weiße Hundehaare, und meinen schwarzen Klamotten sieht man auch an, welche Farbe mein Hund hat. Hier wird allerdings nur ca alle 2 Wochen gestaubsaugt, mit häufigerem Putzen sähe das bestimmt anders aus. Spitz-Fell ist nämlich auch relativ problemlos zu entfernen, weil es einfach nur „obendrauf liegenbleibt“ und sich nicht in Stoffe und Teppiche reinbohrt wie das Fell von Kurzhaar-Rassen. Mein Spitz riecht auch kaum „nach Hund“.

    Spitze sind generell aber schon ein Typ Hund, den nicht jeder mag. Wer auf genau diese quirligen, aufmerksamen, witzigen Wächter steht, hat mit einem Spitz einen tollen Begleiter, der viel mitmacht aber keine krasse Auslastung braucht wie ein Arbeitshund. Mein Hund hat im Bekanntenkreis entweder begeisterte Fans, oder Leute, die mich auch nach 4 Jahren noch ungläubig fragen, wie ich es denn mit diesem Hund aushalte.

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