Übernahmevertrag statt Kaufvertrag - Ist das Standard bei Tierschutz-Hund?
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Nicht unbedingt, ich lag bislang bei Beratungsleistungen in der Form häufig bei 300-350€. Aber es dürfte nicht teurer sein als die Erstellung, wo der größte Teil auch die Beratung vor ab war.
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Nicht unbedingt, ich lag bislang bei Beratungsleistungen in der Form häufig bei 300-350€. Aber es dürfte nicht teurer sein als die Erstellung, wo der größte Teil auch die Beratung vor ab war.
Beratung ist etwas anderes als einen Vertrag prüfen. Ein Beratungsgespräch darf nicht mehr als 190€ plus MWST in Deutschland kosten.
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Phonhaus Ich bin da wie du (auch wenn ich erst einmal gucken musste, was EULAs sind :-) ), ICH würde so einen Vertrag auch unterschreiben mit dem Wissen, dass da ne Menge Graubereiche sind. Als wenn ICH den Hund unbedingt haben wollen würde.
Aber ich bin ja in der Situation, dass ich mit Interessent*innen in Kontakt treten werde die dann den Hund kennenlernen wollen. Theoretisch könnte ich mich komplett raushalten und kein Wort zu dem Vertrag verlieren, respektive das alles über den Verein klären lassen. Aber ich bin halt anders gestrickt und möchte, dass Menschen nicht nur den Hund übernehmen mit allen Informationen die ich ihnen geben kann, sondern sie auch vollkommen aufgeklärt den Vertrag unterschreiben.Mehrhund So unterschiedlich sind Menschen :-) Ich empfinde für mich Verträge als durchaus bindend und würde mich da auch gerne daran halten. Aber halt nur, wenn die auch gerichtfest sind. Ansonsten kann man auch Wünsche formulieren.
Aber etwas einen offiziellen Anschein geben obwohl es Bullshit ist mag ich halt in allen Bereichen des Lebens nicht.Tüdeldü Geht ja hauptsächlich um die Frage, ob diese Art der Verträge mittlerweile Standard sind und mein persönliches Problem, dass ich nicht sicher bin, ob ich einen Hund über einen Verein vermitteln möchte, der so einen Vertrag von zukünftigen "Besitzer*innen" unterschrieben haben möchte.
Und wenn in einem Vertrag drinnen steht, dass über einen Umzug der Verein informiert werden muss, man zukünftige Bluttests etc. dem Verein zukommen lassen muss etc., dann ist "hätte mein jeweiliger Hund nie wieder was mit seinem Vermittlungsverein zu tun in seinem Leben." halt keine Entscheidung, sondern die Option auf Stress mit dem Verein.flying-paws Habe mir einige Vorträge damals angehört, dummerweise genau diesen nicht :-) Aber ich lese mir mal die Blogs auf deren Kanzlei Seite durch
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Geht ja hauptsächlich um die Frage, ob diese Art der Verträge mittlerweile Standard sind
Sind sie nicht.
Ich habe vor einem halben Jahr einen Übernahmevertrag unterschrieben. Da steht auch viel Zeug drin, wo man sagen könnte: es ist nicht richtig, einem Käufer vorzuschreiben, wie er mit dem erworbenen Tier umzugehen hat. Aber das meiste davon ist letztlich nur die Ansage: haltet euch ans Tierschutzgesetz, der Rest ist zwar ziemlich sicher nicht durchsetzbar aber durchaus nachvollziehbar (keine Vermehrung, keine reine Zwingerhaltung, in den ersten Wochen nur am mitgelieferten Sicherheitsgeschirr führen).
Aber insbesondere der Eigentumsübergang ist gleich im ersten Absatz meines Vertrags genau festgelegt. Eigentumsvorbehalt wäre für mich ein KO-Kriterium. Beim Rest der von dir genannten Details könnte ich vermutlich augenrollend drüber wegsehen, aber an dem Punkt gehe ich keine Kompromisse ein.
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Ich finde die meisten Dinge nicht ungewöhnlich. Bei den meisten Selbstauskünften geht es oft nicht primär um die Frage ob ein sondern welcher Hund passen könnte.
Die Wohnverhältnisse sind bei vielen Hunden wahrscheinlich eher nicht spielentscheidend. Bei bestimmten Hunden können sie aber doch wichtig sein (Durchschnittskangal nicht in Mini Wohnung im fünften Stock einer Großstadt zB).
Die Frage nach den finanziellen Mitteln ist natürlich schon indiskret, aber es macht am Ende auch einfach einen Unterschied, ob man einen kleinen, gesunden Hund oder ein großes, chronisch krankes Groschengrab finanzieren möchte/muss.
Und es gibt immer wieder Leute, die denken man muss einen Hund aus dem Tierheim nicht ans Alleinebleiben gewöhnen, weil die im Tierheim ja auch alleine sind. Daher wahrscheinlich die Urlaubsfrage.
Einige der genannten Vertragspunkte finden sich in ähnlicher Form in vielen (rechtlich durchaus gut geprüften) Verträgen wieder, zB auch den Standartdverträgen von Tierheimen im deutschen Tierschutzbund. In der Regel liegt das Hauptaugenmerk beim Schutz der Tiere und auch des Vereins. Die rechtlichen Fallstricke werden immer besonderer und die Verträge länger.
Vielleicht fragst du im Zweifelsfall nach der jeweiligen Intention bei bestimmten Fragen oder Vertragsinhalten.
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Und ganz persönlich: Würdet ihr bei so einem Vertrag einen Hund aufnehmen wollen?
Ich würde bei so einem Vertrag den Hund nicht aufnehmen wollen und von dem Verein weiiit Abstand nehmen.
Mir ist schon klar, dass viele solcher Klauseln rechtlich nicht haltbar wären – aber ich habe überhaupt keine Lust, mich hinterher 'im Ernstfall' mit einem Verein herumzuärgern, der auf solche Fantasiegebilde vielleicht zu pochen versucht.
Meine persönliche Faustregel ist deshalb: ich unterschreibe nur Sachen, bei denen ich gewillt bin, mich auch daran zu halten.
Also beispielsweise: eine Regelung, dass der Hund nicht im Zwinger gehalten werden darf, würde ich unterschreiben (auch, wenn ich natürlich rechtlich schon einen Hund, der mein Eigentum ist, unter Beachtung des TierSchG und der TierSchHuV im Zwinger halten dürfte), weil Zwingerhaltung hier eh nicht möglich wäre. Eine Klausel wie die Euthanasie-Regelung aus dem Eingangsbeitrag würde ich nicht unterschreiben (und der Verein wäre mit so weitreichenden versuchten Eingriffen bei mir auch grundsätzlich als 'unseriös' raus).
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Wir haben damals für Lucy und auch jetzt für Finn einen solchen Vertrag mit Eigentumsvorbehalt unterschrieben. Damals bei Lucy hab ich ziemlich Angst gehabt, dass jederzeit jemand auf der Matte steht und den Hund heraus verlangen kann, aber so einfach ist es dann doch nicht.
In unserem Vertrag steht, dass der Verein nur zurücktreten und Rückgabe verlangen kann, wenn wir gegen die Inhalte verstoßen und das kommt in meiner Realität gar nicht vor (Hund anketten, keine tierärztliche Versorgung, etc.) Mir wäre das mit Übergang des Eigentums auch lieber gewesen, habe allerdings auch den Einwand verstanden, dass man verhindern möchte, dass solche Hunde zum Wanderpokal werden.
Die Klausel mit der Euthanasie würde ich allerdings so nicht unterschreiben. Wir dürfen das - mit Tierarzt - entscheiden, müssen den Verein nur darüber informieren.
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3. sicher wäre, bestimmte gar nicht passende Klauseln im Notfall ignorieren zu können, ohne was zu befürchten zu haben.
Ich bin ja momentan dabei mich zu orientieren. Weiß immer noch nicht ob dieses Mal noch einmal erwachsener Hund...
Dieser Thread bleibt mir wahrscheinlich auch deswegen im Kopf.
Ich würde sogar an der Eignung der Leute als Hundehalter zweifeln, die überhaupt bereit sind, so was zu unterschreiben.
Und ich glaube, ich muss das zurücknehmen. Das war zu scharf.
Du, nicht wegen mir, no offense taken
Mir ist schon klar, dass und warum ein solcher Vertrag kritisch ist.Ich kenne halt auch die andere Seite und mit den Erfahrungen, die ich gemacht habe, stecken dahinter Menschen, die den Kopf ganz voll mit anderen Dingen und wenig Lust auf bürokratische Genauigkeit haben - und copy/paste. Finde ich nicht clever und würde mir persönlich im Berufsleben nicht passieren. Auch an Dich, Traventure Dog Du hattest ja ursprünglich gefragt, ob man unterschreiben würde. Unterschreiben würde ich den Vertrag. Verkaufen nicht, da würden sich mir die Zehennägel hochrollen.
Bei mir bekannten und von mir gemochten Vereinen habe ich trotzdem das Vertrauen, dass es am Ende des Tags alle gut mit dem Hund meinen und man auf einen vernünftigen Konsens kommt. Bestimmte Punkte würde ich ansprechen. Und da mündliche Nebenabreden grundsätzlich auch Vertragsbestandteile sind (auch wenn man sie im Ernstfall halt kaum beweisen kann) hätte ich nicht mal das Gefühl, den Vertrag in der Absicht eingegangen zu sein, mich nicht dran zu halten.
Könnte ich damit im Zweifelsfall so richtig baden gehen? Aber sicher. Aber da würde meine interne Risikoabwägung das Risiko dafür als gering genug erachten, um es für einen ausgeprägten Wunsch einzugehen

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Du, nicht wegen mir, no offense taken
Mir ist schon klar, dass und warum ein solcher Vertrag kritisch ist.Nee, nicht wegen dir, habe einfach noch mal über diesen Thread nachgedacht.
Als ich den ersten Hund aus dem Tierschutz geholt habe, ging es im Vorgespräch um Kastration. Ich habe gesagt, dass ich nur kastriere, wenn nötig - war völlig okay. Der Vertrag nachher hatte trotzdem eine Klausel drin, wonach ich verpflichtet gewesen wäre, zu kastrieren. (War in den frühen 2000ern noch recht üblich). Habe den Absatz durchgestrichen und dann unterschrieben. Die Vermittlerin war ganz überrascht, die hatte gar nicht auf dem Schirm, dass das Vertragsinhalt war.
Ähnlichen Pragmatismus werde ich wieder benutzen - will ja schließlich (endlich!!) wieder einen Hund.
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Ich habe mir bei der Hundesuche die Bedingungen einiger "Anbieter" durchgelesen und empfand es als "sich nackig machen müssen" und als "zahlen müssen, Verantwortung übernehmen müssen aber keine Rechte haben".
Die seriösen Tierschutz-Organisationen werden sicher all die Gründe kennen die dazu führen dass ein Tier Probleme bekommt oder nicht adäquat versorgt werden kann und schreiben alles in die Verträge was ihnen einfällt damit sowas nicht (wieder) passiert.
Ideal ist ein fittes Millionärspaar mittleren Alters mit Tagesfreizeit, Haus und Garten am Waldrand.
Keine wackeligen Verhältnisse wie Mietwohnung, Lohnarbeit, Alter, Krankheit usw. die ein Risiko darstellen.
Darum kann ich denen solche Knebelverträge nicht wirklich übel nehmen. Die versuchen das Optimum für den Hund rauszuholen.
Wenn ich da einen passenden Hund gefunden hätte dann hätte ich den Vertrag höchstwahrscheinlich unterschrieben.
Mag sein dass das dumm gewesen wäre, ich weiß es nicht.
Letztendlich ist es ein Hund aus Privatabgabe geworden den ich ohne Vertrag übernommen habe. Angeblich gesund und munter und ohne Probleme.
Hätte ich ihn von einer Orga bekommen dann hätte ich da angerufen und gesagt: Ihr habt mir einen laufenden Penis mit Zähnen und Giardien angedreht. Schickt jemanden vorbei der die 600€ Tierarztkosten bezahlt und dem Viech abgewöhnt meine Freundin zu rammeln und meine Socken zu fressen!!!
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