(Hunde)Mama/Papa - nutzt ihr das?

  • Mir ist aufgefallen, dass ich sogar ein "Dog Mom" T-Shirt habe:lol: Hab ich mal geschenkt gekriegt und ich liebe es und habe null Problem damit, darin auch in der Öffentlichkeit rumzulaufen. Aber ich küsse meine Hunde auch unter Leuten aufs Köpfchen und sage Zeug wie "Die Mama hat dich soo lieb", der Ruf ist also schon ruiniert und ich lebe mein Dog Mom Life ganz ungeniert:pfeif:xD

  • Erwartet er aber dann auch Rücksicht vom Hund, dass dieser sich bei seinen eigenen Bedürfnissen zurücknimmt, "weil er ja verstehen muss, dass es seinem Menschen schlecht geht", dann übertragt der Mensch seine menschlichen Erwartungen auf den Hund - und damit vermenschlicht er ihn, denn das kann ein Hund einfach nicht leisten.

    Wobei Menschen, die sowas von einem Hund erwarten, in der Regel auch zwischenmenschliche Defizite aufweisen ^^

    Was für Defizite weisen diese denn zwischenmenschlich auf?

    Wobei zurücknehmen auch nicht unter vermenschlichung wirklich fällt. Meine Hunde, egal ob der kleine zwockel oder die beiden großen nehmen sich immer zurück von ihrem verhalten wenn es mir nicht gut geht und man merkt es ihrem verhalten stark an.

    Seit gestern habe ich wieder eine thrombose im Bein, macht das laufen nicht gerade einfach und 3 rüpelige Rüden nehmen sich hier zurück ohne das ich was sage - da wird nicht an der Leine gezogen, nicht gebockt oder rüpelig miteinander gespielt wo ich in die schusslinie geraten könnte und auch auf große Runden werden eigenständig ausgeschlagen und lieber auf der Couch gechillt

    Also ja, Hunde können unterscheiden und sich in ihrem verhalten auch selbständig zurück nehmen und stecken

  • Mir ist aufgefallen, dass ich sogar ein "Dog Mom" T-Shirt habe:lol: Hab ich mal geschenkt gekriegt und ich liebe es und habe null Problem damit, darin auch in der Öffentlichkeit rumzulaufen. Aber ich küsse meine Hunde auch unter Leuten aufs Köpfchen und sage Zeug wie "Die Mama hat dich soo lieb", der Ruf ist also schon ruiniert und ich lebe mein Dog Mom Life ganz ungeniert:pfeif:xD

    Mein Mann und ich haben Kappen auf denen jeweils Dog Mom und Dog Dad steht :grinning_squinting_face:

    Und Sammy hat eine Fortgehtasche, auf der Doggy Things draufsteht. Der Autist in mir liebt es, wenn alles perfekt beschriftet ist :rolling_on_the_floor_laughing:

  • Weil es hier schon wer geschrieben hat.. ich tu auch oft so, als wäre ich Paulis oder Lios Stimme. Mein Lieblingssatz ist "Nicht die Mama!" (von "Die Dinos", uralt Fernsehserie). Das sagt Pauli immer, wenn jemand anders etwas mit ihm machen möchte und er da aber sicher nicht mitmacht. Nicht die Mama halt.. xD

  • Was hat denn Angst mit zuhören und wahrnehmen zu tun? Also klar im Paniktunnel geht nix mehr, aber das ist ja glücklicherweise selbst bei ängstlichen Menschen die Ausnahme.

    Das passt für mich eher zu einer ausgeprägten Ich Fokussierung und wenig Interesse am Gegenüber.

    Was das mit dem Wording beim Hund zu tun hat, ist mir aber ohne Erklärung drei Schritte zu weit. Da kann ich nicht folgen.

  • Weil es hier schon wer geschrieben hat.. ich tu auch oft so, als wäre ich Paulis oder Lios Stimme. Mein Lieblingssatz ist "Nicht die Mama!" (von "Die Dinos", uralt Fernsehserie). Das sagt Pauli immer, wenn jemand anders etwas mit ihm machen möchte und er da aber sicher nicht mitmacht. Nicht die Mama halt.. xD

    Haha, wie cool ist das denn. Das nutzen wir oft bei Emil, wenn der sich wieder hinter mir versteckt "Nicht die Mama"

  • Ich finde die These auch echt gewagt. Ja, als Hobbytierhalter, der sein Tier vornehmlich hat, um es lieben zu können, befriedigt man einen Teil seines Bedürfnis nach Kontakt, Nähe, Verbundenheit, Wärme, Reziprozität, Zugehörigkeit … mit dem tierischen Sozialpartner. Das ist nüchtern betrachtet aber völlig unabhängig davon der Fall, ob man es nun Stinktier oder Schnutzibutziherzelchen nennt, ihm eine Decke hinlegt, ein Körbchen für 200+ Euro oder es gleich mit ins Bett nimmt, ihm das Essen aus einem alten Teller, aus einem Designernapf oder mit Lätzchen am Tisch serviert …

    Ob man es als Defizit im menschlichen Verhalten betrachten soll - oder gar als pathologisch - wenn man das Bedürfnis danach, zu umsorgen und beachtet zu werden, nicht rein aus dem Kontakt zu einem menschlichen Sozialpartner zieht und ob das auf Defizite im innermenschlichen Sozialverhalten hinweist, sei mal dahingestellt. Diese Pathologie würde dann aber tatsächlich einen ziemlich anständigen Teil der hier Mitschreibenden treffen. Hätte ich persönlich übrigens kein Problem mit. Es gibt Aspekte menschlichen Sozialverhaltens, da habe ich richtig gerne Defizite :smile:.

    Ungesund vermenschlicht man ein Tier dann, wenn man von ihm menschliche Verhaltensweisen und Konzepte erwartet, die es nicht leisten kann - und sauer oder unfair reagiert, wenn das Tier nicht in das passt, in was man es gerade hineinprojiziert hat. Oder wenn man seine Bedürfnisse nicht erfüllt, sowohl die im Bereich Verhalten und Beschäftigung als auch die für Pflege und Ernährung, seine Kommunikation nicht beachtet, weil man an dem Bild im eigenen Kopf vorbeischauen kann. Wenn man ihm für es unverhältnismäßig lästige oder quälende Prozeduren aufzwingt, um es einem Idealbild eines Sozialpartners ähnlicher zu machen (Huch! Da muss ich als Pudelhalterin aufpassen) usw.

    Aber auch da sehe ich keinen zwingenden Zusammenhang zu „Mama und Papa.“

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