(Hunde)Mama/Papa - nutzt ihr das?

  • Das hängt übrigens (im Original) seit drei Jahre bei mir an der Wand. :D

    Mein Spitz findet es eine Frechheit, dass er trotzdem nicht mit an den Tisch darf. :fluchen:

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  • Die Hunde kannten mein Mann und mich nur unter "Mama" und "Papa" .Schliesslich hörten sie das die ganze Zeit von unseren drei Kindern😁 Wenn ich dann mal gesagt habe " Wo ist der Benny " wurde fragend durch die Gegend geguckt.

  • Ich weiss ehrlich gesagt gar nicht wo ich persönlich die Grenze zum Vermenschlichen ziehen würde.

    Gemäß Feddersen-Petersen ist ein Vermenschlichen bis zu einem bestimmten Punkt sogar notwendig im Zusammenleben mit Hunden.

    Sowohl der Hund als auch der Mensch sind Säugetiere, und unsere Gehirne haben einen nahezu identischen Aufbau.

    Das ermöglicht uns ein "Hineinversetzen" in den Hund, und dies zu Wollen und zu Können unterscheidet einen Hundehalter, der seinen Hund als denkendes und fühlendes Lebewesen sieht von einem Hundehalter, der seinen Hund nur als triebgesteuertes Wesen ansieht, dessen Triebe nur von Außen (extrinsisch) beherrscht werden können.

    Was man dabei nur berücksichtigen muss: Der Hund ist zwar fähig zu Denken, aber dieser Fähigkeit sind Grenzen gesteckt; Die Komplexität der menschlichen Denkfähigkeit ist deutlich größer als die des Hundes.

    Auch die arttypischen Unterschiede, die evolutionär bedingt bestehen, zeigen Unterschiede auf in den Bedürfnissen; Während beispielsweise das Bedürfnis auf Jagen beim Menschen ziemlich verkümmert ist und seine verhaltensinventarischen Anlagen höchstens bei der Schnäppchenjagd im Supermarkt zum Vorschein kommen, ist dieses Verhaltensinventar beim Hund noch deutlich ausgeprägter, und liegt "näher an der Oberfläche" des Verhaltens.

    Wenn ein Mensch aus einem Gefühl der Einsamkeit heraus mangels eines anderen Sozialpartners seinem Hund "sein Herz ausschüttet", dann ist das noch lange kein ungesundes Vermenschlichen.

    Erwartet er aber dann auch Rücksicht vom Hund, dass dieser sich bei seinen eigenen Bedürfnissen zurücknimmt, "weil er ja verstehen muss, dass es seinem Menschen schlecht geht", dann übertragt der Mensch seine menschlichen Erwartungen auf den Hund - und damit vermenschlicht er ihn, denn das kann ein Hund einfach nicht leisten.

    Trotzdem gibt es immer wieder Hunde, die merken wenn es ihrem Menschen nicht gut geht, und sich in ihrem Verhalten so anpassen, dass es für den Menschen Trost oder auch Erleichterung ist.

    Das ist aber auch kein Zeichen von "Verstehen" - aber allemal ein Zeichen dafür, dass auch Hunde sich in "ihre Menschen" hineinversetzen können.

    Können - nicht müssen.

    "Müssen" wäre wieder Vermenschlichen über das zuträgliche Maß hinaus.

  • Ich sag nie "wo ist der..."

    Bei mir heißt "such Mensch".

    Das entfällt bei mir zuhause, weil ich alleine wohne - aber wenn ich z. B. mit Dino vom Gassi wiederkomme und die beiden alten Damen im Garten sind, fällt öfter mal ein aufforderndes/fröhliches "Wo sind deine Mädels?". Er ist zwar nicht der "Chef" im Hause, das bin schließlich ich, aber ... er lebt halt mit ihnen zusammen und war zuerst hier (obwohl er jünger ist, haha). Da hat sich das so eingebürgert.
    Beim Mantrailing gibt es ein motivierendes "wo issa??", nachdem er das Suchkommando bekommen hat.

    Ich finds wirklich interessant, wie unterschiedlich das bei manchen hier ist.

  • Erwartet er aber dann auch Rücksicht vom Hund, dass dieser sich bei seinen eigenen Bedürfnissen zurücknimmt, "weil er ja verstehen muss, dass es seinem Menschen schlecht geht", dann übertragt der Mensch seine menschlichen Erwartungen auf den Hund - und damit vermenschlicht er ihn, denn das kann ein Hund einfach nicht leisten.

    Ich glaube das ist eine ziemlich gute Erklärung.

  • Ich hab bei Gassi gestern echt lange nachgedacht, ob ich an meine Hunde als Babys oder Bebis denke.

    Nein, absolut nicht. Die Welpen waren "die süßen Hundebabys", und dann eben so Kosenamen ( je nach Laune) , Froschi oder Maus oder Schnappi(das Krokodil).

    Das sind ja auch "verniedlichende Formen".

    Neu hinzugekommen ist "Püppie", weil jemand unsere Hündin so nannte und das rundum absolut passt. Wenn es eine Püppie gibt, dann ist es unsere Hündin.

    Und das ist sonst gar nicht in meiner Sprache üblich.

    Ein erwachsener Hund ist noch nie mein "Baby" gewesen.

    Das klingt für mich unpassend. Wann würde denn aus eine Baby dann der Opi/Omi- Hund werden?


    "kinners" oder auch "Kinder" ist wieder eher so Mundart.

  • Das klingt für mich unpassend. Wann würde denn aus eine Baby dann der Opi/Omi- Hund werden?

    Ich bin mir sehr sicher, dass Bert auch im hohen Alter noch ein Kindskopf ist und Bebi-Bert dann noch passt :herzen1:.


    Aber dennoch mag ich nicht als seine Mama bezeichnet werden |).

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